Die Nebenwirkungen von Antidepressiva sind bereits nach der ersten Tablette spürbar. Sie sind zu Beginn am stärksten und lassen mit der Zeit langsam nach. Das Schlimmste ist in der Regel nach 2-8 Wochen vorüber. Je nachdem was für ein Medikament du nimmst können wenige Nebenwirkungen jedoch während der ganzen Einnahmedauer bestehen bleiben. Dies gilt vor allem für die Gewichtszunahme und die sexuellen Funktionsstörungen (falls man davon betroffen ist).

Bis die eigentliche antidepressive sowie angstlösende Wirkung eintritt dauert es ca. 2-5 Wochen der täglichen Einnahme. Im Idealfall löst also die Wirkung sozusagen die Nebenwirkungen grösstenteils ab.

Falls du mehr über dein Medikament wissen willst kannst du hier suchen.

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Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung.
Eine bipolare Störung gehört zu den affektiven Störungen.

Die offiziellen Diagnosekriterien einer Borderline-Persönlichkeitsstörung findest du hier. Das amerikanische Diagnoseverzeichnis DSM-5 listet 9 Kriterien auf, von welchen mind. 5 erfüllt sein müssen damit es zu einer Diagnose "Borderline" kommt. Eine Borderline-Diagnose ist theoretisch nur bei Erwachsenen möglich, da sich gewisse Symptome stark mit jener einer ausgeprägten pubertären Phase überschneiden. In der Praxis sieht es mit der Diagnosestellung nochmals anders aus.

Eine bipolare Störung ist gezeichnet vom Wechsel zwischen extremen emotionalen Hochs (Manie) und Tiefs (Depression). Diese sind nicht mit alltäglichen Stimmungslagen vergleichbar sondern krankhaft ausgeprägt. Die offiziellen Diagnosekriterien nach dem hierzulande gültigen Diagnoseverzeichnis ICD-10 findest du hier.

Soweit die Therorie. In der Praxis kann nur ein Psychiater eine treffende Diagnose erstellen.

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Im Prinzip kann dir jeder Arzt jedes Medikament verschreiben bzw. ist u.a. dein Hausarzt theoretisch dazu in der Lage dir sämtliche legale Betäubungsmittel zu verordnen.

Um die Konzentration zu steigern sind Psychpharmaka notwendig, die nicht ganz ohne sind. Bekannteste Substanz ist Methylphenidat (MPH), vor allem unter seinen Handelsnamen Ritalin, Medikinet, Concerta und wie sie alle heissen bekannt. MPH ist ein Medikament aus der Gruppe der Phenylethylamine und funktioniert als selektiver Noradrenalin und Dopamin Wiederaufnahme-Hemmer. Es ist kein Amphetamin, hat jedoch eine entfernte Verwandtschaft du letzteren. MPH wird primär zur Behandung von ADHS/ADS verwendet.

Bei schweren ADHS-Patienten die nur unzureichend auf MPH ansprechen kommen klassische Amphetamine zum Einsatz, konkret Dexamphetamin. Dieses ist als normales Dexampthetamin (Attentin) oder Lisdexamphetamin (Elvanse) verfügbar. Lisdexamphetmain ist sehr vereinfacht formuliert Amphetamin mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Dexamphetamin ist ein sogenannter Noradrenalin und Dopamin Relesaser und auch auch ein wesentlicher Bestandteil der Strassen-Droge "Speed".

Beide Medikamente sind hoch effektiv, haben jedoch zahlreiche Nebenwirkungen. Auch können Sie Depressionen auslösen oder wieder "aufleben" lassen. Beide Substanzen sind nur mit einem BTM-Rezept erhältlich (welches allerdings theoretisch auch der Ausarzt ausstellen kann). Diese Medikamente sind als Teil einer Gesamtbehandlungsstrategie mit weiteren Massnahmen gedacht, denn die Tabletten alleine lösen das Problem nicht.

Mehr Informationen zu Methylphenidat (Ritalin & Co.) findest du hier.
Mehr Informationen zu Dexamphetamin (Attentin) hier und zu Lisdexamphetamin (Elvanse) hier.

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Leider sind Rückfälle bei Depressionen eher die Regel als die Ausnahme. Diese sogannt "rezidivierenden Depressionen" müssen zwingend professionell behandelt werden. Ich rate dir eine längere und intensive Psychotherapie zu machen um längerfristig solchen Rückfällen vorzubeugen.

Gegen akute Depressionen gibt es leider keine Medikamente die sofort wirken. Antidepressiva brauchen -wie du bereits selbst erwähnt hast- einige Wochen bis sie helfen. Mindestens 14 Tage musst du einkallulieren. In dieser Zeit heisst es Augen zu und durch. Lenke dich so gut wie möglich ab. Wenn es irgendwie möglich ist treibe Sport (Sport hat einen starken antidepressiven Effekt) oder gehe zumindest an die frische Luft (körperliche Aktivität).

Fachinformationen zu Citalopram findest du übrigens hier.

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Haloperidol (Haldol) ist ein bekanntes hochpotentes Neuroleptikum. Es wird primär bei schweren psychotischen Zuständen eingesetzt. Das Medikament wirkt folglich antipsychotisch aber auch sedierend. Eine angstlösende Komponente hat Haloperidol nicht. Allgemein wirken Neuroleptika nicht angstlösend bzw. werden zur Behandlung von medizinisch relevanten Angstzuständen andere Medikamente eingesetzt.

Auf die Schnelle helfen bei akuten klinischen Ängsten nur Benzodiazepine (z.B. Lorazepam). Diese können einfach bei Bedarf eingenommen werden und wirken bereits nach 20-30min hoch effizient. Nebenwirkungen haben diese Mittel fast keine (ausg. Müdigkeit). Allerdings hat das Ganze einen ziemlich grossen Haken: Benzodiazepie machen bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4 Wochen) schwer körperlich und psychisch abhängig. Als Notfallmedikamente sind sie ein Segen, der jedoch zum Fluch werden kann wenn man nicht aufpasst. Mehr zu Benzodiazepinen hier.

Zur längerfristigen Behandlung von Angstzuständen werden primär Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI/SNRI eingesetzt. Diese wirken ziemlich zuverlässig und machen nicht abhängig. Dafür haben sie andere Nachteile: Antidepressiva müssen täglich eingenommen werden, wirken erst nach 2-5 Wochen und können vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen haben. Mehr dazu hier.

Da sowohl Haloperidol als auch Benzodiazepine und Antidepressiva rezeptpflichtig sind, wirst du wohl in Behandlung sein. Sprich deinen Arzt mal darauf an.

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Fluoxetin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI. Es hemmt selektiv die Wiederaufnahme des Botenstoffs Serotonin im Gehirn und wirkt so antidepressiv als auch angstlösend. Wie bei allen Antidepressiva sind die Nebenwirkungen bereits nach der ersten Tablette spührbar während die eigentliche Wirkung erst nach 2-5 Wochen der täglichen Einnahme eintritt.

Die Nebenwirkungen sind am Anfang am stärksten ausgeprägt und nehmen im Verlauf der ersten 2-6 Wochen langsam ab. Wie bei allen Antidepressiva ist die Nebenwirkungsliste unendlich lang, bekommen tut man davon aber die wenigsten (was allerdings immer noch alles andere als lustig ist). Beispielsweise können SSRI (wie Fluoxetin) die Angst in den ersten 2-5 Wochen steigern bis sie nach dieser Zeit anfangen angstlösend zu wirken. Schlafstörungen sind zu Beginn der Einnahme ebenfalls sehr häufig und ein emotionales Durcheinander sowieso. Eine Liste mit sämtlichen möglichen Nebenwirkungen aufgeteilt in Häufigkeitsangaben findest du hier.

Grundsätzlich wirken SSRI gegen Panikattacken sehr zuverlässig und auch die Nebenwirkungen gehen fast (nicht ganz) alle zurück. Das Problem ist einfach, dass man die ersten 2-5 Wochen durchhalten muss. Falls es nicht möglich ist durchzuhalten wende dich an deinen Arzt.

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Xanax ist der US-Markennamen für den Wirkstoff Alprazolam. In Deutschland wird die Substanz vorwiegend unter dem Markennamen Tafil verkauft.

Alpazolam ist ein rezeptpflichtiges Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine, welches primär zur Behandlung von medizinisch relevanten Angstzuständen (z.B. Panikattacken) verwendet wird. Wie jedes Benzodiazepin macht es bei mittelfristigem und regelmässigem Konsum schwer körperlich sowie psychisch abhängig.

Auf deutsch spricht man Xanax so aus wie mans schreibt, in den USA sagt man "sänäks" bzw. hat dein Freund recht.

Fachinformationen zu Alprazolam (Xanax) findest du hier.

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Gegen akute Alkoholentzugserscheinungen wird meist kurzfristig Oxazepam verschrieben. Oxazepam ist ebenfalls ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine (wie Diazepam und Clonazepam auch) und ist explizit zur kurzzeitigen Behandlung schwerer sowie akuter Alkoholentzugssymptome zugelassen. Ferner wirkt es auch stark angstlösend, beruhigend und schlaffördernd.

Diazepam wird primär als angstlösendes Beruhigungsmittel und zur Muskelrelaxierung eingesetzt, wenn eine langanhaltende Wirkung erwüscht ist (Halbwertszeit bis zu 48h). Clorazepam gibt es nicht bzw. gehe ich davon aus, dass du Clonazepam meinst. Clonazepam wird vorwiegend als starkes Antiepileptikum verwendet. Selbstverständlich sind sowohl Diazepam als auch Clonazepam gegen ein aktutes Alkoholentzugssymdrom wirksam, allerdings erreichen sie in der Regel nicht die Wirksamkeit von Oxazepam.

Da Benzodiazepine ein hohes Abhängigkeitspotenzial haben und es relativ rasch zu einer Toleranzentwicklung (Gewöhnungseffekt) kommt sind sie alle rezeptpflichtig. Kurz: Du wirst ohnehin zum Arzt müssen und der kann dich besser beraten als eine Online-Plattform.

Fachinformationen zu Oxazepam findest du übrigens hier.

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Sport ist eine sehr gute Ergänzug der Behandlung psychischer Probleme. Man wird klar im Kopf, spührt den Körper besser und es wirkt antidepressiv. Allerdings ist Sport alleine meist nicht ausreichend.

Mir z.B. hilft Sport enorm gegen meine (zeitweise schweren) chronischen Depressionen, doch immer wenn ich versuche ein Medikament abzusetzen habe ich beinahe einen Totalrückfall.

Du schreibst nicht was für Beschwerden du genau hast bzw. warum du Olanzapin nehmen musst, doch ev. kannst du deinen Arzt mal auf ein Medikamentenwechsel ansprechen. Olanzapin ist extrem was die Gewichtszunahme betrifft, beispielsweise Aripiprazol ist da einiges "sozialer". Das Problem ist natürlich, dass eine solche Umstellung immer mit dem Risiko wiederauftretender Symptome verbunden ist.

Ich hatte früher Quetiapin und nahm massiv an Gewicht zu (20kg). Seit ich Aripiprazol habe kann ich mit viel Sport und einer gesunden Ernährung langsam abnehmen. Mit langsam meine ich leider wirklich sehr langsam obwohl ich täglich aktiv bin und mich an meinen Ernährungsplan halte. Doch immerhin, mit Quetiapin war dies unmöglich.

Doch ich will hier keine Werbung machen, jeder reagiert auf jede Substanz ein wenig anders. Besprich einfach mal mit deinem Arzt inwiefern du Olanzapin loswerden kannst.

Eine Übersicht über die am häufigsten verwendeten atypischen Neuroleptika mit Angaben zur Gewichtsveränderung findest du hier.

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Wenn ich das richtig verstanden habe: Du nimmst illegale psychoaktive Substanzen (Drogen) zu dir aber weigerst dich legale bzw. rezeptpflichtige psychoaktive Subtanzen (Medikamente) zu nehmen? Dieses Prinzip verstehe ich nicht ganz...

Antidepressiva können vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen haben, soweit richtig. Die meisten davon verschwinden nach einigen Wochen wieder, bis auf wenige sehr unliebsame (z.B. sexuelle Funktionsstörungen) falls man von diesen betroffen ist.

Auch richtig: Antidepressiva helfen nicht jedem Menschen gleich gut. Oft müssen mehrere Medikamente durchprobiert werden bevor man eines findet das hilft. Leider kann niemand vorhersagen wer auf welche Sustanz wie reagiert. Doch findet man ein Medikament das greift, sieht die Welt plötzlich sehr viel besser aus.

Antidepressiva sind keine Glückspillen oder Wundermittel, sie sind ab einer gewissen Stärke der Beschwerden einfach das kleinere Übel. Abzuwägen was das kleinere Übel ist liegt an dir bzw. kann dir niemand diesen Entscheid abnehmen.

Hier mal zur Vorinformation eine Übersicht mit Fachinformationen über alle Medikamente, die bei Depressionen verwendet werden. Mit Abstand am häufigsten werden Substanzen aus der Gruppe der SSRI/SNRI eingesetzt.

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Johanniskraut ist kein MAO-Hemmer sondern funktioniert als Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer (anderer Wirkmechanismus). Folglich dürfen Johanniskraut und MAO-Hemmer auch nicht miteinander kombiniert werden (lebensgefahr!).

Johanniskaut kommt primär bei leichten Depressionen zum Einsatz während MAO-Hemmer häufig erst dann verwendet werden, wenn unzählige andere Medikamente unwirksam waren.

Johanniskraut ist das einzige auf pflanzilicher Basis existierende Medikament dass einen antidepressiven Effekt hat. Allerdings muss die Dosierung des Extrakts enorm hoch sein um einen messbaren Effekt zu erzielen (900-1800mg). Tabletten bzw. Kabseln in so hoher Dosierung (wie z.B. Laif 900) sind rezeptpflichtig.

Bei Johanniskraut ist Schokolade überhaupt kein Problem, bei gewissen MAO-Hemmern (z.B. Tranylcypromin) hingegen ist Schokolade nicht die beste Wahl. Schokolade gehört zu den tyraminreichen Lebensmittel welche gefährliche Wechselwirkungen mit einigen MAO-Hemmern erzeugen können. Wenn du tatsächlich solche MAO-Hemmer verschrieben bekommen hast, hat dir dein Arzt sicher eine Liste mit verbotenen Lebensmitteln mitgegeben.

Fachinformationen zu Johanniskraut findest du hier.
Fachinformationen zu MAO-Hemmern hier.

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Erstens sollte man keine rezeptpflichtigen Medikamente ohne ärztliche Begleitung einnehmen und zweitens bist du über Venlafaxin vollkommen falsch informiert. Ich versuche mal mein Kopfschütteln im Hintergrund zu halten und dir medzinisch zu erklären warum man einen Arzt aufsuchen sollte und du mit deinen Infos völlig daneben liegst... Also:

Venlafaxin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der SNRI. Es hemmt folglich die Wiederaufnahme der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt (zwischen den Gehrinzellen). Das Medikament hat eine 30-fache Affinität zu Serotonin (hemmt also die Wiederaufnahme von Serotonin 30x stärker) und die noradrenerge Wirkung kommt erst ab einer Dosis von ca. 150mg zum tragen. Soweit zum chemischen.

Das Medikament ist zugelassen zur Behandlung von Depressionen, generalisierten Angststörungen, Panikstörungen (inkl. Agoraphobie) und sozialer Phobie. Gegen Alkoholentzugssymptome ist es wirkungslos bzw. wirkt höchstens gegen Folgeerscheinungen wie depressive Zustände oder Ängste.

Aufgrund seines Wirkmechanismus wirkt Venlafaxin längerfristig antriebssteigernd, Schlafstörungen und Agitiertheit gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen. Ganz zu Beginn kann es für kurze Zeit auch zu Schläfrigkeit führen, allerdings wird diese von den Betoffenen als eher unangenehm wahrgenommen. Folglich wird das Medikament am Morgen konsumiert da es in der Regel die gegenteilige Wirkung einer Sedierung hat.

Wie alle Antidepressiva muss Venlafaxin täglich eingenommen werden und es dauert rund 2-5 Wochen bis das Medikament wirkt. Zusätzlich kann es vor allem zu Beginn der Einnahme zu starken Nebenwirkungen kommen. Gewisse Nebenwirkungen wie sexuelle Funktionsstörungen und das Schwitzen können während der ganzen Einnahmedauer bestehen bleiben.

Venlafaxin ist rezeptpflichtig und auch sonst nimmt niemand freiwillig Antidepressiva ein. Wenn du ein Alkoholproblem hast lass sich behandeln so dass du die richtigen Medikamente bekommst.

Fachinformationen zu Venlafaxin findest du hier.

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MDMA ist die Abkürzung für den chemischen Begriff 3,4-Methylendioxymethamphetamin oftmals auch als Ecstasy bezeichnet (obwohl heute alles mögliche als "Ecstasy" verkauft wird).

MDMA ist eine psychoaktive Substanz welche auf den Botenstoffhaushalt im Gehirn wirkt. Konkret handelt es sich dabei um einen sogenannten Serotonin-Releaser. Durch den Konsum vom MDMA wird bis zu 80% des körpereigenen Serotoninspeichers ausgeschüttet. Ferner kommt es auch zu einer vermehrten Freisetzung der Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin.

Dies führt zu mehr Energie, Kontaktfreudigkeit, einer intensiveren Wahrnehmung etc. Allerdings hat MDMA auch zahlreiche Nebenwirkungen. Das grösste Problem während der Wirkdauer ist das Ansteigen der Körpertemeratur und die Dehydrierung. Ab einem gewissen Punkt wird das Ganze lebensgefährlich.

Bei nachlassender Wirkung kommt es häufig zu depressiven Zuständen (auch als "das Tief" bekannt) welche einige Stunden bis zu vier Tage anhalten. Wird hochdosiert und regelmässig konsumiert können sich die Depressionen chronifizieren. Eine Depression wird von den Betroffenen oft als eine der schlimmsten Krankheiten die es gibt beschrieben.

Die Maximaldosis (maximal nicht gleich standart) bei oralem Konsum ist 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht für Männer, max. 1.3 mg pro kg Körpergewicht für Frauen. Unerfahrende User sollten deutlich tiefer ansetzen. Das Problem: MDMA ist häufig gestreckt was die Dosierung schwierig bzw. gefährlich macht.

Mehr Informationen hier.

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Temazepam ist ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine welches primär als Schlafmittel und zur Prämedikation vor operativen Eingriffen genutzt wird. Seit der Markteinführung der sogenannten Z-Drugs (Zolpidem/Zopiclon) wird es nur noch selten verwendet.

Die Wirkung von Temazepam tritt sehr schnell ein. Je nach Quelle dauert es zwischen 5min und 20min. Die max Plasmakonzentration wird nach ca. 50min erreicht.

Benzodiazepine sind hoch effektive Medikamente die allerdings nicht "heilen" sondern einfach die Symptome vorübergehend unterdrücken. Halte dich unbedingt genau an die Anweisung deines Arztes damit es zu keinen zusätzlichen Komplikationen (Abhängigkeit, Toleranzentwicklung etc.) kommt.

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Nein, diese gibt es nicht. Es gibt zwar hoch effektive Schlaf- und Beruhigungsmittel, doch diese sind alle rezeptpflichtig.

Die Rezeptpflicht hat ihren guten Grund: Die klassichen Schlaf- und Beruhigungsmittel stammen aus der chemischen Gruppe der Benzodiazepine und Z-Drugs. Bekannte Substanzen sind z.B. Diazepam (Valium), Lorazepam (Tavor/Temesta), Zolpidem (Stilnox) etc. Diese Benzodiazepine und Z-Drugs wirken hochgradig effektiv und dies bereits 20-30min nach der Einnahme. Zudem können sie einfach bei Bedarf konsumiert werden und haben fast keine Nebenwirkungen.

Allerdings haben diese Medikamente ihre grossen Schattenseiten: Bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4 Wochen) machen sie schwer körperlich und psychisch abhängig. Das zweite Problem ist, dass es mit der Zeit zu einem Gewöhnungseffekt (Toleranzentwicklung) kommt, die Tabletten also nach und nach ihre Wirkung verlieren. Am Schluss ist man süchtig ohne davon einen positiven Effekt zu haben. Eine weiteres Problem ist der Rebound, welcher bereits nach 10 Tagen eintreten kann. Rebound heisst, dass beim Absetzten des Medikaments die ursprünglichen Beschwerden in verstärkter Form wieder auftreten.

Folglich sind Benzodiazepine und Z-Drugs nur für den ärztlich kontrollieren kurzfristigen Einsatz im Notfall gedacht. Sie sind ein Segen wenn es darum geht einfach wieder einmal durchschlafen zu können oder akute Panikattacken sowie Verzweiflungszustände zu durchbrechen. Doch man muss höllisch aufpassen, dass der Segen nicht zum Fluch wird.

Kurz: Wenn du wirklich effektive Beruhigungs- und Schlafmittel brauchen solltest bleibt dir keine andere Wahl als zum Arzt zu gehen. Frei erhältliche Substanzen sind meiner Erfahrung nach bei wirklich medizinischen Beschwerden wirkungslos.

Mehr zu Benzodiazepinen und Z-Drugs findest du hier.

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Selbstverständlich. Niemand macht Suizid aus Spass oder weils einem gut geht. Zugrund liegt ein akuter Verzweiflungszustand, ausgelöst durch psychische Erkrankungnen (z.B. Depressionen), Schicksalsschläge oder was auch immer. Die Aufgabe einer psychischiatrischen Klinik ist den Patienten zu stabilisieren, denn akute Suzidgedanken sind in der Regel kein Dauerzustand sondern Phasen.

Suizid ist keine Lösung und auch kein Instrument um Aufmerksamkeit zu generieren. Falls du Suzidgedanken hast, wende dich an einen eine Fachperson (Hausarzt/Psychiater/Psychologe/Beratungsstelle etc.).

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Ich bin kein Arzt, doch die Symptome könnten auch psychisch bedingt sein. Jedenfalls sind deine Beschwerden typisch für eine Panikstörung. Panikattacken sind wie Wellen die aus dem Nichts auftauchen. Die Betroffenen empfinden diese Attacken als lebensbedrohlich. Zentral sind vor allem Angstgedanken die das Herzen, die Atmung und den Verstand betreffen. Konkret kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Atemnot (bis hin zur Angst zu ersticken)
  • Hyperventilation (als Folge können Kribbelgefühle in Gesicht und Händen sowie Muskelkrämpfe auftreten)
  • Schmerzen/Engegefühl im Brustbereich
  • Engegefühl im Bereich der Kehle
  • Herzrasen/hoher Puls/Herzstolpern/Herzstechen
  • Schweissausbrüche/kalter Schweiss
  • Zittern
  • Schwindel und/oder Erbrechen
  • Angstgedanken („das ist ein Herzinfarkt“, „jetzt sterbe ich gleich“, „ich werde verrückt“, „ich ersticke“)
  • Depersonalisations- und/oder Derealisationsgefühle
  • Innere Spannungszustände/Innere Unruhe

Dies sind mögliche und keine garantierten Beschwerden. Fast niemand entwickelt alle Symptome zusammen. Das eine Problem ist also die Panikattacke selbst, dass andere die tiefgreifende Verunsicherung die zurück bleibt. Oft entwickelt sich eine Angst vor der Angst. Jede Gefühlsregung wird fortlaufend interpretiert und bei jeder Unregelmässigkeit „schrillen die Alarmglocken,“ dass eine erneute Attacke bevorstehen könnte.

Nochmal: Ich bin kein Arzt! Doch wenn bei dir körperlich nichts gefunden wird, würde ich mich mal von einem Psychiater durchchecken lassen.

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Nein, sämtliche wirksamen Antidepressiva sind rezeptpflichtig und dies ohne Ausnahme. Selbst das leichtere auf pflanzlicher Basis hergestellte Johanniskraut-Extrakt ist in hohen Dosierungen (wie z.B. Laif 900) rezeptpflichtig.

Von rezeptfreien Online-Bestellungen rate ich dir dringend ab. Nicht primär wegen der Illegalität sondern weil diese Medikamente fast immer gefälscht sind und gefährliche Auswirkungen haben können (auch wenn es heisst es seien "Originalpräparate").

Bedenke, dass Antidepressiva keine Wundermittel sind. Sie wirken nicht bei allen und haben vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen. Niemand nimmt diese Mittel freiwillig ein. Wenn es notwenidig sein sollte lasse dich von einem Arzt beraten.

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Das Problem ist, dass alle Medikamente die ansatzweise effektiv gegen innere Unruhe und emotionale Anspannung wirken chemische Keulen sind. Wirklich wirksame "milde" Substanzen gibt es nicht.

Diese sogenannten "Beruhigungsmittel" stammen aus der Gruppe der Benzodiazepine. Sie sind hoch effektiv, können einfach bei Bedarf genommen werden, wirken bereits nach ca. 20-30min und haben sehr wenige Nebenwirkungen (augs. Müdigkeit). Bekannte Substanzen sind z.B. Diazepam (Valium) oder Lorazepam (Tavor/Temesta).

Das Ganze hat jedoch einen riesen Haken: Benzodiazepine machen bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4 Wochen) schwer körperlich sowie psychisch abhängig. Zudem kommt es mit der Zeit zu einer Toleranzentwicklung, die Tabletten verlieren also nach und nach ihre Wirkung.

Folglich sind solche Medikamente rezeptpflichtig und werden auch nur im Notfall unter ärztlicher Kontrolle kurzzeitig eingesetzt.

Mehr zu Benzodiazepinen hier.

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Grundsätzlich sollte man sich bis zu einem gewissen Punkt kontrollieren können ;-) Es gibt jedoch Männer, die extrem schnell zum Samenerguss kommen. Medizinisch spricht man dann von "eiaculatio praecox".

Seit 2009 gibt es ein Medikament dagegen. Der Wirkstoff heisst "Dapoxetin" und wird unter dem Markennamen "Priligy" vertrieben. Dabei handelt es sich um einen selektiven Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), ein Wirkmechanismus der sonst bei Antidepressiva eingesetzt wird.

Wie jedes Psychopharmka hat auch Dapoxetin unzählige Nebenwirkungen. Zu den häufigsten gehören Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit und Müdigkeit.

Das Medikament ist nur für medizinisch relevante Beschwerden gedacht und folglich rezeptpflichtig. Die Kosten werden jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen.

Mehr zu Dapoxetin hier.

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