Ich hab eine psychosomatisch-orthopädische Reha genehmigt bekommen. Mit dem Bescheid kam eine Liste an Reha-Kliniken, aus denen ich aussuchen durfte.
Ich hab mir damals alle Möglichkeiten angesehen und hab mir dann die ausgesucht, wo ich die Vermutung habe, dass es für mich das richtige sein könnte.
Mir war Schwimmbecken, Sauna, Kneipp-Becken, Sport-Therapie, Alltags-Therapie, Sozialberatung wichtig und Sport an Geräten. Außerdem etwas ländliche (bzw. Außerhalb) wichtig, um in Freizeit/Wochenende wandern gehen zu können und ich wollte unbedingt Einzelzimmer (ja, es gibt tatsächlich selten noch Rehas, wo man in einem Mehrbettzimmer ist).
Hab da das für mich das ausgesucht, wo ich denke, dass es für mich das beste ist. Und bis jetzt (auch wenn Reha noch gar nicht begonnen hat) hab ich nen sehr guten Eindruck. Die Verwaltung hat sich sehr schnell gemeldet und ich hab auch schon 2 mal mit einem Arzt wegen Infos telefoniert, damit die Aufnahme schneller geht.
Bei der Entscheidung die Entfernung hab ich nicht geschaut, und auch nicht, wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt.
Sind von mir aus 412 km entfernt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln müsste ich im besten Fall 7 mal umsteigen, abholservice von der Klinik gibt es bei meiner Entfernung nicht. Taxi zahlen sie mir nicht, weil es ja die Möglichkeit von ÖVPN gibt und man es mir alternativ zumuten kann, selbst mit dem Auto zu fahren.
ICH hab mit dem selbst fahren jetzt kein Problem (sind 4,5 Stunden). Ist mir auch recht, wenn ich mein Auto dabei habe wegen Ausflügen am Wochenende.
Meine Eltern (selbst körperlich und geistig sehr fit) sind jetzt sauer. Weniger wegen der Entfernung (wobei das auch mit reinspielt) sondern weil ich selbst eine so lange Strecke fahren möchte, mich nicht von meinen Eltern fahren lasse und die Entscheidung für MEINE Reha selbst getroffen habe.
Sauer, weil ich den Antrag gestellt habe, ohne sie zu fragen, mir die Klinik alleine ausgesucht habe und mich selbst drum kümmere, wie ich hinkomme und mitnehme.
Geht bei mir bei der Reha Hauptsächlich darum, Beweglichkeit zu erhöhen, abzunehmen und nach meiner ADHS-Diagnose vor 2 Jahren medikamentös besser eingestellt zu werden.
Ich werde im August 46 und lebe seit 28 Jahren in meiner eigenen Wohnung. Und wohne ähnliche Diskussion hatten wir schon, als ich mit 18 ausgezogen bin und bei der Wahl meiner Wohnung und der Einrichtung sie nicht mit einbezogen habe (hatte alle kosten selbst gezahlt).