Wenn ich anfange zu meditieren ist mein Geist immer total unruhig. Ich komme nicht zur Ruhe. Mein Kopf ist voller Gedanken. Was kann ich dagegen tun?

4 Antworten

Du must zu Beginn Zeit und Ort der Meditation sorgfältig wählen. Und zwar ist darauf zu achten, dass die so genannten 5 Hemmnisse oder 5 Hindernisse nur in geringem Maße zugegen sind. Die 5 Hindernisse sind: 1. Verlangen, 2. Aversion, 3. Innere Unruhe / Aufgeregtheit, 4. Innere Mattigkeit / Trägheit und 5. Zweifel.

Sind ein oder mehrere dieser Hindernisse deutlich zugegen, funktioniert das Meditieren nicht.

Man wählt also Zeit und Ort so, dass diese Hindernisse nur schwach vorhanden sind. Z.B. ist es gut dann zu meditieren, wenn ein Tagesabschnitt beendet ist und der darauf Folgende noch nicht begonnen hat. So muss man sich am wenigsten Gedanken um die unerledigten oder bevorstehenden Dinge machen. So gerät man dann auch nicht in Zustände des Verlangens oder der Zurückweisung. Ferner sollte man soviel wie möglich alle Ablenkungen ausschalten. Dazu gehört das Ticken einer Uhr, ebenso wie ein Zwicken oder Drücken aufgrund einer umbequemen Sitzhaltung.

Ganz besonders Erwartungen und Befürchtungen stören. Man eliminiert diese am besten durch Routine.

Wenn man gut meditiert, gelangt man zur sogenannten "angrenzenden Sammlung". Hierdurch vermindern sich die 5 Hindernisse nochmal schlagartig. Gelangt man danach zur sogenannten "vollen Sammlung" (auch 1. Jhana genannt) , fallen die 5 Hindernisse fast vollständig weg.

Neununddrei hat es bereits gesagt: Üben, üben, üben !

Viele meinen, sie müssten zuerst diese innere Unruhe ( oder die Gedanken ) "abstellen", und dann könnten/würden sie meditieren. Doch das ist ein grundlegender Irrtum = Dieses wieder und wieder und wieder zurück kommen zum Atem ( oder einem anderen Meditationsobjekt ) ist eine extrem wichtige Übung, und nicht nur lästiges Beiwerk !

Möglicherweise strengst du dich einfach zu sehr an, deine Gedanken loszuwerden, oder "innerlich ruhig" zu sein ?! Dann wird der Geist schnell "widerspenstig"...

Ajahn Brahm hat dazu eine nette kleine Geschichte erzählt:

https://www.youtube.com/watch?v=TSagWnF1xm0

( Bitte das Wort "Kontrollfreak" nicht als abwertend verstehen!)

Auch so gesehen hat Neununddrei recht: du solltest mal etwas anderes versuchen. Es muss keine andere Meditationsform sein ( wenn du mit der gewohnten gut zurecht kommst ). Sondern einfach eine andere Herangehensweise an die Übung, und die Hindernisse.

Du kannst dir z.B. deine Gedanken wie die Waggons eines vorbeifahrenden Güterzuges vorstellen. Zähl einfach die Waggons, d.h. die Gedanken !

Wenn die Gedanken nicht mehr so rasen, und nur noch gelegentlich mal ein Waggon vorbeifährt, kannst du dich wieder auf den Atem konzentrieren !

Beschäftige deinen Geist geschickt, und erwarte nicht von ihm, er würde einfach so seine Gewohnheit, "herum zu turnen", aufgeben, nur, weil du das von ihm erwartest oder verlangst !

Geh mit ihm um wie mit einem kleinen Kind, oder wie mit einem ungezogenen Hund ( falls du damit mehr Erfahrung hast ). Nicht Zwang und zusammen-gebissene Zähne bringen dich ( euch weiter ), sondern Geduld, Flexibilität, Verständnis und geschickte Mittel...

Ich wünsch dir viel Erfolg und auch Freude beim weiteren "Üben, üben, üben" !

LG: Manu

Wie meditierst du denn, wenn Ich fragen darf?

Die Meditation besteht unter anderem darin diese Gedanken zu erkennen und sich weiterhin auf die Atmung zu konzentrieren.

Grundsätzlich besteht Meditation aus 3 Aspekten. Observierung, Konzentration und Absobtion.

  1. Observiere deinen Körper/Atmung
  2. Konzentriere dich auf etwas konkretes
  3. Lass dich in diese Zustände absorbieren.

Wenn du interesse hast, habe ich einen sehr guten Artikel darüber gelesen:

https://maphoenix.com/meditation-wie-meditiert-man

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