Was hat die AfD, was die NPD nicht hat?

14 Antworten

Die NPD äußert ganz offen und direkt dass sie faschistisch ist. Die AfD tut das eher auf sehr unscheinbare und indirekte Art und Weise. Sie spricht nicht ihre Meinung aus, sondern die Ängste vieler Bürger, und gibt so vor, eine Partei des Volkes zu sein. Sie setzt also gezielt auf die Naivität und Dummheit der Wähler. Und hat anscheinend Erfolg damit. Die NPD ist da sehr viel authentischer und ehrlicher.

Die NPD nennt sich zwar „nationaldemokratisch“, stellt sich aber schon recht offen in die Tradition der NSDAP.

Die AfD verkörpert eher die konservative bundesdeutsche Gesellschaft der 1960er und frühen 1970er Jahre - insgesamt nicht nationalsozialistisch, eher nationalkonservativ und ein klein wenig wie Alfred Tetzlaff.

Einige Mitglieder und vor allem viele Anhänger sind noch ein gutes Stück extremer, namentlich Leute wie Herr Höcke und Herr Gauland, deren Äußerungen schon mal ins Völkische abdriften.

Das kennt man aber aus der Vergangenheit auch von Politikern anderer Parteien, etwa Edmund Stoiber (CSU), der die Gesellschaft mal als „durchrasst“ bezeichnet haben soll.

Die AfD ist also weit näher an der gesellschaftlichen Mitte, freilich ohne - und das ist das Problem - klare Abgrenzung zum Rechtsradikalismus.

Sie ist aber eine Alternative für diejenigen, denen Parteien wie die NPD zu braun sind und die deshalb früher zähneknirschend z.B. CDU wählten. Deshalb ist sie so erfolgreich.

Danke! Für den Inhalt des Kommentars. Es gibt noch ein Unterschied, der genannt werden sollte. Der Grund, der Begründung der NPD. Denn die NPD, lehnt diese BRD, von Beginn an ab. Der Grund für die Gründung der Afd unter Lucke, war in erster Linie, währungspolitischer Natur. In Zeiten gewährter Hilfen, für andere Staaten.

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@allexm78

Das stimmt natürlich. Die frühe AfD kann eher als deutsche UKIP bezeichnen. Ich sehe da sogar starke Parallelen.

Den (inzwischen offiziell aufgelösten) "Flügel" sehe ich allerdings näher an der NPD.

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@SlowPhil

Darum geht es aber in der Frage nicht, wie ich etwas persönlich finde. Aber da bin ich deiner Meinung. ;) Allerdings, sind auch viele CDU/ CSU Wähler und Mitglieder vielfach zur Afd gewechselt und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei dem Kurs, den Frau Merkel gefahren ist.....Siehe Bundeswehr um nur ein Thema zu nennen. Und Frau M. ist nicht irgendwo Hilfssheriff auf dem Land. Sie regiert ein bedeutendes Land seit 15 Jahren, war CDU Vorsitzende und hat als Kanzlerin, das letzte Wort, im Kabinett. Ansonsten, würde ein Mediator ausreichen. ;)

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NPD nennt sich National, AfD will es nicht zugeben.

NPD ist eventuell zu extrem wenns um neue Kriege gehen würde. Das Denken halt viele 

Die AfD hat ein solides Programm und überzeugende Vertreter dazu. Von Beginn an kamen die meisten Mitglieder aus der FDP; der CDU, der SPD - von ihren Ursprungsparteien enttäuscht. Das Programm der AfD ist nicht rechter als das der CDU und erst recht der CSU noch in den 90er Jahren. Man kann sie nationalkonservativ nennen, und nur böswillige Dummköpfe verwechseln das mit rechtsradikal. Ganz aktuell ist festzustellen, dass die Anti-AfD-Hetze, der Versuch, sie in die rechtsradikale Ecke zu stellen, nicht funktioniert hat - wieder mal nicht. Wer das macht, macht sich unglaubwürdig, auch Herr Lindner! Über Herrn Schulz brauchen wir nicht zu reden: Der war noch nie glaubwürdig.

Ich klinke mal unten die Grafik der Wählerwanderung 2017 zur AfD ein. Wer noch im Ohr hat, dass der SPD-Präsident zum Wählen aufgerufen hat, weil mehr Wähler die "Gefahr von recht" vermindern, der weiß jetzt, wie wirklichkeitsfremd dieser Mann ist. Wir hatten die höchste Wahlbeteiligung - und das hat der AfD nicht geschadet.

Und Herr Schulz, der auf die Unentschlossenen setzte, dass er Kanzler wird. Hahaha! Schau Dir diese Wählerwanderung an und auch die der letzten Landtagswahlen. Die AfD profitiert am meisten von den Unentschlossenen! So nah sind diese Herren an der Realität. Ihre Villen und Parteizentralen sind halt zu gut vom Wahlvolk abgeschottet.

1 Million kamen enttäuscht von der CDU - deren Absturz hatte einen Grund, den Frau Merkel beharrlich von sich geschoben hat. Und die 470.000 von der SPD kamen meist im Westen, vor allem in den Stammgebieten der SPD, im Ruhrpott! Auch SPD-Karrieristen wissen nicht mehr, was das Volk denkt und wo es der Schuh drückt. Und die so oft gescholtenen Protestwähler, sind das die Protestwähler, die von der LINKEN zu 400.000 kamen? Links sind sie gut, rechts sind sie schlecht.

Das waren alles keine ehemaligen NPD-Wähler und werden es nie werden. Die kennen also den Unterschied. Mancher LINKER hier täte besser daran, erst mal die Realitäten wahrzunehmen, bevor er zum ideologiischen Hammer greift, sonst schlägt er sich noch damit auf die eigenen Füße.

 - (Politik, Deutschland, Philosophie und Gesellschaft)

Das ist kein Vorwurf, sondern mich würde ehrlich interessieren, was Sie zum folgendem Zitat von Björn Höcke (AfD) sagen: “Die Evolution hat Afrika und Europa vereinfacht gesagt zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert. Sehr gut nachvollziehbar für jeden Biologen. Das Auseinanderfallen der afrikanischen und europäischen Geburtenraten wird gegenwärtig natürlich noch verstärkt durch den dekadenten Zeitgeist verstärkt, der Europa fest im Griff hat. Kurz: im 21. Jahrhhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp. Und diese Erkenntnis, wenn diese Erkenntnis von irgendeinem der Altparteien-Politiker zur Kenntnis genommen worden ist, was ich wage zu bezweifeln, diese Erkenntnis die ruft nach einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Asyl- und Einwanderungspolitik Deutschlands und Europas, liebe Freunde." Meiner Meinung nach ist das purer Rassismus. Das ist eine Abwertung anderer Menschengruppen, aufgrund tatsächlicher oder fiktiven Merkmale.

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@DerSpirituelle

Diese Aussage mag man als eine nicht überzeugende Theorie zu einem Faktums werten. Mit Rassismus hat das nichts zu tun. Dass die Geburtenraten weit auseinanderklaffen, ist ja eine Tatsache. Wenn abgewertet wird, dann nicht Menschen des afrikanischen Kontinents sondern die in Europa mit der Bezeichnung „selbstverneindenden“ und „dekadenten Zeitgeist“. Das deutet eher auf eine kulturelle Prägung, zu der ich auch als Theorie eine andere Meinung habe. Schon dass alle Bewohner Afrikas eine einheitliche Kultur und kulturelle Gepflogenheiten hätten, halte ich für falsch. Da hat sich Herr Höcke Theorien zurechtgebastelt, die keine gute Begründung abgeben. Aber Rassismus sieht anders aus, wenn man sich die alten Theorien anschaut und erst recht die Rassentheorien der Nazis. Da hat Höcke ein Faktum mit nicht ganz schlüssigen Theorien umgeben, um am Ende zu einer richtigen Feststellung zu kommen, dass angesichts des Migrationsansturms die Asyl- und Einwanderungspolitik überdacht werden sollte. Zu seiner Mitgliedschaft in der AfD kann ich mich nicht äußern. Ich bin dort kein Mitglied.

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