Kann man heutzutage überhaupt noch ohne Smartphone leben?

32 Antworten

Ich hab bis letztes Jahr ohne Smartphone gelebt und hatte keine Probleme. Die Leute, die weiter weg wohnen erreichten mich online oder per Festnetz. Alle anderen, die mir irgendwie wichtig sind kamen eben vorbei oder haben ebenfalls auf's Festnetz angerufen.

Mittlerweile hab ich ein Smartphone - ausschlaggebend war ein Krankenhausaufenthalt in einer Klinik in der kein Internet verfügbar war. Da habe ich eine Möglichkeit vermisst mal online gehen zu können und dachte mir, das für solche Situation ein Smartphone wohl sehr praktisch ist.

Ich habe es generell immer dabei, nutze es aber wenig bis gar nicht, was aber daran liegt, das die Leute mit denen ich zu tun habe, wissen, das ich kein Interesse an sinnlosem hin- und hergeschreibe habe und auch keinen Wert darauf lege irgendwelche lustigen Bildchen oder Videos geschickt zu bekommen.

Wenn überhaupt kommt mal ne What's App Nachricht wenn's was schnell bescheid zu sagen gibt. Meist telefoniert man aber eh direkt oder trifft sich sowieso und bespricht, was zu besprechen ist von Angesicht zu Angesicht.

Wenn ich zu Hause bin liegt das Smartphone meist in der Küche (zum aufladen) und wird da auch vergessen. Schreibt mir wer, kann es sein, das ich erst Tage später antworte.

Die Leute mit denen ich zu tun habe, wissen das und belästigen mich entsprechend auch nicht unnötig über's Smartphone, was ich angenehm finde, denn ständig erreichbar sein bzw. den Drang ständig direkt antworten zu müssen, möchte ich mir gar nicht erst auferlegen lassen.

Die sogenannte Außenwelt findet bei mir also jenseits von Facebook und What's app statt und wenn das Smartphone mal nicht funktioniert ist das für mich alles andere als ein Untergang.

Natürlich ist das bei Jugendlichen heutzutage sicher drastischer, da das Smartphone da zumeist weniger als Gebrauchsgegenstand und vielmehr als Statussymbol gesehen wird und viele es eben als normal empfinden, sich stundenlang irgendwelche sinnlosen Nachrichten hin- und herzuschreiben.

Ich kann mir also schon vorstellen, das man als Jugendlicher ohne Smartphone als Außenseiter gelten könnte. Andererseits wüsste ich auch nicht, weshalb Freunde ein Problem damit haben sollten - natürlich davon ausgehend, das man sich sowieso regelmäßig trifft oder auch anderweitig zu kommunizieren weiß.

Wenn du dich davon trennen willst, würde ich sagen, macht das. Vermutlich wirst du dich ein paar Mal erklären müssen oder es wird mal jemand ungläubig drein schauen, wer aber nichts mit dir zu tun haben will, weil du kein Smartphone hast, auf den kannst du vermutlich sowieso verzichten.

Kann man heutzutage überhaupt noch ohne ein Smartphone leben?

Aber sicher!

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein Mobiltelefon ("Handy") oder irgendein anderes mobiles Endgerät, wie etwa ein Smartphone, Laptop, oder Tablet besessen - und bin dennoch beruflich erfolgreich.

Ich habe die Entwicklung der Technologie erlebt - mein erster Rechner war so ein Ding mit Röhrenmonitor ohne grafische Oberfläche, bei der man alles händisch eintippen musste - Maus? Touchpad? Fehlanzeige.

Heutzutage ist mein Rechner natürlich etwas moderner, aber das ist eben in erster Linie für mich ein Arbeitsgerät und kein Ersatz für Freizeitbeschäftigung.

Ich gehe mehrmals wöchentlich zu meinem Kampfkunsttraining, lese gerne Bücher, gehe Essen, besuche Konzerte, oder interessante Ausstellungen, unternehme Wochenendausflüge mit Freunden, oder alleine....

Und das alles ohne piepsen, summen, oder Klingeltöne, die einen über "likes", Selfies und andere Belanglosigkeiten informieren wollen.

(mich findet man übrigens auch nicht auf Whatsapp, Facebook und Co - ich brauche das einfach nicht).

Also würde ich vielleicht ein paar Freunde verlieren oder die Freundschaften würden immer mehr auseinander gehen.

Dann sind diese Freundschaften aber meiner Meinung nach vermutlich nicht viel Wert. Man sollte echte Freundschaft zwischen Menschen zudem nicht mit 357 "Facebook-Freunden" verwechseln.

Echte Freunde rufen auch mal an, fragen, ob man zusammen etwas unternehmen will - oder sie kommen sogar einfach mal vorbei, mit einer Ladung Knabbereien.

Wer sich nicht mehr meldet...nun, dem liegt offenbar doch nicht so viel an dir, wie du es vielleicht erwartet hast.

Und allgemein würde ich mich von der Außenwelt ja schon ausschließen.

Ganz im Gegenteil - du hättest mehr Kontakt zur echten Außenwelt, anstatt als "Smombie", mit dem Blick auf dem Smartphone, über die Straße zu schlurfen.

Was sind noch Nachteile - die mir vielleicht noch gar nicht aufgefallen sind

Der einzige echte Nachteil den man ohne Mobiltelefon wirklich hat, sind meiner Meinung nach Notrufe, oder beruflicher Bereitschaftsdienst (wobei das früher mit Piepern und Telefonen in Lokalen auch ging).

Wenn ich aber folgendes erlebe:

Man sitzt im Bus, es steigt ein Typ ein, der offenbar gerade von der Arbeit kommt und total übermüdet aussieht. Sein Mobiltelefon klingelt und man hört einen Gesprächsfetzen. "Ja Schatz, Tomaten kann ich auf dem Rückweg mitbringen..."

Dass WEIß ich einfach, weshalb ich kein Mobilgerät habe. Dann gibt es eben keine Tomaten für das Abendessen. Auch um die Abends eingehende E-Mail kümmere ich mich erst morgen.

"Feierabend" heißt bei mir auch wirklich Feierabend und wer dann noch etwas will, kann mich telefonisch zu Hause erreichen (oder eben nicht, falls ich unterwegs sein sollte).

Und was ist euer Fazit zur Frage "Kann man heutzutage überhaupt noch ohne Smartphone leben" ?

Definitiv. In manchen Berufen ist aber schnelle Erreichbarkeit zumindest über ein normales Mobiltelefon teilweise lebensrettend.

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Nicht zu vergessen, daß Smartphones inzwischen als Unfallrisiko zählen - für Fußgänger, die mit dem Ding vor Augen auch schon mal mit einem Laternenpfahl Kontakt haben, oder gedankenverloren über die Straße latschen.......

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@nax11

Eben. Mir kommen übrigens in letzter Zeit öfter mal PKW auf meiner Fahrspur entgegen.

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@Hegemon

Könnte auch "GPS-gestütztes" Fahren sein? - Ein Bekannter hat es mal geschafft von Harburg nach HH-Zentrum (ca. 12 km) knapp 40 km zurückzulegen, weil sein Navi ihm das sagte.... 

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Ich stimme ihnen nur teilweise zu. sie müssen bedenken dass sie (ich schätze Mal) 45-60 Jahre alt sind und ihre bekannten und Freunde vermutlich ebenfalls kein Snapchat oder insta benutzen

Hingegen in der jetzigen Jugend wird der Fragesteller vermutlich der einzige seiner Schule sein der auf "Steinzeitmodus" umsteigt.

Den Rest meiner Meinung können sie ruhig meiner Antwort auf die gestellte Fragen entnehmen.

PS ich bin 15

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@miristfad

Du kannst mich ruhig duzen. Ich bin alterstechnisch noch weit entfernt von 40 und lege auch keinen besonderen Wert auf Formalitäten. Schon gar nicht im Netz.

Snapchat ist in meinem Bekannten/Freundeskreis tatsächlich nicht verbreitet, dort nutzt man vor allem Facebook und WhatsApp.

Meiner Erfahrung nach sind gerade Jugendliche zunehmend an Themen wie Minimalismus, Entschleunigung des Alltags und "Simple Living" oder "Wellness" interessiert.

Angesichts des großen Leistungsdrucks in der Gesellschaft, der medialen Dauerberieselung sowie der ständigen Erreichbarkeit, wünschen sich viele auch einfach mal eine "Pause".

Der gänzliche oder teilweise Verzicht auf Smartphones, oder aber andere Versuche zumindest mal eine Zeit lang "offline" zu sein, sind meiner Ansicht nach ein Ergebnis dieser Faktoren.

Leider gibt es da den Druck des "sehen und gesehen werdens" - wer im Netz nicht dauerhaft aktiv ist, ist für manche Menschen schlichtweg nicht existent. 

Wenn man sich überlegt, dass es bereits Morde wegen eines "Facebook-Beziehungsstatus" gab, oder das Fehlen eines sofortigen Likes teilweise als "mangelnde Zuwendung" verstanden wird, dann verstehe ich, wenn jemand mal "offline" will. ;-)

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>>Also würde ich vielleicht ein paar Freunde verlierenoder die Freundschaften würden immer mehr auseinander gehen.<<

Ob das dann auch wirklich Freunde sind?

Eine ehemalige Kollegin (und inzwischen gute Freundin) aus der Ausbildung hat ein älteres Handy, kein Internet, kein WhatsApp usw. Und sie kommt ziemlich gut damit klar. Wir sind nun auch bereits seit fast 2 Jahren mit unserer Ausbildung fertig, arbeiten in verschiedenen Städten, aber auch ohne Facebook und den anderen Kram, schaffen wir es uns regelmäßig zu treffen.

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Hallo,

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Früher war man mit 20 verheiratet und hatte Kinder und wenn ich mir jetzt die 20-Jährigen anschaue, sind es nur Kinder die geistig nicht älter als 14 sind.

Familie Gründen kommt bei den meisten gar nicht in Frage oder der Mann macht ein Kind und will von dem Kind nix wissen (weil man mit 18-30 noch nicht bereit dafür fühlt).

Oder solche Frauen die nicht heiraten und keine Kinder wollen und "Karriere machen"... Eine Frau muss zuhause sitzen, sich um die Kinder kümmern, kochen, putzen, usw. Aber wie kommt es dass Frauen denken die müssen arbeiten und dabei keine Kinder bekommen und so?

Und außerdem was ja grad bei den Jugendlichen "in" ist, dass heutzutage die hälfte der Jugendlichen angibt schwul zu sein... Was ist das den? Wenn man es echt sein würde würde man sich dafür schämen.

In Paar Jahrzehnten wird glaub ich Europa aus lauter "schwulen" Jugendlichen, "Männern" und Frauen die keine Familie Gründen wollen, sondern für sich leben. Wenn es so weiter geht, wird Europa aussterben und die ganzen Flüchtlinge die ihre ganze Familie aus 50 Leuten und 8 Kinder haben, nach Europa kommen und die Europäer sterben aus wenn es so weiter geht....

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