Warum spricht man von Hannover bis Braunschweig in Hochdeutsch?

12 Antworten

Das sogenannte Hochdeutsch, das da gesprochen wird, ist für mich bereits ein Dialekt. Wie "Hochdeutsch" genau zu definieren ist, darüber streiten sich so manche Sprachforscher.

Du iirst dich, zumindest auf dem flachen Land gibt es einen Dialekt, und der nennt sich Plattdeutsch.

da bist du aber schief gewickelt: es gibt jede menge "lokaler" dialekte- nichts was bundesweit so bekannt wie bayerisch oder schwäbisch wäre, aber selbst der "urhannoveraner" hat eine sehr ss-pe-zielle ss-prechweise: die größte hannoversche tageszeitung hat eine tägliche glosse in hannöverscher sprache.

Keineswegs ALLE in der Gegend sprechen "Hochdeutsch". Viele dort z.B. trennen weiterhin beim Sprechen das s-t und s-p, wie in "s- pitzer S-tein". - Das ist KEIN Hochdeutsch.

Andererseits ist schon richtig, dass das Deutsch, das in diesem Teil Niedersachsens gesprochen wird, dem "Hochdeutschen" ziemlich nahe kommt.

In vielen Dörfern wird, meist von älteren Leuten, noch Platt gesprochen.
Das s-t und s-p ist für diese Gegend weniger typisch als das "klaare A", insbesondere in der Region um Braunschweig. Je ländlicher, desto breiter.

Aus "Haben Sie Eile? Ich habe keine Zeit" wird so:
"Ham Se Aale? Ich hab kaahne Zaaht."
Da gibt es dann schon den einen oder anderen Witz über Aale.

Das klaare A ist aber so langsam am Verschwinden, und in den beiden Großstädten wird tatsächlich ein relativ "klares" Hochdeutsch gesprochen.

Gruß, earnest

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@earnest

Danke für Info. Ich habe entfernte Verwandte aus früherer Generation. Die spalteten immer das s-p und s-t , wie auch H. Schmidt aus Hamburch.

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Kommt wahrscheinlich daher, dass derjenige der festgelegt hat, was hochdeutsch ist, die Sprache aus der Region genommen hat. Man kann es also "hochdeutscher Dialekt" nennen, der nur lokal dort gesprochen wird.

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