Stimmt es, dass wenn man aus der Kirche austritt die Chancen auf einen Arbeitsplatz sinken?

...komplette Frage anzeigen

24 Antworten

Der mögliche Arbeitgeber weiß doch gar nicht, ob du in der Kirche bist. Erst, wenn du einen Arbeitsvertrag hast, kann er feststellen, dass du nicht kirchensteuerpflichtig bist. Aber dann hast du die Stelle ja schon. Außer der Kirche als Arbeitgeber, wird sich auch niemand um deine Religionszugehörigkeit scheren.

So generell kann man das nicht sagen. Was sicher ist: Bei der katholischen wie auch bei der Evangelischen Kirche bekommst du keinen Arbeits/Ausbildungsplatz wenn du aus der Kirche ausgetreten bist. Also zum Beispiel in kirchlichen Kindergärten oder wenn halt die Kirche Arbietgeber ist. Bei städtischen Betrieben ist das egal.

Ja, das stimmt, SchokoLolly! Die Akne bleibt auch 10 Jahre länger (oder kommt erst, falls du bisher durch Gottes Segen davor verschont warst). Und außerdem brechen die Fingernägel früher ab und wachsen langsamer nach.

Im Ernst: Bestelle deiner Mutter mal einen schönen Gruß und sage ihr, sie soll aus der Steinzeit herauskommen! Niemanden da draußen interessiert, ob du offiziell einer Religion angehörst, klammheimlich einem eigenen Glauben anhängst, oder einfach kein Interesse mehr an Göttern hast.

Wenn du austrittst, sind die Einzigen, die dich benachteiligen werden, die Katholiken. Deren Menschenfreude endet an den (zumeist von Moslems, Atheisten und Buddhisten co-finanzierten) Firmentoren. Alle anderen interessieren sich nicht die Bohne dafür. Im Regelfall werden sie nicht einmal nachfragen, ob du überhaupt jemals an einen Gott geglaubt hast, geschweige denn, an welchen...

Wenn du austrittst, sind die Einzigen, die dich benachteiligen werden, die Katholiken.

Das ist leider so nicht richtig. Alle sogenannten konfessionellen Arbeitgeber legen Wert auf die Zugehörigkeit des Personals. Obwohl, wie Du richtig anmerkst, diese zum überwiegenden Teil nicht von der Kirche finanziert werden.

0

Es gibt durchaus sog. Tendenzbetriebe, also Schulen, Kindergärten, Caritas, Krankenhäuser usw. die eine Kirchenzugehörigkeit als Masstab, diese Tendenzen in der Arbeit mitzutragen, voraussetzen.

Solange du keine Kirchensteuer zahlst, wäre es mit dem Austritt doch nicht eilig und der Rat deiner Mutter nicht von der Hand zu weisen, solange du noch nicht genau absehen kannst, wo du dich bewerben oder arbeiten möchstest.

G imager761

Das stimmt nur in so fern, als Du keine Chance mehr hast, Dich bei einer kirchlichen Institution zu bewerben.
Wenn Du z.B. Erzieherin werden willst, entgehen Dir da eine Menge Möglichkeiten.
Ansonsten wird kaum ein Arbeitgeber auf Dein Bekenntnis achten.
Da kannst Du sicher sein.

Es ist nur so, dass Du dich bei Institutionen der evangelischen und katholischen Kirche nicht bewerben kannst, da dort die Mitglierdschaft in der Kirche Voraussetzung ist.

Überall sonst, ob bei privaten Firmen oder im öffentlichen Dienst, ist es egal, ob Du in der Kirche bist oder nicht.

Zudem fand ich es schon imer etwas merkwürdig, dass man für seinen Glauben bezahlen muss!

Wenn du dich als Küster bewirbst wirst du dann wohl keine Chancen mehr haben. Außerhalb der Kirchen wird dich kaum jemand nach deiner Religionszugehörigkeit fragen.

Außerhalb der Kirchen

Wo ist denn "Außerhalb der Kirchen"?

Ist ein Kindergarten, der zu 90 % aus staatlichen Geldern finanziert wird, innerhalb der Kirche? Ist ein Altersheim, das ganz überwiegend seine Mittel nicht von den Kirchen bekommt, innerhalb der Kirche?

Und selbst wenn: macht es Sinn, daß die Putzfrau einer Kirche dieser auch angehören muß?

0
@realsausi2

Wo ist außerhalb der Kirchen? Überall da, wo eine Firma, ein Kaufhaus, eine Autowerkstatt und und und nicht in kirchlicher Trägerschaft steht. Und wenn etwas in kirchlicher Trägerschaft steht, dann ist es egal wer die Hauptfinanzlast trägt, die Kirche hat das Sagen. Ob das nun gut oder nicht gut ist, ist eine andere Frage. Und nein, es macht wenig bis keinen Sinn das die Putzfrau in einer kirchlichen Einrichtung dieser angehört.

0

Ja, das kanns timmen. In katholischen Krankenhäusern, Kindergärten etc wird zum Bsp. sehr drauf geachtet. Die Evangelischen ziehen mittlerweile nach. Also es kommt daruf an, in welche Berufsrichtung du gehen willst, solltest du zum bsp Bankkauffrau werden wolln, wird es wohl kaum jemanden interessieren. Als erzieher sieht es komplett anders aus.

katholischen Krankenhäusern, Kindergärten

Und das, obwohl diese Einrichtungen zu 90% vom Staat finanziert werden. Ein Skandal.

0
@realsausi2

Wenn der Staat diese Einrichtungen übernimmt, muss er sie zu 100% finanzieren. In meiner Stadt gibt es ein Gymnasium in katholischer Trägerschaft. Nur etwa 25% der Bewerber werden jedes Jahr aufgenommen. Es kostet dort sogar noch Schulgeld und die Schüler sind beileibe nicht alle katholisch.

0
@realsausi2

Wenn der Staat diese Einrichtungen übernimmt, muss er sie zu 100% finanzieren. In meiner Stadt gibt es ein Gymnasium in katholischer Trägerschaft. Nur etwa 25% der Bewerber werden jedes Jahr aufgenommen. Es kostet dort sogar noch Schulgeld und die Schüler sind beileibe nicht alle katholisch.

0
@Aliha

Wenn der Staat aufhört, den Kirchen Extrawürste zu braten, wie z. B. die Einziehung der Kirchensteuer oder die unendlich fortdauernde Entschädigung der Kirchen für vor 200 Jahren verstaatlichtes Kircheneigentum, dann ist der Mehraufwand für die vollständige Finanzierung dieser Einrichtungen locker zu tragen.

Der Staat würde in diesem Fall sogar sparen und gleichzeitig die weltanschauliche Neutralität in der Erziehung der Kinder wahren und so religiöse Indoktrination beenden.

0
@Aliha

PeVau hat ja schon das Notwendige dazu geschrieben.

Ich möchte nur noch mal auf den Euphemismus hinweisen.

Gymnasium in katholischer Trägerschaft

Wie definiert sich denn Trägerschaft?

Mit fremder Leute Geld den Kindern das eigene engstirnige Dogma überstülpen nennst Du dann "Trägerschaft"?

0

Ja das kann schon sein. Meist betrifft dies Einrichtungen die religiös sind. Z.B. du möchtest dich als Erzieherin in einen Katholischen oder Evangelischen Kindergarten bewerben möchtest dann solltest du natürlich einer Religion angehören. Man sollte auch reli in der Schule nicht abwählen da du damit z.B. eine weiter gute Note hast und es bei Argenturen recht gut ankommt. Anderer Seits ist es auch so wenn du dich z.B. als Hubschrauberpilotin Bewirbst solltest du nicht erwähnen das du dich in der Kirche oder sonst wie angagierst da du dich eine hohe Lebensgefahr und so ausgibst. lg!!

Ja und Nein. MANCHE Organisationen die deiner Religion angehören werden dich evtl. nicht mehr einstellen. Also z.B. Positionen in einer Kirche deiner Religion oder einer mit deiner Religion zusammenhängende Organisation (z.B. ein von deiner Religion geführter Kindergarten oder eine Privatschule deiner Religion etc.).

Aber bei alle normalen Firmen die nicht deiner Kirche angehören macht es natürlich keinen Unterschied. Und sowiso macht es keinen unterschied, denn wenn du eh aus deiner Kirche austreten willst, dann willst du doch nicht für sie arbeiten oder? Das würde keinen Sinn machen.

Es gibt durchaus berichte, dass in katholisch geprägten gebieten noch immer, unabhängig von der art des berufs, darauf geachtet wird, ob jemand religiös ist, da muss ich den meisten hier widersprechen. Eine ensprechende Studie in bayern finde ich leider nicht mehr.

Meine meinung dazu: deswegen in der Kirche zu bleiben wäre eine böse heuchelei. Wir, die wir nicht an dieses Götter-Märchen glauben, sollten mehr dazu stehen und offener und selbstbewusster damit umgehen, damit wenigstens irgendwann es egal sein wird, ob jemand an einen Gott glaubt oder nicht. Würden wir uns alle so verhalten, wie du es vorschlägst, würden wir diesen Missstand immer wieder reproduzieren und das wollen wir doch nicht, oder?

Ich antworte dir mit einer Gegenfrage. - Warum sollte es in einer überwiegend "gottlosen" Gesellschaft bei der Arbeitsplatzsuche schaden, wenn man kein Kirchenmitglied ist?

Zudem ist die Kirchenmitlgiedschaft durchaus kein Beweis für "rechten Gottesglauben" bzw. kein "Christenzeugnis" und außerdem wirst du dich mit deinem Unglauben an Gott ja wahrscheinlich nicht bei einem kirchlichen Träger um Arbeit bemühen. - Dort nämlich könnte eine Nichtmitgliedschaft in der Kirche tatsächlich hinderlich sein.

außerdem wirst du dich mit deinem Unglauben an Gott ja wahrscheinlich nicht bei einem kirchlichen Träger um Arbeit bemühen.

Das sagst Du so leichthin. Die Kirche ist immerhin einer der größten Arbeitgeber in diesem Land. Selbst als Hausmeister in einem Krankenhaus, als Putzfrau im Kindergarten oder als Lehrer an manchen Schulen wird man nach einem Kirchenaustritt Probleme bekommen.

0

DAs glaube ich kaum. Den meisten Arbeitgebern wird wohl bewußt sein, daß ihre Arbeitnehmer, egal welcher Religion sie offiziell angehören, ungläubig sind.

Ja und Nein.

Bewerbungen bei z.B. Kindergärten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen deren Träger kirchlich sind, haben Null Chancen auf Erfolg, wenn man nicht in der Kirche drin ist.

Bei anderen Ausbildungs- und Arbeitsstätten ist die Frage der Kirchenreligion in der Regel bedeutungslos.

deren Träger kirchlich sind,

deren Finanzierung aber immer staatlich ist.

0
@realsausi2

deren Finanzierung aber immer staatlich ist.<

Da hast Du vollkommen recht. Die fragen trotzdem nach der Religionszugehörigkeit...

... und steht da "keine", dann bekommst du eine freundliche, aber definitive Absage.

In der DDR mußtes Du das richtige Parteibuch haben, hier in der BRD mußt Du bei entsprechenden Arbeitsplätzen die richtige Religionszugehörigkeit haben. Darüber haben sich genügend Ex-DDRler aufgeregt.

0

nur wenn du dich in arbeitsstellen bewirbst, die unter kirchlicher leitung stehen. im normalen berufsleben dürfen arbeitgeber nicht nach der religion entscheiden.

ich würde damit warten, bis du einen platz im leben gefunden hast, das wird noch dauern.

ob du nun in dem "verein" drin bist, oder nicht, kann dir eigentlich egal sein, solange du keine steuern zahlen mußt.

wenn du aber mal in einem christlichen betrieb arbeiten willst, wäre ein austritt nicht förderlich.

keep cool! das hat zeit!

ja, deine Mutter hat nicht ganz Unrecht. Wenn du einen Arbeitsplat in einerm kirchlichen Haus anstrebst...z.B du möchtest in einem katholischen Haus Altenpflegerin werden.. Da du erst 15 bist, hoffe ich doch, dass auch du eines Tages ein Kind Gottes wirst :-) Bei Gott ist alles möglich...

wenn der chef sehr gläubig ist dann möglich...warte einfach noch was ich trete auch nac h der arbeitssuche aus

Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle werden allgemein nicht geringer sein.

Allerdings würdest Du, nachdem Du aus der Kirche ausgetreten bist, nicht gerade bei denen ein Arbeitsverhältnis eingehen wollen.

Neben der wichtigen Frage nach den Chancen auf dem Arbeitsmarkt, solltest Du Dich fragen:

"Wieso glaube ich nicht mehr an Gott, während das früher noch anders war? Gibt es keine Argumente für einen liebevollen Gott, der sich um uns kümmert?"

Gibt es keine Argumente für einen liebevollen Gott, der sich um uns kümmert?

Noch manipulativer geht es nicht, oder?

0

es gibt jedenfalls keinerlei indizien oder gar beweise für ihn

0

Ob dus hören willst oder nicht, ich habe nie an ihn geglaubt. :)

0

Auf keinen Fall! Niemand kann/darf dich wegen deines Glaubens verurteilen oder dir Chancen verwehren. Ob du jetzt gläubig bist oder nicht, tut bei der Suche nach einem Arbeitsplatz nichts zur Sache.

Was möchtest Du wissen?