Politik-Bücher, die man gelesen haben sollte?

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Man müsste zahlreiche Bücher lesen, denn über Staat und Politik werden seit der Antike bemerkenswerte Bücher geschrieben. Diese Themen beschäftigen die Menschen eben, denn dabei geht es um ihre Belange! Daher beglückwünsche ich dich für dein Interesse, das sich in einer guten Tradition befindet.  :-)

Bevor du dich Einzelheiten bzw. Einzelwerken widmest, rate ich dir dazu, dir zuerst einmal um einen allgemeinen Überblick zu verschaffen und erst dann einzelne zeitgenössische Werke zu lesen. Es fällt dir dann leichter, diese Werke zu verstehen und in die Zusammenhänge einzuordnen. Einige wurden hier auch schon genannt, ich ergänze noch das Werk "Politik" von Aristoteles, das man gelesen haben muss!

Zu Einführung steht ein kürzeres, kompaktes zur Verfügung:

Marcus Llanque: Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart. 2. Aufl. 2015.

Ausführlichere Werke sind:

Hans Fenske, Dieter Mertens, Wolfgang Reinhard, Klaus Rosen: Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart. 3. Aufl. 2003. (m. M. n. die immer noch beste überschaubare Zusammenfassung!)

Manfred Brocker (Hrsg.): Geschichte des politischen Denkens. Ein Handbuch. 4. Aufl. 2006.

Viel Freude bei der Beschäftigung mit dem Thema und viel Spaß beim Lesen!  :-)

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Das Kapital und das kommunistische Manifest sind wichtig. Immerhin hat der Gegensatz von Kommunismus und Kapitalismus ein ganzes Jahrhundert geprägt und das Kapital ist auch eine sehr gute Analyse des Kapitalismus.

Ok, das wären definitiv wichtige Bücher. Danke! Kannst du mir vlt noch ein paar Bücher aus einer anderen politischen Richtung nennen? 

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@SarcasticSard

Ich lese momentan hauptsächlich marxistische Literatur, aber "Wohlstand der Nationen" von Adam Smith ist für die Entstehung des Liberalismus auch sehr wichtig.

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Einmal das Buch "Abgewirtschaftet. Warum unser Land verkommt und wer daran verdient" von Thomas Wieczorek.

Und dann das Buch "Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet" von Albrecht Müller. Beide Bücher sind sehr informativ und lesenswert.

Das klingt für mich nicht nach politischer Theorie, sondern eher nach Aluhut. 

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Unbedingt gelesen sollte man haben: Robert Green "Die 48 Regeln der Macht":

Wir leben in einer Gesellschaft, in der jeder seinen Platz, seinen
"Rang" finden bzw. erkämpfen muss. Einige sind darin erfolgreich, andere
die Opfer. Welche (psychologischen) Grundsätze da gelten, um Macht zu
gewinnen bzw. nicht durch das Machtstreben anderer manipuliert zu
werden, ist  äußerst nützlich zu wissen. 


Diese Regeln hat Robert Green in seinem wunderbar lesbaren Buch zusammengestellt. Er hat dazu die wichtigste Literatur der vergangenen Jahrtausende zum Thema Macht aufgearbeitet und die immer wiedekehrenden Mechanismen der Macht in 48 Regeln zusammengefasst, die er amüsant mit vielen Anekdoten und Beispielen illustriert. Wenn man das Buch gelesen hat, versteht man plötzlich ganz viel von dem, was gesellschaftlich abläuft, wie "der Laden hierzulande funtkioniert".

Sehr einflussreiche Bücher waren:

Niccoló Machiavelli "Der Fürst"
Carl von Clausewitz "Vom Kriege"

lol, mit dir würde ich ungerne zusammenarbeiten.

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@ShunYashiro

Zum Glück haben mir meine Mitarbeiter auf verschiedenen Posten immer wieder genau das Gegenteil erklärt.

Und nur nebenbei: sobald man weiß, mit welchen Mechanismen Machtmissbrauch geschieht, hat man die besten Voraussetzungen, um sich selber gegen solchen zu schützen.

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Über die Freiheit - On Liberty von John Stuart Mill

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