Hallo Niyor,

das kommt ganz darauf an, wie betrunken sie ist. Wenn sie zwar erkennbar einen im Tee hat, aber offenbar noch klar denken und sich einen Willen bilden und artikulieren kann, ist einvernehmlicher Sex möglich.

Entscheidend ist, dass man nicht etwa die noch nicht fehlende, aber mit wachsendem Pegel zunehmend eingeschränkte Fähigkeit zur Willensbildung und -artikulation ausnutzt (§177(2)2.).

Allerdings verändern größere Mengen Alkohol das Bewusstsein, lange bevor er es einschränkt und schließlich ausschaltet. Man ist nicht nur weniger gehemmt, sondern neigt auch eher dazu, sich zu Dingen breitschlagen zu lassen, die man nüchtern rundheraus ablehnen würde. Das ist eine Grauzone, denn wenn sie frei- aber zugleich widerwillig, nur dem Anderen zuliebe mitzumacht, ist das vielleicht noch keine Vergewaltigung, aber im Grunde sexuelle Ausbeutung. Sollte man nicht machen.

Umgekehrt und unter Personen desselben Geschlechts gilt das übrigens genauso.

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Hallo Armin724,

nein, wieso? Offensichtlich hast Du halt ein Faible für ältere Männer. Hatte meine Mutter auch.

Mir ist nur schleierhaft, warum Du unter Anderem "Vergewaltigung" getaggt hast. Es las sich doch als einvernehmlich.

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Hallo hallohalli573,

nach damaliger Rechtslage war das Verhalten Deines hoffentlich damaligen "Freundes" leider nicht als Vergewaltigung strafbar.

Es gibt sogar einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahre 2012, wo ein Gericht einen 31-jähriger Mann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei sprach, weil sich die damals 15jährige Chantale – aus Angst vor seiner bekannten Gewaltbereitschaft – "nicht genügend gewehrt hat". Sie hatte sogar

Seit 2016 ist dies anders, nein heißt nein. Das Verhalten Deines damaligen "Freundes" ebenso wie das des damaligen Täters im genannten Fall ist inzwischen nach §177(2)4. strafbar: Der Täter hat ausgenutzt, dass ihm der Ruf vorauseilt, gewaltbereit zu sein und dass somit dem Opfer ein empfindliches Übel droht und es sich nur deshalb nicht wehrt.

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Hallo user183183,

die Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil es eine Grauzone ist, und ich bin auch kein Jurist und kann Gesetzestexte nur so verstehen wie es ein Nichtjurist eben kann. Nach dem Prinzip "nein heißt nein" könnte er Dir theoretisch unabhängig von einer eventuellen Schwangerschaft Vergewaltigung vorwerfen.

  • Einerseits war er betrunken, was ihn auf Grund seines körperlichen und psychischen Zustands in der Bildung oder Äußerung des Willens erheblich eingeschränkt haben könnte.
  • Andererseits hat er bis fast zum Schluss Bedenken geäußert und sich sogar gewehrt, wenn auch halbherzig. Insofern wäre es Dir nicht möglich gewesen, Dich seiner Zustimmung gewesen, wie es nach §177(2)2. StGB erforderlich wäre, um safe zu sein.

Wahrscheinlich wird aber §177(2)2. (Ausnutzung erheblicher Einschränkung) nicht greifen, denn ihr wart beide gleichermaßen betrunken und trotzdem noch steuerungsfähig.

Ich halte auch praktisch eine Strafverfolgung für eher unwahrscheinlich, weil er schließlich freiwillig mitgemacht hat und offensichtlich auch seinen Spaß hatte. Das kann man von vielen Frauen, die um des lieben Friedens Willen mitmachen, nicht behaupten, und trotzdem kommt es meist zu keinem Strafverfahren.

Leider. Ich lege beim Thema Sex noch mehr Wert darauf, dass alle Beteiligten ihn als lustvoll erleben, als dass alle von Anfang an wollen. Bin selbst schon das eine oder andere Mal zu etwas (nicht unbedingt Sexuellem, das ist eher allgemein gemeint) mehr oder minder gezwungen worden, das ich im Nachhinein ungern verpasst hätte. Andererseits habe ich auch manches Mal etwas durchaus gewollt, wovon ich im Nachhinein dann dachte "das hättest du dir sparen können".

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Hallo Magenta20,

ich als Mann und habe – passive – Vergewaltigungsphantasien mindestens schon seit demselben Alter.

Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren. Ich bin in einem in Sachen Sexualität ziemlich offenen Elternhaus aufgewachsen und war wohl zeitweise der prüdeste Mensch in der ganzen Familie.

Allerdings soll wohl die weitere Umgebung deutlich restriktiver gewesen sein. Im Kindergarten, so wurde mir erzählt, soll eine der (wie wir damals sagten) Kindergartentanten mich wegen versehentlich nachlässiger Kleidung angeblafft haben: "Das (gemeint war der "Schippi", wie wir gesagt haben) wollen wir hier nicht sehen."

So ließe sich erklären, dass ich die Vorstellung irgendwie aufregend fand, eine Frau in mittleren Jahren (wie die "Kindergartentante" es wohl war) fordere mit demselben autoritären Tonfall das genaue Gegenteil.

Außerdem habe ich den Verdacht, mein Gehirn habe einige unangenehme Dinge, die ich vielleicht nur gelesen oder gehört hatte, gleichsam in abgeschwächter Form in meine Sexualität eingebaut, um besser damit zurecht zu kommen. Vieles davon hatte mit Gefangenschaft zu tun.

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Hallo Ineedtoknow503,

selbstverständlich ist es jedenfalls ein sexueller Übergriff, da die Täter Deine eingeschränkte Fähigkeit ausgenutzt haben, einen entgegengesetzten Willen zum Ausdruck zu bringen (§177 (2)).

Wenn es Geschlechtsverkehr war, ist es wahrscheinlich auch Vergewaltigung als sog. qualifizierte Form des sexuellen Übergriffs.

Übrigens hätten die anderen Freunde dazwischen gehen müssen, sonst ist das unterlassene Hilfeleistung.

Und in der anderen Erinnerung weiß ich, das er mit mir „sex“ hatte.

Nicht mit Dir, sondern auf Deine Kosten. Vergewaltigung ist sozusagen geraubter Sex.

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Hallo susanneaspend,

solche Phantasien sind vielleicht nicht "normal", aber verbreitet. Ähnliche Phantasien haben übrigens auch Männer; Dominas leben davon.

Natürlich ist eine legitime und sichere Umsetzung in die Realität nur in Form von BDSM möglich, d.h. die Person*), die unterworfen werden soll und will, erteilt dem unterwerfenden Menschen*) eine Vollmacht, die 'sie' jederzeit widerrufen kann – vorzugsweise auch auch für einzelne Handlungen, und am besten durch jeweils ein Safeword. Dies sollte am besten nicht "zum Spiel passen".

In der Phantasie braucht 'sie' derartige Absprachen natürlich nicht, weil 'sie' sich 'ihn' im Kopf so "basteln" kann, dass 'seine' Vorlieben komplementär zu 'ihren' eigenen sind. 'Sie' wird in der Phantasie also gewissermaßen gerade zu solchen Dingen gezwungen, auf die 'sie' selbst auch steht.

'Sie' kann sich ja auch vorstellen, jemand zu sein, dem seine eigenen Vorlieben gar nicht bewusst sind, sodass 'sie' dies einfach mangels Wissen nicht wollen kann. Im Gegensatz zu 'ihm' übrigens, der ein Gespür dafür hat, wie 'sie' sexuell tickt und 'ihr' etwas aufzwingt, was 'sie' anfangs nicht will und dann dennoch genießt.

Insofern ist hier schon auch die Bezeichnung "Vergewaltigungsphantasie" gerechtfertigt.

________

*) Die Unterscheidung "Person" vs. "Mensch" ermöglicht mir, die Rollen anhand der Pronomina 'sie' und 'er' zu unterscheiden. Welchem Geschlecht 'sie' bzw. 'er' angehört, ist unwichtig. Besucht etwa ein Mann eine Domina, ist diese mit 'er' gemeint, und er selbst natürlich mit 'sie'.

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Nein

Hallo RoseAngelRed,

die Antwort ist ein klares Nein; anderenfalls dürften keine Vergewaltiger in Gefängnissen sitzen, sondern allesamt in einer forensischen Psychiatrie untergebracht sein.

Dem ist aber nicht so. Viele Vergewaltiger sind medizinisch völlig gesund, regelrechte "Normopathen", wie Manfred Lütz dies gern ausdrückt. Man darf auch nicht vergessen, wie ungeheuer verbreitet dieses Verbrechen ist. Der brutale Überfall im Park auf eine fremde Frau ist dabei eher die Ausnahme; der Normalfall ist ein Übergriff aus dem Nahfeld, oft innerhalb von Partnerschaften.

In einer FB- Gruppe, in der ich bin, fragte jemand mal herum, wie denn jeweils "das Erste Mal" gewesen sei, eher angenehm oder unangenehm, und erschreckend viele Teilnehmer antworteten so, dass man daraus schließen muss, dass es sich um Vergewaltigung handelte; manche schrieben dies auch explizit. Viele gaben auch ihr damaliges Alter an – sie waren teilweise noch Kinder!

Die nicht besonders positiven, aber ziemlich verbreiteten Eigenschften Egoismus und Machtbesessenheit reichen oft schon aus, Täter zu produzieren.

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Hallo Hellogf,

mir ist nicht klar, wo man dies tun könnte, 2× pro Woche. Im Blutspendezentrum darf ein Mann alle 2 Monate ein Mal Vollblut spenden, eine Frau alle 3 Monate ein Mal (weil die Menstruation schon Blut "kostet"). Dabei wird dem Spender jedes Mal ½l venöses Blut abgezapft.

Plasmaspende geht häufiger, allerdings ìst anscheinend nicht jeder Mensch dafür geeignet, weil die Venen, denen es entnommen werden kann, dick genug sein müssen.

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Hallo robo8540,

das Wort "Zeitdilatation" ist irreführend. Gemeint ist damit die durch die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie (SRT/ART) vorausgesagten Diskrepanz zwischen der

  • Eigenzeit, der von einer "lokalen" Uhr Ώ direkt gemessenen Dauer Δτ eines in ihrer Nähe stattfindenden Vorgangs, und der
  • U- Koordinatenzeit, seiner von einer Bezugsuhr U aus – i.Allg. auf Distanz – ermittelte (d.h. aus Messwerten berechnete) Dauer Δt. Sie ist – wie der Name schon sagt, eine Koordinatendifferenz in einem von U aus konstruierten – raumzeitlichen –Koordinatensystem Σ.

In der NEWTONschen Mechanik (NM) sind Eigenzeit und Koordinatenzeit gleich; dennoch sollte man sie begrifflich unterscheiden, um dann leichter zur SRT übergehen zu können.

"Zeitdilatation" ist eigentlich eine Projektion; die Koordinatenzeit ist geometrisch betrachtet die Projektion eines Vorgangs in der Nähe von Ώ auf die Weltlinie (WL) von U. Sie ist ein Nebeneffekt der Relativität der Gleichzeitigkeit räumlich getrennter Ereignisse, auf die ich weiter unten eingehen werde. Bewegt sich Ώ mit konstanter 1D-Geschwindigkeit v *), so wollen wir sie U' nennen.

Fortbewegung ist relativ

Nun habe ich ein Beispiel gefunden, bei dem die Halbwertszeit von in Bewegung stehehnden Teilchen berechnet wird, wobei die Halbwertszeit im Ruhezustand 1.52ms beträgt.

Es gibt gar nicht das ruhende (bzw. nur langsam bewegte) und das bewegte Teilchen. Laut GALILEIs Relativitätsprinzip (RP), das es schon in der NEWTONschen Mechanik (NM) gibt, können wir U' als ruhend ansehen. In einem von U' aus konstruierten, räumlich wie Σ ausgerichteten Koordinatensystem Σ' bewegt sich eben U mit −v.

Die Geschwindigkeit ist ein Beispiel für physikalischer Größen, deren Werte davon abhängen, in welchem Koordinatensystem sie ausgedrückt werden. GALILEIs RP besagt jedoch, dass die grundlegenden Beziehungen zwischen physikalischen Größen (nichts anderes sind Naturgesetze) nicht davon abhängen.

GALILEI meets MAXWELL:

Zu denen gehören auch MAXWELLs Grundgleichungen der Elektrodynamik und damit auch auf seine elektromagnetische Wellengleichung, die das Lichttempo c enthält. Das bedeutet: Was sich relativ zu U mit dem Lichttempo c bewegt das bewegt sich auch relativ zu U' mit c. Darauf baut die SRT auf.

Im Folgenden werden wir Natürliche Einheiten verwenden, bei denen Strecken durch Zeitspannen und Tempos durch %, ‰, ppm (Millionstel) und ppb (Milliardstel) von c ausdrücken. Ein 30cm- Schullineal ist etwa 1ns lang, meine Gehgeschwindigkeit liegt etwas über 4ppb.

Welche Zeitspanne ist welche?

Ich berechne ja quasi bei beiden Formeln den gleichen Wert, wieso also unterscheiden sich die Formeln, indem der Wurzelausdruck einmal im Zähler und einmal im Nenner steht?

Die erste Formel hätte ich eher

(1.1) Δt' = Δt∙√{1 − v²}

geschrieben, weil es sich um Zeitspannen handelt, also um die Zeitdifferenz zwischen Anfang und Ende des Vorgangs: Δt = t₂ − t₁, wobei t₁ den Anfang und t₂ das Ende eines Vorgangs bezeichnet.

Wenn wir annehmen, dass sich U' mit derselben Geschwindigkeit (wieder einschließlich ihrer Richtung) bewegt wie das Teilchen, kannst Du Δt' mit Tₕ(0) gleichsetzen, und da sich U' und das Teilchen mit dem Tempo v relativ zu U bewegen, ist Δt = Tₕ(v). Somit wird (1.1) zu

(1.2) Tₕ(0) = Tₕ(v)∙√{1 − v²}.

Teilst Du dann beide Seiten durch den Wurzel, erhältst Du die zweite Gleichung.

Relativität der Gleichzeitigkeit

Hierfür wollen wir ein Zahlenbeispiel verwenden.

Wir stellen uns vor, U sei Borduhr eines Raumfahrzeugs B, das bei x = 0 auf einer Linie mit zwei anderen Raumfahrzeugen A bei x = −d und C bei x = d liegt. Dabei kann z.B. d = 2 Lichtminuten sein.

U' sei die Borduhr eines Raumfahrzeugs B', das nacheinander A, B und C passiert, mit v = 0,6 – in Σ ausgedrückt. In Σ' ausgedrückt passieren A, B und C als Konvoi nacheinander B'.

Alle Raumfahrzeuge stehen in Sicht- und Funkkontakt. Wir interessieren uns für zwei Signale von A und C, die B und B' in dem Moment t₀ bzw. t'₀ erreichen, in dem sie aneinander vorbei kommen: Wann wurden sie abgesandt?

In Σ ist die Sache klar: beide Signale wurden zur Zeit t₀ − d⁄c abgeschickt, respektive t₀ − d, wenn man Natürliche Einheiten verwendet. Das heißt, bei Empfang sind beide Signale in unserem Beispiel 2 Minuten alt. Von B' aus wird C weiter entfernt aussehen als A, ein Effekt, den man Aberration nennt. Man kennt das vom Fahrradfahrem im Regen: Eigentlich senkrecht fallender Regen kommt für den Fahrer tendenziell mehr von vorn.

Mit Σ' als Bezugssystem müssen wir davon ausgehen, dass C zur Zeit der Absendung seines Signals um den Faktor

(2) K² := (1 + v)/(1 − v) 

– was bei v = 0,6 gleich 4 ist – weiter von B entfernt war als A. Dass C weiter entfernt aussieht, ist nach dieser Definition also nicht Aberration, sondern ein Retardierungseffekt ("retardiert" heißt so viel wie "verzögert", weil Licht mit Verzögerung eintrifft und man das Raumfahrzeug daher woanders sieht als es ist).

Genauer: Die Entfernung von A zum Zeitpunkt der Absendung beträgt d⁄K (in unserem Zahlenbeispiel also 1 Lichtminute, die von C beträgt d∙K, in unserem Zahlenbeispiel also 4 Lichtminuten. Dementsprechend unterschiedlich sind in Σ' daher die Zeitpunkte, nämlich t'(C) = t'₀ − d∙K bzw. t'(A) = t'₀ − d⁄K.

Abb.: Diagramm zur Relativität der Gleichzeitigkeit

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*) Die Geschwindigkeit (engl. velocity) ist eine Vektorgröße, eine Größe mit Richtung. Ein räumlicher Vektor lässt sich in maximal 3 Komponenten zerlegen. Wenn ich von der 1D- Geschwindigkeit rede, ist gemeint, dass wir unsere Koordinatensysteme so ausrichten, dass die Richtung der Geschwindigkeit parallel zu einer seiner Achsen verläuft. So braucht man nur eine Zahl, die auch negativ sein kann (das bezeichnet dann eine Bewegung in Gegenrichtung). Den Betrag der Geschwindigkeit (engl. speed) kann man auf Deutsch das Tempo nennen; auch die Lichtgeschwindigkeit ist eigentlich ein Tempo, welches mit c bezeichnet wird.

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Hallo mad1604,

die Spezielle Relativitätstheorie (SRT) ist im Grunde die konsequente Anwendung von GALILEIs Relativitätsprinzip (RP) auf MAXWELLs Elektrodynamik.

Das Relativitätsprinzip

Angenommen, 3 Raumfahrzeuge schweben in einer Reihe, A bei x = −d, B bei x = 0 und C bei x = d; ein viertes Raumfahrzeug B' gleitet mit konstanter 1D- Geschwindigkeit v daran vorbei. Das ist aber nur eine mögliche Interpretation. Man kann auch B' als ruhend und A, B und C als mit -v an B' vorbei gleitenden Konvoi auffassen. Die Naturgesetze (= grundlegenden Beziehungen zwischen physikalischen Größen) hängen nicht von der Interpretation ab.

Damit ist auch die Gleichortigkeit zeitlich aufeinanderfolgender Ereignisse relativ: Ereignisse, die beide z.B. an Bord von B' an derselben Stelle geschehen, geschehen im gemeinsamen Ruhesystem von A, B und C an verschiedenen Orten, da sich B' in der Zwischenzeit weiterbewegt hat.

Das Konzept der Gleichortigkeit muss daher zu der Eigenschaft verallgemeinert werden, zeitartig getrennt zu sein.

MAXWELL und das Lichttempo

Zu den Naturgesetzen gehören auch MAXWELLs Grundgleichungen der Elektrodynamik, in denen u.a. die Beziehungen zwischen räumlichen und zeitlichen Änderungen der elektrischen und des magnetischen Komponenten des elektromagnetischen Feldes ausgedrückt sind. Direkt aus ihnen folgt die elektromagnetische Wellengleichung, welche die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen mit dem Lichttempo c beschreibt.

Wenn MAXWELLs Gleichungen dem RP unterliegen, heißt das auch, dass jeder Beobachter bei einer Messung der Geschwindigkeit elektromagnetischer Wellen relativ zu sich auf c kommen muss.

Folgerungen

Die wichtigste Schlussfolgerung, die sich dabei ergibt, ist, dass auch von räumlich getrennte Ereignisse, die im Ruhesystem von A, B und C gleichzeitig stattfinden, im Ruhesystem von B' eines vor dem anderen liegt. Die Signale von A und C, die B und B' in dem Moment t₀ bzw. t'₀ erreichen, in dem sie einander auch passieren, müssen im Ruhesystem von A, B und C beide zur Zeit t₀ − d⁄c abgeschickt worden sein, da beide Strecken dieselbe Länge d haben.

Im Ruhesystem von B' ist das anders: C muss zum Zeitpunkt seiner Aussendung des um den BONDI- Faktor

(1) K² = (c + v)/(c − v)

weiter entfernt als A bei seiner, weil C sich nähert und A sich entfernt; deshalb muss C auch früher gesendet haben als A. Die Zeiten sind t'_C = t'₀ − K∙d⁄c und t'_A = t'₀ − d⁄(c∙K).

Da die Gleichzeitigkeit räumlich getrennter Ereignisse relativ ist, muss das Konzept zur Eigenschaft verallgemeinert werden, raumartig getrennt zu sein.

Nebeneffekte dieser Relativität der Gleichzeitigkeit sind zwei Effekte, die als "Zeitdilatation" und "Längenkontraktion" bekannt sind. Die Begriffe sind irreführend; eigentlich sind das Projektionseffekte.

Die Projektion eines Vorgangs an Bord von B' auf die Weltlinie (WL) von B (oder aber auch A oder C) entlang von t=const.- Linien füllt um den LORENTZ- Faktor

(2) γ := 1/√{1 − (v⁄c)²} = ½(K + 1/K)

länger aus als der eigentliche Vorgang selbst.

Abb. 1: Unser Beispiel- Szenario als Schaubild

Masse, Energie und Impuls

Überlegungen zum Impulserhaltungssatz führten zur Annahme der sog. relativistischen Massenzunahme. Ein Körper der Masse m hat bei einer Geschwindigkeit v die "Impulsmasse" m∙γ, wobei allerdings diese "zusätzliche Masse" die der "mitgeschleppten" kinetischen Energie ist.

So kommt man schließlich zur Erkenntnis, dass Energie generell "was wiegt" und die Masse eines Körpers bis auf einen konstanten Faktor c² identisch mit seiner Ruheenergie E₀ identisch ist.

Die Gesamtenergie kann als "Impuls in Zeitrichtung" aufgefasst werden und bildet mit dem Impuls zusammen den raumzeitlichen Impuls, auch Viererimpuls genannt.

Abb. 2: Der Viererimpuls und seine Komponenten.

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Hallo HansPeter644,

die Formel bringt die Erkenntnis auf den Punkt, dass Masse und Energie bis auf den konstanten Faktor c² ein und dasselbe sind, d.h.

  • jede Energie "wiegt was" und ist träge, und
  • die invariante Masse eines Körpers ist bis auf diesen konstanten Faktor identisch mit seiner Ruheenergie E₀.

Als die Spezielle Relativitätstheorie (SRT) erstmals entwickelt wurde, führten Überlegungen zur Impulserhaltung zu der Erkenntnis, dass die effektive Masse (eben die Impulsmasse) eines Körpers von seinem Bewegungszustand abhängen müsse.

Diese "zusätzliche Masse" ist allerdings eigentlich die der kinetischen Energie des Körpers, die er gleichsam "mitschleppt", und das ist Interpretationssache, von zwei mit konstanter Geschwindigkeit relativ zueinander bewegten Körpern B und B' lässt sich jeder als stationär interpretieren:

  • Man kann z.B. von B aus ein (raumzeitliches) Koordinatensystem Σ definieren, in dem B ruht und sich B' mit (v; 0; 0) bewegt, aber auch
  • von B' aus ein Koordinatensystem Σ' mit gleicher Ausrichtung der räumlichen Achsen definieren, in dem B' ruht und sich B mit (−v; 0; 0) bewegt.

Physikalisch sind Σ und Σ' gleichwertig, d.h. die Naturgesetze (= grundlegenden Beziehungen zwischen physikalischen Größen) sind dieselben. Diese Erkenntnis geht schon auf GALILEI zurück und heißt Relativitätsprinzip (RP); die ganze SRT beruht im Grunde einzig auf diesem Prinzip bzw. ist dessen konsequente Anwendung auf MAXWELLs Elektrodynamik.

Abb: Masse, Energie und Impuls

In der SRT werden die (gesamte) Energie E des Körpers mit seinem Impuls zum raumzeitlichen Impuls oder Viererimpuls zusammengefasst; dessen "Betrag" in gewissem Sinne E₀ ist.

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Hallo needphysics,

die Formulierung ist etwas irreführend. Statt ...

Aus dem ruhenden System wird ein Partikel beobachtet.

... muss es heißen:

Von einem nicht beschleunigten Körper B (wie 'body') aus, den wir als Bezugskörper, also als stationär ansehen, wird ein Partikel beobachtet.

Unter einem Ruhesystem von B verstehen wir ein (raumzeitliches) Koordinatensystem, Σ, in dem sich B als ruhend bzw. stationär, also ortsfest darstellt. Die Weltlinie (WL) von B verläuft dann parallel zur Zeitachse von Σ. Die WL eines mit z.B. v› = (v; 0; 0) bewegten Partikels hat in Σ die Neigung

(1) v = Δx/Δt = 6,48×10⁻¹m/2,7×10⁻⁹s = 2,4×10⁸m/s ≈ 0,8c,

was die erste Frage beantwortet. Dabei heißt Δt auch die Σ- Koordinatenzeit.

Ein Ruhesystem Σ' des Partikels ist ein Koordinatensystem, in dem sich das Partikel nicht bewegt. Dafür bewegt sich in Σ' der Körper B mit (−v; 0; 0), wenn die Achsen räumlich so ausgerichtet sind wie die von Σ.

Berechne die Zeit und die Strecke im System, in dem sich der Partikel im Ruhezustand befindet.

Die gesuchte Zeitspanne Δτ nach einer relativ zum Partikel ruhenden Uhr heißt Eigenzeit und ist durch eine raumzeitliche Version des PYTHAGORAS- Satzes gegeben, nämlich MINKOWSKIs Abstandsquadrat

(2) Δτ² = Δt² − Δx²⁄c² = Δt²(1 − v²⁄c²),

was in Zahlen

7,29×10⁻¹⁸ s²∙(1 − 0,64) = 2,6244×10⁻¹⁸ s²

ist. Jetzt brauchen wir nur noch die Wurzel zu ziehen und erhalten 1,62×10⁻⁹ s.

Die vom Partikel zurückgelegte Strecke ist in Σ' natürlich gleich 0. Die Strecke, die B zurücklegt, ist Δx' = Δτ∙v = 3,888×10⁻¹ m.

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Hallo murphy211,

relativ zu einem beliebigen Bezugskörper, etwa einem Raumfahrzeug B, kann ein anderer sich c theoretisch beliebig annähern, c selbst aber nie erreichen.

Es ist zwar möglich, nach der eigenen Uhr beliebig schnell zu reisen, d.h. in beliebig kurzer Eigenzeit beliebig lange Strecken zurückzulegen, aber dabei legst Du automatisch – das kannst Du gar nicht verhindern – so viel Koordinatenzeit (die von der Borduhr von B aus ermittelte Zeit) zurück ("Zeitdilatation"), dass der Quotient Strecke durch Koordinatenzeit immer unter c bleibt.

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Hallo HansPeter644,

die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) ist – wie schon der Name andeutet – eine Verallgemeinerung der Speziellen Relativitätstheorie (SRT); beide setzen das Konzept der Raumzeit voraus¹).

In der SRT wird nur die geometrisch flache²) Raumzeit behandelt, die ART kann auch mit einer Raumzeit umgehen, die eine innere Krümmung aufweist.

Ein Beispiel für die SRT

Stell Dir eine Gruppe Raumfahrzeuge A, B und C vor, die in einer Reihe (x-Richtung) im jeweiligen Abstand d (z.B. 2 Lichtminuten) angeordnet sind. Ein viertes Raumfahrzeug B' gleite mit ausgeschaltetem Antrieb und konstanter 1D-Geschwindigkeit v daran vorbei. In dem Moment t₀ bzw. t'₀, in dem es B passiert, erhalten beide zwei Funksignale von A und C, natürlich mit dem Zeitstempel t₀ − d⁄c, wobei c das Lichttempo ist.

So weit, so klar. Jetzt kommt aber GALILEIs (!) Relativitätsprinzip (RP) ins Spiel, demzufolge Du auch B' als ruhend und A, B und C als mit konstanter 1D-Geschwindigkeit -v bewegten Konvoi ansehen kannst.

Laut der NM ist entweder auch die Lichtgeschwindigkeit relativ (mit Betrag c immer relativ zur Quelle), oder es gibt den sog. Äther, relativ zu dem sich dessen Wellen (also u.a. Licht- und Funksignale) mit c ausbreiten – was das RP in Frage stellen würde.

Allerdings wurden experimentell niemals Abweichungen vom RP festgestellt, und hier greift die SRT: Sie besagt, dass die Lichtausbreitung mit c ein Naturgesetz ist und deshalb nicht davon abhängt, ob wir A, B und C oder B' als stationär betrachten.

Das heißt, in einem Ruhesystem von B' (also einem raumzeitlichen Koordinatensystem, in dem B' stationär ist) breiten sich die Signale ebenfalls mit c aus, und da muss das von C aus einen um den Faktor

(1) K² = (c − v)/(c + v)

längeren Weg zurückgelegt haben als von A aus.

____________

¹) Nicht etwa umgekehrt, wie ich früher selbst oft gesagt habe. Die Raumzeit ist problemlos auch in der NEWTONschen Mechanik (NM) konstatierbar und

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Hallo MuhaBier,

es gibt ein (englischsprachiges) Video zu dem Thema:

https://youtu.be/an0M-wcHw5A

Ich will allerdings auch mit eigenen Worten zu erklären suchen.

Wir müssen uns zunächst klar machen, dass Fortbewegung relativ ist. Bewegt sich relativ zu einem Körper (z.B. Raumfahrzeug) B bei x = 0 ein zweites Raumfahrzeug B' mit konstanter 1D-Geschwindigkeit*) v, so bewegt sich B relativ zu B' mit −v.

GALILEIs Relativitätsprinzip (RP) sagt aus, dass ein an B gebundenes (raumzeitliches) Koordinatensystem Σ und ein an B' gebundes Koordinatensystem Σ' physikalisch völlig gleichwertig sind. Man kann also gar nicht verbindlich sagen, welches Raumfahrzeug nun als stationär gelten soll.

Damit ist allerdings auch die "Gleichortigkeit" zweier nacheinander stattfindender Ereignisse relativ, d.h., zwei in Σ gleichortige Ereignisse E₁ und E₂ (Δx := x₂ − x₁ = 0) haben in Σ' den räumlichen Abstand Δx' = −v∙Δt', wobei Δt' der zeitliche Abstand in Σ' ist.

Umgekehrt ist das natürlich genauso.

Daher müssen wir das Konzept der Gleichortigkeit verallgemeinern zu der Eigenschaft, zeitartig getrennt zu sein.

Analog dazu verallgemeinern wir auch das Konzept der Gleichzeitigkeit zweier räumlich getrennter Ereignisse zu der Eigenschaft, raumartig getrennt zu sein. So bezeichnen wir Ereignisse, für die es ein Koordinatensystem gibt, in dem sie an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig stattfinden.

Das könnte etwa die Aussendung je eines Signals von zwei Raumfahrzeugen A und C sein, die in einer Linie mit B liegen, A bei x = −d und C bei x = +d.

Das Lichttempo c

Wir haben Σ und Σ' als physikalisch gleichwertig bezeichnet; dies heißt, dass unabhängig davon, in welchem der beiden Koordinatensysteme wir physikalischen Größen ausdrücken, ihre grundlegenden Beziehungen (nichts anderes sind Naturgesetze) dieselben sind.

Zu denen gehören freilich auch MAXWELLs Grundgleichungen der Elektrodynamik und damit auch seine elektromagnetische Wellengleichung mitsamt der Naturkonstanten c ≈ 3×10⁸ m⁄s, und das bedeutet, dass wir in Σ wie in Σ' dasselbe Lichttempo ermitteln müssen.

Im Folgenden werden wir Natürliche Einheiten verwenden, bei denen Strecken durch Zeitspannen und Tempos durch %, ‰, ppm (Millionstel) und ppb (Milliardstel) von c ausdrücken. Ein 30cm- Schullineal ist etwa 1ns lang, meine Gehgeschwindigkeit liegt etwas über 4ppb.

Relativität der Gleichzeitigkeit

Hierfür wollen wir ein Zahlenbeispiel verwenden.

Wir stellen uns vor, U sei Borduhr eines Raumfahrzeugs B, das bei x = 0 auf einer Linie mit zwei anderen Raumfahrzeugen A bei x = −d und C bei x = d liegt. Dabei kann z.B. d = 2 Lichtminuten sein.

U' sei die Borduhr eines Raumfahrzeugs B', das nacheinander A, B und C passiert, mit v = 0,6 – in Σ ausgedrückt. In Σ' ausgedrückt passieren A, B und C als Konvoi nacheinander B'.

Alle Raumfahrzeuge stehen in Sicht- und Funkkontakt. Wir interessieren uns für zwei Signale von A und C, die B und B' in dem Moment t₀ bzw. t'₀ erreichen, in dem sie aneinander vorbei kommen: Wann wurden sie abgesandt?

In Σ ist die Sache klar: beide Signale wurden zur Zeit t₀ − d⁄c abgeschickt, respektive t₀ − d, wenn man Natürliche Einheiten verwendet. Das heißt, bei Empfang sind beide Signale in unserem Beispiel 2 Minuten alt. Von B' aus wird C weiter entfernt aussehen als A, ein Effekt, den man Aberration nennt. Man kennt das vom Fahrradfahrem im Regen: Eigentlich senkrecht fallender Regen kommt für den Fahrer tendenziell mehr von vorn.

Mit Σ' als Bezugssystem müssen wir davon ausgehen, dass C zur Zeit der Absendung seines Signals um den Faktor

(2) K² := (1 + v)/(1 − v) 

– was bei v = 0,6 gleich 4 ist – weiter von B entfernt war als A. Dass C weiter entfernt aussieht, ist nach dieser Definition also nicht Aberration, sondern ein Retardierungseffekt ("retardiert" heißt so viel wie "verzögert", weil Licht mit Verzögerung eintrifft und man das Raumfahrzeug daher woanders sieht als es ist).

Genauer: Die Entfernung von A zum Zeitpunkt der Absendung beträgt d⁄K (in unserem Zahlenbeispiel also 1 Lichtminute, die von C beträgt d∙K, in unserem Zahlenbeispiel also 4 Lichtminuten. Dementsprechend unterschiedlich sind in Σ' daher die Zeitpunkte, nämlich t'(C) = t'₀ − d∙K bzw. t'(A) = t'₀ − d⁄K.

--- Baustelle ---

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*) Geschwindigkeit im engeren physikalischen Sinne (engl. velocity) ist eine Vektorgröße, eine Größe mit Richtung. Sie lässt sich in maximal 3 Komponenten zerlegen: v› = (vx | vy | vz). Was wir im Alltag Geschwindigkeit nennen, ist eigentlich nur deren Betrag, das Tempo (engl. speed) ⎜v⎟ = √{vx² + vy² + vz²}.

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Wie kann ich den Übergriff aus meinem Kopf bekommen?

ich (w/17) hatte gestern ein komisches Erlebnis. Ich war auf einer Party, und dann bin ich mit einem jungen, den ich nur von anderen Freunden kannte, einkaufen gegangen. Der Laden war nicht weit weg und er hatte eine Freundin. Er hat dann angefangen mich immer so in den Arm zu nehmen, was mir schon unangenehm war, aber oke war. Und auf dem Rückweg hat er mich dann angefangen anzufassen. Ich meinte die ganze Zeit das er das lassen soll weil er eine Freundin hat (damit hab ich mich sicherer gefühlt, als einfach zu sagen das ich nichts von ihm will). Er hat dann aber immer weiter gemacht und wollte mich auch küssen. Ich bin immer weggegangen und hab ihn so mäßig weggeschoben aber er hat halt weiter gemacht. Es ist nicht wirklich was schlimmes passiert aber er hat mich halt an wirklich allen stellen angefasst, wo man nicht gerne von fast fremden angefasst wird und hat meine Hand die ganze Zeit genommen und sie auf seinen d*ck getan, obwohl ich sie immer deutlich versucht habe wegzuziehen. Ich hab es dann irgendwann geschafft ihn abzuwimmeln. Im Nachhinein denke ich mir auch das es total dumm war nicht einfach zu gehen, aber ich bin in der Situation irgendwie garnicht auf solche Ideen gekommen.

ich denke ich übertreibe, aber irgendwie belastet mich das. Ich hab mir dann an dem Abend auch die Kante gegeben und war dann ziemlich depressiv drauf. Mir ist vor einem Jahr etwas Ähnliches passiert, worüber ich auch noch nicht hin weg bin.

und jetzt frag ich mich, wie ich das aus meinem Kopf bekommen kann und ob ich übertreibe, weil es ist ja nichts schlimmes eigentlich passiert.

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Hallo Unknown631,

Du übertreibst nicht, Du untertreibst – wie einige Antwortgeber hier, die von Belästigung reden.

Die Aktionen des Jungen sollten – wenn man sie ihm nachweisen kann – nach §177 StGB strafbar sein, denn er hat Dich gegen Deinen erkennbaren Willen an intimen Stellen angefasst und Deine Hand an eine seiner intimen Stellen gelegt – was eine sexuelle Handlung darstellt.

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Hallo Dyana,

sollte Dich jemand haten, würde bestimmt jemand die entsprechende Antwort/ den entsprechenden Kommentar sofort beanstanden und auch den User melden.

Ich wurde vor etwa einem Monat von fremden Männern vergew@ltigt (Täter unbekannt)…

Damit dies nicht so bleibt, wäre das Beste gewesen, sofort entweder selbst zur Polizei oder ggf. zur Heimleitung zu gehen und sie zu bitten, mit Dir dorthin zu gehen, und zwar zu einer Dienststelle, die auf sexualisierte Gewalt und die entsprechende Beweiserhebung spezialisiert ist.

"Sofort" heißt wirklich sofort, ohne sich vorher "frisch zu machen" oder etwa Kleidung zu wechseln (sehr wohl: Kleidung mitnehmen, um die unmittelbar vor der Tat getragene Kleidung da lassen zu können); die Spurensicherung erfordert eine Beweisaufnahme unter möglichst originalen Bedingungen.

Das soll kein Vorwurf sein; Vorwürfe sind das Letzte, was Du jetzt brauchst. Es ist völlig menschlich, den "Vorfall" (schreckliches, verharmlosendes Wort) am liebsten vergessen zu wollen.

Es funktioniert nur nicht. Du wirst ja jetzt schon daran erinnert, und ein nicht aufgearbeitetes Trauma kann später mit Macht wieder hochkommen. Auch eine Weitergabe an spätere Generationen ist möglich.

Um das zu verhindern, musst Du unbedingt möglichst zeitnah mit anderen Menschen reden, Menschen, die Verständnis für Deine Situation haben. Am besten Menschen, die ebenfalls Überlebende sexualisierter Gewalt sind und aktiv gegen ihr Trauma angegangen sind.

Hier gilt der Grundsatz "lieber spät als nie".

soll ich vll mit der Heimleiterin darüber reden...

Hoffentlich geht das, ist genug Vertrauen vorhanden. In dem Fall ja.

...oder direkt einen Test machen? Oder doch lieber zum Frauenarzt...

Wenn Du das selbstständig tun kannst, unbedingt. Hier gibt es einige Tipps, was man als erstes tun sollte.

Wenn ich Weiteres herausfinde, werde ich es

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Hallo Alex486592,

...nur sie sagt es nicht genau was sie will...

Das ist nachvollziehbar (um das Spiel nicht kaputtzu machen), aber sie kommt nicht darum herum, ihre grundsätzlichen Vorlieben und Abneigungen, insbesondere Tabus, für sich selbst und dann auch für Dich klar zu machen. Beides betrifft im Übrigen auch, was man während des Aktes zu ihr sagt.

In der Phantasie kann man sich eine Person vorstellen, einem sexual predator in die Hände zu fallen, der (bzw. die) mit ihr macht, was er (bzw. sie) will, was zufällig zu ihren Vorlieben passt wie ein Puzzleteil zu einem anderen, das dazugehört, und der vor allem keines ihrer Tabus verletzt.

Im richtigen Leben muss man miteinander sprechen, damit gewaltförmige Sexualität (die zu BDSM gehört) nicht in sexualisierte Gewalt umschlägt. Im BDSM gilt der sog. SSC- Code, was für safe (ungefährlich), sane (mit der Vernunft vereinbar) und consensual (einvernehmlich) steht.

Unbedingt solltet ihr ein sog. Safeword und nonverbale Signale ausmachen, die nicht zum Spiel passen.

Was meine ich damit? Am besten erkläre ich das an einem Beispiel: Vielleicht steht sie auf Kitzelfolter im gefesselten Zustand, und da liegt es nahe, dass sie um Gnade bittet. Das passt also zum Spiel und stellt kein Safeword dar. Das bedeutet, dass Du sie weiterkitzeln darfst und sogar solltest, denn Deine Rolle ist ja die des Sadisten, den ihre Bitten um Gnade erst richtig aufheizen.

Vielleicht kann sie so etwas wie sexuelle Kurzgeschichten schreiben, am besten mehrere hintereinander, aus denen ihre Vorlieben und Tabus hervorgehen.

...deswegen wollte ich fragen was man da alles so machen kann.

Ein Beispiel habe ich schon genannt. Natürlich legt das Wort 'rape' nahe, dass sie von Dir gegen ihren Widerstand zum Geschlechtsverkehr gezwungen – oder auch durch Fesselung wehrlos gemacht und anschließend genommen werden möchte. Oder sie steht sogar darauf, durch Schläge, Würgen oder Bedrohung mit einer Waffe gefügig gemacht zu werden

Letzteres ist nicht safe und auch nicht sane. Wer jemanden fesselt, muss schon genau wissen, was er tut, um nicht z.B. Durchblutung zu unterbrechen. Mit BDSM- üblichen Hand- und Fußfesseln, die ziemlich breit sind, ist diese Gefahr geringer als etwa mit Seilen oder einer Kordel. Die anderen Methoden bieten ebenfalls ein erhebliches Verletzungsrisiko bergen. Hier muss man unbedingt aufpassen, und besser verzichtet man auf manche als "aufregend" angesehene Praktik.

Consensual bedeutet hier natürlich nicht, dass Du sie für alles um Erlaubnis fragst, sondern eben keine Tabus verletzt und dafür sorgst, dass sie es genießt. Das widerspricht nicht dem Gedanken der "Vergewaltigung", wenn Du dies nicht aus Nettigkeit tust, sondern weil Du das so willst, weil Du an einer lustlosen oder angewiderten Frau keinen Spaß hast und ihre sexuelle Erregung durchaus auch als so etwas wie ein Zeichen von auch innerlicher Unterwerfung unter Deinen Willen ansiehst.

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Hallo Irene0014,

etwas vorab: Geschwindigkeit im engeren Sinne (engl. velocity) ist eine Vektorgröße, eine Größe mit Richtung, und zwar sich relativ zu einem bestimmten Körper B mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Dabei wird B selbst als stationärer Bezugskörper behandelt.

Was wir im Alltag oft als Geschwindigkeit bezeichnen, ist eigentlich nur deren Betrag (engl. speed); dieses Wort kann man im Deutschen gut mit "Tempo" wiedergeben.

Auch die Lichtgeschwindigkeit ist ein Tempo und wird mit c bezeichnet.

Altert man schneller, wenn man mit Lichtgeschwindigkeit reist?

Nein, im Gegenteil: Könnte man mit genau c reisen, so würde man überhaupt nicht altern. Allerdings würde man auch gar keine Zeit erleben. Man wäre beim Start schon am Ziel, selbst wenn es, sagen wir, 10 Lichtjahre entfernt wäre. Und 10 Jahre in der Zukunft.

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