Kann mich meine Mutter zwingen, Vegetarier zu werden?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sie macht sich sogar strafbar, und riskiert auch das Sorgerecht zu verlieren. Das gilt uebrigens auch umgekehrt. Falls Du Vegetarier werden willst, muss sie das ebenfalls akzeptieren. Das ist Teil Deiner Menschlichen Grundrechte. Ich habe im Zusammenhang mit meinen Taetigkeiten schon beide Faelle erlebt. Und wenn die Mutter stur blieb, kamen Kinder in einigen Faellen sogar in betreutes Wohnen, nachdem die Mutter jegliche versuchten Einigungsgespraeche verweigert hat. Dein Alter spielt uebrigens eine Rolle wie weit sie ihre Sorgepflicht verletzt. Bis zu einem gewissen Alter muss sie eben getrennt kochen, ab einem bestimmten Alter muss sie nur noch die Lebensmittel zur Verfuegung stellen, und Du musst sie selbst zubereiten. Oder sie gibt Dir angemessenes Geld, sodass Du Dich selbst entsprechend versorgen kannst. (Ich wurde uebrigens selbst damit konfrontiert, als eine meiner Toechter - 11 Jahre - sich entschloss, ploetzlich Veganerin zu werden, selbst unter gesundheitlichen Risiken wegen ihrer Allergien. Zum Glueck wars nur eine voruebergehende Mode-Erscheinung, und sie hat von alleine wieder eine passendere Ernaehrung gewaehlt. Ihre Mutter hatte ein Problem damit. Ich habe sie - die Tochter - unterstuetzt, ujnd doppelt gekocht, waehrend meine Frau in Kochstreik trat ;-)

Weisst du auch ab welchem Alter man selber kochen muss/darf? Und danke für die Antwort, die war super, auch wenn ich natürlich nicht versuchen werde das rechtlich zu regeln.

0
@MiraMars

Nenne bitte die Paragraphen zur Strafbarkeit einer elternbestimmten Ernährung!

Eine Kindes/Heranwachsendenbestimmte Ernährung sieht wie aus? McD;BK;KFC:Subway etc.

7

Sie macht sich sogar strafbar, und riskiert auch das Sorgerecht zu verlieren.

Das wäre evtl. so, wenn sie die Kinder durch die Ernährung irgendwie in Gefahr bringen würde ... aber dem ist wohl kaum so! ^^ Ansonsten ist das halt ihr Haushalt, sie kauft ein, sie kocht, sie (und ihr Mann?) verdient das Geld ... da kann sie auch entscheiden, was auf den Tisch kommt!

Und sie hat ja auch gezeigt, dass sie Fleischkonsum ihren Kindern nicht verbieten will ... nur müssen sie sich dann halt selber drum kümmern.

Ansonsten: nicht motzen, sondern lieber vernünftig miteinander kommunizieren. Vielleicht findet man ja doch noch ne Lösung, mit der alle gut leben können! ;-)

2
@WildazWip

Tja, genau dieses "in Gefahr bringen" ist es ja. Ich habe gerade durch Zufall eine Diskussion im Internet gefunden, wo eine strikte und dogmatische Veganerin eines ihrer Kinder sterben liess, weil sie ihre Philosophie ruecksichtslos durchziehen wollte. Als sie nun wieder ein Baby bekam, und dieses Baby voellig dehydriert und mit lebenslangen Auswirkungen durch Mangelerscheinungen gefunden wurde, man ihr das Baby wegnahm, und sie im Knast landete. Die schlimmsten Bemerkungen, und es waren mehrere, waren von anderen Veganern, die die Ueberzeugung vertraten, dass so ein Baby, das nicht veganisch leben kann, dann eben sterben soll, weil es sowieso nicht lebensfaehig sei. (Wenn ich sowas lese, werden mir Veganer immer suspekter: Ich traue niemandem, der mit so ner Philosophie rumlaeuft: "Und willst Du nicht meiner Meinung sein, dann schlag ich Dir den Schaedel ein !" )

4
@Penguin8

Penguin: Ja klar und so typisch: Da liest man was von EINER Veganerin, die in der Tat dogmatisch und noch dazu grottenfalsch lebte, ihr Kind mangelernährte und ein paar wenigen andern, die einen Kommentar abließen, der völlig daneben war, darf man das auf alle Veganer/innen beziehen - reichlich unfair, findest du nicht ? Verantwortungsvolle Veganer distanzieren sich eindeutig von derlei traurigen Fällen Nur, weil es dir in den Kram passt und deine mindestens ebenso dogmatischen Vorlieben und deine vermeintlichen Rechtfertigungen für den Fleischverzehr unterstreicht, werden gleich alle Veganer in die Pfanne gehauen. Schau dir die von kleinauf krankgefütterten und übergewichtigen Kinder an, die Fastfood konsumieren und täglich Tierprodukte auf den Teller bekommen - auch das sollte als Körperverletzung gelten ! Traurig und schade, dass du keine andern "Argumente" mehr hast... :(

3
@HontaYO

Das war nur ein Beispiel. ich bin ganz sicher nicht dogmatisch. Einer meiner Berufe ist: Koch fuer Vegetarische Speisen. Und als es in Deutschland ploetzlich "Mode" wurde, Vegetarier zu werden, aber kaum jemand wusste wie man das kocht, habe ich Kochkurse gegeben. ABER: 1. Es ist eine philosophische Frage: Ich respektiere Tiere, aber zuerst respektiere ich meine eigene Art, den Menschen. Und das Wohl vor allem eines Kindes, geht mir ueber das Wohl jedes beliebigen Tieres. 2. Ich war selbst eine Zeit Veganer, Ich will jetzt nicht in Details gehen, aber es ging mir nach wenigen Wochen richtig schlecht. Und meine damalige Partnerin ist seitdem ein Pflegefall. Ich habe es nach knapp einem Jahr eingesehen. Akzeptieren MUESSEN: Vegetarier, und vor allem Veganer ist nicht fuer jeden moeglich. (Biologisch sind wir als Vielesser konstruiert, sonst haetten wir andere Gebisse und andere Maegen bzw Verdaungsaparate.) Vor allem, wenn er nicht in einer Vegetarischen Gesellschaft aufgewachsen ist, wo alle Vorraussetzungen vorgegeben sind (Siehe: "Tempelspeisung" ) 3. Ich habe Vegetarier in meiner Familie, diese von Geburt an. Aber sie sind bewusst und informiert, vor allem was Kinderernaehrung betrifft. Und verhalten sich entsprechend. 4. Ich lasse jeden nach seiner Vorstellung leben, toleriere das nicht nur, sondern unterstuetze es: (Hey, Dir fehlen Algen in deinem Speiseplan !") Ich habe noch nie jemand versucht, "umzuerziehen" Das ueberlasse ich in Grenzfaellen Aerzten oder Psychologen. 5. Ich habe in rein vegetarischen Gesellschaften gelebt (Wo sollte ich sonst rein vegetarisch Kochen gelernt haben ?) Und habe dort nie ihre Lebensweise in Frage gestellt. Im Gegenteil, ich habe auch sonst viel von ihnen gelernt, denn es gehoert eine Philosophie dazu, OHNE Dogmen. 6. Kinder, vor allem Kleinkinder brauchen eine andere Ernaehrung. Und wer sich weigert, Kinder zu stillen, weil ja "Milch nicht zur Nahrung gehoert", ist nicht nur dogmatisch, sondern strohdumm, ruecksichtslos, und krank (In Vegetarischen Gesellschaften werden Kinder bis nach dem vierten Lebensjahr gestillt, und bekommen bis ca 10 Jahren andere Nahrungszusaetze als Erwachsene) Und bei allem Verstaendniss: Beim Stillen wird KEIN Tier geschaedigt, schlecht behandelt, oder zum Milchlieferanten degradiert. Und wer als Mutter sich dafuer zu elitaer vorkommt, sollte wirklich keine Kinder kriegen

4
@Penguin8

Vorweg: Ich hab als Veganerin mein Kind sehr bewusst vegan ausgetragen, 1 1/2 Jahre gestillt (ja, ich hätte gern noch länger, aber musste zurück in meinen Beruf) und gesund vegan großgezogen und ich würde es wieder tun ! Dass deine Partnerin krank wurde nach veganer Lebensweise - WOW - da weiss ich nicht mehr, was dogmatischer sein könnte... Erspart mir aber die Antwort auf den Rest deiner Ausführungen... Ich könnte sehr wohl sämtliche deiner Punkte aufgreifen und meine jeweils gegensätzliche Ansicht dazu anführen, aber wozu ? :( Trotzdem: Danke fürs Gespräch ! Eins noch: Ich kann für mich Respekt und Ethik nicht unterteilen bzw. auf Mensch oder Tier beziehen, denn alles ist EINS... Wir werden da nicht auf einen Nenner kommen, das müssen wir auch nicht, denn jeder Mensch lernt die Aufgaben, die er lernen muss, in seinem Tempo - und ein jeder muss für sein Tun und Lassen einstehen und es wiedergutmachen, irgendwann...

2
@HontaYO

Na komm, Honta. Nur weil ich Dinge -in jede Richtung - neutral beobachte, und akzeptiere, bin ich doch kein Dogmatiker. (Der UMGEKEHRTE Vorgang waere dogmatisch) In den meisten Punkten stimme ich Dir zu. Nur finde ich es etwas merkwuerdig, dass Du Dich so fuer Moral gegenueber Tieren einsetzt - GUT SO ! - Dich aber ueber das Leid eines Menschen lustig machst. Meine ehemalige Partnerin ist seit Jahrzehnten ein extremer Pflegefall: Ihr Gehirn ist - aufgrund der bekannten Mangelerscheinigen - geschrumpft, und hat viele Taetigkeiten einfach eingestellt. Sie hat praktisch kein Bewusstsein mehr, und fuehrt nur wenige Taetigkeiten automatisch, wie ein Robot aus. Auser einigen Toenen ist auch ihre Sprache weg, und sie reagiert auf nichts, auser Hitze, Kaelte, Beruehrungen, Schmerzen. Und sie ist nicht die einzige mit genau den gleichen Symptomen, und alles sind Veganer, die die Umstellung nicht verarbeiten konnten, und nicht einsehen wollten, dass es fuer sie nicht geht. (Sie widersetzten sich auch einer Zwangsernaehrung, um sie im letzten Moment zu retten) Es ist eben so, dass manche Menschen nicht als Veganer, andere nicht als Vegetarier existieren koennen. (Die Grosskonzerne widersetzen sich - wohl aus gegebenen Gruenden - jeglicher genauerer Forschungen(Anteile der Bevoelkerungen, in welchen Laendern z.B. - oder deren Veroeffentlichung - weil sie eben in ihren Hauptmaerkten, den kuehleren industrialisierten Laendern, an jedem Vegetarier das vierfache verdienen, und von Veganern noch mehr. (Wenn dabei ein paar tausend hopsgehen, ist denne das egal. Sind halt "unvermeidliche kolateralscheden oder Ausfaelle" Andersrum habe ich auch beobachtet, wie Menschen, die bis ca 30 Jahren als reine Vegetarier lebten, und durch Veraenderungen (Heirat in ein anderes Land, wie z.B. Argentinien, zum Fleischesser (oder Mischesser verurteilt wurden, schwer krank wurden. Ebenfalls eindeutige Folge des - versuchten - Lebensweise-Wechsels. Wenn sie sich - den dortigen NOCH teureren Kosumzwang nicht leisten konnten teure Produkte extra importieren zu lassen, mussten sie wieder zurueck in ihr urspruengliches Leben. Das hat alles wenig oder nichts mit Dogmen, Ueberzeugungen, Philosophien, Ethic oder sowas zu tun, sondern es ist einfach die harte Realitaet. Ich halte es fuer moeglich, dass in einiger Zukunft kein lebendes Wesen mehr dem Ernaehrungsbeduerfniss geopfert werden muss, da wir uns ALLE kuenstlich ernaehren werden. Aber noch sind wir nicht soweit. (Bleibt dann zu fragen, ob sich das dann auch ALLE leisten koennen. ) In diesem Sinne: Noch ein glueckliches Leben fuer jeden, so wie es jedem am besten gut tut.

2
@Penguin8

Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt und mit keiner Silbe über das Leid deiner früheren Lebensgefährtin lustig gemacht ! Ich finde es nur völlig daneben, dass du dies anführst, um vegane Lebensweise an sich zu diskreditieren - ich habe im Übrigen noch nie von Hirnschwund als Folge veganer Ernährung gehört... Was ist mit den ganzen Menschen, die durch zuviel tierliche Fette unheilbar krank wurden und versterben - die müssen nicht erwähnt werden und deine Tochter hätte gut daran getan, vegan zu bleiben, dann hätte sie mit Sicherheit ihre Allergien verloren oder zumindest gelindert... Ja, du hast recht - jeder, wie er gerade kann und mag - das große Ziel für uns Menschen wird aber für jeden gleich sein...

2
@HontaYO

Ich diskreditiere gar nichts. (Im Gegensatz zu meiner Vorrednerin) ;-) Ich stelle nur ein paar Tatsachen fest. Nicht jede Lebensweise ist fuer jeden geeignet. Das gilt in jede Richtung. Meine Tochter wurde uebrigens ebenfalls sehr krank, (Symptome genau wie bei mir viele Jahre davor) und ihre Allergien haben sich sehr verschlimmert, aber das hoerte ein paar Wochen nachdem sie ihre Ernaehrung wieder umstellte, auf. Aber wir entfernen uns immer weiter vom Thema. Ich habe versucht, ein paar Erfahrungen auszutauschen, leider auf Sturheit gestossen, so lernt niemand was Neues. Und auf Dogmen werde ich nicht mehr reagieren. Adios

3
@Penguin8

Nein, mir liegen sowohl Sturheit als auch Dogmen mehr als fern, im Gegensatz zu so manchen hier - ich habe lediglich endlich erkannt, dass jeder Mensch nur das tun (und lassen) kann, was ihm mit seinem jeweiligen Bewusstseinszustand möglich ist... Mich hätte allenfalls noch interessiert, warum deine Tochter deiner Meinung nach auch vor ihrem "Irrweg" an Allergien gelitten hat, aber egal - jeder lernt auf seine Weise und in seinem Tempo - alles gut.. :)

2
@HontaYO

Bewusstseinsebene spielt tatsaechlich eine Rolle, aber auch strikt und einfach die Biologie. Versuchst Du einen Loewen oder Tiger auf Gemuese umzustellen, geht der jaemmerlich zugrunde. Fuetterst Du einen Elefanten nur noch mit Fleisch, bleiben dem hoechstens ein paar Wochen, vielleicht nur Tage. Einfach weil der Verdaungsaparat das nicht verarbeiten kann, und der Koerper nicht mehr versorgt wird. Menschen als biolgische Mischesser (Konditioniert durch entsprechendes Gebiss und Verdaungssystem) sind da etwas anpassungsfaehiger. Die Allergien meiner Tochter sind durch Umwelteinfluesse einer Industrienation ausgeloest. Als Kind war es schlimmer. Aber sobald ich sie in die Karibik, oder einmal nach Israel brachte, waren alle Allergien innerhalb von Stunden total verschwunden (auser die gegen Zwiebeln, Karotten und Geschmacksverstaerker, aber das kann man leicht einfach weglassen) Ich habe uebrigens seit Geburt eine behandlungsresistente - heftige Allergie gegen Knoblauch in jeder Form (Tendenz wachsend) und gegen Tomaten (verschwindet langsam von alleine)

2

Das liest sich als wenn jeder Mensch ein RECHT auf Fleischkonsum hat. Eine Mutter die ihrer Überzeugung nach die gesündere Nahrung für ihre Kinder kocht, macht sich auf keinen Fall strafbar. Ebenso kann man einer Mutter die Fleisch kocht nicht nachsagen sie macht sich strafbar weil ein Kind vegan leben will. Wichtig ist für eine Mutter dass sie ihr Kind gesund ernährt.Ein Recht auf totes Tier gibt es wirklich nirgends.

4
@Buchstabenfrau

Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf die, von der Zusammensetzung her, IHM genehme Nahrung. (Und muss sich weder dafuer entschuldigen, noch Begruendungen dafuer oder dagegen bringen) Und wer Abhaengige zu versorgen hat, muss sich daran halten. Ganz einfach. Und das ist sogar gesetzlich geregelt. In so ziemlich allen Laendern

2
@Penguin8

Da magst du ein Stück weit richtig liegen, leider lässt du außer Acht, dass Tiere als fühlende und empfindungsfähige Lebewesen keine "Nahrung" für Menschen sind, denn sie haben ein eigenes Recht auf ihr Leben und das noch dazu in Würde...

1
@HontaYO

Nun ja. Da sind wir wieder bei der Philosophie. Ich respektiere Tiere (auser Spinnen und Moskitos) hahaha aber ich stelle das Wohl meiner eigenen Art, den Menschen ueber das Wohl jedes Tieres, vor allem bei Kindern, und wenn ein Kind, oder andere Menschen, zum Ueberleben eben geschabte rohe Leber - oder sonstwas - brauchen, dann besorge ich die eben. ohne jemand unnoetig zu quaelen. Ich kann fehlende Stoffe natuerlich auch chemisch, aus Apotheken - fuer viel Geld - besorgen, aber damit habe ich noch eher Probleme, und woher kommen diese Stoffe ? (Vom kontrollierten "Alternativen Walfang ?" Na SUPER !

2
@Penguin8

Penguin8 großes DH!! so sehe ich das eben auch

Wenn Fleischessen moralisch kritisiert wird, werden Tiere plötzlich nicht mehr umgebracht weil das profitabel ist, sondern wegen „Speziesismus“. Als nationale Ressource soll ein ausgebildeter Arbeiter nicht verrecken, wenn er gerade mal nicht gebraucht wird auf dem Arbeitsmarkt. Zu viele werden aber gar nicht mehr gebraucht, wieso mit den Hartz Gesetzten ja durchaus auch gezeigt wird, wie viel so ein unwert(schaffendes) Leben noch wert ist: 354 Euro im Monat, etwa so viel wie ein WG-Zimmer in der Stuttgarter Innenstadt. Die Arbeiter_innen in den Tierfabriken schlachten kurz gesagt nicht mehr um ihre Wohnung und ihren Urlaub zu finanzieren, sondern sind „Monster“.

So passiert auch mit dem besten Argument gegen Fleischkonsum etwas Seltsames: Das Mitleid mit den Tieren wird plötzlich propagiert und gepredigt und gegen die Menschen ins Feld geführt, die scheinbar kein Mitleid mit den armen Tieren haben „die doch so unschuldig sind“. Dabei haben wir schon gesehen, dass die Bedürfnisse der Menschen im Kapitalismus gar nicht der Grund für die Produktion ist. Warum sollte der Mensch Mitleid mit dem Tier haben, wenn er noch nicht einmal seine eigene Situation, in der er selbst 8 Stunden am Tag unter fremdem Willen schuftet, als eine Situation begreift, die es zu verändern gilt?

Das Argument der Unmoral versucht gerade nicht, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch geknechtet ist, sondern sieht im Fleischkonsum des Menschen seine Sünde, seine Verwerflichkeit. Da der Mensch unmoralisch handelt, also an einer Messlatte, die von Tierschützern selber gesetzt wird, versagt, muss er zu seinem und dem Glück der Tiere gezwungen werden. Rechte für Tiere: um sie vor dem Menschen zu schützen. Dieser scheint heute als unmoralischer der größte Feind des Tieres zu sein und eben nicht die warenproduzierende Gesellschaft. Dabei beginnt hier der eigentliche Widerspruch. syndikalismus

3
@wickedsick05

Ich nenne das hier eher "Karnismus"... Wie gesagt: Jeder lernt in seinem Tempo, nach seiner jeweiligen Entwicklungsstufe - mit den jeweiligen Konsequenzen. :)

1

Irgendie ist es mir nicht moeglich auf die Kommentare einzugehen, bzw zu antworten, also hier zusammenfassend. Ein Kind hat natuerlich nicht das Recht von den Eltern nur bestimmte Lebensmittel zu fordern. z.B. sich nur von Cola pommes und Mc D. zu verpflegen. Andererseits duerfen die Eltern nicht willkuerlich die Nahrungspalette fuer ihre Kinder einschraenken. Strafbar kann es nur werden (Ich kann die drei Paragraphen des BGB zitieren ) wenn die Eltern nur noch fuer sich Essen bereitsstellen, und jeden Schlichtungsversuch ablehnen. Ab 14 duerfen Sie darauf bestehen, dass sich die Kinder ihr Essen selbst zubereiten,(unter entsprechender Anleitung, falls noetig) auser sie sind gehaendicapt. Sie muessen dann aber praktisch den Einkaufszettel der Kinder befolgen, zumindest was Grundnahrungsmittel betrifft. Sie koennen auch verlangen, dass die Kinder selbst einkaufen, und dann entsprechend die Mittel zur Verfuegung stellen. Es sollte moeglich sein, dies in einem offenen Gespraech zu klaeren, ohne zu massiven Mittel zu greifen. Ein weiterer Punkt waere noch zu erwaehnen. Vegetarier und Veganer finden mehr und mehr Alliierte in der oeffentlichen Publizitaet, ausgerechnet vom Grosskapital. Der Grund ist, dass an den entsprechenden Produkten das Mehrfache zu verdienen ist, als von Mainstream-Einkaeufern. Damit werden dann eben auch Publikationen, die ausgewogene Ernaehrung verteidigen, unterdrueckt. Ich war selbst 18 Jahre Journalist, und weiss, wovon ich spreche. ich habe z.B. noch nie eine veroeffentlichte neutrale Gegenueberstellung lesen koennen ueber gesundheitliche Auswirkungen der einzelnen Ernaehrungsvarianten. Vegetarier haben statistisch erheblich weniger unter Gicht, Arthrose, Arterienverkalkung, Nieren und Gallensteinen zu leiden wie Fleischesser. Dafuer haben Fleischverweigerer u.a. Nachteile in Bezug auf Nerven, Konzentrationsfaehigkeiten, Gehirnentwicklung (was z.B. fuer die statistisch geringere Lebenserwartung verantwortlich ist) und tentieren mehr zu bestimmten Hautkrankheiten, und schlechterer Entwicklung fuer Haare, Zaehne und Naegel (Ich war eine Zeitlang Veganer, und kann auch dies aus eigener Erfahrung unterstuetzen)

Unglaublich - und falsch obendrein... :(

2

Natürlich darf sie das über ihr Eltern/Erziehungsrecht.

Immerhin stellt sie es dir Frei in der Schule oder außerhalb in ein Stück totes Tier zu beißen. Also dogmatisch ist sie nicht.

Hallo - um erstmal auf deine Überschrift einzugehen: Nein, sie kann euch nicht zwingen, sollte sie nicht und vor allem - will sie ja laut deiner Aussage auch gar nicht ! Meistens ist es andersrum, nämlich dass der Nachwuchs diesen Wunsch hegt und auf mehr oder weniger großen Widerstand stößt, aber gut... Habt ihr schon einmal die Beweggründe hinterfragt, die eure Mutter zu diesem Entschluss hinführten ? Die sollte sie euch fairerweise schon mitteilen - schon aus demokratischen Gründen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass grade bei ethischen Entscheidungen zum Vegetarismus/Veganismus meist schlimme und traurige Erfahrungen zugrundeliegen wie entsprechende Fernsehberichte, Filme, eigene Erlebnisse oder Bücher... Manches davon kann einen Menschen bis in Innerste, bis ins Mark erschüttern und dies nachhaltig - fürs ganze Leben... Mein Rat an dich und deine Geschwister: Beruft doch deine Familiensitzung zusammen mit eurer Mutter (evtl. auch mit dem Vater, falls der da ist) ein und beredet alles in Ruhe - manche können eine Zeitlang oder auch dauerhaft für andere Fleisch zubereiten - andere eben nicht. Andersrum ist es einfacher, denn man kann als Fleischliebhaber trotzdem für seine Kinder vegetarisch/vegan kochen, ohne nämlich an die besagten ethischen Grenzen zu stoßen - genau da liegt der Knackpunkt, den viele nicht sehen wollen... Also, findet das raus und vor allem: Beschäftigt euch etwas damit und hinterfragt, um es auch zu verstehen. Ich bin sicher, ihr werdet gemeinsam eine Lösung finden, alles Gute ! :) Gruß, Elsie

Hallo! Seid ihr minderjährig so darf sie das. ist aber nicht gut. Sie sollte versuchen euch zu überzeugen

. Ich wünsche Dir eine schöne und Stress arme Woche.

Was möchtest Du wissen?