Warum wird Lgbtq mehr toleriert als die Kirche?

11 Antworten

Hallo STlCKMAN,

historisch hatte die Kirche einen Herrschaftsanspruch, ihre Glaubensinhalte auch den Anspruch an Wahrheit. Somit sind so manche Religionismen noch bis heute in der Gesellschaft unterwegs.

Die Gesellschaft ist im Moment dabei, sich von Moralismen und Religionismen zu emanzipieren. Wo viele Moralismen und Religionismen Menschen Freiräume verwehrt hatten, ohne dass jemand anderem mit solchen Freiräumen etwas genommen worden wäre, nimmt die Emanzipation diese Freiräume ein.

Somit entsteht ein Spannungsfeld - wobei die Tendenz in die Richtung liegt, mit u. a. auch Hetze die Moralismen und Religionismen zu bewahren, d.h. Freiräume weiter einzuschränken oder dann auch zu nehmen. Die Emanzipation mag auch hetzen, doch würde sich ein Anspruch nach mehr Freiraum eher gegen eine Hetze sprechen.

Eine Eskalation würde umso mehr die Emanzipation zu fördern - und letztlich gegenüber der Restauration zu hetzen. Jegliche Hetze egal in welche Richtung nimmt aber nur Freiraum, sodass es letztlich auf ein Verständnis einander und mit derm Mehr an Freiraum die Emanzipation hinauslaufen darf.

Religion mag ein Tor zu Gott sein, und so mögen auch Kinder entsprechend ihrer altersmäßigen Wahrnehmung und Aufnahme Gott, geschlechtliche Identifikationen wie Neigungen und so vieles mehr - auch das, was moralistisch und religionistisch immer vorenthalten war - kennenlernen. Dazu benötigt es eine Guidance die neutral gegenüber den Moralismen und Religionismen aber in Richtung Freiraum orientiert ist. Es wäre zunächst das Elternhaus, dann Kindergärten und Schulen sowie auch Kirchen und Religionsgemeinschaften allgemein, die diese Guidance erbringen dürfen - häufig aber eher erzieherisch die Moralismen und Religionismen betreiben.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge
Wenn jetzt Lgbtq Mitglieder (nicht alle) wollen, dass man kleinen Kindern in Schulen/Kindergärten beibringt was Lgbtq ist, darf niemand wirklich viel dazu sagen, sonst wird ja sofort auf die Kirche gehetzt.

Doch, man darf durchaus was dagegen sagen. Allerdings fände ich das Argument 'Kirche' in dem Bezug auch denkbar schwach.

Aber wenn gläubige (wobei ich mir aber sicher bin, dass es auch lgbtq menschen gibt die gläubig sind..) Leute wollen, dass man den Kindern schon von klein auf über Gott beibringt, ist es schlecht weil man "zwingt" die Kinder angeblich an Gott zu glauben.

Warum tun die es dann nicht einfach und damit hat sich die Sache? Niemand sagt etwas dagegen, dass Eltern ihr Kind an die Kirche heranführen, der sie angehören... doch warum muss das der Kindergarten daneben auch noch tun?

Wenn ich ganz ehrlich bin: Beides gehört irgendwo im Aufwachsen des Kindes ein klein wenig nahe gebracht aber mehr im Sinne von 'Das gibt es, es ist okay, damit hat sich die Sache'.

Wer der Ansicht ist man muss ein kleines Kind dauerhaft über LGBT-Zeug zuschallen hat wenig Ahnung, dass das Kind etwas, was dauerhaft Problematisiert wird auch als Problem wahrnehmen wird... dementsprechend gehe ich nicht davon aus, dass das so umgesetzt werden soll wie das gerne mal dargestellt wird.

Weil das überhaupt keinen Zusammenhang hat.

Religion und Staat sind im Westen getrennt. Die Kirche hat in der Schule eigentlich nichts zu suchen.

Geschlechterdifferenzen und sexuelle Präferenzen aber sind ein gesellschaftliches Thema, das letztlich alle irgendwie betrifft, und damit ist es relevant, das in der Schule auch zu vermitteln.


Hardy3  29.03.2024, 14:22

Man kann durchaus die Frage stellen, ob das ein gesellschaftliches oder ein privates Thema ist.

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LastDayofEden  29.03.2024, 14:31
@Hardy3

Es ist sehr offentsichtlich ein gesellschaftliches Thema, da es ja öffentlich diskutiert wird und auch präsent ist in den Medien.

Jugendliche verunsichert das. Sie fragen sich dann, wie es denn bei ihnen ist und wo sie sich einordnen sollen.

Es ist daher wichtig, das zu thematisieren.

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Hardy3  29.03.2024, 14:35
@LastDayofEden

Das sehe ich anders. Es wird zu einem großen Thema hochstilisiert. Aber sei's drum.

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LastDayofEden  29.03.2024, 16:07
@Hardy3

Gerade deshalb ist es wichtig, es zu thematisieren. Es ist ja egal, ob es zu Recht so in den Vorgerund gerückt wird oder nicht - Tatsache ist, dass es kaum möglich ist, dem Thema auszuweichen. Somit ist es wichtig, Jugendliche darüber aufzuklären anstatt dass man sie damit allein lässt und die Aufklärung dem Internet überlässt. Das führt nur zu noch mehr Drama, weil die Leute nicht wissen, was sie mit all dem anfangen sollen.

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Glaube ist Wahl, Queerness ist angeboren. Toleranz soll gegenüber allem außer der Intoleranz erlernt werden - dazu braucht es keine religiöse Indoktrinierung, die ihrerseits obendrein für Intoleranz steht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Mitglied des Cologne Center for Gender Studies

STlCKMAN 
Fragesteller
 29.03.2024, 12:47

Toleranz geht in alle Richtungen.

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Adomox  29.03.2024, 12:48
@STlCKMAN
Toleranz soll gegenüber allem außer der Intoleranz erlernt werden
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cas65  29.03.2024, 12:48
@STlCKMAN

Das ist nicht die Realität. Gerade Religionen wie der Islam fordern Toleranz, die sie selbst nie leisten würden.

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STlCKMAN 
Fragesteller
 29.03.2024, 12:51
@cas65

Leider, jedoch verstehe ich einerseits den Grund warum einige Menschen nicht mehr Religiös sind wegen zum Beispiel trauma usw.

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KIkkk388ljkmnnn  29.03.2024, 12:48

Das gilt jedoch nur für die Kirche; bringt man dieses Argument bei einer anderen bestimmten Religion vor, wird man in dasselbe politische Lager eingeordnet wie die NSDAP.

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xxHistoryxx  29.03.2024, 12:49

„Queerness“ ist nicht angeboren. Das haben sich irgendwelche Leute vor rund 9 Jahren ausgedacht und seitdem werden immer mehr Sexualitäten und Geschlechter sich ausgedacht.

Demgegenüber gilt die Ordnung Gottes schon von Geburt an. Übrigens: „Tolerance is not a Christian virtue“.

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Adomox  29.03.2024, 12:51
@xxHistoryxx

Welche Leute waren das vor 9 Jahren? Gerne konkrete Quellen dazu benennen.

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princesskenny  29.03.2024, 12:52
@xxHistoryxx

Es ist angeboren. Das ist ein Fakt. Wenn das Gegenteil der Fakt ist, kannst du das ja sicher belegen mit Quellen.

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xxHistoryxx  29.03.2024, 12:53
@Adomox

Braucht man nicht zu begründen, ist für jedermann ersichtlich, dass man inzwischen von „LGBTSIA+“ spricht und das Kürzel immer weiter erweitert wird.

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Adomox  29.03.2024, 12:55
@xxHistoryxx

Ich habe nicht nach einer Begründung, sondern nach Belegen gefragt. Vielleicht lernst du in deinem "Studium" irgendwann noch den Unterschied.

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xxHistoryxx  29.03.2024, 12:56
@Adomox

Gespräch wurde wieder geradegebogen. Das ist eine ideologische Bewegung, keine Organisation mit Heerführern.

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Adomox  29.03.2024, 12:57
@xxHistoryxx

Ich habe nach konkreten Quellen zu deiner Behauptung gefragt. Nicht nach Begründungen, nicht nach irgendwelchen Heerführern. Hast du Probleme mit dem Verstehen von dem, was ich schreibe?

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Adomox  29.03.2024, 12:59
@xxHistoryxx

Dann antworte doch, statt abzulenken:

Welche Leute waren das vor 9 Jahren? Gerne konkrete Quellen dazu benennen.
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princesskenny  29.03.2024, 12:59
@xxHistoryxx

Ein Interview mit einem Rapper ist keine aussagekräftige Quelle. Money Boy ist kein Wissenschaftler, sondern jediglich ein Rapper der seine eigene Meinung/Erfahrung berichtet.

Ich wollte eine Quelle mit belegten Fakten. Du kannst mir keine schicken, also kannst du deine Aussage auch nicht belegen.

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xxHistoryxx  29.03.2024, 13:01
@Adomox

Ich lenke nicht ab, diese Information ist unwichtig. Welche besondere Erkenntnis ergibt sich daraus, zu wissen, wer dafür verantwortlich war? Kern meiner Aussage ist, dass dies nach und nach hinzugedichtet wird, was für jedermann schon alleine anhand des Kürzels ersichtlich ist.

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Adomox  29.03.2024, 13:02
@xxHistoryxx

Diese Information ist nicht unwichtig. Du stellst eine Behauptung in den Raum - solange diese nicht belegt ist, ist jegliche Diskussion zu dieser Behauptung reine Zeitverschwendung. Lernt man sowas nicht mehr in der Oberstufe?

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xxHistoryxx  29.03.2024, 13:06
@Adomox

Wenn es nicht „irgendwelche Leute“ waren, wobei „irgendwelche“ schon ziemlich klar macht, dass es auf die Determinierung nicht ankommt, wer war es denn? Ein Computer? Es müssen irgendwelche Leute gewesen sein, die aber nicht näher bekannt sind. Im Übrigen ist das unerheblich für meine Aussage, die da lautet, dass es sich um Gedankenkonstrukte handelt, die sich irgendwelche Menschen ausgedacht haben, wie die Entwicklung von LGBT zeigt. Daher kann es auch nicht angeboren sein.

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Adomox  29.03.2024, 13:07
@xxHistoryxx

Selbstverständlich handelt es sich um Gedankenkonstrukte - es sind schließlich Kategorien, die menschengemacht sind. Dass sich aber nun vor rund 9 Jahren ausgedacht wurde, dass Queerness angeboren ist, das belegst du weiterhin nicht.

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xxHistoryxx  29.03.2024, 13:14
@Adomox

Okay, das ist ein anderer Punkt: Anscheinend gehen die Wurzeln etwas weiter als 9 Jahre, nämlich bereits bis in die 90er Jahre. Allerdings ist nicht zu bestreiten, dass sich seit rund 9 Jahren besonders viele Veränderungen breitgemacht haben. Oder anerkennst Du das nicht?

Queerness ist nicht angeboren, sondern das kommt daher, dass man sich der LGBT-Bewegung anschließt. Oder denkst Du, alle Kinder machen sich schon Gedanken über ihre Sexualität? Ich bin der Ansicht, dass sich Sexualität im Laufe des Lebens entwickelt (oder gar nicht).

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Adomox  29.03.2024, 13:16
@xxHistoryxx
Allerdings ist nicht zu bestreiten, dass sich seit rund 9 Jahren besonders viele Veränderungen breitgemacht haben.

Ich wüsste nicht, woran ich das festmachen sollte.

Queerness ist nicht angeboren, sondern das kommt daher, dass man sich der LGBT-Bewegung anschließt.

Ich wurde also erst queer als ich mich online mit anderen queeren Menschen vernetzt habe? Spannend.

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princesskenny  29.03.2024, 13:29
@xxHistoryxx

Das wird nichts daran ändern, das deine Quelle nicht aussagekräftig ist. Ein Interview mit Money Boy, ist KEINE Quelle.

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princesskenny  29.03.2024, 13:30
@Adomox

Ist auch nicht das erste mal das ich eine “Quelle” bekommen hab, die eine Aussage die getätigt wurde nicht belegt.

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Weil es ein Unterschied gibt zwischen aktiv das Weltbild von Kindern und wie sie unsere Gesellschaft und Menschheitsgeschichte wahrnehmen zu beeinflussen und darüber aufzuklären, dass es auf dieser Welt Menschen gibt die anders sind als man selbst, andere Menschen lieben und anders aussehen und dabei zu sagen „hey es gibt diese Menschen und das ist vollkommen okay so“.


STlCKMAN 
Fragesteller
 29.03.2024, 13:21

Ich persönlich habe auch nicht gegen solche menschen. Wie gesagt, es haben auch nicht ALLE diese Meinung.

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