Warum ist Dantons Tod bzw. Georg Büchner ein Vorläufer des von Bertholt Brechts mitbegründeten epischen Theater?

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2 Antworten

Hallo! 

Erstmal Bertolt Brecht ohne "h" :) 

Zur Theaterentwicklung: Inwiefern Dantons Tod und Georg Büchners Werk Vorläufer für das brecht'sche Theater sein sollen ist aus dem Stegreif wirklich nicht so leicht zu beantworten. Doch ein wenig was fällt mir ein...

1. Büchner baut Volksszenen ein ( Brecht macht das dann auch immer mehr...und ich kann's nicht lassen: Wallenstein von Schiller macht das auch...und Schiller bricht auch schon mit der Ständeklausel, weil er seinen Ferdinand in Kabale und Liebe ins Rennen schickt und keinen Adeligen)

2. Danton ist kein "klassischer Held", ebenso wenig wie die andern Figuren aus dem Stück. Ihre Sprache ist ruppig, dreckig und zotig. Er ist kein Tugendbolzen sondern ein Rüpel. Das sollte schon verwundern. (bei Schillers Räubern geht's zwar auch unter die Röcke, aber das in feiner...oder wenigstens rhythmisierter Sprache). Brecht nutzt später auch gerne "Antihelden" und spitzt das Ganze noch zu. Was bei Büchner verwundert ist bei Brecht verfremde oder verfremdend.

3. Historischer Stoff? Brecht hat auch einige Historische Stoffe bearbeitet.

4. Sozialkritik, hast du ja und Stoffe auch (was den "kleinen Mann" betrifft und in seinem Kopf herumgeht)

Hoffe, ich konnte dir helfen! 

 

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M.E. geht es nicht nur um inhaltliche Merkmale, sondern auch formelle. Diese kurze Definition gibt vielleicht ein paar Anhaltspunkte, man muss überprüfen, ob die genannten Kriterien auch auf Büchners Werke zutreffen.

http://deutschsprachige-literatur.blogspot.fr/2010/05/fachbegriffe-episches-theater.html

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Kommentar von Bluemchenbaeck
13.01.2016, 18:54

 Also in Dantons Tod sind mir nicht viele Verfremdungseffekte aufgefallen, jedoch sind diese ja auch im Theater anders als im Buch

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