Warum haben sich soviele Menschen gegen die Pharmaindustrie verschworen?

15 Antworten

Die Pharmaindustrie ist ein zweischneidiges Schwert...

Auf der einen Seite würde die Medizin ohne die Pharmaindustrie wohl noch in den Kinderschuhen stecken. Es gäbe keine Möglichkeit Krankheiten medikamentös effektiv zu behandeln.

Während sich die Pharmaindustrie frühen am den Patienten orientierte, orientiert sie sich heute jedoch zunehmend am Markt. Es wird nicht mehr in Bereichen geforscht die für den Menschen wichtig sind sondern in jenen in denen die Profitmarge am höchsten ist. Es geht um Profitmaximierung und die Dividenden der Aktionäre. Um diese zu "optimieren" ist der Pharmaindustrie jedes Mittel recht. Es wird gefälscht, betrogen und gelogen dass sich die Balken biegen.

Das hat alles zwei Seiten.

Ohne Pharmaindustrie würden wir noch immer elend an einem einfachen bakteriellen Infekt qualvoll sterben und wenn ich meine Schilddrüsenhormone nicht hätte (werden künstlich hergestellt) ging es mir echt nicht gut.

Wirksame Impfungen, Antibiotika, Narkotika bei OPs, Schmerzmittel - all das hätten wir ohne Pharmaindustrie nicht.

Auch auf dem Gebiet der Krebsforschung tut sich glücklicherweise so einiges und viele Leukämiepatienten wären ohne Pharmaindustrie längst gestorben. Was man heute sehr gut überleben kann, hat die Menschen vor 100 Jahren einfach schon als Kind sterben lassen.

Natürlich werden da immer auch mal unschöne Sachen aufgedeckt: Ärzte werden von Pharmakonzernen bezahlt, dass sie deren Produkte verordnen, Pharmaindustrie bezahlt z.B. auch Fortbildungen für Ärzte, wo man sich schon fragen muss, ob das nicht auch eine Form von Bestechung bzw. bezahlter Urlaub ist (mein HA war erst kürzlich in Österreich; eine Fortbildung könnte man ja auch in Koferenzhotels in der Nähe abhalten), unnötige Tierversuche und es gibt natürlich auch jede Menge Medikamente,die kein Mensch braucht. Beispiel: Mittel gegen niedrigen Blutdruck. Die "Krankheit Hypotonie" gibt es in anderen Ländern gar nicht. Ist nämlich keine Krankheit, da kann man selbst aktiv was dagegen tun.

Dass sehr viele Medikamente Nebenwirkungen haben, ist nunmal so. Die Pharmaindustrie nimmt das bestimmt nicht einfach billigend in Kauf, dass der Patient dadurch noch kränker wird. Wer seine Medikamente absolut nicht verträgt und die Nebenwirkungen überwiegen, muss eben mit seinem Arzt über eine neue Medikation sprechen.

Aber eins ist natürlich schon klar: Die Pharmaindustrie will verdienen!! Wir machen es ihnen ja auch leicht - bei jedem Pups wird in die Apotheke gerannt, statt erstmal ganz natürliche Mittel einzusetzen. Da wird bei Schnupfen auf der Stelle überteuertes Vitamin C in der Apotheke gekauft, da wird Nasenspray reingeblasen, statt dass man einfach mal inhaliert zuhause und die ganzen Halsschmerztabletten helfen vor allem dem Apotheker und der Pharmaindustrie. Die helfen nämlich NULL! Ein einfaches zuckerfreies Lutschbonbon, dass den Speichelfluß anregt, hilft bei Halsschmerzen genau so gut. Es sei denn: Es ist eine bakterielle Infektion - da brauchen wir dann wiederum das Antibiotikum der Arzneimittelhersteller.

Der Verbraucher muss halt schon selbst abwägen: Brauch ich das überhaupt? Geht es mir dadurch besser oder gibt es eine Alternative?

Letzthin war ich in der Apotheke und habe mir Ibuprofen 800 retard auf Rezept abgeholt (Brauch ich, werde am Donnerstag ambulant operiert und ich bin sehr froh, dass ich anschl. ein starkes Schmerzmittel im Haus habe) und da war eine Dame mit einer einfachen Erkältung. Der haben sie tatsächlich für viel Geld ein immunstärkendes Medikament empfohlen - ich hoffe, sie hat es nicht gekauft. Das ist Geldmacherei, die dem Patienten nichts bringt! Viel Obst, genug Schlaf, frisch gepreßter Orangensaft und täglich Wechselduschen kann man schließlich auch machen.

Wie gesagt, jeder ist für sich selbst verantwortlich - viele Dinge muss man ja nicht kaufen, es zwingt einen ja keiner.

lg Lilo

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebenserfahrung + Ausbildung

P.S. Mein Mann hätte wahrscheinlich schon einen Herzinfarkt bekommen, wenn es keine Blutdrucksenker gäbe.

Es gibt immer Spinner, die sofort aufschreien: Das ist alles Böse!

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@LiselotteHerz

Warum Spinner, dafür gibts Beweise

Wirksame Impfungen, Antibiotika, Narkotika bei OPs, Schmerzmittel

die "Wirksamkeit" von Impfungen ist sehr umstritten.

Antibiotika sind meistens ok, werden jedoch viel zu oft eingesetzt, außerdem gibts da welche mit enormen langzeit Schäden... Und Schmerzmittel haben auch oft starke Nebenwirkungen... man muss halt wissen was schlimmer ist: der Schmerz oder die Nebenwirkungen. Wegen einer Schramme nimmt man ja auch keine Schmerzmittel...

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@Techniktype
die "Wirksamkeit" von Impfungen ist sehr umstritten.

Bei Impfgegnern garantiert. Was ist mit
Polio?
Pocken?
Tetanus?
Diphterie?

Umstritten?

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@dataways

ja ich habe nur darauf hingewiesen, zu Impfen habe ich keine wirkliche eigene Meinung...

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@Techniktype

Deswegen setzt sich ja auch die Meinung solcher Systemadvokaten wie "dataways" durch ;)

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Zitat: "Wie gesagt, jeder ist für sich selbst verantwortlich - viele Dinge muss man ja nicht kaufen, es zwingt einen ja keiner."

Von derTatsache, dass es in Deutschland aus niederen Motiven jedes Jahr bis zu 250.000 Zwangseinweisungen mit entsprechenden Zwangsmedikationen von vollkommen gesunden Menschen kommt, hast Du in Deiner heilen Welt wohl noch nie etwas gehört?

Vgl. www.zwangspsychiatrie.de

oder

https://www.youtube.com/embed/K8-VAKOrDa4

Aber mit Deiner Meinung befindest Du Dich in guter Gesellschaft. Nach dem Krieg gab es ein Millionenheer von Gutmenschen, die noch nie etwas vom Holocaust gehört hatten

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Verlang Unmengen an Geld für lebensnotwenige Medikamente, bringt tödliche oder gesundheitsschädliche Mdeikamente auf den Markt und sorgt dafür, dass sie auf dem Markt bleiben, macht Menschen abhängig, ...

was meinst du damit?

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@Destranix
Verlang Unmengen an Geld für lebensnotwenige Medikamente, bringt tödliche oder gesundheitsschädliche Mdeikamente auf den Markt und sorgt dafür, dass sie auf dem Markt bleiben, macht Menschen abhängig, ...

das versteh ich nicht

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@Techniktype

Der erste Satz bezieht sich beispielsweise auf Krebsmedikamente, der zweite auf gewisse Produkte der Firma Bayer(Ich weiß nicht sicher, ob das Contergan war oder ob das etwas anderes war), das dritte i.e. auf Oxycodon.

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@Destranix
Der erste Satz bezieht sich beispielsweise auf Krebsmedikamente,

die sehr teuer sind in der Entwicklung und Herstellung. Wieso sollte man die unter Herstellungskosten abgeben?

Ich weiß nicht sicher, ob das Contergan war oder ob das etwas anderes war

Contergan stellte die Fa. Grünwald her. Und das wurde vom Markt genommen, als die Folgeschäden bekannt wurden.

das dritte i.e. auf Oxycodon.

Da schreibt der Hersteller deutlich in den Beipackzettel, dass es abhängig macht. Wenn der Patient die sich trotzdem einwirft wie Smarties, ist das doch nicht die Schuld des Herstellers?

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@EinAlexander
die sehr teuer sind in der Entwicklung und Herstellung. Wieso sollte man die unter Herstellungskosten abgeben?

Zum Verhältnis zwischen Herstellungs-/Entwicklungskosten und Verkaufspreis lassen sich keine seriösen Quellen finden.

Fakt ist, dass Pharmaunternehmen Medikamente auf den markt bringen und idese sehr teuer verkaufen, teilweise, ohne einen tatsächlichen nutzen nachweisen zu müssen.

Wegen der schlechten Faktenlage ist das allerdings eher ein schlechtes Beispiel.

Da gibt es ein haufen anderer medikamente, für die Unmengen verlangt wird, die teilweise nichteinmal lieferbar sind, da die produktion, aus Kostengründen, in unzuverlässige Drittländer ausgelagert wurde.

Contergan stellte die Fa. Grünwald her. Und das wurde vom Markt genommen, als die Folgeschäden bekannt wurden.

Hatte das wohl mit Duogynon verwechselt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schering_AG#Duogynon-Skandal

Da schreibt der Hersteller deutlich in den Beipackzettel, dass es abhängig macht. Wenn der Patient die sich trotzdem einwirft wie Smarties, ist das doch nicht die Schuld des Herstellers?

https://de.wikipedia.org/wiki/Opioidkrise_in_den_USA

Es fanden Werbekampangen statt mit dem Ziel, Personen abhängig zu machen.

Ich hätte nicht erwartet, dass du gerade dieses Beispiel anzweifelst, wo es doch wohl eines der populärsten ist.

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@EinAlexander

Außerdem stand meines Wissens nacha uch erst wesentlich viel später auf den Beipackzetteln, dass das Produkt süchtig macht.

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@Destranix
teilweise, ohne einen tatsächlichen nutzen nachweisen zu müssen

Auf einen Wirkungsnachweis dürfen nur die Hersteller homöopatischer Arzneien verzichten.

Ich hätte nicht erwartet, dass du gerade dieses Beispiel anzweifelst, wo es doch wohl eines der populärsten ist.

ich zweifle nicht an, dass für Oxycodon geworben wurde. Ich sage aber, dass im Beipackzettel auf eine mögliche Suchtgefahr hingewiesen wurde/wird.

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@EinAlexander
Ich sage aber, dass im Beipackzettel auf eine mögliche Suchtgefahr hingewiesen wurde/wird.

Im Beipackzettel stand, dass das Präparat viel sicherer sei als andere Medikamente. Weiteres ist mir nicht sicher bekannt, kann aber möglich sein.

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Es wird auch viel gemauschelt und das oft zu Lasten der Patienten. Letzter Skandal war um das Blutdruckmittel Valsartan. Obwohl es auch deutsche Hersteller gibt, wurde Gepanschtes aus China verschrieben.

Man bekommt oft Tabletten, die eigentlich total unnötig sind, obwohl Tabletten super schädlich sind und man diese eigentlich nicht häufig nehmen sollte.

Es geht ihnen einfach nur ums Geld und nicht um unser Wohl. Darum bekommen wir bei einer Erkältung nicht ein Rezept sondern direkt 10 und am besten noch ein Privatrezept das man schön selbst bezahlen muss.

Man bekommt nur Tabletten oder sonst was wenn man es brauch.

Und dann ist der nutzen größer als das Risiko

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Keiner verpflichtet dich, die Rezepte einzulösen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich bei einer Erkältung das letzte Mal mehr als Ibuprofen und Nasenspray genommen hätte. Und die habe ich sowieso im Haus.

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Da du ja anscheinend selbst erkennst, wann ein Medikament nötig ist, brauchst du in diesem Fall weder den Arzt aufsuchen noch ein Medikament nehmen.

Warum gehst du wegen einer Erkältung zum Arzt??? Das was du dafür benötigst kannst du dir ja selbst in der Apotheke aussuchen!

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@PeterKremsner

Dann brauchst du dem Arzt nur sagen, dass du keine Medikamente willst. Der ist froh wenn du wieder weg bist und er kein Rezept zu verschreiben braucht. Er hat auch ohne dich noch ausreichend zu tun.

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@hubmonia

Du hast gefragt warum jemand wegen einer Erkältung zum Arzt geht und das ist die Antwort drauf.

Ob ich mir Medikamente oder ein Rezept hole oder nicht habe ich nicht gesagt

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"Tabletten sind schädlich" -
Tabletten ist eine Darreichungsform, und nicht alles ist super schädlich. Leider weiß das nur derjenige, der sich damit beschäftigt.

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