Szeneklamotten im Alltag?
Hei,
Wie steht ihr zu Szeneklamotten im Alltag? Bzw. tragt ihr selber auch Szeneklamotten im Alltag? Ich bin Raverin und trage auch im Alltag immer Raverklamotten, nicht nur aufm Rave. Also zB. Netztops, Latextops, Latexleggins, Plateauschuhe.......
9 Antworten
Ich finde es absolut in Ordnung, im Sinne von Konsequenz sogar notwendig, sich immer so zu kleiden wie es einem entspricht.
Warum sollte man sich in zwei Hälften, beinahe in zwei verschiedene Menschen aufteilen? Oder warum sollte man ein Hälfte von sich verleugnen? Das würde ja bedeuten, dass man eine Hälfte von sich nicht ganz ernst nimmt.
Natürlich kann es Anlässe geben, an denen diese Kleidung in ihrer Reinstform (und vielleicht ihrer Aussage) etwas unpassend sein könnte, aber selbst dabei würde ich sagen, dass man sich, soweit möglich treu bleiben sollte.
Jemand der beispielsweise Gothickleidung trägt, müsste deshalb nicht in Signalfarben erscheinen. ;-)
Ich fände es total cool, traue mich aber ehrlich gesagt nicht & könnte es in meiner Position auch nicht - ich habe da gewisse Hemmungen. Außerdem ist es mir ehrlich gesagt lieber, wenn ich meine Szene-/Hobbykleidung in der Freizeit auf Festivals und im passenden "Ambiente" anziehen kann ... manche Outfits sind so besonders, dass sie nicht in den Arbeitsalltag gehören, damit sie ihren besonderen Stellenwert nicht verlieren.
Allerdings hatte ich bis letztes Jahr eine ganz tolle Kollegin, die auch auf der Arbeit - selbst wenn es "feiner" zugehen musste - immer betont sehr emomäßig auftrat und bei der das super rüber kam ;-)
Aber warum denn nicht ? Das tut doch eigentlich jeder, das anziehen, worin er sich am wohlsten fühlt .Klar gibts die Glotzer und die Hater oder halt die ganz altmodischen...aber da gibt man ja nichts drauf, denn hier gilt" LEBEN UND LEBEN LASSEN "...Man tut ja niemandem weh, mit seinem Outfit...und dem, dem es nicht gefällt soll gefälligst wegschaun.Ich finde, das macht doch die Vielfalt aus, in unserer Gesellschaft...Trag was du willst - Es wird immer Leute geben, die fast Nackenstarre bekommen vom hinstieren ,aber auf der anderen Seite wird es auch immer Sympathisanten geben...
Weisst du:" SCHÖN IS, WAS DIR SELBST GEFÄLLT ...Zudem zeigt es ja , dass du deinen Lebensstil auch nach außen trägst...(meine sub.Meinung )
Kleider machen Leute ✨️🔥🫂🙏🫶
Lieben Dank. Du schaffst es immer mir Mut zu machen mit deiner Kraft und deiner libertären Einstellung 😘
„… macht die Vielfalt aus, in unserer Gesellschaft …”? Leider vermiest ein Teil der Gesellschaft die Vielfalt, ich persönlich lasse mir nichts vermiesen und aufgrund meiner Statur hatte ich noch keine Anfeindungen von toxischen Gorilla-Männern.
Freiheit der Selbstentfaltung steht auch im Grundgesetz, aber vielen Menschen wird das Gegenteil beigebracht und vererbt, meist aus bildungsfernen Milieus (Traditioneller Mainstream).
Ich fine es eine Frechheit, dass du Leuten, die deinen Randgruppengeschmack nicht teilen, Bildungsferne attestiert. Der gesamte zweite Absatz deines Vertrages strotzt nur so von genau DEM Schablonendenken, das du anderen vowirfst.
Ich sage auch dir gerne: du brauchst dir nichts vermiesen zu lassen und darfst auch gerne deinen Glanzklamottenfetisch ausleben, wenn's dir Spaß macht. Was du allerdings nicht darfst: erwarten, dass andere Leute deinen Geschmack teilen.
Ich selbst trage meine Szenesachen etwas „abgeschwächt“ bei der Arbeit oder einem Tag zuhause, da es doch aufwendig ist, gerade bei Korsetts, Make-Up und Haar-Styling, dafür habe ich morgens keine Zeit. Ein Teil meines Ichs darf bei der Arbeit leider keinen Schmuck (außer Piercings im Gesicht und „normalen“ Ohrringen) tragen, dafür aber eine Uniform. Und der andere darf nicht zu „extrem“ sein, da er viel Kundenkontakt hat (also Netzshirt unter der Kleidung - wobei ich leider eh nicht genug für jeden Tag hätte, und Strumpfhosen obenrum für über 8 Stunden ist auf dauer auch nicht so angenehm – Strapse und kurze Röcke und Shorts wären zu viel, Lederhosen mal ab und an, aber nicht zu oft, aber weniger „anstößiges“ Zeug wie Neo-Viktorianische Kleidung, Outfits, die vom Zirkus inspiriert sind – inklusive breit gestreifter Hosen - und hin und wieder eine „punkigere“ Hose gehen schon).
Wenn ich aber mal einen Tag frei habe und ich raus gehe – und sei es nur kurz zum Einkaufen – dann putze ich mich schon gern raus, wenn es nur kurz Lebensmittel-Einkaufen ist, natürlich eher dezent geschminkt, also „nur“ Lidschatten, dicker, schwarzer Eyeliner und vielleicht noch etwas dunkelvioletten Lippenstift) und die Haare schnell gestylt…
Und bei jeder Szene, die nicht dem Mainstream entspricht finde ich es wichtig, da es dem trögen und tristen Bild der Menschenmasse endlich mal einen „Farbklecks“ verleiht, einen Schuss Persönlichkeit und Individualität!
In der Gothic-Szene nennt man die, die im Alltag absolut normal herumlaufen (also nicht mal schwarze oder dunkelrote/violette Jeans und T-Shirt) abwertend „Wochenendgruftis“, wobei das durch „Schaulaufen fürs Festival“ noch deutlich unterboten werden kann 😉
Mega positiv, lockert das Stadtbild voll auf! Leider gibt es zuviel "Herdentiere"und auch die Feigen, die gerne würden, sich aber nicht trauen aufzufallen.
Ich mag alles was "luftig" ist, also mesh, Netz, Spitze und seethrough und minimalistische Kleidung, immer zu wenig als angemessen aber gerade noch so erlaubt am Rande des guten Geschmacks, sagen wir Slut - Style!
Das trage ich 1zu1 im Alltag, egal ob Uni, privat oder zur Beerdigung, das bin ich!
Ich lasse mich nicht brechen und breche keinen anderen, wozu auch? Finde es mega, dass es noch Unterschiede gibt und nicht alles gleichgeschaltet ist.
Sei stolz auf dich, ich feier deinen Style.
Hau rein!
m22
Sehr schön formuliert 👍