Warum wird überhaupt noch über E-Fuels diskutiert?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es geht bei der Thematik nur darum, dass es die meisten Wählerstimmen bringt, wenn man auch in Zeiten von Veränderung nur oft genug herunterbetet, dass es Wege gibt, wie alle sso bleibt, wie es ist.

Und wenn es auch nur darum geht, einen Tankrüssel zwei Minuten lang ins Auto halten zu können. Vor 10 Jahren waren sie alle gegen E10, jetzt ist es egal, ob Hightech-E-Fuels aus Chile, hydriertes Rapsöl, Wasserstoff oder altes Frittenfett da durch rauscht.

Ich denke für E-Fuels gibt es zweierlei Berechtigungen:

  • wertfrei als Objekt der Forschung
  • als Antriebsoption dort, wo die Substitution durch batterieelektrische Antriebe nicht ohne Weiteres möglich ist, z.B. für hoheitliche Aufgaben wie um die Wehrfähigkeit der Bundeswehr zu erhalten. Panzer würden durch elektrischen Antrieb nunmal etwa doppelt so schwer und viel zu groß

Die FDP folgt bei ihrer Befürwortung ganz einfach einem alten Verhaltensschema, nämlich dem ein aktuelles Thema zu besetzen um nach Wählerstimmen zu fischen.

So wie 1971, als die FDP den Begriff "environmental protection" ins Deutsche übersetzte und zum Wahlkampfthema machte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltschutz

!Das KompositumUmweltschutz dagegen entstand wahrscheinlich Ende 1969 als Entlehnung zu engl.environmental protection. Mitarbeiter des damaligen Innenministers Hans-Dietrich Genscher sollen den Begriff aus den USA übernommen haben.[8] 1970 fand der Begriff Eingang in die parlamentarische Debatte und in die Presse.[7]

Die Freiburger Thesen, das Parteiprogramm der FDP vom 27. Oktober 1971, enthielten dann schon eine dem Umweltschutz gewidmete politische Position „Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichem Nutzen.“ Zudem formulierten die Freiburger Thesen das Ziel, das Recht auf eine „menschenwürdige Umwelt“ in Artikel 2 des Grundgesetzes zu verankern. Dies war die erste programmatische Haltung zum Umweltschutz in einer der wesentlichen westdeutschen Parteien."

Die Wirtschaft schreit danach. Als Kraftstoff für Autos wäre es dann nur noch ein Nebenprodukt. Zudem würde die schlimme Akkuproduktion fortfallen.

Die Wirtschaft (Glasverarbeitung, Stahl usw.) benötigt solche Kraftstoffe. Die können mit Strom alleine nichts anfangen.

Die AKWs sind auch für die FDP-Mehrheit out!

Glas- und Stahlverarbeitung wollen Wasserstoff, die Energieverschwendung, dort noch CO2 abzuspalten und den Kohlenstoff mit reinzurühren werden die nciht bezahlenw ollen. Das wollen wenn überhaupt nur die Airlines und Reedereien, und die dort benötigten Größenordnungen werden auch langfristig nicht zulassen, dass man damit "nebenbei" noch Autos betreibt.

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@SpitfireMKIIFan

Dann solltest Du Dich noch mal etwas informieren.
Es ist technisch nicht anders machbar um Glas oder Stahl zu formen.

Das ist Fakt!

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@iQhaenschenkl

Das würde bedeuten, dass man heute schon herkömmliche Kraftstoffe in der Stahl- und Glasindustrie verwendet, was falsch ist.

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@iQhaenschenkl

Dein Fakt kst Fake. Man braucht Wasserstoff zur Reduktion von Stahl. Die Erhitzung erfolgt so oder so elektrisch.

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@Kleidchen2

Das Schmelzen erfolgt elektrisch, das Schmieden und Formen wird bis dato mit Erdgas gemacht, genau wie das Formen von Glas.

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@iQhaenschenkl

Du hastxden chemischen Prozess der Reduktion vergessen, der mit Wasserstoff sehr gut funktioniert.

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@Kleidchen2

Ich habe ja nur zwei Beispiele genannt, die momentan schon mit den hohen Gaspreisen zu kämpfen haben. Die brauchen natürlich auch Ersatz für das Erdgas.

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@Kleidchen2

Das Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff nennt man Knallgas. Das ist gefährlich zu händeln und viel zu heiß. E-Fuel kann man vernebeln und dann genau so benutzen wie Erdgas.

Mit Strom kann man das gar nicht! Das ist technisch nicht möglich.

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@iQhaenschenkl

Dann erkundige dich noch mal. E-Fuels sind in der Stahlproduktion sinnlos. Wasserstoff zur Reduktion ergibt Energie und Wasser. Ersteres kann man als Prozesswärne gut nutzen.

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@Kleidchen2

Es geht mir nicht um die Stahlproduktion. Die wurde schon vor 50 Jahren rein mit Strom gemacht (Thomasbirne), sondern um die Formung von Stahl (Walzen, schmieden usw) bzw. Glas.

Schau Dir mal die Sendung mit der Maus an. Da wird das ganz toll erklärt und da wurde bisher nur mit Gasflammen gearbeitet.

So, ich schalte mich hier jetzt ab. Das wird mir zu albern!

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@iQhaenschenkl

Ich habe mir sogar die Stahlproduktion vom Hochofen bis zur Blechauswalzung angeschaut.

Mag sein, dass bei der Sendung mit der Maus irgendetwas erhitzt wird. Aber das Auswalzen von Stahlrohlingen, Stahlträgern und Blechen geschieht in einer fortlaufenden Produktion aus dem noch warmen Giesstahl ohne weitere Wärmequelle. Denn durch das Walzen wird der Stahl immer wieder sehr heiß und muss sogar gekühlt werden.

Ich empfehle nochmal, dich zu informieren.

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Es muss so oder so viel Energie in Wasserstoff gespeichert werden. Da sollte genug übrig bleiben in der Zukunft. Zudem macht der Verkehr sowieso nur einen Bruchteil aus. Man kann natürlich den Wasserstoff wieder in Strom umwandeln und dann über Transformatoren mit 80% Wirkungsgrad zu den Ladestationen laufen lassen. Dann komme ich auf einen noch schlechteren Wirkungsgrad.
Daher macht die Direktbetankung mit Brennstoffzelle mehr Sinn.

Aber das ist kein Argument für E-Fuels.

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@Kleidchen2

Der Nachteil an Wasserstoff ist jedoch, dass er flüchtig ist. Der geht durch jede Hülle durch und ist deutlich klimaschädlicher als CO2, wenn er unverbrannt entweicht. Auf Langzeit kann man den auch nicht lagern.

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@Schurschi1510

Dass H schädlicher sei als CO2 , ist mir neu.

Und dass er durch jede Hülle durchginge, auch.

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@Schurschi1510

Wasserstoff selbst ist kein Treibhausgas. Es verbindet sich zu H2O, also Wasser oder Wasserdampf. In der Stratosphäre kann das zur Erhitzung führen, aber auch zur Steigerung der Reflexion. Die Wasserstoffwirtschaft wird als unschädlich angesehen.

https://www.eskp.de/schadstoffe/wasserstoff-ein-geeigneter-umweltfreundlicher-energietraeger-935484/

Dein Link zur Wasserdtoffeinlagerubg sagt nur, dass einige Materialien ungeeignet sind. DAS wusste ich.

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Es wird bei den erneuerbaren Energien immer mal wieder dazu kommen, dass zu viel Strom erzeugt wird. Statt diesen einfach zu „vernichten“ und den Erzeugern für keine Energie Geld zu bezahlen, wäre es besser, E-Fuel zu erzeugen.

Edit: Stichwort - Geisterstrom ...

Statt E-Fuels wäre Wasserstoff doch viel besser.

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@Kleidchen2

Dieser funktioniert bei Fahrzeugen mit H-Kennzeichen jedoch nicht. Diese wird es auch in Zukunft geben.

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@Kleidchen2

Stimmt, aber Wasserstoff ist schwieriger zu lagern/transportieren als E-Fuel. Soweit ich weiß, können normale Automotoren E-Fuel ohne Probleme verarbeiten, für Wasserstoff braucht es einen extra Tank und eine angepasste Einspritzung in den Motor.

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@GrayWolf

Man könnte doch mit Brennstoffzellen fahren.

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@Kleidchen2

Das würde aber entsprechend angepasste Fahrzeuge vorraussetzen. Bei E-Fuel ist halt der Vorteil, dass die bisherigen Fahrzeuge ohne Probleme diesen Treibstoff einsetzen können.

Ich bin auch dafür, dass Wasserstoff eine tragende Rolle beim Energiemix spielt, aber man muss alle Vor- und Nachteile beachten. Alte Autos können mit E-Fuel betankt werden, neuere Entwicklungen sollten auf jeden Fall Wasserstoff (Brennstoffzellen) als Treibstoff in Erwägung ziehen.

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@GrayWolf

Ich halte es für richtig, Verbrenner umweltfreubdlich fahren zu lassen. Aber der Neubau sollte tatsächlich ebtfallen ubd E-Fuels oder Gas nur für Restlaufzeiten verwendet werden. Problem: es fehlen erhebliche Kapazitäten..

Es darf nicht dazu kommen, dass der Umbau von Verbrennern zu E-Motoren dadurch verlangsamt wird.

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