Wie kann ein Ottomotor mit Benzin fahren wenn Benzin flüssig ist aber ein Ottomotor mit Gas funktioniert?

5 Antworten

vor der einspritzanlage hatten die motoren nicht umsonst einen verGASer. in ihm wird der treibstoff mit luft im optimalen verhältnis gemischt.

eigendlich sollte das teil zertäuber heißen, denn der sprit wird hier nicht verdampft, so dass sich ein dampfgemisch bildet, sondern eben so fein zerstäubt, dass es auch so zu entzünden ist.

lg, anna

Auch unterhalb des Siedepunkts verdunstet so viel Benzin, dass ein entzündbares Gemisch erreicht werden kann. Das hat man mithilfe so genannter Vergaser ausgenutzt, bei denen Luft vorm Ansaugen in den Zylinder an Benzin so vorbeigeführt wird, dass es verdampft und ein Benzin-Luftgemisch in den Zylinder kommt.

Heutzutage wird zum richtigen Zeitpunkt Benzin in den Zylinder eingespritzt. "Injection" heißt das, das ist das "I" in der Abkürzung Golf GTI.

Das ist nur teilweise richtig. Es geht nicht um die Verdunstung oder Verdampfung. Es wird ein Aerosol erzeugt.

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Heutzutage wird zum richtigen Zeitpunkt Benzin in den Zylinder eingespritzt. "Injection" heißt das, das ist das "I" in der Abkürzung Golf GTI.

Der klassische "i" - Ottomotor spritzt allerdings nicht in den Zylinder, sondern in den Ansaugkrümmer - entweder auf die Drosselklappe, oder vor die Einlassventile. Sogenannte "Direkteinspritzer" (hier wird tatsächlich in den Brennraum gespritzt) waren bei Ottomotoren bis 1997 selten - dann kam Mitsubishi mit dem ersten Großserienmotor, dem Carisma GDI.

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Der Kraftstoff verdampft extrem schnell, dadurch entsteht ein zündfähiges Luft-Kraftstoff-Gemisch.
Die Verdunstung entsteht zum einen bereits bei normaler Umgebungstemperatur, zum anderen durch den Druckunterschied, wenn es die Kraftstoffleitung, z.B. durch eine Einspritzdüse, verlässt und sich in einer Umgebung mit geringerem Druck wiederfindet. Bei warmen Motor herrschen im Saugrohr bzw. im Brennraum entsprechend hohe Temperaturen.

Moderne Einspritzdüsen, egal ob eine Saugrohreinspritzung mit weniger als 10 bar oder eine Direkteinspritzung mit über 200 bar (beim Diesel sind wir jenseits der 2.000bar!), zerstäuben den Kraftstoff zusätzlich so fein, dass sein Aggregatzustand bereits als nahezu Gasförmig zu beschreiben ist, auch wenn es sich eher um milliarden kleiner Tröpfen handelt, am ehesten mit Nebel zu vergleichen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Stichwort: Vergaser. Informiere Dich mal über das Bauteil …

Und: Nach dem Weltkrieg gab es sogar Autos für Feststoffe, Holzvergaser.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik

Naja, um ehrlich zu sein, hat der Motor da aber auch nicht mit Holz funktioniert, sondern nur mit dem "Holzgas" ;)

Ein Diesemotor läuft ja auch nicht mit Mais. ^^

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@FresherKnilch

Ja, Du kommst der Sache schon näher … Stichwort war ja "Vergaser".

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Von Experte MacMadB bestätigt

Durch den Venturi-Effekt wird der Kraftstoff im Vergaser fein zerstäubt und mit der Luft vermischt. Es entsteht also kein Gasgemisch, sondern ein Aerosol.

Die kleinen Tropfen haben genug Reaktionsfläche, um sich bei der Zündung wie ein Gas zu verhalten.

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