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Unsere Bedrohungslage hat sich leider massiv verändert und wir müssen deswegen verteidigungsfähig werden, damit wir abschreckungsfähig sind und uns möglichst erst gar keiner angreift. Freiwilligkeit aus Überzeugung ist immer einer Verpflichtung und Zwang vorzuziehen. Eine gut ausgebildete und perfekt ausgerüstete Profiarmee wäre mir vom Grundsatz also viel lieber als eine Wehrpflicht. Das Wort "verweichlicht" empfinde ich daher in dem Kontext als völlig unpassend. Wenn ich dann noch das Wort "Altparteien" in dem Zusammenhang lese, dann kann ich mir denken, dass eine solche Gesinnung aus einer rechtspopulistischen Ecke kommt, die im Zweifel eher den russischen Kriegsverbrecher mit rotem Teppich empfängt, als unsere Demokratie und Freiheit gegen völkerrechtswidrigen russischen Neoimperialismus zu verteidigen. Wer dann hier "verweichlicht" und wer "patriotisch" ist, das ist immer eine Frage der Perspektive.

Das Prinzip der Wehrpflicht ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß, besonders die SPD setzt aus verschiedenen Gründen weiter auf Freiwilligkeit.

Bezüglich der geplanten Sollstärke will man u.a. mit Erhöhung des Solds einen weiteren Anreiz schaffen, um mehr Männer und Frauen für den Freiwilligen Wehrdienst und ggf. darüber hinaus für die Bundeswehr gewinnen.

Eine Rückkehr zur noch bestehenden Wehrpflicht ist unwahrscheinlich, bezüglich einer neuen Form eines Wehrpflichtdienstes, gäbe es verschiedene Hürden, die genommen werden müssten.

Zunächst einmal könnte dies nicht im großen Umfang zeitnah umgesetzt werden, da es an den Strukturen usw. hapert.

Es geht u.a. um die Frage der Gerechtigkeit. So wäre es wahrscheinlich, dass man nicht alle Männer der entsprechenden Altersgruppe einziehen müsste, weiterhin geht es um die Frage, ob eine Militärdienstpflicht auch für Frauen initiiert werden sollte. Gesetzesänderungen stünden zur Debatte, Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden, um das Ganze umsetzen zu können.

Ob das geplante Konzept des V.ministeriums fruchten wird, ist fraglich, ich würde behaupten, dass man langfristig nicht um eine Militärdienstpflicht herumkommen wird.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Anti-AfD Protestredner, alle notwendigen Impfungen vorhanden

Die Bundeswehr hat überhaupt nicht mehr die Strukturen um einen verpflichtenden Wehrdienst umsetzten zu können.

Eine allgemeine Wehrpflicht ist erstens zu teuer und zweitens auch nicht notwendig. Zumal die Infrastruktur wie Kreiswehrersatzämter und Kasernen nicht mehr vorhanden sind.

Das schwedische Modell hat sich bewährt. Die AfD weigert sich auch zu erklären, wie man die Hälfte des Bundeshaushalts für die Bundeswehr ausgeben soll, ohne die Schuldenbremse zu reformieren.

Die neuen Parteien wollen gleich kapitulieren im Kriegsfall. Also lieber so als gar nicht