Linke Parteien unkritisch gegenüber Islam?

12 Antworten

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Das hat nicht zwingend etwas mit Links zu tun

Schau dir die Regierung in zb Dänemark an die ist links

Oder Australien die zur Hälfte links ist

Oder im Baltikum wo teils linke Parteien beteiligt sind oder in Finnland.

Anders sieht es doch selbst bei rechten Parteien in DE aus wie der Union oder FDP welche frenetisch dafür sind während linke wie Schmidt oder Buschkowsky dagegen sind oder waren.

Einerseits hält sich bei Leuten eben der Gedanke bloß nicht zur bösen Seite zu gehören wenn man immer wieder das Narrativ von Diskriminierung, Hass oder Rassismus oder gar der Nazizeit bekommt andererseits ist es eben oftmals schwer gegen das emotional augenscheinlich,,richtige " zu stehen.

Die Agitation bestimmter Gruppen rund um die 68 er , Neoliberalismus und ausartender Liberalismus ( beides rechts ) welcher keinerlei gesellschaftliche Restriktion oder Kollektivismus möchte weil der Markt und die Unternehmen das nicht möchten kommen dazu

Und wenn ein Land eben gesellschaftlich verankert, dass nationale Identität nicht ausschlaggebend ist, dass es moralische Verpflichtungen ohne Grenzen gibt , dass Diversität um jeden Preis sinnvoll ist usw dann ist es natürlich irgendwann dort selbstverständlich.

Andersrum ist es genauso um zb Japan oder Ungarn und Flandern zu nennen.

Ich denke man muss aber auch bei den verschiedenen besonders bunten, offenen und diversen Gruppen von links und rechts unterscheiden

Zwischen solchen die es als Hintertür für andere Ideologie benutzen und vlt sogar einem Hass auf alles nationale oder deutsche nationale

Andere mit einem ins hysterische gelittene auf Dinge wie Faschismus oder Rassismus, Hass etc wodurch diese Begriffe dann so inflationär genutzt werden - auch mangels Wissen - so dass sie völligst an ihrer Bedeutung vorbei gehen.

Gruppen welche aus tiefer Überzeugung no Border no Nation " o.ä vertreten und die eben jede Form von Nationalismus, Identitarismus, Migrationsablehnung etc als das schlimmste was sie sich vorstellen können empfinden und die glauben, dass bei der Ablehnung gegen den Islam oder die Ausbreitung des Islam eine neue Form von Rassenlehre o.ä sei

Andere wollen gerne billige Einwanderung und wollen bloß den Markt und die Gesellschaft nicht regulieren in ihrer Liberalen oder Linksliberalen und vor allem Neoliberalen Ideologie - wo wir jz vor allem bei der FDP und teilen innerhalb einer augenscheinlich linker Parteien sind

Für andere gilt es eben einfach in diesem Mainstream und dieser Überzeugung irgendwie umher zu schwimmen und es halt einfach so zu nehmen . Zb die Union und einige Medien

Andere sind abgeschreckt da die einzige wirkliche Opposition dagegen in Parlamenten, die AfD, nunmal mittlerweile in der Hand von rechtsextremen ist wodurch natürlich das Narrativ,,nur Nazis ,,hetzen " gegen den Islam und Migration etc " eine ganz andere Wirkung bekommt

Ich denke die Liste lässt sich beliebig erweitern und fängt damit an, dass eben in DE kein wirkliches nationales und kulturelles Selbstverständnis geherrscht hat über viele Jahre und Jahrzehnte und es keine politische Kraft gab welche dagegen stand über Jahrzehnte hinweg. Gut dann mitten in diese Überzeugung kam dann irgendwann isoliert sie AfD und die hat mit Höcke und co fleißig an der Isolierung weiter gearbeitet

Generalisierungen müssen zurückgewiesen werden; Kritik an bestimmten Ausprägungen des Islam und an dem Verhalten oder Äußerungen von Personen aus dem muslimischen Spektrum müssen konkret geäußert und benannt werden.

https://www.die-linke.de/partei/parteidemokratie/kommissionen/kommission-religionsgemeinschaften-weltanschauungsgemeinschaften-staat-und-gesellschaft/detail/islamfeindlichkeit/

Oh, da äußert sich ja doch eine linke Partei zu. Aber der vorletzte Absatz in deiner Frage ist ja solch eine Generalisierung, das ist ja doof.

Vielleicht sollte man das Pferd umgekehrt aufzäunen und nicht davon ausgehen, dass der Islam frauenfeindlich macht, sondern Frauenfeindlichkeit allgemein ablehnen. Egal, ob diese nun von Mohammed Tarek oder von Friedrich Merz ausgeht. Trotzdem sollte allerdings die linke Grundidee gelten, dass alle Menschen die gleiche Chance kriegen sollten.

Eine Bekenntnis ist nochmal was anderes als dann tatsächlich Kritik auszuüben.

Aber der vorletzte Absatz in deiner Frage ist ja solch eine Generalisierung, das ist ja doof.

Ich kann es nicht ändern, denn ich habe genau diese Erfahrungen gemacht.

Vielleicht sollte man das Pferd umgekehrt aufzäunen und nicht davon ausgehen, dass der Islam frauenfeindlich macht, sondern Frauenfeindlichkeit allgemein ablehnen. 

Das tue ich natürlich und mir ist klar, dass es auch unter den "Biodeutschen" Sexismus und Homophobie gibt. Nur wird es eben nicht besser, wenn man mehr sexistische/homophobe etc. Leute in das Land lässt.

Denn unterm Strich denke ich schon, dass deutsche Männer recht weit sind was Sexismus und Toleranz angeht, wenn man es mit anderen Kulturen vergleicht.

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@MaikQ167
Nur wird es eben nicht besser, wenn man mehr sexistische/homophobe etc. Leute in das Land lässt.

Naja, die Aussage, dass alle/die meisten Flüchtlinge sexistisch und homophob sind, ist halt wieder eine Vorverurteilung. Und das passt mit dem linken Grundprinzip "alle sollen die gleichen Chancen kriegen" nicht zusammen. Dass du schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist schade. Allerdings bekämpft man Diskriminierung eben auch nicht, indem man Leute pauschal diskriminiert. Wir sollten uns besser verhalten als die anderen. Sexismus etc. ist immer shice, allerdings von allen, von denen es ausgeht. Und hier könnte ich meine Antwort von oben nochmal reinkopieren. Denn ich fang an, mich zu wiederholen.

Denn unterm Strich denke ich schon, dass deutsche Männer recht weit sind was Sexismus und Toleranz angeht, wenn man es mit anderen Kulturen vergleicht.

Och, auch wenn wir es besser als andere machen, ist da noch Luft nach oben. Den Menschenhandel in der Prostitution bekämpfen wir genauso gut wie Albanien, Usbekistan und Nigeria (eine Info, die ein schlechtes Sauflied gerade nach oben gespült hat, das warum auch immer gefühlt vor allem von selbsternannten Konservativen gefeiert wird. Ironisch).

Ich bin dafür, dass wir lieber Flüchtlinge (egal von woher) behalten, die sich ernsthaft integrieren wollen und dafür Teile des Problems (egal von woher) rausschmeißen. Aber da wären wir wieder bei der Differenzierung, und diese Differenzierung ist der Grund, warum Linke nicht stumpf "Ausländer raus! Der Islam gehört nicht zu Doitschland!" brüllen.

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@bluebird5
Ich bin dafür, dass wir lieber Flüchtlinge (egal von woher) behalten, die sich ernsthaft integrieren wollen und dafür Teile des Problems (egal von woher) rausschmeißen. Aber da wären wir wieder bei der Differenzierung, und diese Differenzierung ist der Grund, warum Linke nicht stumpf "Ausländer raus! Der Islam gehört nicht zu Doitschland!" brüllen.

Der erste Satz ist eine klare Aussage die ich unterschreiben würde.

Habe ich aber nie von einer linken Partei gehört und ich sehe erst Recht keine Maßnahmen die in die Richtung ergriffen werden.

Meist werden von linker Seite Abschiebehindernisse hervorgehoben, wenn es um Abschiebungen geht.

Diese harte Seite bei der Asyl- und Migrationspolitik, die aus meiner Sicht bei Demokratiefeinden eingesetzt werden sollte, sehe ich nicht bei linken Parteien.

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Ist Homophobie eigentlich verboten? Wenn nicht, kann das ja kein Kriterium sein. Auch in anderen Religionen, z. B. dem Judentum, darf man oft keine anderstgläubigen heiraten, zumindest ist es ungerne gesehen.

Tatsächlich wird man nur in manchen Islamischen Ländern dafür von einem johen Haus geworfen.

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Nein ich denke Sexismus ist auch nicht verboten, wenn der Mann und die Frau den Rollenbildern zustimmen.

Es geht mir nur darum, dass ich nicht in einem Deutschland leben möchte in dem diese Moralvorstellungen wieder eine wichtigere Rolle spielen.

Und je mehr Menschen man mit solchen Moralvorstellungen in das Land lässt, desto relevanter werden diese Vorstellungen.

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@MaikQ167

Hmmm, für mich würde aber die Meinungsfreiheit mehr zählen, solange es nicht in Gewalt oder Zwang umschlägt.

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@Jespa666

Schade, dass du das so siehst, aber es ist eine Sichtweise I guess.

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Ich meines Erachtens ist das Problem nicht ganz auf die linken Parteien beschränkt auch wenn es gerade in SPD und bei den Grünen deutlich zu Tage tritt. Dahinter steht meines Erachtens die Macht der Kirchen und der Umstand dass viele Politiker kirchlich sozialisiert wurden. Da gibt es beispielsweise immer wieder eine große Nähe zwischen evangelischer Jugend und jugendsozialisten. Da hängt eine Clique im evangelischen jugendzentrum herum und die tritt dann teilweise den Jusos bei. Andersrum Andrea nahles ist katholisch sozialisiert worden und war in ihrer Jugend entsprechend aktiv. Nach dem zweiten weltkrieg konnten sich die Kirchen relativ viel Macht sichern und das führte dazu dass die religionsfreiheit schon generell weit definiert wurde wie es beispielsweise im Aktion rumpelkammer Urteil des bundesverfassungsgerichts sichtbar wird. In den 60er Jahren sprang dann der Funke von der US bürgerrechtsbewegung auch auf Deutschland über und die SPD und später auch die Grünen setzten hierauf auf. Sozialdemokratische rechtspolitik verstand sich immer als freiheitlich und emanzipativ. Das ist ja auch gut und schön nur profitierte davon auch immer die religionsfreiheit und damit die Kirchen aber eben auch andere Religionen wie der Islam. Funktionäre wie nahles sind eben nicht nur Sozialdemokraten sondern auch Vertreter ihrer religionsgemeinschaft und etwa Andrea nahles hat dadurch die Sterbehilfe durch Ärzte bewusst sabotiert. Das war eben nicht die sozialdemokratin sondern die Katholikin. Und hier gibt es dann noch einen anderen Effekt nämlich die Solidarität der Religionen die bei aller Unterschiedlichkeit doch viel gemeinsam haben und auch gemeinsame Interessen haben, wobei die abrahamiten ja auch wesentliche glaubensinhalte teilen. Ein weiterer Aspekt der nun mit glaube nichts zu tun hat ist die prinzipielle migrantenfreundlichkeit die aus einem humanistischen universalismus begründet wird. Und da wurde also schon in den 80er Jahren gerne über Missstände hinweg gesehen auch wenn Sie beispielsweise durchaus in der türkischen Gemeinde diskutiert wurden. Hier wird vor allem auch ignoriert dass es ein Problem ist ungebildete dorfbewohner in eine westliche industrienation und da noch ausgerechnet in großstädte zu verpflanzen. Das war selbst bei binnenmigranten mitunter ein Problem. Die bringen dann eben das Dorf in die großstadt und damit ihre Werte und Normen und eben auch ihre religiösen Vorstellungen bzw lassen sich einfach agitieren. Dazu kommt natürlich noch dass sie große Probleme haben hier heimisch zu werden.

Ich denke, das ist ne Überreaktion auf den deutschen Nationalismus Ekel bei den linkeren Parteien. Durch die Überreaktion wird alles Fremde schlechthin gut und es gilt auch immer, im Zweifel ist es immer nur eine Person und nie die Gruppe oder die Religion.

Interessanter Punkt, daran könnte es liegen.

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Das Problem ist nur dass man dabei dann gerne ausländische Nationalisten ignoriert und etwa die Grauen Wölfe auch von links recht weitgehend toleriert werden oder auch meinetwegen italienische Faschisten. Eine Ausnahme stellen da die Antifa Leute da aber die haben nicht so viel Einfluss wie das von rechts dargestellt wird.

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