Seltsames (Ess-)Verhalten meiner Freundin!

5 Antworten

Wenn ich das lese, spüre ich eure Sorge und lese euer Engagement, ihr helfen zu wollen. Das Schwierige ist, dass ihr mit eurer Sorge so alleine dasteht. Als 1. würde ich die Freundin direkt ansprechen, dass ihr euch Gedanken macht, dass sie fast nichts isst und kaum etwas trinkt. Dass ihr eine Magersucht vermutet und daher Sorge um ihre Gesundheit habt. Ich nehme an, dass ihr auf Widerstand stoßt. Nach Möglichkeit ist die Einbeziehung ihrer Eltern notwendig. Wenn das nicht der Fall ist, sie behauptet, dass sie gesund ist, dann kann sie doch nichts dagegen haben, einmal zum Arzt zu gehen, vielleicht könnt ihr sie begleiten. Es gibt auch die Möglichkeit zum Jugendtherapeuten zu gehen. Alles unter der Voraussetzung, dass sich ihre Eltern völlig draußen halten. Telefonische Unterstützung könntet ihr auch in Österreich mit Rat auf Draht 147, nehme an, dass es eine ähnliche Jugendthotline in Deutschland gibt. Ihr seid tolle Freundinnen und wünsche euch alles Gute.

Hey...

Also was ich für Euch wichtig halte: Das klingt nach einer Essstörung. Unter dem Stichwort Anorexie könnt ihr nachlesen, was das heißt. Das ist eine Komplexe und tiefgreifende Erkrankung. Die Patienten stellen ihr ganzes Leben danach um und können einfach nicht davon ablassen. Und wenn man sich vor Augen hält, dass deren ganzes Leben auf die Ernährung (oder vielmehr nicht-Ernährung) ausgerichtet ist, dann wird auch schnell klar, dass man da nicht so einfach ansetzen und dieses Verhalten/ Denken ändern kann.

Also: Ihr könnt dagegen nichts tun... Das sollte in professionelle Hände gegeben werden. Sie wird auch sehr verschlossen sein und es wird schwierig sein, sie überhaupt zu einer Art Einsicht zu bekommen... Ich halte den Vertrauenslehrer für die richtige Idee. Die Eltern werden dann informiert und es kann etwas eingeleitet werden. Übrigens: Eure Freundin wird Euch das nicht danken. Kann sogar gut sein, dass sie Euch als Verräter und Feinde sieht. Für sie sieht das halt so aus, als wollt ihr sie hindern.

Vielleicht spricht mal eine von Euch besorgten Freundinnen eine Lehrkraft des Vertrauens an. In einem persönlichen Gespräch können dann vertraulich die Sorgen dargelegt werden. Gemeinsam mit der Lehrkraft kann dann überlegt werden ob und welche Möglichkeiten es gibt ihr zu helfen.

Nein. Vielen, sehr vielen Müttern in diesem Land fällt nicht auf Was ihre Kinder essen, ob sie überhaupt essen und so fort. Die Kinder werden in die Welt gesetzt, sind eine Weile interessant und dann ist gut. Das liest sich grob und pauschalisierend. Ein Blick in die Zahlen des Statistischen Bundesamt belegt meine Darstellung.

Ich halte Deine Darstellung für unfair - Essstörungen bringen ja mit sich, dass sich die Kinder (hauptsächlich Mädchen) unfassbar viele Tricks und Lügen ausdenken, um dieses Verhalten zu vertuschen. Es fängt nicht plötzlich an, sondern wandelt sich nach und nach. Das liegt nicht an der Nachlässigkeit der Mütter sondern an der komplexen Verhaltensveränderung und vielen Tricksereien.

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@JaniXfX

Sie ist nicht unfair sondern lässt sich selbst mit größter Mühe heute nicht mehr leugnen. Es ist auch entgegen Deiner Annahme heute absolut nicht mehr so dass diese schwere bis tödliche Erkrankung hauptsächlich ein Geschlecht betrifft. Diese Zeiten sind denn doch schon einige Jahrzehnte vorbei. Auch Jungs wird angesichts der ihnen vermittelten Welt der Erwachsenen einfach schlecht - um mich mal so auszudrücken.

Wären Eltern tatsächlich um ihre Kinder besorgt müssten viele Schulen nicht regelmäßig für Essen sorgen weil nämlich nachweislich sonst die Kinder verhungern würden. Solche Zustände gehören nicht unter den Teppich!!!! Dass es sie überhaupt gibt in diesem Land und nicht nur an einer Schule ist ein Skandal erster Güte.

Es handelt sich auch nicht um ein Thema der letzten Zeit. Schon vor Jahrzehnten machte die Kinderklinik der Universtitätsklinik München darauf aufmerksam dass viele Mütter nie gelernt haben sich selbst zu ernähren geschweige denn ein Kind.

Du unterstellst offensichtlich dass ich von Absicht schreibe. Das tue ich nicht. Ich stelle lediglich eine Tatsache fest die auf vielfältige Weise belegt werden kann.

Und nein: Nicht jede Esssucht denkt sich Tricks aus. Schon lange nicht mehr. Denn, tatsächlich, es gibt auch Eltern die so viel Vertrauen wert sind dass sich ihnen ihre Kinder wirklich mit jedem Thema offen an sie wenden. Das ist dann den Eltern aber in der Regel nicht in den Schoss gefallen.

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