Welche Hunderasse ist sehr anhänglich?

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13 Antworten

Was hindert Dich daran, einen Hund der dominant und eigensinnig ist, mit zum Pferd oder zum Hundesport zu nehmen?

Wenn beide Eigenschaften so ausgeprägt sind, dass sie Dich daran hindern, die vorgenannten Aktivitäten mit Deinem Hund auszuführen, dann gibt es ein ganz grundsätzliches Problem in der Führung des Hundes. Eine Situation, in der man ganz sicher keinen Zweithund ins Haus holen sollte, weil der "dominante und eigensinnige" Hund sehr deutlich machen wird, was er von einem Konkurrenten im Haus hält.

Oder anders formuliert: wenn Du Dich im Alltag nicht so gegen Deinen Hund durchsetzen kannst, dass er Dir folgt, wirst Du es auch nicht können, wenn es um die Durchsetzung eines Zweithundes geht. Dazu muss der Ersthund absolut gut im Gehorsam stehen und es darf keine Zweifel geben, wer die Regeln aufstellt und wer sie durchsetzt. Genau danach klingt es bei Dir aber nicht.

Was glaubst Du, wird Dir Dein dominanter Ersthund erzählen, wenn der plötzlich ein Zweithund Deine uneingeschränkte Aufmerksamkeit bekommt, zu Deinem ständigen Begleiter wird und der Ersthund vom Thron gestoßen wird? Den Frust wird der Ersthund am Zweithund auslassen und wenn Deine Wahl dann auf einen devoten und folgsamen Charakter fällt, während Du Dich gegen den ersten nicht richtig durchsetzen kannst, gibt es mächtig Zoff, bei dem der Zweithund den Kürzen zieht.

Ich halte Deine Idee nicht für besonders klug. Überdenk sie noch einmal ganz in Ruhe.

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Kommentar von Lissy1000
09.04.2016, 09:34

Guten Morgen! Hundesport geht mit meinem nicht wegen Arthose. An den Stall ist allerdings immer dabei. :) 

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Kommentar von YarlungTsangpo
10.04.2016, 20:52

Sehr zutreffende Antwort!

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» „Unter Dominanz versteht man in der Biologie und in der Anthropologie den Zustand, dass die einen Individuen gegenüber den anderen Individuen einen hohen sozialen Status aufweisen, worauf letztere unterwürfig reagieren. Das Gegenteil von Dominanz ist Unterwürfigkeit bzw. Subdominanz. Dominanz-Hierarchien sind bei vielen Tieren einschließlich der Primaten zu finden und auch beim Menschen. Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig.“
(Quelle: de.wikipedia.org)

Dies bedeutet, dass Dominanz keine Charaktereigenschaft ist, sondern etwas über die Beziehung zwischen zwei Individuen aussagt. Oder anders: das eine Individuum kann nur so dominant sein, wie das andere Individuum dies zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer bestimmten Situation zulässt. «

(...)

» Umso verwunderlicher ist es, dass viele Menschen hinter jedem unerwünschten Verhalten ihres Hundes gleich Dominanz vermuten und ein großes Regularium zur Eindämmung von Dominanzverhalten aufstellen. «
http://www.tierfreund.de/dominanz-und-problemverhalten/

Kein Hund ist vom Charakter her "dominant". Wie die Seite schon passend geschrieben hat, ist Dominanz "beziehungsspezifisch und zeit- und situationsabhängig."

Also schätzt du scheinbar deinen Hund schon vollkommen falsch ein bzw. anders gesagt: Kennst du den Charakter deines Hundes wirklich?

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"Ich suche nach einem Hund, der SEHR anhänglich und auf den Besitzer fixiert ist."

- Wie dir YarlungTsangpo (und auch andere) schon treffend geschrieben haben:
"Wenn Du schon einen Hund hast müsstest Du aber schon wissen, daß die Anhänglichkeit eines Hundes von der Bindung zu "seinem" Menschen abhängt und daß das nicht von einer Rassezugehörigkeit abhängig ist!"

Nebenbei gesagt, finde ich das Kommentar von YarlungTsangpo sehr sehr gut geschrieben. Und er/sie bildet sich kein Urteil, sondern stellt die Fakten auf den Tisch.

Du schreibst uns nichts von deinem Hund, nur das er "eigensinnig" und "dominant" wäre. Und genau dann fragst du nach einem "SEHR anhänglichen Hund, der auf seinen Besitzer fixiert" sein soll.
Für mich sieht das auch so aus, als ob du einen unsicheren Hund willst.

Kann es sein, das du einen Zweithund willst, weil der Erste nicht die Anhänglichkeit zu dir besitzt, die du dir aber wünschst? Und das du ihn deshalb u.a. als "dominant und eigensinnig" beschreibst?

Es sind nur Vermutungen - aber Fragestellern ist oft nicht klar, wie viel ihr Text eigentlich über sie aussagt. Und natürlich bezieht das auch den Text mit ein, den der FS (in dem Fall Du) unter Antworten schreibt. Bestes Beispiel:
"Sag mal was bildest du dir eigentlich ein dir über mich und meinen Hund ein Urteil zu erlauben? Get a fu-king life."
(Unter YarlungTsangpo's Antwort)

Offensichtlich hat YarlungTsangpo einen wunden Punkt bei dir getroffen. Oder warum sonst, hast du diese Wörtchen für deine Antwort gewählt?

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Sorry, aber ich halte es für keine sonderlich gute Idee, wenn du dir einen Zweithund anschaffst.
Für mich sieht das so aus, als ob du a) mit dem ersten Hund doch überfordert warst und b) nicht bereits den Hund hast, den du dir aber wünschst, und deshalb noch einen Hund haben willst.

Aber was, wenn der Zweithund auch nicht so anhänglich ist, wie du es dir wünschst? Kommt dann noch ein dritter Hund ins Haus?

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Ich warte hier mir Popcorn in der Hand auf deine vermutlich nicht nett-ausfallende Antwort. :o)

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Kommentar von AnnaMaria009
09.04.2016, 08:43

Klasse Antwort 👍

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Kommentar von Lissy1000
09.04.2016, 09:40

Guten Morgen. 

Du sagst doch auch über einen Mensch, dass er dominant ist, oder nicht? So habe ich das gemeint. 

Ich bin alt genug um mich nicht von Fremden aus dem Internet belehren und rechtfertigen zu müssen. Deswegen die Reaktion. Vor allem wenn man einen das Wort im Mund umdreht.

Nein, ich kann die beruhigen. Aus solchen Beweggründen hole ich mir keinen Zweithund

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Nun, den Jagdtrieb abtrainieren bei diesen Rassen ist schwierig bis unmöglich, umlenken kannst du ihn aber. ich hab auch einen kleinen Münsterländer, der ständig mit bei den Pferden ist und hatte bisher nie Probleme.

Meiner ist jetzt knapp 15 Monate, ich mach mit ihm 2-3mal die Woche Mantrailing, da hat er riesen Freude dran und ist hernach richtig kaputt. Ansonsten darf er überall mithin, egal ob in den Wald (wir haben Land- u. Forstwirtschaft), zum ausreiten oder Kutschfahren.

Unbedingt wichtig ist aber, dass viele der Grundkommandos schon sitzen, bevor man ohne Leine/Schleppleine unterwegs ist. Also "Aus",  "Bleib" oder "Hier" muss der Hund verinnerlicht haben, sonst "überhört" der Hund das wenn ein Reh/Hase vorbei rennt und ist weg, dann hast du ein riesen Problem, wenn du mit dem Pferd unterwegs bist. Verheißungsvoll raschelnde Dörrfleischstreifen bieten sich für die "Einarbeitung" an zum Beispiel.

Kein einfaches Unterfangen aber durchaus machbar.

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Kommentar von Lissy1000
09.04.2016, 09:43

Super Antwort! Vielen Dank! 

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Also wir haben einen Cavalier King Charles Spaniel und der ist sowas von anhänglich und eine richtig treue Seele. Und süß ist er auch,  wenn er einen mit seinen großen Augen anschaut wird's einem richtig warm ums Herz. 

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Das kommt immer auf den Charakter des Hundes an. Geh mal ins Tierheim. Die armen Tiere dort. Niemand will sie haben. Alle wollen nur 'Klasse-Hunde'. Aber sowas kann doch auch ein Klasse-Hund werden.
Merke dir meinen Ratschlag; überleg dir das mit dem Tierheim gut denn du weißt, du machst ein Hundeleben sehr viel schöner. Besser als garnichts. ;)

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Hatte eine Englische Bulldogge.. Sie wahr sehr anhänglich und sie hatte überhaupt keine Aggressionen anderen Tieren gegenüber... Und Boxer sind auch sehr anhänglich, wir hatten in mit der Bulldogge zusammen und sie wahren beide sehr lieb zu allen Tieren, Kinder usw.. Kann ich wirklich sehr empfehlen...

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Kommentar von YarlungTsangpo
08.04.2016, 23:19

Als Sportlerhund sind beide Rassen wegen Brachyzepahlie eher weniger geeignet. Boxer beschäftigen sich gerne selbst, wenn sie nicht ausreichend ausgelastet werden.

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Toller und Chessies sind die einzigen zwei Retriever, die NICHT anhänglich sind. Nehme einen Flatcoated! Das passt genau! Ich habe mein Leben lang Flatcoated und trainiere auch mit den Leuten die welche haben. Die gehen noch selbständig jagen! Vor allem schon gar nicht, wenn sich jemand Mühe gibt, so wie du! Traumhunde sind das!

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Kommentar von HalloRossi
09.04.2016, 07:41

" nicht (!) selbständig jagen"

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Hi, also zu deiner Frage: Berner Sennenhund sind sehr anhänglich und von Natur aus gutmütige Tiere. Sie sind Hütehunde und wurde früher vorallem dazu verwendet um Schafe zu bewachen, natürlich konnten sich die Bauern es nicht leisten dass ihre Hunde und Schaafe fressen und so wurde jeder aggressive Hund ausgemustert. Das heißt es gab also eine "natürlich" Selektion. Und mal ganz nebenbei die sehen noch dazu super aus ;-)

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Kommentar von Berni74
09.04.2016, 07:57

Berner Sennenhunde sind keine "Hütehunde". Sie wurden gezüchtet, um Haus und Hof zu bewachen und auch mal "ne Kuh in den Stall zu treiben".

Inwieweit sie anhänglich sind, hängt davon ab, wie interessant der Besitzer ist - sprich, von der Bindung die sie zu ihm haben. Ich kenne durchaus auch Berner, die unausgelastet mal ihre eigenen Wege gehen (meine nicht ^^).

Für Agility ist der Berner aufgrund seiner Größe eher ungeeignet.

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Kommentar von YarlungTsangpo
09.04.2016, 11:17

Die Schweizer Sennenhunde sind allesamt Hunde mit Wacheigenschaften (Territorialverhalten) und auch Treibhundeigenschaft, sowie als Zughund zu gebrauchen.

Sie benötigen (z.B. Entlebucher) gute körperliche und geistige Auslastung, damit sie keine "Treibhundunarten" entwickeln. Also Turnierhundesport, Obedience.

Es heißt nicht umsonst bei den Schweizer Sennhunden: 

Es ist verboten mit der Sennerin zu tanzen!

Sie tendieren zum eigenständigen "wehren"

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Du schreibst, Dein Ersthund ist "eigensinnig" und "dominant". Das klingt für mich so, als hätte er einige soziale Probleme und unter Umständen auch noch paar Baustellen in der Erziehung.

In diesem Fall würde ich Dir daher von einem Zweithund generell abraten.

Ob ein Hund "auf Dich fixiert" und "anhänglich" wird, hängt dann auch weniger von der Rasse ab als davon, wie Du Dich mit dem Hund beschäftigst. Da Du noch einen Ersthund hast, der ja dann hoffentlich die selbe Auslastung bekommen wird wie der Zweithund (und nicht aufs Abstellgleis geschoben wird, weil er etwas kompliziert ist!), wird Dir wahrscheinlich die Zeit fehlen, um Dich mit dem Zweithund so viel zu beschäftigen, daß er nur Dich im Blick hat.

Warum machst Du nicht mit Deinem Ersthund Obi oder Agi und nimmst ihn mit in den Stall?

Bezüglich Deiner Rassen - wie Du schon festgestellt hast, haben alle einen ausgeprägten Jagdtrieb - daher würde ich Dir davon dringend abraten.

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Kommentar von Lissy1000
09.04.2016, 08:20

Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun? Ein Hund kann dominant und eigensinnig sein und trotzdem gut sozialisiert. Das einzige wo mein Hund echt schwierig ist, ist mit Katzen. Die mag er nicht. Aber da reicht ein "Bei Fuß" und die Sache ist gegessen. Mein Hund hat Arthose aber er wird mit an den Stall mitgenommen. 

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Ob ein Hund anhänglich ist oder nicht hängt wohl zuerst von der Bindung zum Menschen ab. Finde es immer etwas gruselig, bei Eigenschaften Rassen zu nennen, zumal jeder Hund ein Individuum ist. 

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Kommentar von Lissy1000
08.04.2016, 23:32

Stimmt nicht ganz. Meine Bekannte hat mehrere Hunde und da ist vom Jack Russell bis zum Aussie alles dabei. Von dennen ist bei weitem keiner so anhänglich wie der Viszla.

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Hund überall dabei haben unter anderem auch an den Stall. Ich suche nach einem Hund, der SEHR anhänglich und auf den Besitzer fixiert ist.

Großpudel z. B.

Pudel sind sehr intelligent, anhänglich und für alles zu gebrauchen!

Sind dafür aber auch pflegeaufwendig.

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Kommentar von YarlungTsangpo
08.04.2016, 23:21

Zwecks Agility und als Reitbegleithund ist wohl der Mittelgroße Pudel die bessere Wahl. Allerdings - im Reitstall - Pudel wachen durchaus und benötigen Anleitung

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Wenn Du schon einen Hund hast müsstest Du aber schon wissen, daß die Anhänglichkeit eines Hundes von der Bindung zu "seinem" Menschen abhängt und daß das nicht von einer Rassezugehörigkeit abhängig ist!

Dominanz gehört zum Sozialverhalten der Hunde und bedeutet, daß einen Hund unter Hunden keine Ressourcen streitig gemacht werden, weil der "dominante" Hund Souveränität und Selbstsicherheit ausstrahlt und Sozialkompetenz besitzt.

Du scheinst "Dominanz" eines Hundes eher als negativ anzusehen und wünschst Dir einen unsicheren Hund welcher ständig an Deinen Füßen klebt. Im Reitstall soll er sich dann selbst beschäftigen aber nicht jagen gehen...

Tipp: Bitte kümmere Dich besser und artgerecht mit Sozialkompetenz um Deinen schon vorhandenen Hund, anstatt über einen Zweithund nachzudenken.

Hunde und Pferde sind keine Sportgeräte mit welchen "man was machen will" und welche danach irgendwo "pflegeleicht" sein sollen.

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Kommentar von brandon
09.04.2016, 07:34
Hunde und Pferde sind keine Sportgeräte mit welchen "man was machen will" und welche danach irgendwo "pflegeleicht" sein sollen.

Genauso sehe ich das auch.

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Wie wäre es denn mit einem “Europäischen Vierpfotenhund“?

Den findest Du in allen Varianten in Tierheimen oder auf den Internetseiten von Tierschutzorganisationen.

LG

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Kommentar von YarlungTsangpo
09.04.2016, 10:34

Warum es auf diese Antwort drei DR, also Daumen runter, gibt ist mir ein Rätsel.

Die oft anhänglichsten Hunde sind jene die einen Menschen als zuverlässigen Sozialpartner zu schätzen wissen. Zudem kann man beim älteren Tierheimhund Eigenschaften schon sicher feststellen und stellt nicht erst später, wie bei einem Rassewelpen fest, daß es doch nicht passt.

https://www.facebook.com/bild.video/videos/239694893040113/?pnref=story

Die drei Daumen runter sollten sich das Video, zur Strafe 100 Mal ansehen müssen. Empathie und Vernunft kann man erlernen.

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