Neokonservativ einfach erklärt?

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5 Antworten

Neokonservativ ist ein politisches Etikett, das entweder von den Betroffenen selbst, und dann meist positiv, definiert wird (wenn auch nicht immer ganz einheitlich) oder es wird als Politkeule von den Gegnern definiert, und dann negativ. Für jemanden wie Dich ist es in der Tat schwer, eine klare Darstellung zu finden unter all dem weit ausholenden Geschwafel. Neokonservativ ist halt keine geschützter Begriff und es darf jeder damit in Verbindung bringen, wie es ihm politisch in den Kram passt. Das spürt man bei den Kommentaren. Weil es nichts wirklich Konkretes gibt, an dem man eine korrekte Definition messen könnte, darf jeder breit und hoch und tief herumspekulieren. Schon die ursprünglich Konservativen sind ja keine fest umrissene Gruppe gewesen. Das Neo davor soll kennzeichnen, dass man in manchen Bewertungen "moderner" ist, was immer das heißt. An diesem Begriff kannst Du Dir die Zähne ausbeißen wie an einem Schwamm.

In der Politik gibt es Pendelbewegungen, sie werden aber meist von ein und derselben Machtelite instrumentalisiert, die im Hintergrund die Fäden zieht und ihre Langzeitziele erreichen will.

Stichwort:Hegelsche Dialektik

Die Neokonservativen ist nur eine Strömung von vielen, in der Regel werden Politikergenerationen, die politisch rechts stehen, von Generationen abgelöst, die politisch links stehen.

Dabei wird immer so eine heftige Spannung aufgebaut, dass die neue Gegenbewegung einer politischen Richtung, als Ausweg und Erlösung gesehen wird.

Nach dem 2.Weltkrieg hatten die Menschen den Hals voll von Krieg und so legte man viel Gewicht auf Völkerrecht und Frieden.

Mit dem Aufkommen der Neokonservativen in den USA änderte sich das. Sie meinten, dass sie die Machtposition, die sie durch den Sieg über die Achsenmächte erlangten, ausbauen sollten und taten dies, indem sie fleißig Krieg führten und Waffen exportierten.

Politiker sind immer nur das ausführende Organ der Hochfinanz und Großindustriellen, daher wurde natürlich viel Geld mit Waffen und Raub von Bdenschätzen gemacht.

Neokonservative sind sozusagen der Ansicht, dass man sich holen soll was man braucht, solange man die Macht dazu hat, eine gehörige Ladung Nationalismus hilft dabei die kriegsmüde Bevölkerung mitzureißen.

Nur weiterlesen, wenn man noch meine Gedanken zur amerikanischen Politik der letzten 30 Jahren wissen will.

Die USA sind ein schönes Beispiel für diese Spielchen.

Ich erinnere mich noch an Bush sen. der immer gern für einen Krieg zu haben war,

danach kam Clinton, ein Demokrat, er wurde gewählt, weil er wie ein netter Kerl rüberkam und Saxophon spielen konnte, doch auch er führte Krieg, doch Kriege der Demokraten sind immer gerecht und helfen Demokratie zu exportieren.

Wieder danach kam Bush jun., der von sich selber sagte, dass er ein Kriegspräsident sei, was er auch medienwirksam in Szene setzte, als er unter anderem auf einem Flugzeugträger landete. Seine Kriege sind uns bekannt.

Die Amerikaner lernten aus ihrem Fehler (hahaha, sorry Sarkasmus), nochmal einem Bush zu vertrauen und wählten Obama, der ja einen Wechsel versprach. Kaum ein Präsident hat soviele Bomben während seiner Amtszeit abwerfen lassen wie Obama, aber hey, er ist Demokrat und demokratische Kriege sind schließlich gut.

Nun war Obama auch nicht das gelbe vom Ei, ein Republikaner wird es richten, Trump, denn er hat versprochen, sich aus dem nahen Osten zurückzuziehen und blablabla...

Das Spielchen wird weitergehen, bis alles zu Ende ist. Die Politiker sind nur Marionetten und den Wählern wird vorgemacht, es sei eine Veränderung möglich, wenn man nur den richtigen Kanditaten ins Amt wählt.

In Wahrheit geht es nur darum, möglichst viele Waffen auf Kosten der Steuerzahler zu produzieren, Gewinne einzufahren und die Macht auszubauen.

Die Neokonservativen waren nur eine Blüte, die dieses Affentheater hervorbrachte, es ist nur ein Name, ändern tut sich an der eigentlichen Langzeitstrategie nichts:

Divide et impera

Bei solchen Fragen wirst Du immer politisch gefärbte Antworten erhalten. Konservatismus ist neben Sozialismus und Liberalismus eine der drei großen politischen Hauptströmungen. "Neokonservatismus" bedeutet so viel wie "Neu-Konservatismus" ("neo" ist griechisch und bedeutet "neu").

Was man sagen kann: Neokonservatismus wird fast nur im Bezug auf die Politik in den USA verwendet. Als Beispiel für Neokonservatismus gilt die Regierung von George W. Bush. Neokonservativen wird nachgesagt, dass sie die Verbreitung von Demokratie auch mit militärischen Mitteln befürworten. Als Beispiel hierfür gilt die Irak-Invasion der Bush-Regierung. Diese wurde im eher pazifistischen Europa mit großer Ablehnung bedacht.

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Neokonservatismus

Eine neue "Version" von konsevativ.

George W. Bush.

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