Sie verlässt mich, weil ich nicht an Gott glaube?

24 Antworten

Das Problem liegt darin, dass sie einem Wort mehr Glauben zu schenken scheint, als ihrem Gefühl. Gerade das Gefühl und die Empfindungen sind  ausschlaggebende 'Worte', auf die man hören sollte, und dies ist, was der Allmächtige Gott uns Menschen zu verstehen zu geben versucht; und nicht, dass wir Worten aus einem Buch uneingeschränkt glauben sollen. Sie hat bereits ihren 'Beweis' namens Liebe erhalten, reagiert dennoch nicht danach, sondern dogmatisch. Und Dogma ist etwas, was der Allmächtige Gott nicht gutheißt.

Aber: Könnten dahinter nicht doch auch andere Beweggründe eine Rolle spielen, welche sie Dir nur nicht mitteilen möchte?

Eine wäre z.B., dass sie nun Angst bekommen hat (wegen ihrer Familie, vor einer Heirat mit Dir) und sie die Nichtgläubigkeit Deinerseits als Ausrede vorschiebt?

Einen andere wäre auch z.B., dass sie Dich vielleicht schützen möchte vor ihrer Familie, denn eine Heirat ist was anderes, als eine lose Beziehung. Irgendwann wäre dann das Thema Kinder und Erziehung ins Spiel gekommen respektive auch Erziehung in religiösen Fragen, welche dann womöglich unterschiedlich ausgefallen gewesen wäre. (Dann wäre vielleicht auch noch der Druck seitens ihrer Familie in dieser Angelegenheit hier aufgekommen)...

Bevor Du es nicht genau weißt, kannst Du kein endgültiges Urteil Dir erlauben. Sollte jedoch Deine Nichtgläubigkeit ein schwerwiegendes Thema für sie sein und auch der Beweggrund für ihre Trennung, dann kannst Du nur noch über eine Konvertierung sie erobern, aber das wäre dann eine Vergewaltigung Deinerseits. Würdest Du Dich darauf einlassen wollen? Ansonsten solltest Du Dich damit abfinden (lernen) und dieses Kapitel abschließen, denn sie stellt das Wort über die Liebe, und dies ist dann nicht wert, eine Partnerschaft weiter aufrecht zu halten.

Gruß Fantho

Wer Religion über die Liebe zu dir stellt, hat dich nicht verdient. :)

Sie hat ja ziemlich klar gemacht, dass ihr ihr "Gott" wichtiger als du - und ich würde es dabei belassen.

Es ist nur ungewöhnlich, dass es so plötzlich kam - ich vermute, dass da unter Umständen Druck von Außen da war (von den Eltern, der Familie, ...)

Im Endeffekt hat sie sich entschieden - und so schwer es klingt, es ist besser so - wenn sie dich so leicht verlassen kann, war sie nicht die Richtige.

Lg

Das tut mir wirklich sehr leid für dich.

Leider ist Religion eines der Dinge, über die in einer Beziehung Einigkeit herrschen muss.

Egal ob beide sehr gläubig sind oder beide nicht gläubig, beides geht. Es geht auch, wenn einer zwar irgendwie noch einer Glaubensrichtung oder Kirche angehört, es aber nicht wichtig nimmt, und der andere ist Atheist. Oder einer "war mal evangelisch" und der andere ist "irgendwie noch ein bisschen katholisch". Alles kein Problem.

Aber wenn nur einem von beiden die Religion wichtig ist - oder wenn beide verschiedene Religionen haben, von denen sie jeweils fest überzeugt sind - dann ist das leider eine Unvereinbarkeit. Solche Beziehungen gehen nicht gut.

Übrigens wusste ich gar nicht, dass im Koran Türken erwähnt sind. Ich dachte immer, als der Koran geschrieben wurde, gab es noch gar keine Türkei.


Übrigens wusste ich gar nicht, dass im Koran Türken erwähnt sind. Ich dachte immer, als der Koran geschrieben wurde, gab es noch gar keine Türkei.

Den Staat der Türkei gab es noch nicht aber Türken als solches gab es schon wesentlich länger und genau genommen bedeutet Türke ja Bauer und so wurden die Bauernvölker eben "Bauern" genannt. Das Wort Türke ist also nicht an den Staat Türkei gebunden. 

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@Abahatchi

Das heißt, im Koran steht, dass die Berufsgruppe "Bauern" sich nur mit der Religionsgruppe "Muslime" verheiraten dürfen? Was es nicht alles gibt ...

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@Pangaea

Mein Kommentar bringt nicht zum Ausdruck, was im Koran steht oder stehen könnte, sondern dasz das Wort Türke nicht an Bürger des Staates Türkei gebunden ist.

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Das ist keine isolierte Meinung und auch keine Phase, da geht's um die grundsätzliche Frage der religiösen Toleranz. Wenn sie so indoktriniert wurde, dass sie religiös intolerant ist, wird sie ihre Meinung nicht ändern, solange sie nicht lernt, was Toleranz ist. Da helfen auch keine Gespräche, solange dieses grundsätzliche Problem nicht gelöst ist.

Meinungsdifferenzen in religiösen Fragen sind ein häufiger Grund dafür, dass Beziehungen in die Brüche gehen. Sofern du nicht selbst mit einem/r strenggläubigen Partner/in zusammen lebst, kannst du gar nicht wissen, ob du selbst eine derartige Beziehung führen könntest oder ob du von dir aus die Beziehung beenden würdest, weil du es nicht mehr aushältst. Der Ex-Freundin Intoleranz vorzuwerfen ist daher völlig fehl am Platz!

Wenn die Ex-Freundin wirklich an Gott glaubt, so ist es völlig logisch, dass in ihrem Leben Gott an aller erster Stelle steht. Der Freund bzw. Mann wird immer "höchstens" an Platz zwei sein. Selbstverständlich haben gläubige Menschen die Erwartung, mit ihrem Partner gemeinsam auch die eigene Religion auszuleben.

Das sage ich als Katholik aus eigener Erfahrung. Auf fast allen Profilen (sowohl Frauen als auch Männer) auf der mir bekannten katholischen Partnerbörse im Internet kann man übrigens dasselbe lesen, so dass diese Einstellung unter Gläubigen eher den Normalfall als "Fanatismus" darstellt.

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Das tut mir zwar leid für dich, aber wenn die Dame ein uraltes Buch über eure Liebe stellt, dann hat die Beziehung wohl keine Chance. Allerdings verstehe ich nicht, warum sie überhaupt mit dir zusammen war, wenn sie so überaus gläubig ist, das hätte sie dann von vornherein nicht gedurft.

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