Warum ist die trinität erst 325 n.chr enstanden?

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Die Trinität gibt es schon viel länger. Es gibt sie schon immer. Das Dogma der Trinität gibt es allerdings erst seit Nizäa. Der Trinitätsglaube besteht allerdings schon seit Urzeiten der Kirche. Trinitarische Formeln kommen im NT vor, bei Irenäus, Justin, etc. 

Allerdings war das damals noch kein Dogma, d.h. der Trinitätsglaube war nicht bindend. Dies stiftete Verwirrung. So kam z.B. Arian und bestritt die Göttlichkeit Christi. Da aber die Kirche katholisch ist, d.h. überall und zu allen Zeiten wird und wurde das gleiche geglaubt, ist es wichtig, dass Klarheit besteht, was denn nun eigentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens ist. So enstand dann in Nizäa und Chalcedon nach und nach das Dogma der Trinität.

Die Trinität wird in der Bibel beschrieben. Bereits im ersten Vers steht: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde" (1. Mose 1,1). Das Wort für "Gott" ist hebräisch Elohim, das ist die Mehrzahlform von Eloah und wird von nicht wenigen Auslegern als erster Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes gedeutet bzw. darauf, dass Gott aus mehreren Personen besteht.

Wichtig ist dabei das Verständnis der Trinität (Dreieinigkeit) Gottes: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (Gott als 3 Personen und doch eins; also Christen glauben an einen einzigen Gott).

Man kann das vielleicht mit drei Kreisen vergleichen, die sich in der Mitte überschneiden. Es sind drei Kreise, sie gehören aber zu einem Gesamtbild. Oder mit Wasser in seinen Aggregatszuständen: Wasser flüssig, als Eis oder als Dampf und trotzdem eben Wasser. Diese Beispiele erklären durchaus nur unzureichend und mit unserem begrenzten menschlichen Verstand, was Dreieinigkeit (Trinität) bedeutet. Aber vielleicht hilft dir das, dir vorzustellen, dass Gott gleich: Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist, also drei Personen und doch eins (also ein Gott) ist!

Das Johannes-Evangelium beginnt z.B. damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Joh. 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13).

Ein schöner Bibelvers über die Trinität ist z. B. 1. Johannes 5,7: "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins." (Übersetzung Schlachter 2000)

Sehr interessant und empfehlenswert dazu sind auch folgende Seite:

Hallo ijotas,

bevor ich zum eigentlichen Kern Deiner Frage komme, möchte ich ein wenig ausholen. Im Jahre 325 wurde von Kaiser Konstantin das sog. nizäische Konzil einberufen. Was war der Hintergrund? Jahrelang wurde die Vorstellung, Jesus sei Gott aus biblischen Gründen heftig bekämpft. Um den Streit zu schlichten, berief Konstantin (der zu diesem Zeitpunkt gar kein Christ war) dann das Bischofskonzil ein, zu dem jedoch nur ein Bruchteil der Bischöfe kam, nämlich nur 300. Über den Verlauf dieses Konzils heißt es in der Encyclopædia Britannica : „Konstantin führte den Vorsitz, wobei er die Verhandlungen leitete und selbst die entscheidende Formel .  .  ., die das Verhältnis Christi zu Gott im Nizäischen Glaubensbekenntnis ausdrückt, nämlich ‚wesenseins mit dem Vater‘, vorschlug .  .  . Aus Furcht vor dem Kaiser unterschrieben alle Bischöfe außer zweien das [Nizäische] Bekenntnis  — viele von ihnen entgegen ihrer eigenen Überzeugung.“

Daraus ergeben sich einige Fragen:

Wie weit muss die damalige Kirche von den reinen Lehren der Bibel abgewichen sein, wenn sie sich von einem nichtchristlichen Herrscher vorschreiben ließ, was sie zu glauben hat?

Warum wurde denn in der Kirche jahrelang über das Wesen Jesu gestritten, wenn die Bibel doch angeblich eindeutig aussagt, dass er "wesenseins mit dem Vater" ist?

Was ist von einem bischöflichen Beschluss zu halten, bei dem zum einen nur ein kleiner Teil der Bischöfe vertreten war und zum anderen viele der Anwesenden diesen Beschluss entgegen ihrer inneren Überzeugung unterschrieben?

Anzumerken wäre hierzu noch, dass durch das nizäische Glaubensbekenntnis nur von dem Verhältnis Jesu zu Gott die Rede war. Der heilige Geist wurde hier noch gar nicht erwähnt. Das wiederum heißt, dass zu diesem Zeitpunkt die Dreieinigkeitslehre noch nicht ins Dasein gebracht worden war. Das geschah erst viel später, bei einem weiteren Konzil, das durch den Kaiser Theodosius einberufen worden war. Dem vorausgegangen war eine immer noch andauernde Auseinandersetzung über das Thema, die ja Kaiser Konstantin zu schlichten versucht hatte. Diese fand aber ein Ende, nachdem Kaiser Theodosius das nizäische Glaubensbekenntnis als Norm für sein Reich festgelegt hatte.

Auf diesem Konzil in Konstantinopel im Jahre 381 u.Z. einigte man sich darauf, dass Christus und der heilige Geist gleich sei. Doch wer denkt, die Dreieinigkeitslehre sei bereits zu diesem Zeitpunkt in feste Formeln gefasst worden, der irrt sich. Auch nach diesem Konzil herrschte keine Einigkeit bezüglich dieser Lehre. Viele bekämpften sie und wurden heftig verfolgt. Erst Jahrhunderte später wurde die Dreieinigkeitslehre dann voll ausgebildet und klarer definiert (z.B. im Athanasianischen Glaubensbekenntnis).

Die Frage ist, warum eine Lehre, wenn sie doch angeblich klar aus der Bibel hervorgeht, eine jahrhundertelange Entwicklung durchlaufen muss, bis schließlich ausgereift ist? Worum ging es den Klerikern denn in Wirklichkeit? Ging es ihnen um die Darstellung biblischer Wahrheit? In dem Werk Origin and Evolution of Religion von E.  W.  Hopkins wird dazu gesagt: "Die endgültige orthodoxe Definition der Trinität war größtenteils eine kirchenpolitische Angelegenheit."

Auch sollte bedacht werden, dass zum Zeitpunkt der Annahme dieser Lehre die Kirche in vielem Weiteren von der ursprünglichen und reinen christlichen Lehre abgewichen war. Hatte der Apostel Paulus nicht schon lange Zeit davor von einer Abkehr biblischer Lehren gewarnt, als er voraussagte: "Ich weiß, dass nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden,  und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen." (Apostelgeschichte 20:29, 30) ?

Eines wird jedenfalls deutlich, wenn man sich die kirchliche Entwicklung der ersten Jahrhunderte nach Christus ansieht: Man wich Stück um Stück von dem reinen Christentum ab und so entstand eine immer mehr weltlich ausgerichtete Kirche, die nicht mehr viel mit der zur apostolischen Zeit gemeinsam hatte. Jesus hatte z.B. seine Jünger ausdrücklich davor gewarnt, "ein Teil dieser Welt zu werden" (Johannes 15:19). Die spätere Kirche ließ diese Warnung jedoch vollkommen außer acht und machte mit den Herrschern dieser Welt gemeinsame Sache, wie das Konzil zu Nizäa und das Konzil von Konstantinopel eindrucksvoll zeigen.

LG Philipp

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