Nach Tod des Hundes: wann einen Welpen ins Haus holen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich bin überzeugt davon, daß es richtig ist jetzt ( ganz schnell) einen neuen Hund in eure Familie aufzunehmen. Dein Dackel ist ist es gewohnt im Rudel und mit einem weiteren Hund zusammenzuleben und ich bin auch sicher, daß sie glücklich mit einem weitern Hund sein wird. Gerade ältere Hunde, die immer mit einem Artgenossen gelebt haben, leiden sehr, wenn sie plötzlich Einzelhund sind.

Ich würde mir ganz bald einen neuen Hausgenossen holen, er bereichert euch garantiert und dein Dackel wird aufblühen.

Danke für deine Antwort. Ich muss sagen, dass ich mich in diesen Gedanken schon komplett verliebt habe, aber die Rahmenbedingungen noch nicht so ganz geordnet habe ( wann, welche Rasse/Größe, Alter). Ich versuche noch heraus zu finden, womit meine Kleine am besten klarkommen würde. Sie soll ja nicht im beginnenden Seniorenalter noch einen Nervenzusammenbruch bekommen.

Das komische ist ja, dass sie lange Einzelhund war, vor 4 Jahren kam dann der Große dann dazu (den sie sofort in ihr Herz geschlossen hat). Deswegen bin ich ziemlich überrascht, dass es sie so hart getroffen hat. Aber offenbar hat ihr das wirklich unheimlich viel bedeutet.

Vielen Dank:)

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Nachtrag: Vielen Dank für die vielen, hilfreichen Antworten. Es ist mir schwergefallen, die hilfreichste Antwort auszuwählen, da alle auf ihre Art und Weise gut und hilfreich waren.

Zu den Ereignissen der letzten Tage und dem aktuellen Stand der Dinge: wir waren -nachdem ich uns telefonisch angekündigt hatte- letzte Woche direkt im Tierheim. Wir wurden sehr gut beraten und durften unsere "Wünsche" äußern und auch die Dackeline wurde sofort akzeptiert. Wir fassten also ein paar Kanditaten ins Auge und machten uns auf dem Weg zu den Zwingern, um ein persönliches Kennenlernen zu arrangieren;)

Das erste größere Interesse erweckte außerplanmäßig ein wunderschöner Malinois-Rüde vom Zoll. Beide Hunde waren entzückt von ihrem Gegenüber. Meine Dackeline erlag sofort dem Charme dieses Gentleman;) Leider hat dieser Hund sehr viele Probleme mitgebracht (die Bezeichnung "durchgeknallt" schien auf den ersten Blick nicht so ganz ungerechtfertigt) und hätte mich im Alltag mit Schutzhundeausbildung, Problemen mit fremden Menschen, vielen Hunden und ungewohnten Situationen usw. schlicht überfordert und ich hätte ihm nicht gerecht werden können.

Wir mussten ihn also mit Tränen in den Augen ziehen lassen. Allerdings habe ich eine Bekannte wegen ihm völlig verrückt gemacht und sie will ihn sich- als erfahrene Malinois Halterin- unbedingt anschauen.

Aber zurück zu uns: nach mehreren Hundebegegnungen hat es nirgendwo so richtig "klick" gemacht, weder bei Mensch, noch bei Hund. Wir beide waren kurz davor Geduld und Mut zu verlieren. Der Tierheimmitarbeiter -dem wir beide offensichtlich sympatisch waren- wollte unbedingt noch einen Kanditaten für uns finden und rückte mit einigem Gedruckse mit der Sprache raus: Es gäbe noch einen recht jungen, aber sehr schwierigen Foxterrier, welcher vermutlich überhaupt nicht passen würde, schon mehrfach vermittelt und nach 2 Tagen immer wieder zurück gegeben usw. usw.

Da wir nichts mehr zu verlieren hatten, haben wir ihn uns zeigen lassen. Was soll man sagen: Liebe auf den ersten Blick!

Ein wunderhübscher Glatthaar Rüde, 1,5 Jahre alt, typisch Terrier, frech, stur, selbstbewusst, charmant, schlau, schnell und absolut fordernd. Nach vielen Jahren der Rauhhaardackelhaltung also absolut nichts neues für mich und ein absoluter Traum. Die beiden Hunde haben sich angeschaut und waren sich sofort einig und direkt "ein Herz und eine Seele".

Zu Hause haben wir direkt meinen Freund begeistert umschwärmt und am nächsten Tag mit ins Tierheim geschleppt, um gemeinsam spazieren zu gehen. Auch er war einverstanden (aber gegen seine Frauen kommt er eh nicht an;)). Die nächsten Tage waren wir täglich dort und haben zusammen Zeit verbracht.

Am Samstag stand endlich fest, was eigentlich schon von Anfang an klar war: der Kleine kommt mit. Nun liegt er gerade zu meinen Füßen und schnarcht seelig. Der Alltag ist bisher absolut problemlos, er saugt begeistert jede Aufmerksamkeit und jedes Lob auf und ist sooo lernbegeistert. Ich habe den Eindruck, dass er gefallen will um hierbleiben zu können. Meine Dackeline ist seelig und glücklich, sie spielt Mama und gestrenge Erzieherin und scheint um Jahre jünger. Es war absolut die richtige Entscheidung.

Auch im Büro war er schon dabei und hat dort die Herzen im Sturm erobert. Solange er ausgelastet und satt ist, ist er der friedlichste Hund der Welt:)

Unser Ridgeback wird immer in unseren Herzen bleiben. Für unseren Neuzugang haben wir einfach einen neuen Platz geschaffen und es scheint absolut das Richtige gewesen zu sein. Ich weiß, dass unser Großer es so wollen würde.

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Zuerst einmal, es tut mir sehr leid und ich kann das sehr gut nachfühlen. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Jeder empfindet anders und das kann durchaus auch bei jedem Hund anders sein. Wir haben immer geglaubt wir würden ziemlich schnell wieder einen Hund haben. Doch wir konnten es einfach nicht. Nach einem Jahr erst ist wieder ein Welpe eingezogen. Was ich so gar nicht erwartet hätte, hat mich die Trauer nochmals heftig eingeholt. Man weiss es einfach nicht wie es dann sein wird. Hört auf eure Gefühle.

Möglicherweise ist die Dackeldame durch euer Verhalten verwirrt, Hunde reagieren enorm auf Stimmungen. Für einen Dackel ist sie noch nicht soo alt. So mancher Hund ist nochmals richtig aufgeblüht mit einem Welpen im Haus.

Danke für deine Antwort.

Ich versuche schon immer möglichst unbeschwert zu sein und einen regelmäßigen Alltag zu gestalten, aber vor meiner Dackeline kann ich halt nichts verbergen.

Aber sie wusste auch so ganz genau, was mit dem Großen passiert ist und dass er nicht mal nur eben in den Urlaub gefahren ist und hat richtig getrauert.

Für mich ist ein weiterer Hund genau das, was ich brauche. Ich muss halt für die Kleine entscheiden, ob es ein Welpe, oder ein erwachsener Hund wird. Das wird noch schwierig.

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@SunnyRise22

Oh entschuldige, ich hab natürlich nicht gemeint , dass du dich verstellen sollst. Holt euch einen netten Welpen und zieht ih so auf wie er in eure Familie passt. Ist weniger Stress als ein älterer Hund mit Macken. LG

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Hallo SunnyRise,

mein Beileid. Kann Dich sehr gut verstehen einen sonst gesunden Hund so schnell zu verlieren, ist hart. Habe die verflixten Magendreher auch schon bei meinen Hunden gehabt. Du solltest nach Deinem Bauchgefühl entscheiden ob Du für den nächsten Hund bereit bist. Es gibt viele Hundehalter, die den Verlust und den Schmerz nicht noch einmal ertragen können und sich deshalb keinen weiteren Hund anschaffen. Andere sehen mit einem neuen Hund auch einen neuen Anfang und neue Herausforderung, der nebenbei den Schmerz lindert.

Eine neue Herausforderung ist aus meiner Sicht das Beste um den Schmerz zu verarbeiten. Wichtig ist jedoch, dass die neue Hundepersönlichkeit kein Lückenbüßer ist, sondern ein unschuldiges Wesen, was alle Aufmerksamkeit unvoreingenommen bedarf.

Vielen Dank für deine Antwort!

Die Herausforerung, welche du ansprichst, ist auch das, was in meinem Kopf umher wandert, etwas, das einen aus dem Alltagtrott holt und somit schmerzliche Erinnerungen umgeht. Natürlich darf "unser Neuer" eine ganz eigene Hundepersönlichkeit entwickeln und seinen eigenen Weg finden. Mir ist auch jetzt schon klar, dass ich vorerst keinen Ridgeback mehr möchte und wir uns ersteinmal auf ein kleines bis mittelgroßes "Modell" einigen -auch damit die Größenunterschiede der Hunde nicht mehr so riesig sind wie bisher.

Ohne Hund zu leben kann ich mir nicht mehr vorstellen, auch wenn der Verlust noch so schmerzhaft ist. Meine Dackeline hat ja zwar -hoffentlich- noch ein paar Jährchen vor sich, aber vor DEM Moment graut es mir jetzt schon. Schon allein um den "Ohne-Hund-Zustand" zu vermeiden, möchte ich mir gerne wieder einen Hund ins Haus holen, solange sie noch fit und munter ist.

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@SunnyRise22

Genau aus dem gleichen Grund wie Du in schilderst, habe ich immer zwei Hunde. Außerdem hat es den Vorteil, dass sich der dazu gekommene Hund an dem "Alten" orientieren kann. Wünsche Dir alles Gute.

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Erstmal möchte ich Euch mein Beileid aussprechen. Es ist sehr schwer, wenn man ein liebes Familienmitglied verliert, und nichts anderes war ja der Hund ja für Euch.

Das ist für Außenstehende sehr schwer zu beantworten. Ich antworte jetzt mal, wie ich handeln würde. Wenn mein zweiter Hund so leiden würde, wäre es für mich klar, sofort einen anderen Hund zu holen. Das würde ich machen, indem ich mit meiner Fellnase ins nächste TH ging und meinen Hund sich seinen neuen Freund aussuchen ließ, nicht mich. Und die Sache mit dem Verdrängen sehe ich so, daß Euer süßer verstorbener Ridgeback mit Sicherheit niiieeee vergessen wird. Er wird immer in eurem Herzen seinen Platz haben. Im Moment sehe ich es aber als vorrangig an, eurem armen trauernden Dackel einen neuen Gefährten zu besorgen, gamit er wieder Lebensfreude bekommt. LG und viel Glück für Euch für die Zukunft.

Hallo!! Junge, Junge...das ist ein großes Problem!!! Mit dem ich mich ab und zu auch beschäftige! Zunächst mal zu DIR...ich hatte vor Jahren meinen ersten Hund (Dackel, 17 Jahre) und habe mich nach seinem Tod 2 Jahre lang "gequält", weil ich es ganz, ganz schofelig fand, einen neuen Hund in "sein" Haus zu lassen. Schließlich sah ich bei "Tiere suchen ein zu Hause" einen schon 12 Jahre alten, komplett blinden Dackel. Ich hatte die für mich perfekte "Ausrede", daß dieser arme Geselle (ein Mädchen, als Wurfmaschine benutzt) ein gutes Heim brauchte. Ich bekam auch den "Zuschlag", und ich war glücklich. Auch wenn es sehr viel Arbeit war, mit einer blinden Hündin zu leben, ich denke, das waren ihre besten Jahre überhaupt! Sie war allerdings nur 1 1/2 Jahre hier bei uns. Ehrlich gesagt, hatte ich gelernt! Wenige Tage nach ihrem Tod habe ich einen Dackelwelpen gekauft, der inzwischen 15 ist...und das war damals gut so. Also, für uns beide! Jetzt zu Deiner Dackeline...das ist in meinen Augen VIEL schwieriger! Meinst Du, sie wäre einem bekloppten Welpen wirklich noch gewachsen?? Das musst DU natürlich wissen...meinem oft einkäntigem DACKEL (!!!!) würde ich das niemals zumuten! Wenn überhaupt...was hälst Du von einem etwas älteren Hund aus dem Tierheim? Der eben nicht wie bescheuert den ganzen Tag rumrast, ständig rausmuss, geknuddelt wird ....Du weißt schon! Ich halte diese Idee für besser, ehrlich gesagt. Meinem älteren Herrn würde ich auf keinen Fall so einen Jungspund vor die Nase setzen, sondern eher was "Gediegeneres", bei dem er auch "mithalten" kann. Überlegs Dir gut und viel Glück! Der Rigde nimmts Dir ganz, ganz sicher nicht übel!!! Tonimama

Vielen Dank für deine Antwort.

Das, was du zu bedenken gibst, ist genau der Punkt, um den ich mich sorge.

Ich weiß für mich, dass ein neuer Hund mir unheimlich helfen würde und auch mein Dackel Spaß daran hätte.

Das Problem ist halt, dass sie, da sie bis auf die letzten 4 Jahre Einzelhund war, kaum einen erwachsenen Hund in ihrem Reich akzeptiert. Wir haben ein paar gute Hundefreunde, die auch gerne für eine Weile zu Besuch kommen dürfen, aber auch da ist die Duldung zeitlich begrenzt. Als mein Ridgeback ging, hatten wir gerade einen Drahthaar als Gasthund hier und da hatte ich das Gefühl, dass es ihr noch besser ging.

Das Problem ist halt, dass die Hunde, welche sie akzeptiert, schon langjährige Freunde sind und sie halt in den letzten Jahren um einiges intoleranter geworden ist, was erwachsene Hunde angeht. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich habe Angst, dass ein -zwar ruhiger und gemäßigter- erwachsener Hund ihr mehr Stress bereitet als ein Welpe, der sie zwar nervt, aber mit dem sie grundsätzlich kein Problem hat, da sie ihn vermutlich recht schnell "adoptiert" und ihn unter ihre Fittiche nimmt.

Ich bin hin und her gerissen, auch wenn ich weiß, dass man mit einem Hund aus dem Tierheim eine gute Tat vollbringt. Aber das hilft ja alles nichts, wenn meine Kleine damit nicht klarkommt und es womöglich noch zu einer Schlägerei kommt.

Ich muss mal in mich gehen und dann mal im Tierheim vorbei schauen. Vllt. ergibt die Lösung sich von ganz allein.

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@SunnyRise22

Ich muss mal in mich gehen und dann mal im Tierheim vorbei schauen. Vllt. ergibt die Lösung sich von ganz allein.

Genau, aber ich würde auf jedenfall die Dackeldame mitnehemen und sie wird Dir dann zielstrebig zeigen, mit welchem Artgenossen sie sich versteht. Unsere Smilla hat sich ihren Kumpel Snow auch selbst bei einem TH-Besuch ausgesucht. Viel Glück. :-)

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@SunnyRise22

Hallo SunnyRise! Obwohl das Ganze ja nun wirklich nicht lustig ist, musste ich vorhin doch schmunzeln von wegen Intoleranz! Wir hatten testweise mal (ausgerechnet!!) einen noch nicht ausgewachsenen Ridge hier, um auszuprobieren, ob er ab und zu mal hier hin kommen kann, wenn Frauchen übers Wochenende weg muss. Zunächst fing das Ganze harmlos an. Mein Dackel fletzte sich irgendwann auf dem Sofa rum. Der Rigde, auch damals schon ein Kaliber, lag vor dem Sofa (er hätte es von zu Hause aus schon niemals gewagt, auch nur Anstalten zu machen, das Sofa zu erklimmen). Er hob arglos seinen massige Kopf, woraufhin der Dackel ihm im wahrsten Sinne des Wortes ein Piercing am Ohr verpasste, das man heute, nach 7 Jahren, noch sieht. Da wurde es dem sensiblen, gutmütigen Riesen dann doch zu bunt. Er fletschte die Zähne, und mir wurd angst und bange! In meiner Not habe ich den Dackel flugs ins Bad eingesperrt und musste leider den armen Ridge zurück bringen...Versuch gescheitert! Bei DEM Größenunterschied wollte ich es auch nicht auf eine weitere Konfrontation ankommen lassen. So ist das mit 2 weiteren, ganz unterschiedlich "Gasthunden" passiert.....Dackel will keine anderen Götter neben sich! So leid es mir tut...es geht nicht! Mich liebt der Rigde nach wie vor heiß und innig, um meinen Dackel macht er einen großen Bogen (er hat von seiner Masse wohl keine Ahnung). Vielleicht will er auch keinen Zoff, der nur Ärger einbringt! Das nur zum Thema Toleranz! Tonimama

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