Wie beschäftigt ihr eure Hunde während eurer Abwesenheit?

11 Antworten

Hallo. :)
Manchmal ist der Grund für diese "Zerstörungswut" Langeweile, aber nicht immer.

Ganz oft machen die Hunde das, weil sie wahnsinnig an Stress und/oder Angst leiden. Dein Hund hat Angst, dass du nicht wieder nach Hause kommst! (Vermutlich, Ferndiagnose ist schwierig)
Das stresst den Hund natürlich wahnsinnig und er macht Dinge kaputt, um diesen Stress abzubauen.

Am besten ist es, wenn ihr das Alleinesein noch mal ganz von vorne übt.

Mach ab und zu die Tür zu, komm zurück wenn dein Hund sich ruhig verhält. Dann lass sie mal ein paar Minuten alleine, nicht zu lange. Den Zeitraum langsam steigern. Wenn sie brav war, dann loben.

Wenn du wieder zurück kommst, bleib ruhig. Dass du gehst und kommst, ist absolut nichts Besonderes. Das soll sie lernen.

Falls du arbeiten musst, such dir einen guten Hundesitter, der in deiner Abwesenheit auf den Hund aufpassen kann.

Das ist immer noch güngstiger als viele neue Möbel.


Und bitte schimpf nicht, falls sie doch etwas kaputt macht! Sie kann dieses Verhalten nicht verstehen und verknünpft nur: "Wenn du nach Hause kommst, dann kriege ich Ärger!"
Das ist ganz bestimmt nicht das gewollte Ergebnis.

Und lass dir nicht einreden, dass der Hund ein "schlechtes Gewissen habe". Nein, das hat er ganz bestimmt nicht!


Falls gar keine Besserung auftritt, würde ich in deiner Nähe nach guten Hundetrainern suchen, die dich unterstützen können.


Viel Glück euch beiden. :)

Naja alleine beschäftigen für 2 Stunden geht nicht. Versuch es mal mit einem Leckerli an dem sie lange kauen muss bis es weg ist und gib es ihr kurz bevor du weg gehst.

Meine Hündin hat früher auch alles angeknabbert wenn sie alleine war. (Türstock, Stufen, Bank, Körbchen) Nach einiger Zeit (3-4 Wochen) hat sie damit aufgehört und jetzt gibt es überhaupt keine Probleme mehr, auch wenn sie mal 4 Stunden alleine ist. Gib ihr einfach etwas Zeit dann wird das schon. 

Versuche vielleicht auch mal kleinere Zeitabschnitte wegzugehen ( 5-10 Minuten) und dann kräftig belohnen wenn sie nichts zerstört hat. 

Hab auch schon mal von einer Methode gehört, dass man eine Kamera und Lautsprecher aufstellt. Man geht weg und beobachtet sie mit einem verbundenen Computer oder ähnlichem und wenn sie mit der Zerstörung anfängt soll man durch die Lautsprecher schimpfen.... Weiß nicht ob das funktioniert und ob man den Hund dann nicht noch mehr verwirrt. Meiner würde das sicher nicht gefallen. Einen Versuch ist es schließlich wert. Jeder Hund ist anders...

Also wie gesagt: gib ihr Zeit und zeig ihr, dass du immer wieder zurück kommst.

Lg

wie ich meinen Hund beschäftige während er mal alleine ist? 

Garnicht, der hat kein Spielzeug , keine kauknochen oder sonst was rum liegen. 

Zumal man das auch nur unter Aufsicht geben sollte. Zu groß ist die Gefahr das der Hund etwas verschluckt oder sich verletzt. 

Bei euch hilft auch keine Auslastung. Ein Hund der vernünftig das Alleinsein erlernt hat, kann problemlos alleine bleiben. Auch unausgelastet. Auch ist das keine Langeweile, sonst würde dein Hund das ja auch mähen, wenn du anwesend bist und ihm mal weniger Aufmerksamkeit schenkst.  

Nur ein Beispiel. Jeden Freitag außer morgen (Feiertag juhuuuu😉😊) ist mein Hund 5 Stunden allein zuhause. Nach 8-9 Stunden Nachtruhe. Geht es Freitag früh für 30 min raus. Zum Geschäft erledigen dann nachhause. Und er pennt bis ich mittags komme. 

Du musst dem Hund Kleinschrittig das Alleinsein beibringen. 

Sachen zerstören ist Stress und Frust, Hunde entwickeln Stressabbauende Strategien um mit dem jetzigen Konflikt klar zu kommen. In deinem Fall ist das kauen, kauen löst Stress. 


Alleine bleiben Teil 1.)

Zum Alleinsein: dein Hund leidet unter Trennungsstress. Ohne gut
aufgebautes Trainings,wird das nichts. Was du brauchst ist eine Kamera
die man mit dem Smartphone verknüpfen kann, (kosten 40-50 Euro) und eine
zuverlässigen Hundesitter der euch begleitet während der Trainingsmonate.



Gute sitter findest du bei Leinentausch.de dort werden die sitter
bewertet,und du kannst Kennenlern Spaziergänge vereinbaren. Kannst dich
austauschen und siehst ob der oder die Sitterin was für dich und deine
Fellnase ist. Ich würde auf langwierige Hunderfahrung achten und wo ein
Zweithund vorhanden ist der schon fertig erzogen ist. Oder frage zuverlässige Nachbarn oder bekannte oder Familie.

Meine sitterin war eine ruhige Alter Dame die einen Schäferhund Opa
hat,der sehr souverän war und meinen ignoriert und geduldet hat. Mein
hibbeliger Aussie hat sich so viel nach dem Hunde Opa gerichtet und auch
viel Ruhe abgeschaut.

Kamera deshalb das du rechtzeitig zurück kommst bevor der Hund in den stress Modus kommt.

Erst haben wir zuhause die räumliche Trennung geübt,heißt einen Raum auswählen und eine Ruhe Zone schaffen. Decke Hundebett

Zusätzlich empfehle ich dir ein "konditionierte Entspannungssignal" aufzubauen.


Bin kurz in einen anderen Raum ,dann wieder zurück und gelobt ohne
Leckerlie. Nicht zu überschwänglich loben sonst pusht das den Hund
schnell wieder hoch. Angefangen mit Sekunden und dann minütlich
gesteigert. Erst mit offener Tür wo er mich sehen konnte,später
angelehnt dann komplett geschlossen.



Wenn du mal bei 10-15 min angekommen bist,und angelehnter Tür, übt man
so lange bis man bei ca.30 min ist. Klappt das viele Wochen ,so kann man
mal die Tür schließen. Da kommt die Kamera ins Spiel , wenn räumliche
Trennung mit geschlossener Tür super geht. Kann man das minütlich
steigern in dem man das Haus verlässt. Wichtig Hund beobachten mit der
Kamera und dem Handy .

Bis die räumliche Trennung saß haben wir 5 fast 6 Monate gebraucht nochmals knapp 3 fürs außer Haus gehen.

Das nervt und ist super Zeit aufwendig aber einmal richtig trainiert ist
das kein Thema. Wichtig zum Alleinsein Training. Die Haustür sowie
"außer Haus geh Rituale" sollten trainiert werden ,das der Hund damit
nichts schlimmes verbindet.



Oftmals fängt schon da der Trennungsstress an. Heißt mehrmals

•die Jacke anziehen

•Straßenschuhe an und mal auf die Couch setzen ,oder rum laufen oder
staubsaugen oder sonst was (Straßenschuhe sollten sauber sein 😊👍🏻😝)

•Schlüssel klappern lassen, auf und zu schließen

•Haustür auf und zu machen



Das musst du nicht lange machen ,wenige Minuten täglich reichen da
völlig aus. Wichtig auch wenn der Hund dich beobachtet,nicht anschauen
oder mit ihm reden.

Als sei es das normalste der Welt ,das du jetzt den Schlüssel klappern
lässt,oder die Schuhe anziehst oder deine dicke Jacke anziehst. Die
Handtasche nimmst usw.

So nimmst du schon eine Menge Druck vom Hund weg.

Versetze dich mal in die Lage deines Hundes. Versuche Hündisch zu denken
und zu verstehen. Hunde sind rudeltiere,nun sieht deine Fellnase,mein
ach so geliebter Mensch geht gleich aus dem Haus. Der Stress beginnt
meist schon ,bei den "außer Haus geh Ritualen"

Der Hund entwickelt schon Stress Hormone. Nun seid ihr weg,und der Hund
versucht nur seinen Menschen zu erreichen,und hat jetzt in dem Moment eine Situation zu bewältigen.

So in etwa versucht der Hund damit umzugehen. Er sieht dich durch die
Tür laufen,oftmals kratzen die Hunde dort auch, wo der Mensch raus ist,bellen oder jaulen ,Alles
nur um seine Menschen erreichen zu wollen. Das zerstören von Sachen ist Stress richtig purer Stress,das hat nichts mit
Langeweile zutun oder unterforderung. Dein Hund versucht den Stress ,den
er er hat durchs Alleinsein zu kompensieren.


Hunde entwickeln Stressabbauende Strategien, manche Vierbeiner , werden auch unsauber. Stress schlägt auf die Blase. Müll zu durch suchen, Wohnung evtl.umdekorieren.

Ne der Hund macht das was für ihn richtig ist ,und zwar jetzt und zu diesem Zeitpunkt,um mit der Situation fertig zu werden.

Hier ein sehr informativer Artikel ,was Stress bei Hundes auslösen kann.

https://friendshipfordogs.com/2015/01/25/wenn-aus-angst-stress-wird-stress-beim-hund-und-seine-auswirkungen/



 - (Tiere, Hund, Haustiere)

Alleine bleiben Teil 2.)

Betrifft zwar jetzt nichts dich, aber auch ein guter Beitrag zum Thema Alleinsein und das die Hunde plötzlich unsauber werden.

http://www.hey-fiffi.com/ich-protestiere-protestpinkeln

Ich kann dir mal zeigen wie der Trainingsplan aussah während wir das Alleinsein trainiert haben. Ist aber schon 2 Jahre her. Musste erstmal mein Büchlein raus suchen (siehe Foto)

Schritt 1.) Ruhezone schaffen,der Hund muss zuverlässig auf seiner Decke bleiben,bis das nicht sitzt brauchst du garnicht anfangen,mit dem Alleinsein Training.  Und das ist nervig den Hund 20-30 x immer und immer wieder auf seinen Platz zu schicken. Kannst auch die Hauptmahlzeiten dem Hund auf seinen Platz geben. So macht er positive Verknüpfungen. Wenn es Futter oder Knochen oder etwas zu knabbern gibt,ausschließlich auf seiner Decke. 

Schritt. 2.) wichtig die Ruhezone,da hat niemand aber wirklich niemand etwas zu suchen,der Hund wird nicht gelockt,oder bespaßt oder genervt. 
sowie dein Hund die Decke als Ruhe Zone akzeptiert hat kommt das Sicht und hörzeichen dazu. Musik brauchte ich nicht, aber ich habe sein Tuch mit etwas Lavendelöl betreufelt (1-2 Tropfen) und habe es ihn auf sein Hundebett gelegt.

Schritt 3.) jetzt fängst du die räumliche Trennung an mit Ignorierzeit. 

Schritt 4.) Trennung anderer Raum offene Tür und Sicht zu dir und Ignorierzeit

Schritt 5.) Trennung anderer Raum angelehnte Tür und Ignorierzeit 

Schritt 6.) Trennung anderer Raum geschlossene Tür und Kamera aufstellen

Schritt 7.) außer Haus gehen bei geschlossener Tür
Sollte ein schritt mal nicht mehr so funktionieren ,weil der Hund plötzlich von der Decke aufsteht oder dir hinterher läuft ,musst du wieder etwas zurück gehen. 
Deckentraining nochmal etwas festigen. 

Bei uns sieht es mitlerweile so aus,wenn ich das Haus verlasse. 
Hund wird auf die Decke geschickt,ich lege sein Tuch (das mit Lavendelöl) daneben und gebe sein Entspannungssignal. Egal ob ich zum Wäsche aufhängen gehe,zum einkaufen oder mal zur Nachbarin runter zum Kaffee zu trinken oder eben ihn für viele Stunden alleine lasse. Mittlerweile nach 3 Jahren Konditionierung kann ich das Entspannungssignal,egal über all anwenden. Im Biergarten, im Baumarkt, ob der Hund mal eine stressige Situation zu bewältigen hat. Einfach Kommando sagen und der Hund fährt binnen in Sekunden runter, legt sich sogar unmittelbar danach hin.
Zuhause bleibt er 90% davon auf seiner Decke. Hab ich über die Kamera beobachtet und er pennt tief und fest. Es ist nicht schlimm,wenn er aufsteht während ich nicht da bin,er soll auch mal was trinken gehen in die Küche oder mag vielleicht auch mal auf den kühlen Parkett Boden liegen. Aber er entspannt und ist brav und artig. Nie hat er gebellt oder Sachen kaputt gemacht. 
Er kommt nicht einmal zur Tür ,wenn ich heim komme,weil ihn das Tür aufschließen  nicht die Bohne interessiert. Durch Das Training der "Außer Haus geh Rituale" 

Das ist super Zeit aufwenig, kostenintensiv 
3 Monate Hundesitterin fast täglich sind kosten intensiv und die Geduld die man mit bringen muss.

Aber es lohnt sich, und ich bin froh das ich meinem Hund das so kleinschrittig beigebracht habe.

3

Du könntest dem Hund das Alleinbleiben vernünftig beibringen. Dann muss er auch nicht aus Angst/Stress die Wohnung zerlegen.

Meine Hunde können alleine bleiben und verschlafen die meiste Zeit. Deshalb muss ich sie auch nicht groß beschäftigen. Das mache ich, wenn ich zu Hause bin. 

Hunde sind Rudeltiere, die werden schon mal unruhig wenn sie alleine sein müssen. Und deiner ist es auch noch nicht gewöhnt.. Also kein wunder.

Was möchtest Du wissen?