Lohnt es sich noch ein Diesel Auto zu kaufen?

14 Antworten

Im Moment ist sehr viel Panikmache zum Thema Diesel in Gange. Alle stürzen sich nur auf die NOx-Werte, dabei kommt so viel mehr an Abgasen aus dem Auspuff. In Sachen CO² ist der Diesel einem Benziner immer noch überlegen. Auch bei den viel kritisierten Partikeln liegt ein moderner Diesel weit vor einem modernen Benziner. Deshalb wird der Partikelfilter inzwischen auch schon in manche Benzinfahrzeuge eingebaut, um den Benziner wieder sauberer zu bekommen.

Ob es sich lohnt, solltest du selbst nachrechnen, in dem du neben dem Kaufpreis auch deine Jahresfahrleistung und den Verbrauch der Fahrzeuge einrechnest. Einen höheren Wertverlust kann niemand seriös voraussagen und bei beliebten Fahrzeugen wird er sich wenn überhaupt auch nur geringfügig bemerkbar machen. Ein flächendeckendes Dieselfahrverbot wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Allerdings geht die Entwicklung im Bereich Elektromobilität immer schneller voran, noch merkt man davon zwar kaum was, aber in 3-5 Jahren sieht es damit schon ganz anders aus. Dann kann es passieren, dass Verbrennungsmotoren allgemein an Wert verlieren, egal ob Diesel oder Benziner.

Ich fahre weiterhin meinen Diesel, weil es sich bei meinen gefahrenen Kilometern immer noch rechnet. Benziner werden allerdings auch immer sparsamer, so dass der Abstand immer kleiner wird. Es kommt also immer auch darauf an, wie man das Fahrzeug nutzt: Bei schnellen Autobahnfahrten ist ein Diesel dem Benziner vom Verbrauch noch weit überlegen, bei Fahrten auf Landstraßen ist ein moderner Benziner fast genauso effizient unterwegs wie ein Diesel.

Angesichts der Tatsache, dass die meisten Dieselmotoren in der Praxis mal eben um den Faktor 50 bis 100 mehr Stickoxide emittieren als vergleichbare Ottomotoren, ist das keineswegs Panikmache, vielmehr wird endlich angepackt, was schon lange angepackt gehört hätte. Der Verweis auf die etwas geringere CO2 - Emission ist außerdem nicht zielführend, denn CO2 ist, im Gegensatz zu NOx, kein Giftstoff. Deswegen ist Mineralwasser nicht je schadstoffhaltiger, je mehr Kohlensäure (CO2) enthalten ist. 

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@checkpointarea

Auf die Partikel gehst du gar nicht erst ein, äußerst krebserregend und werden von Benzinern um ein vielfaches ausgestoßen als ein vergleichbarer Diesel. Co² ist zwar kein Giftgas, aber ein Klimagas und ebenfalls schädlich. Der Vergleich mit Mineralwasser hinkt, denn da wird kein "neues" CO² freigesetzt, sondern vorhandenes benutzt. Wie man es dreht und wende: es bleibt Diesel-Panikmache! Und statt sich auf den Diesel zu stürzen, sollte man Verbrennungsmotoren allgemein auf die "Abschussliste" setzen - neben vielen anderen Baustellen wie Kaminöfen in Wohnhäusern oder Landstrom für Schiffe, wenn sie im Hafen liegen.

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@Genesis82

Irrtum, Mineralwasser wird CO2 zugefügt, je nachdem, wie sprudelig es sein soll (medium oder spritzig). Das Partikelproblem existiert beim Benziner überwiegend nur dann, wenn direkt in den Brennraum eingespritzt wird, auch Turboaufladung sowie eine erhöhte Literleistung erhöht den Rußanteil. Das sind alles Dinge, die ein paar Gramm CO2 einsparen, dafür jedoch den Ausstoß an Giftstoffen (hierzu zählt CO2 nicht!) deutlich erhöhen. Der umwelttechnisch ideale Verbrennungsmotor arbeitet nach dem Ottoprinzip, ist nicht aufgeladen, besitzt eine stöchiometrische Gemischregelung (also nicht mager), spritzt in das Saugrohr ein und hat eine möglichst geringe Literleistung, damit bei Volllast nicht mit Sprit gekühlt werden muss ("Anfettung"). Wer dann noch Spritkosten wie bei einem Dieselmotor wünscht, tankt am besten Erd, - oder Flüssiggas. Mit einem solchen Motor erreicht man jedoch die geforderten CO2 - Werte nicht, man sollte hier klar abwägen, was man will: Umwelt, - oder Klimaschutz. 

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@checkpointarea

Mir klar, dass CO² bei Wasser zugesetzt wird, aber das ist CO², das schon vorhanden war, es wird nicht extra "hergestellt". Darum hinkt der Vergleich ja auch.

Du beschreibst das Problem sehr gut und lässt leicht erkennen, dass mit Verbrennungsmotoren - egal ob Fremd- oder Selbstzünder - die Umweltauflagen nicht mehr lange eingehalten werden können und dringend Alternativen her müssen. Und du beschreibst auch sehr gut, wo das Problem in der Bevölkerung und der Politik sitzt: Dort heißt es Umwelt=Klimaschutz. Verbessert man das eine, verschlechtert man unter Umständen das andere.

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Den TFSI Motor kannst du genauso vergessen, wie den Diesel. Benziner mit Direkteinspritzung sind teilweise noch schlimmer als Diesel zumindest was Feinstaub angeht. Versuche mal ein Auto mit Saugrohreinspritzung zu finden. Normalerweise kann man heutzutage kaum noch ein Auto kaufen außer Hybride oder E-Autos. Die ganzen Hersteller bescheißen den Kunden nach Strich und Faden und die Politik hat jahrelang zugeschaut. Versuche irgendwie an einen günstigen Gebrauchten zu kommen anstatt jetzt viel Geld in so einer unsicheren Situation auszugeben. Wenn du wirklich viele Kilometer fährst also 20000km im Jahr und mehr dann würde ich trotzdem zum Diesel greifen aber achte auf einen Euro 6 Motor. 

Das ist ein in fehlkauf im bezug auf die kommende Wertminderung. Suche nach einem Benziner mit Saugrohreinspritzung. Die Fahrzeuge werden in Zukunft weder bei nox noch beim Feinstaubausstoß in Kritik genommen,  da sie nur einen Bruchteil an Emissionen haben. 

Vielleicht wäre auch eine andere Marke mit besserem Umweltimmage angebracht.  VW leistet sich mit Tochter und Partnerfirmen zu viel. Auch bei den jetzigen Neuwagen wird bei ein Werten massiv betrogen.  

Eine Alternative wäre ein Mazda 6 2.5l sport.  Wenn es sportlich sein soll.  Mazda stellt allgemein gute Fahrzeuge her. Die können sich neben Audi sehen lassen. 

Gleiches kann ich über den Subaru Impreza wrx behaupten. Nur hat dieser zusätzlich einen Allradantrieb der besser ist als von deutschen Herstellern.  Das ist schon damals der Fall gewesen als sie Generation 1 veröffentlicht haben. In den Rallyes war Subaru gefürchtet. 

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