Warum teilt man bei der Spaltung von h2o "H2" und "O" separat?

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6 Antworten

Hallo Simon,

bitte verwechsele nicht Mischung und Verbindung. Eine Mischung besteht aus Wasserstoff - und Sauerstoff-Molekülen  und ist gasförmig sowie extrem explosiv (Knallgas).

Wasser ist eine Verbindung von Wasserstoff -und Sauerstoffatomen und in dem Stoff befinden sich Moleküle, die mit Wasser - oder Sauerstoff - Molekülen nur noch wenig zu tun haben - sie haben völlig andere Eigenschaften!

Also, wenn du per Elektrolyse Wasser aufspaltest, entsteht zuerst H und O einzeln, die sich dann aber sofort zu H2 und O2 verbinden.

Und dann hast du tatsächlich 66% H2 und 33% O2, und das ist dann auch Knallgas, wenn es nicht getrennt bei den Elektroden abziehst.

Das wird im übrigen auch so für Löt- und Schweißgeräte für Juweliere genutzt, indem das so gewonnene Knallgas über einen Schlauch in eine dicke Kanüle geleitet wird, die dann als Schweißbrenner dient

Knallgas über einen Schlauch

Nein. Dann  würde es Flammenrückschlag geben. In Löt-- und Schweißbrennern wird Sauerstoff und Brennstoff (Wasserstoff, öfters Acetylen) unmittelbar vor der Flamme im Brenner gemischt!

Darum hat es immer zwei Schläuche!

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@ulrich1919

Bei solchen Feinschweißgeräten gibt es schon durch die enge Kanüle keinen Flammrückschlag. Bei großen Autogen-Schweißbrennern ist es aber richtig, was du schreibst.

Hier ist so ein elektrolytisches Knallgas-Schweißgerät aus industrieller Produktion gezeigt: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=elmQjEjmqbY

Das hat tatsächlich nur einen Schlauch zum Brenner

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@CATFonts

In diesen Feinschweissgeräten wird das Wasser auch nicht durch Elektrolyse in zwei Komponenten zerlegt, sondern quasi "vergast".

Die gasförmigen Bestandteile H2 und O bleiben stets zusammen (Brown´sches Gas). Daher ist dieses Gas relativ sicher und kann durch Reaktion wieder zu Wasser verbrannt werden. 

Die Flamme ist auf kleinstem Raum extrem heiss.

LG Bernd

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@berndamsee

Doch doch, es ist Elektrolyse, nur sprudelt das Gasgemisch eben zusammen in die selbe Kammer. Wenn das eine Verbindung zu deinem "Braunscvhen Gas HHO eingehen würde, wäre das Wsserdampf, denn ein Molekül HHO ist nichts anderes als eine andere Schreibweise von H2O. Da wird viel Unfug geschrieben, leider!

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  1. Sicherheit: Knallgas ist hochexplosiv
  2. Verwendung: Wasserstoff wird für verschiedene Zwecke verwendet, wobei O2 nicht erwünscht ist
  3. Falls Wasserstoff für Autos verwendet wird, gibt es Luft als Oxidationsmittel. Dann wird die Verbrennung viel ,,gezähmter" ablaufen und keine extreme Hitze produzieren.

Ja, das wäre perfekt. Man trennt es eigentlich nur dann von einander, wenn man ausnahmsweise gerade mal KEIN Knallgasgemisch haben will.

Das kann man sich als Schüler nur schwer vorstellen, aber es gibt tatsächlich manchmal Gründe, warum man kein Knallgasgemisch haben möchte:

a) Wenn du das H2 in Flaschen abfüllen willst, muss es als Reinstoff vorliegen.
b) Wenn du das H2 effizient in eine Brennstoffzelle einspeisen willst, muss es als Reinstoff vorliegen.
c) Wenn die Apparatur, mit der du Wasser aufspaltest, teuer war, solltest du kein Knallgas erzeugen.
d) Wenn es dir unangenehm wäre, eine größere Detonation zu erzeugen, solltest du kein Knallgasgemisch erzeugen.
e) ...

LG
MCX

Du solltest mal den Aufbau (die "Formeln") von Wasserstoff, Sauerstoff und Wasser wiederholen.
Und die Reaktions"gleichung".

2 H₂O -> 2 H₂ + O₂

Auch Sauerstoff besteht aus Molekülen, O₂.

Weil man Elektrolyse von Wasser nicht macht, um Knallgas herzustellen, sondern um Wasserstoff zu bekommen!

Um dadurch Energie zu gewinnen braucht man aber doch Knallgas... Oder?

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@Geograph

Das kommt ganz drauf an. Wenn man Wasserstoffgas als Treibstoff herstellen möchte, wird der Sauerstoff einfach in die Luft abgelassen. Im Motor verbrennt das dann mit Sauerstoff aus der Luft, weil Knallgas zu lagern viel zu gefährlich wäre.

Will man es aber zum Löten mit Mikroflamme nutzen, nimmt man H2 und Os gleich gemischt.

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