Kritik am Kreationismus?

5 Antworten

Hallo wishescometrue,

in einem Bio-Referat wird es ganz bestimt nicht von Dir erwartet werden, einzelne Bibelverse anzuschleppen. Im Gegenteil.

Wenn es am Donnerstag zu halten ist, bist Du nicht gerade zeitig dran mit der Vorbereitung... wenn ich das mal so sagen darf.

Der wesentliche Kritikpunkt am Kreationismus ist, dass er einen sogenannten "Kategorienfehler" darstellt.

Was bedeutet das?

Der Kreationismus versucht etwas, das a priori gar nicht funktionieren kann: Naturwissenschaftliche Fragestellungen mit religiösen Antworten begegnen.

Naturwissenschaft beschäftigt sich mit in der Natur gesetzmäßig ablaufenden Prozessen. Ziel der Naturwissenschaft ist es, Beobachtungen und Abläufe in der Natur zu verstehen und über das Verständnis der dahinter stehenden Mechanismen zu zuverlässigen Prognosen zu kommen.

Der philosophische Hintergrund der Naturwissenschaft ist der "schwache ontologische Naturalismus" (immer hübsch, einen Fachausdruck anzuschleppen...). Das bedeutet, dass Naturwissenschaft keinerlei(!) Aussage über transzendente Seinsbereiche macht, sie aber davon ausgeht, dass wir auf Transzendentes nicht zurückgreifen brauchen, um die Natur um uns herum zu verstehen.

Man könnte auch einfacher sagen, dass "Gott" in der Naturwissenschaft per se nicht vorkommt, auch nicht vorkommen kann, denn die Beschreibung "in der Natur gesetzmäßig ablaufender Prozess" ist nicht unbedingt das, was man unter dem Begriff "Gott" versteht. Verschiedene Vorstellungen von Gott mögen sich unterscheiden, doch gemeinsam ist ihnen allen, dass "Gott" über der Natur steht - und nicht durch deren Gesetzmäßigkeiten eingeschränkt ist.

Die Erklärung "Gott hat es so gemacht" ist deshalb per se keine naturwissenschaftliche Aussage, denn sie erklärt streng genommen gar nichts. Man kann JEDE Beobachtung so "erklären", egal, was man nun beobachtet hat. Die Aussage "Gott hat es gemacht" ist damit nicht an der Natur prüfbar, nicht falsifizierbar.

Falsifizierbarkeit (Prüfbarkeit) ist aber das zentrale Kriterium, das eine Aussage überhaupt erst naturwissenschaftlich macht: Ein naturwissenschaftliches Modell macht Vorhersagen über künftige Beobachtungen; wir müssen es durch Beobachtung an der Natur als falsch erkennen können.

So macht die Evolutionstheorie zum Beispiel umfassende Vorhersagen über das Fossilienmuster, das ja zu Darwins Zeit noch recht rudimentär bekannt war: Rezente Formen in jüngeren Schichten, einfachere Formen bis zurück in ältere Schichten. Das ist eine klare wissenschaftliche Aussage: Plötzlich Gorillaskelette in einer Devon-Schicht auszubuddeln, das wäre ein ernsthaftes Problem für die ET. Die Aussage "Gott hat es so gemacht" ist dagegen per se keine naturwissenschaftliche Aussage: Denn man kann sie an JEDES denkbare Fossilienmuster drankleben... und genau deshalb kann uns eine solche Aussage auch nichts erklären. Wir verstehen mit ihr die Natur nicht besser als vorher, eben weil wir die Antwort  in einer anderen Kategorie (Religion statt Naturwissenschaft) gegeben haben, als die Frage formuliert war (warum sieht das gefundene Fossilienmuster so aus, wie wir es finden?)

Der Kreationismus ist letztlich eine religiös motivierte politische Bewegung, die aus den USA zu uns geschwappt ist. Die Absicht des Kreationismus ist es, die unhinterfragbare Autorität der Bibel (bzw. in anderen Kulturkreisen anderer heiliger Schriften) zu sichern, indem alle naturwissenschaftliche Erkenntnis verleugnet wird, die mit dem wortwörtlichen Verständnis der Genesistexte unvereinbar ist. Im Kreationismus geht es ganz wesentlich um Schriftgehorsam - ein Schriftgehorsam, der nur eingefordert und begründet werden kann, wenn der Gläubige überzeugt bleibt, dass die Bibel (bzw. die jeweils andere heilige Schrift) unmittelbar unter göttlichem Einfluss entstand und unhinterfragbar wahr ist. Entsprechend darf sie im Bilde des Kreationismus auch in den Teilen nicht falsch sein, wo sie Aussagen über die Natur macht.

Um die Verleugnung der wissenschaftlichen Erkenntnis halbwegs plausibel vorzutragen, werden scheinwissenschaftliche Einwände gegen die ET vorgetragen, die jedoch aus wissenschaftlicher Sicht allesamt längst durchgekaut sind: Oft werden die Aussagen der ET hierzu verdreht oder falsch dargestellt, Daten ignoriert, Begrifflichkeiten in ihrer Bedeutung verschoben oder Grenzen gesetzt, die in der Biologie gar nicht existieren.

Es gibt KEINE wissenschaftlich haltbaren Argumente des Kreationismus.

Du wirst - trotzdem die Zeit jetzt schon ordentlich knapp ist, nicht umhin können, Dich ein wenig einzulesen.

Hier ein Text, der gut erklärt, was ich oben beschreibe: Warum der Kreationismus keine wissenschaftliche Aussage ist:

http://www.martin-neukamm.de/kreation.pdf

(Eine verkürzte Version findet sich hier: http://www.martin-neukamm.de/junker1_3.html )

Zur Geschichte und Motivation des Kreationismus lohnt ein Blick in diese eingeschränkte Buchvorschau ab S. 16 bis zum Ende:

http://www.v-r.de/pdf/titel_inhalt_und_leseprobe/1010801/inhaltundleseprobe_9783647569413.pdf

Das ist zwar nicht das ganze Kapitel, aber es dürfte als Basis für die Erklärung der Denkweise des Kreationismus reichen.

Eine Übersicht über wesentliche Scheinargumente des Kreationismus findet sich hier:

http://www.martin-neukamm.de/argument.html

oder hier:

http://www.talkorigins.org/indexcc/index.html

(die letzte Seite ist Englisch)

Und jetzt bist Du dran... Wichtig ist eben, hier in der Summe im Referat folgendes herauszuarbeiten:

  • Weder Kreationismus noch die "Intelligent Design"-Variante erfüllen die Kriterien naturwissenschaftlicher Argumentation (Kategorienfehler)
  • Hintergrund ist das Bemühen, die Autorität der Bibel zu zementieren, indem man sie als in allen Aussagen als wahr darstellt
  • Der Kreationismus (und das ID) arbeiten mit scheinwissenschaftlichen Aussagen, die die ET als widersprüchlich oder nur unzureichend durch Daten abgedeckt darstellen sollen. Beides ist nicht der Fall.

Grüße

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Danke für deine ausführliche Antwort. Ich habe das Referat so gut wie fertig und habe mich auch schon "eingelesen" aber wollte  komplexere Antworten. Ich denke also nicht dass ich zu spät dran bin :)

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Klingt ja alles tooll, ist aber leider falsch.

Der Kreationismus versucht etwas, das a priori gar nicht funktionieren kann: Naturwissenschaftliche Fragestellungen mit religiösen Antworten begegnen.

Kreationismus und Naturwissenschaft sind keineswegs Gegenpole. Der Kreationismus ist vielmehr ein Gegenpol zum Naturalismus und Materialismus, die alles in der Natur ausschließlich über Gesetzmäßigkeiten erklären und einen Schöpfer kategorisch ausschließen, ohne dies von Beweisen abhängig zu machen.

Naturwissenschaften liefern aber immer mehr Beweise und Hinweise darauf, dass es außerhalb der Natur (man könnte es auch "übernatürlich" nennen) etwas geben muss, ohne das sich unter anderem die Entstehung von Leben auf unserem Planeten nicht erklären lässt. Auch der Urpsrung des Universums ist aus den Naturgesetzen nicht ableitbar. Dabei geht es aber nicht darum, im Kreationismus Erklärungen zu finedn, für ie bisher noch keine Gesetzmäßigkeit entdeckt wurde. Es geht vielmehr darum anzuerkennen, dass es mehr als ein legitimes Weltbild gibt, mit dem man die Natur betrachten kann.

So macht die Evolutionstheorie zum Beispiel umfassende Vorhersagen über das Fossilienmuster, das ja zu Darwins Zeit noch recht rudimentär bekannt war...

Korrekt. Und immer wenn Beweise gefunden werden, die diese Vorhersagen nicht unterstützen oder gar widerlegen, werden sie aussortiert.

Die Aussage "Gott hat es so gemacht" ist dagegen per se keine naturwissenschaftliche Aussage

Hat auch nie ein Kreationist behauptet. Wenn aber zum Beispiel weltweit geologische Formationen ihre Ursache in einer ernomen Flut haben müssten, ist es unwissenschaftlich, die Beweise dafür zu ignoerieren, weil sie nicht ins gewünschte Modell passen. Genau das passiert aber. Und warum? Weil es keine weltweite Flut gegeben haben darf, wie sie in der Bibel beschrieben wurde. Sehr wissenschaftlich, diese Herangehensweise.

Es gibt KEINE wissenschaftlich haltbaren Argumente des Kreationismus.

Es gibt KEINE wissenschaftlich haltbaren Argumente für die biologische Evolutionstheorie. Alle der Theorie zugrunde liegenden Annahmen sind mit wissenschaftlichen Gegenbeweisen bereits widerlegt. Aber das darf natürlich nicht so sein, also nennt man solche Beweise einfach "Fehlinterpretationen".

Alle bisher vorgelegten materialistishcen oder naturlistischen "Mechanismen" der Entstehung des Lebens wurden widerlegt. Und erfolgreiche Widerlegungen einer These sind sehr wohl "wissenschaftlich haltbare Argumente". Es ist aber selbstverständlich viel einfacher, ihre Existenz pauschal zu verneinen, statt sich damit tatsächlich auseinanderzusetzen.

Vor allem wnn man glaubt, dass Kreationisten religiöse Fanatiker sind. Dummer Fehler. Viele Wissenschaftler (es sind tausende) sind Kreationisten. Auch heute.

Wie gesagt: Es geht nicht um ein e"Gott hat das alles gemacht", sondern "die vorliegenden Beobachten der Natur schließen Gott nicht aus, wie es viele Wissenschaftler behaupten".

Es git keine wissenschaftlich haltbare Aussage, die Gottes Existenz und Wirken unmöglich macht.

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@RobertKuhlmann
Naturwissenschaften liefern aber immer mehr Beweise und Hinweise darauf, dass es außerhalb der Natur (man könnte es auch "übernatürlich" nennen) etwas geben muss, ohne das sich unter anderem die Entstehung von Leben auf unserem Planeten nicht erklären lässt.

Das ist schlicht falsch.

Und immer wenn Beweise gefunden werden, die diese Vorhersagen nicht unterstützen oder gar widerlegen, werden sie aussortiert.

Ebenfalls falsch.

Wenn aber zum Beispiel weltweit geologische Formationen ihre Ursache in einer ernomen Flut haben müssten, ist es unwissenschaftlich, die Beweise dafür zu ignoerieren, weil sie nicht ins gewünschte Modell passen.

Das wäre in der Tat unwissenschaftlich, dies zu ignorieren.

Allerdings ist das Gegenteil der Fall: Eine weltweite Flut ist mit den Daten unvereinbar.

Alle der Theorie zugrunde liegenden Annahmen sind mit wissenschaftlichen Gegenbeweisen bereits widerlegt.

Nein.

Es ist aber selbstverständlich viel einfacher, ihre Existenz pauschal zu verneinen, statt sich damit tatsächlich auseinanderzusetzen.

Nein. Man hat sich mit den kreationistischen Behauptungen vielfach auseinander gesetzt.

"die vorliegenden Beobachten der Natur schließen Gott nicht aus, wie es viele Wissenschaftler behaupten".

Tipp: In Zukunft Antworten LESEN und zu verstehen suchen, bevor man kreationistische Propagandasprüche drunter setzt.

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@uteausmuenchen

Na dann sind ja alle offenen Fragen beantwortet.

Das ist schlicht falsch.

Aha. Dann ist also inzwischen doch schon bekannt, wie Raum und Zeit unetr Einhaktung der Naturgesetze entstanenden sein sollen, die aber ohne Raum und Zeit gar nicht definiert sind? Spannend. erklär das bitte mal genauer.

Ebenfalls falsch.

Ah ja. Dann kannst Du mir ja etsimmt die wissenschaftlich korrekte Deutung der getrennt auftretenen Polonium Höfe in Granit beschreiben?

Das wäre in der Tat unwissenschaftlich, dies zu ignorieren.
Allerdings ist das Gegenteil der Fall: Eine weltweite Flut ist mit den Daten unvereinbar.

Dann habe ich wahrschienlich die Erklärung für die weltweit vorkommenden absolut ebenen Sedimentablagerungen ohne jedes Zeichen von Erosion verpasst, wo angeblich zwischen jeder Schicht Jahrmillionen vergangen sind und die jeweils abwechselnd Oberfläche und Meers- oder Gewässergrund gewesen sein sollen? Und das, wo man diese völlig ebenen und ununterbrochenen Schichten heute WEGEN der Erosion so schön sehen kann?

Nein.

Doch doch. da wären zum Beispiel Fossilien, die sich durcgängig über mehrere Sedimentschihzten ertrecken. Ein klarer Widerspruch zur Entstehung dieser Schichten über hunderttausende und millionen Jahre.

Oder zum Beispiel der Beweis, dass biologische Evolution ohne gleichzeitiges Entstehen der DNA und der in ihr selbst kodierten Proteine für das Auslesen der DNA und die Produktion eben dieser Proteine nicht möglich ist?

Oder die fehlende Theorie zur Entstehung von Sternen und Galaxien, nachdem die bestehenden Modelle sich als unhaltbar erwiesen haben (es gibt keine bestehden Theorie, weshalb eine Gaswolke im Universum zu ienem Stern kollabieren sollte; die Wirkung von Gravitationswellen als Initiator wird angenommen, ist aber noch nicht einmal durch Simualtionen dargestellt, geschweige denn bewiesen worden).

Nein. Man hat sich mit den kreationistischen Behauptungen vielfach auseinander gesetzt.

Und wo? Mit welchem Ergebnis? So grundlegend wie Du etwa? (nein, nein, alles Quatsch,nö, blablabla)

Tipp: In Zukunft Antworten LESEN und zu verstehen suchen, bevor man kreationistische Propagandasprüche drunter setzt.

Du magst das als einen politischen Disput sehen, aber für mich ist einer des Glaubens und der Weltanschauungen. Ich und kein mir bekannter Kreationist stehen zur Wahl und gebrauchen deshalb auch keine Propaganda.

Ich habe vielmerh Argumente und Thesen geliefert. Du kannst gerne versuchen sie zu widerlegen oder zu hinterfragen. ich nennen dir gerne die Fundstellen in der wisemschaftlichen Literatur zu allem, was sich hier "behaupte".

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@RobertKuhlmann
Dann ist also inzwischen doch schon bekannt, wie Raum und Zeit unetr Einhaktung der Naturgesetze entstanenden sein sollen, die aber ohne Raum und Zeit gar nicht definiert sind?

Der alte Trick im Kreationismus: Falschdarstellung wissenschaftlicher Aussagen in Kombination mit dem Fehlschluss aus Unwissenheit.

Naturgesetze werden nicht "definiert".

Die Naturgesetze, wie sie im beobachtbaren Universum herrschen, werden beim Urknall festgelegt und können deshalb nicht vorausgesetzt werden, wenn man nach dem Ablauf des Urknalls selbst fragt. Hypothesen zum Ablauf sind auch nicht direkt prüfbar, weil wir es mit einem Beobachtungshorizont zu tun haben.

Das ändert aber nichts daran, dass es verschiedene Modell gibt, die sehr wohl in der Lage sind, die Daten im sehr jungen Universum (wir reden vom Sekundenbereich) korrekt zu beschreiben.

Das ist etwas ganz anderes als Deine Darstellung.

Dann kannst Du mir ja etsimmt die wissenschaftlich korrekte Deutung der getrennt auftretenen Polonium Höfe in Granit beschreiben?

Alter Hut.

http://www.talkorigins.org/indexcc/CF/CF201.html

Oder die fehlende Theorie zur Entstehung von Sternen und Galaxien, nachdem die bestehenden Modelle sich als unhaltbar erwiesen haben

Auf welchem Planeten lebst Du?

Wir können mittlerweile protoplanetare Scheiben um andere Sterne direkt beobachten. Oder anders gesagt: Wir können anderen Planetensystemen bei der Entstehung zuschauen - und das läuft genau so ab, wie erwartet.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Riesenteleskop-ALMA-Bislang-schaerfstes-Bild-einer-protoplanetaren-Scheibe-3160147.html

es gibt keine bestehden Theorie, weshalb eine Gaswolke im Universum zu ienem Stern kollabieren sollte; die Wirkung von Gravitationswellen als Initiator wird angenommen,

Also für diese Unsinnsbehauptung mit den Gravitationswellen hätte ich gerne eine Quelle.

Denn nein: Gravitationswellen haben mit der Sternentstehung nichts zu tun - und das würde auch kein Astronom behaupten.

Und wo?

Siehe meine Antwort und die Links darin.




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Kreationismus geht von einem Schöpfer aus. Für diesen gibt es keinerlei Belege, nicht ma gute Indizien, daß er existiert.

Läßt man das außen vor kann man sagen das weniger als ein Dutzend wirrer, meist fachfremder Leute mit religiöser Agenda Fakten zurecht biegen, damit es ihnen in den Kram paßt. Wissenschaft bewertet die Fakten und sucht nach der besten Erklärung. Bei Ideologien wie dem Kreationismus steht die Erklärung (Schöpfer) von vorne herein fest und man sucht pasende fakten und ignoriert den Rest. Auf der anderen Seite stehen tausende Wissenschaftler und hunderttausende Seiten Studien die immer wieder die aktuelle Theorie unvoreingenommen bestätigt haben. Evolutionstheorie als beste Erklärung für die Fakten.

Einige haben sogar ihre Zeit verschwendet, sich um die üblichen Scheinargumente zu kümmen. auf talkorigins.org findest du - thematisch sortiert - eigentlich alle bekannten Kreationistenargumente widerlegt.

Bei Kurzzeitkreationismus ist das einfach.

Diese Idee widerspricht sehr viel Mainstreambiologie, -geologie und -kosmologie. Die Erde ist keine 6000 Jahre alt, das Leben auf der Erde auch nicht und das Universum ebenso nicht.

Bei einigen anderen Formen des Kreationismus wird Kritik etwas schwieriger, doch es handelt sich immer noch eindeutig um unwissenschaftliche Ideen. Die verwässertsten Formen des Kreationismus sind die, laut denen ein Schöpfer irgendwo im Hintergrund agiert; immer wenn eine wissenschaftliche Theorie keinen Schöpfer beinhaltet, wird behauptet, der Schöpfer sei eben noch weiter hinten, hätte eben das erschaffen, wovon die Theorie ausgeht. Der Schöpfer habe eben die Evolution erschaffen oder den Urknall und so weiter.

Diese Ideen haben einige Probleme, wenn sie als wissenschaftlich verkauft werden. Ihre Vorhersagen sind ad hoc, also durch irgendwelche willkürlichen Zusatzannahmen frei erfunden. Die These "Wir haben Augen, weil ein Schöpfer uns Augen geben wollte" liese sich in einer anderen Welt, in der wir keine Augen haben, einfach durch "Wir haben keine Augen, weil der Schöpfer uns keine geben wollte" ersetzen. Der Schöpfungsglaube selbst wird nie geändert.

Auch ist dieser Kreationismus nicht oder kaum wissenschaftlich testbar, weil man keine alternativen Theorien aufstellen kann.

Gute Webseiten zum Theman sind:

http://www.talkorigins.org/

http://www.waschke.de/ (diese Seite ist deutsch, aber sehr alt)

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