Pro oder contra Kirchensteuer in Deutschland?

14 Antworten

Die historische Grundlage ist die Enteignung der Kirchen durch den Staat. Als Ausgleich dafür wurde diese Form der staatlichen Finanzierung eingeführt, da die Kirche das mangels Land nicht mehr selbst tun konnte. Ist zwar lange her, aber die Kirchen sind nach wie vor enteignet. Außerdem ist die Kirchensteuer ja eigentlich nur eine Dienstleistung, die der Staat für die Kirchen erbringt. Wer kein Mitglied ist, zahlt sie auch nicht. Wieso also beschweren?

Wer kein Mitglied ist, zahlt sie auch nicht. Wieso also beschweren?

falsch, denn WIR alle zahlen der kirche aus steuergeldern jedes jahr eine vom staat garantiere zahlung im dreistelligen millionenbetrag........ diese summe hat nichts mit der echten kirchensteuer zu tun, die gläubige zahlen, sondern ist eine vertraglich festgeschriebene und unumkehrbare zahlung die also jeder bürger dieses landes mitbezahlt.............:)

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@DerBuddha

Hallo der Buddha,

was du schreibst, ist sachlich richtig. Ich wäre sogar dafür, die Kirchensteuer vollständig abzuschaffen.

???????

Das hätte dann zur Folge, dass auch die Dinge, die heute noch von der Kirchensteuer finanziert werden und bei denen nur die Mitglieder beitragen, dann aus dem allgemeinen Steuertopf bezahlt werden müssten.

Denn aus der Verpflichtung, Ersatz für die Enteignung (Reichsdeputationshauptschluss/ 1806/ Napoleon) zu leisten, kommt der deutsche Staat nicht heraus. Da ist er durch die entsprechenden Konkordate festgelegt.

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Die Kirchen haben als Verein das Recht Mitgliedbeiträge von ihren Mitgliedern einzufordern. Jedem Sportverein billigt man das Recht dafür zu , nur bei der Kirchensteuer wird gejammert weil der Staat sich das Inkasso gut bezahlen lässt. Die Rechnung der Kirchensteuer ist allerdings für den Staat ein Klacks. Die Kirchen hätten erheblich Probleme mit der Ehrlichkeit der Menschen.

Weitere Zahlungen aus dem Steuertopf an die Kirchen sind Entgelte für Leistungen, die die Kirchen erbringen, den Staat damit entlastet. Der Kölner Dom oder das Ulmer Münster sind Kulturgüter zu deren Erhalt jeder Bürger in Deutschland seinen Beitrag zahlen muss und zwar unabhängig von seiner Lebensanschauung.

Hallo Karl37,

die Kirchensteuer ist kein Mitgliedsbeitrag. Vielleicht liest du dir mal die Antwort von kindgottes95 durch.

Das wird leider oft so gesehen und, wenn was mal nicht klappt, mit dem Argument unterstützt: "Schließlich zahle ich Kirchensteuer, und kann der Pastor ja wohl mal ...."

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@Nadelwald75

Du scheinst den Beitrag von kindgottes95 nicht verstanden zu haben. Die Dienstleistung des Staates besteht in dem Inkasso für die Kirche. Die Kirchensteuer hat mit der Säkularisierung nichts zu tun. Sie ist ein einkommensabhängiger Mitgliedsbeitrag.

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@Karl37

Hallo Karl37,

das Einkommen eines Kichenmitglieds ist lediglich die Bemessungsgrundlage der Steurpflicht.

Säkularisierung ist etwas anderes als Entschädigung für Enteignung.

Die Kirchensteuer wird zwar von Mitgliedern bezahlt, ist aber immer noch kein Mitgliedsbeitrag. Ein Mitgliedsbeitrag hat für das Mitglied das Ziel, eine Mitgliedschaft zu erwerben oder zu erhalten. Dieses Ziel hat die Kirchensteuer nicht und auch nicht das Mitglied. Es sind mit der Kirchensteuerzahlung auch keine Rechte oder Ansprüche verbunden, wie sie ein Vereinsmitglied mit seinem Beitrag hätte. verbunden.

Den Beitrag von kindgottes95 habe ich genau verstanden.

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contra: Trennung von Staat und Kirche; Kirchenaustritt kostet; Religion ist Privatsache und geht auch den Arbeitgeber nichts an

pro: Diakonie, Caritas und vergleichbare Einrichtungen anderer Glaubensrichtungen wollen auch irgendwie finanziert werden

Kontra. Der Staat sollte für die Kirchen nicht noch die Kohle eintreiben, das sollten die selbst können. Andererseits übernehmen die Kirchen teils staatliche Aufgaben, das müsste dann anders geregelt werden als bisher.

Contra. Und das "beste" ist ja nun noch, dass selbst die Banken die Kirchensteuer von Erträgen einbehalten müssen...

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