Kann man heutzutage überhaupt noch ohne Smartphone leben?

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28 Antworten

Manchmal komme ich mir vor wie ein Dinosaurier.

Ich bin Jahrgang 1962. Meine Eltern hatten damals noch nicht einmal ein eigenes Telefon. Als ich mich ankündigte, ist mein Vater ans andere Ende des Dorfes zu Leuten gelaufen, die eines hatten und hat den Krankenwagen bestellt.

Fernsehen bekamen wir auch erst 1969.

Ich hatte noch viele Brieffreundschaften. Überhaupt wurde sehr viel mehr geschrieben (Briefe, Postkarten etc.).

Bis in die 70er gab es einen Lautsprecher auf dem zentralen Dorfplatz. Dort wurden Ankündigungen gemacht und Nachrichten verlesen.

Außerdem gab es Sirenen. Bis heute kenne ich die einzelnen Alarme.

Musik kam aus dem Radio oder von Schallplatten.

Die Zeitung kam in Papierform. Der Druck war so schlecht, dass man nach dem Lesen rabenschwarze Hände hatte.

Wenn ich Freunde treffen wollte, ging ich aus dem Haus.

Aber ganz ehrlich: ich möchte weder das Internet noch mein Smartphone missen. Gerade für Frauen und ältere Menschen ist diese Technik ein Segen, weil man sich in gefährlichen Situationen Hilfe holen kann und trotz eventueller Immobilität nicht von der Welt abgeschnitten ist.

Enzylexikon 28.06.2017, 13:17

Gerade für Frauen und ältere Menschen ist diese Technik ein
Segen, weil man sich in gefährlichen Situationen Hilfe holen kann und trotz eventueller Immobilität nicht von der Welt abgeschnitten ist.

Das ist für mich das einzig echte Argument für Mobilgeräte.

Ansonsten kann ich deinen Schilderungen nur zustimmen. ;-)

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Ich hab bis letztes Jahr ohne Smartphone gelebt und hatte keine Probleme. Die Leute, die weiter weg wohnen erreichten mich online oder per Festnetz. Alle anderen, die mir irgendwie wichtig sind kamen eben vorbei oder haben ebenfalls auf's Festnetz angerufen.

Mittlerweile hab ich ein Smartphone - ausschlaggebend war ein Krankenhausaufenthalt in einer Klinik in der kein Internet verfügbar war. Da habe ich eine Möglichkeit vermisst mal online gehen zu können und dachte mir, das für solche Situation ein Smartphone wohl sehr praktisch ist.

Ich habe es generell immer dabei, nutze es aber wenig bis gar nicht, was aber daran liegt, das die Leute mit denen ich zu tun habe, wissen, das ich kein Interesse an sinnlosem hin- und hergeschreibe habe und auch keinen Wert darauf lege irgendwelche lustigen Bildchen oder Videos geschickt zu bekommen.

Wenn überhaupt kommt mal ne What's App Nachricht wenn's was schnell bescheid zu sagen gibt. Meist telefoniert man aber eh direkt oder trifft sich sowieso und bespricht, was zu besprechen ist von Angesicht zu Angesicht.

Wenn ich zu Hause bin liegt das Smartphone meist in der Küche (zum aufladen) und wird da auch vergessen. Schreibt mir wer, kann es sein, das ich erst Tage später antworte.

Die Leute mit denen ich zu tun habe, wissen das und belästigen mich entsprechend auch nicht unnötig über's Smartphone, was ich angenehm finde, denn ständig erreichbar sein bzw. den Drang ständig direkt antworten zu müssen, möchte ich mir gar nicht erst auferlegen lassen.

Die sogenannte Außenwelt findet bei mir also jenseits von Facebook und What's app statt und wenn das Smartphone mal nicht funktioniert ist das für mich alles andere als ein Untergang.

Natürlich ist das bei Jugendlichen heutzutage sicher drastischer, da das Smartphone da zumeist weniger als Gebrauchsgegenstand und vielmehr als Statussymbol gesehen wird und viele es eben als normal empfinden, sich stundenlang irgendwelche sinnlosen Nachrichten hin- und herzuschreiben.

Ich kann mir also schon vorstellen, das man als Jugendlicher ohne Smartphone als Außenseiter gelten könnte. Andererseits wüsste ich auch nicht, weshalb Freunde ein Problem damit haben sollten - natürlich davon ausgehend, das man sich sowieso regelmäßig trifft oder auch anderweitig zu kommunizieren weiß.

Wenn du dich davon trennen willst, würde ich sagen, macht das. Vermutlich wirst du dich ein paar Mal erklären müssen oder es wird mal jemand ungläubig drein schauen, wer aber nichts mit dir zu tun haben will, weil du kein Smartphone hast, auf den kannst du vermutlich sowieso verzichten.

Kann man heutzutage überhaupt noch ohne ein Smartphone leben?

Aber sicher!

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein Mobiltelefon ("Handy") oder irgendein anderes mobiles Endgerät, wie etwa ein Smartphone, Laptop, oder Tablet besessen - und bin dennoch beruflich erfolgreich.

Ich habe die Entwicklung der Technologie erlebt - mein erster Rechner war so ein Ding mit Röhrenmonitor ohne grafische Oberfläche, bei der man alles händisch eintippen musste - Maus? Touchpad? Fehlanzeige.

Heutzutage ist mein Rechner natürlich etwas moderner, aber das ist eben in erster Linie für mich ein Arbeitsgerät und kein Ersatz für Freizeitbeschäftigung.

Ich gehe mehrmals wöchentlich zu meinem Kampfkunsttraining, lese gerne Bücher, gehe Essen, besuche Konzerte, oder interessante Ausstellungen, unternehme Wochenendausflüge mit Freunden, oder alleine....

Und das alles ohne piepsen, summen, oder Klingeltöne, die einen über "likes", Selfies und andere Belanglosigkeiten informieren wollen.

(mich findet man übrigens auch nicht auf Whatsapp, Facebook und Co - ich brauche das einfach nicht).

Also würde ich vielleicht ein paar Freunde verlieren oder die Freundschaften würden immer mehr auseinander gehen.

Dann sind diese Freundschaften aber meiner Meinung nach vermutlich nicht viel Wert. Man sollte echte Freundschaft zwischen Menschen zudem nicht mit 357 "Facebook-Freunden" verwechseln.

Echte Freunde rufen auch mal an, fragen, ob man zusammen etwas unternehmen will - oder sie kommen sogar einfach mal vorbei, mit einer Ladung Knabbereien.

Wer sich nicht mehr meldet...nun, dem liegt offenbar doch nicht so viel an dir, wie du es vielleicht erwartet hast.

Und allgemein würde ich mich von der Außenwelt ja schon ausschließen.

Ganz im Gegenteil - du hättest mehr Kontakt zur echten Außenwelt, anstatt als "Smombie", mit dem Blick auf dem Smartphone, über die Straße zu schlurfen.

Was sind noch Nachteile - die mir vielleicht noch gar nicht aufgefallen sind

Der einzige echte Nachteil den man ohne Mobiltelefon wirklich hat, sind meiner Meinung nach Notrufe, oder beruflicher Bereitschaftsdienst (wobei das früher mit Piepern und Telefonen in Lokalen auch ging).

Wenn ich aber folgendes erlebe:

Man sitzt im Bus, es steigt ein Typ ein, der offenbar gerade von der Arbeit kommt und total übermüdet aussieht. Sein Mobiltelefon klingelt und man hört einen Gesprächsfetzen. "Ja Schatz, Tomaten kann ich auf dem Rückweg mitbringen..."

Dass WEIß ich einfach, weshalb ich kein Mobilgerät habe. Dann gibt es eben keine Tomaten für das Abendessen. Auch um die Abends eingehende E-Mail kümmere ich mich erst morgen.

"Feierabend" heißt bei mir auch wirklich Feierabend und wer dann noch etwas will, kann mich telefonisch zu Hause erreichen (oder eben nicht, falls ich unterwegs sein sollte).

Und was ist euer Fazit zur Frage "Kann man heutzutage überhaupt noch ohne Smartphone leben" ?

Definitiv. In manchen Berufen ist aber schnelle Erreichbarkeit zumindest über ein normales Mobiltelefon teilweise lebensrettend.

nax11 28.06.2017, 14:52

Nicht zu vergessen, daß Smartphones inzwischen als Unfallrisiko zählen - für Fußgänger, die mit dem Ding vor Augen auch schon mal mit einem Laternenpfahl Kontakt haben, oder gedankenverloren über die Straße latschen.......

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Hegemon 28.06.2017, 16:44
@nax11

Eben. Mir kommen übrigens in letzter Zeit öfter mal PKW auf meiner Fahrspur entgegen.

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nax11 28.06.2017, 18:30
@Hegemon

Könnte auch "GPS-gestütztes" Fahren sein? - Ein Bekannter hat es mal geschafft von Harburg nach HH-Zentrum (ca. 12 km) knapp 40 km zurückzulegen, weil sein Navi ihm das sagte.... 

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miristfad 28.06.2017, 17:04

Ich stimme ihnen nur teilweise zu. sie müssen bedenken dass sie (ich schätze Mal) 45-60 Jahre alt sind und ihre bekannten und Freunde vermutlich ebenfalls kein Snapchat oder insta benutzen

Hingegen in der jetzigen Jugend wird der Fragesteller vermutlich der einzige seiner Schule sein der auf "Steinzeitmodus" umsteigt.

Den Rest meiner Meinung können sie ruhig meiner Antwort auf die gestellte Fragen entnehmen.

PS ich bin 15

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Enzylexikon 28.06.2017, 17:49
@miristfad

Du kannst mich ruhig duzen. Ich bin alterstechnisch noch weit entfernt von 40 und lege auch keinen besonderen Wert auf Formalitäten. Schon gar nicht im Netz.

Snapchat ist in meinem Bekannten/Freundeskreis tatsächlich nicht verbreitet, dort nutzt man vor allem Facebook und WhatsApp.

Meiner Erfahrung nach sind gerade Jugendliche zunehmend an Themen wie Minimalismus, Entschleunigung des Alltags und "Simple Living" oder "Wellness" interessiert.

Angesichts des großen Leistungsdrucks in der Gesellschaft, der medialen Dauerberieselung sowie der ständigen Erreichbarkeit, wünschen sich viele auch einfach mal eine "Pause".

Der gänzliche oder teilweise Verzicht auf Smartphones, oder aber andere Versuche zumindest mal eine Zeit lang "offline" zu sein, sind meiner Ansicht nach ein Ergebnis dieser Faktoren.

Leider gibt es da den Druck des "sehen und gesehen werdens" - wer im Netz nicht dauerhaft aktiv ist, ist für manche Menschen schlichtweg nicht existent. 

Wenn man sich überlegt, dass es bereits Morde wegen eines "Facebook-Beziehungsstatus" gab, oder das Fehlen eines sofortigen Likes teilweise als "mangelnde Zuwendung" verstanden wird, dann verstehe ich, wenn jemand mal "offline" will. ;-)

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Ich kann es und zwar sehr gut, allerdings bin ich erheblich älter als Du.

Erst gestern hab ich 3 junge Leute gesehen. Freiwillige vom Roten Kreuz. Die haben vor einem Altersheim auf einen "Fahrgast" gewartet. So wie heutzutage üblich haben sie kein Wort miteinander gesprochen, sondern mit irgendwelchen anderen Leuten über ihr Smartphone kommuniziert. 

Das ist doch schwachsinnig! Die hätten sich miteinander sicher gut unterhalten können, um die Wartezeit zu verkürzen. Es hat mich richtig gejuckt, sie anzusprechen... ich hab's dann doch gelassen. Es geht mich ja nix an, normal ist das - in meinen Augen - jedenfalls nicht!

Vielleicht setzt ja eine Trendumkehr ein. Und DU würdest dann zu den Trendsettern gehören. 

Ja, man kann. Ich habe einige Freunde, die "ausgestiegen" sind und auch ich erkenne die Probleme, die Smartphones mit sich bringen. Man muss dann langsam anfangen, vom passiv reagierenden Konsumenten zum aktiv denkenden und organisierenden Menschen zu werden.

Ich kann mir vorstellen, dass das einige Zeit dauert, bis man das umgelernt hat, wenn man Jahrelang nur eine Whatsappliste durchscrollen musste, um sich mal inspirieren zu lassen, mit wem man schreiben könnte - und dann sein plötzlich eigenes Gedächtnis zu aktivieren und selbst nachzudenken.

Du willst ja nicht komplett aussteigen, also ganz ohne Handy leben (das  habe ich bis vor ein paar Jahren tatsächlich gemacht - es ist sehr befreiend :D), sondern kannst ja immernoch SMS schreiben und unterwegs anrufen.

Ich persönlich vermisse auch die Zeit komplett ohne Handy, weil da kein spontanes Absagen oder Verspäten möglich war - man war gezwungen, sich Gedanken zu machen, wo genau man sich trifft und wie man das schafft, ohne den anderen warten zu lassen. Aus dem Grund mache ich oft mein Handy aus, wenn ich unterwegs bin. Das hat auch den Vorteil, dass meine Position nicht an dubiose Behörden und Unternehmen geschickt wird.

Also: Es ist möglich, aber du wirst unter dem Radar einiger Menschen verschwinden und musst, wenn du sie nicht verlieren willst, selbst aktiv werden und sie vielleichz um Umdenken animieren. Viel Glück :D

Hallo!

Es geht & ich beweise das mir und anderen täglich. Echte Freunde hat man nicht bei Facebook oder WhatsApp, sondern im echten Leben & Kontakt halten kann man immer. 

Im Teenageralter mag es vllt. schwieriger sein, da ist der Besitz des Smartphones auch 'nen Statussymbol und ein Coolnessfaktor, aber rein vom Prinzip her wäre es auch machbar, wenn man sich nix drauf einbildet. Ich (Jahrgang 1990) hatte auch lang noch nicht mal ein Handy, während fast alle eines hatten & Freunde hatte ich ebenfalls bzw. alles Wichtige habe ich mir dann auf anderen Kanälen geholt.

RabonaFake 28.06.2017, 12:49

Wieso habe ich keine echten Freunde bei Facebook etc.? Es ist doch gut wenn ich abends im Bett liege und dann nochmal mit 3-4 Freunden schreiben kann. Ich kann mich doch auch per WhatsApp oder Facebook mit Leuten verabreden. Was ist wenn Freunde von mir, die ich seit 10 Jahren kenne weg ziehen, und ich dann per WhatsApp, Facebook etc. Kontakt halten kann, sind das dann keine echten Freunde mehr?
Zudem haben Smartphones 2-3 Nachteile, jedoch mindestens 10 mal so viele Vorteile.

Mich regen Leute auf die die Jugend immer wieder kritisieren, nur weil sie mit der Zeit leben und so ihr Leben vereinfachen.

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rotesand 28.06.2017, 13:32
@RabonaFake

Ich lebe nicht hinterm Mond, aber ich persönlich brauche kein Smartphone. 

Ich kann meine Freunde jederzeit oder auch besuchen bzw. bei Facebook kontaktieren. Das reicht mir, und ich sah bislang noch nicht die Notwendigkeit, mir ein Smartphone zu kaufen.

Ich muss und möchte mich überall erreichbar sein. Wenn ich es beruflich wirklich bräuchte, wäre das eben ein notwendiges Muss, aber es ist bei mir nicht erforderlich.

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Klar kann man "ohne".

Nur... warum sollte man?

Du sagst:
...habe für mich erkannt, dass mir dieser ganze Konsum nur schadet und ich möchte das auch gar nicht mehr. Deswegen möchte ich mein I Phone verkaufen... 

Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.

Das Problem ist nicht das Telefon, sondern wie man es verwendet. Kein Mensch zwingt dich, das Telefon auf eine bestimmte Weise zu nutzen. Kein Mensch zwingt dich, Facebook, App store, Streamingdienste etc. auf dem Telefon zu nutzen.

Ein Smartphone ist trotzdem ein erstklassiges Werkzeug, um tägliche kleine Dienste auszuführen und Fragen zu lösen. Aktuelles Wetter, mal die Öffnungszeiten von einem Laden checken, Routenfindung, Zugverspätungen etc.

Oder was ganz Banales: Ich arbeite mit zwei Computersystemen, wovon eines aus verschiedenen Gründen nicht ins Netz kommunizieren kann. Wenn ich nun einfach mal einen Screenshot ans Headquarter schicken will, kann ich entweder einen komplizierten Vorgang am Rechner erledigen... oder ich fotografiere es einfach mit meinem Handy ab und schicke es in das andere Netzwerk.

Außer den Kosten gibt es kaum einen guten Grund, sich diesen Vereinfachungen zu verschließen. Aber man braucht ja auch wahrlich kein iPhone mit GB-weise Traffic, um solche einfachen Dinge zu erledigen.

Denn die meisten Jugendlichen heutzutage halten Kontakt über Whats App, Facebook oder ähnliches.

Es ist sogar noch kurioser. Die meisten Jugendliche kennen sich nur in der virtuellen Realität. Solche Kontakte braucht niemand. Aber dass werden die Jugendlichen dann auch merken, wenn sie mal explizit Hilfe benötigen und keiner ihrer Freunde Zeit hat.

Und allgemein würde ich mich von der Außenwelt ja schon ausschließen.
Gibt es Alternativen dafür?

Die Jugendlichen welche nur am Smartphone kleben schließen sich aus, nicht anders herum. Alternativ würde ich dir raten dich telefonisch oder auch mündlich zu verabreden, also klassisch.

Nachteile: Du bist out und vielleicht ein wenig weg vom Geist der Zeit, aber dieser ist auch ziemlich anstrengend. Ein Leben ohne Smartphone ist möglich allerdings in meinen Augen übertrieben. Die Dinger bieten ja auch ne Menge womit das Leben einfacher werden kann.

BurgessGalaxies 28.06.2017, 12:36

Möglicherweise ist es unter jungen Leuten "out" , rebellisch zu sein - aber bewusst ohne Smartphone zu leben ist definitiv rebellisch, und das ist ein gute Eigenschaft :)

Wir sind definitiv NICHT auf der Welt, um reiche Konzerne noch reicher zu machen, und auch NICHT, unser komplettes Privatleben auf dem Präsentierteller zu verbringen.

Zeit, den Spruch "Das geht dich nichts an" wieder ein bisschen zu promoten :)

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Man kann bestens ohne Smartphone auskommen :) Keine Angst, auch ohne Smartphon kann man noch atmen, auch wenn viele Leute, Junnge wie Erwachsene, das heute zu bezweifeln scheinen :)

Ich bin seit 1997 online und habe noch nie ein Smartphone besessen. Im Gegenteil, ich bin sehr gerne manchmal off. Laptop und gewöhnliches Sprach/SMS-Handy sind alles, was ich brauche :)

Falls du auf Whatsapp nicht verzichten kannst, lade einen Bluestacks-App-Player herunter. Da ist auch Whatsapp drauf. Du bist halt dann dort, wenn du dein Laptop an hast, aber nicht permanent.

>>Also würde ich vielleicht ein paar Freunde verlierenoder die Freundschaften würden immer mehr auseinander gehen.<<

Ob das dann auch wirklich Freunde sind?

Eine ehemalige Kollegin (und inzwischen gute Freundin) aus der Ausbildung hat ein älteres Handy, kein Internet, kein WhatsApp usw. Und sie kommt ziemlich gut damit klar. Wir sind nun auch bereits seit fast 2 Jahren mit unserer Ausbildung fertig, arbeiten in verschiedenen Städten, aber auch ohne Facebook und den anderen Kram, schaffen wir es uns regelmäßig zu treffen.

Hallo, also ich verstehe dein Anliegen sehr gut. Das Smartphone kann uns auch beherrschen, statt dass wir ES beherrschen. Vielleicht kannst du allen deinen Freundinnen erklären, warum du es nicht mehr verwenden willst? Vielleicht könntest du auch mit einer Pause anfangen, in der du es nicht mehr benutzt und das deinen Freundinnen mitteilen. Das Smartphone wird aber auch in der Arbeitswelt immer wichtiger, genauso wie beim Einkaufen, bei allen möglichen Dienstleistungen. Es kann dir passieren, dass du darauf später angewiesen sein wirst und nicht mehr verzichten kannst. 

Ich habe auch WhatsApp, aber schreibe so gut wie nie mit Freunden, eben nur dann, wenn wir was ausmachen wollen oder wenn es um die Schule geht. Dafür ist es halt schon hilfreich.

Vor allem wenn die Freunde weiter weg wohnen ist es so am leichtesten Kontakt zu halten. Aber ich hatte mal 4 Monate kein Whatsapp und bin auch nicht davon gestorben. Es geht auch ohne Whatsapp noch Dinge auszumachen. Sei es wenn man der Person gegenüber steht oder per Telefon oder SMS.

Ich finde deine Einstellung löblich, mich nervt an der dauerhaften Nutzung am meisten Social Media. Selbstdarstellung auf Instagram, Snapchat und co. um so zutun, als hätte man das beste und spannendste Leben auf der Welt. Ich finde es falsch und nervig.
Ich denke trotzdem, dass ein gutes Handy teilweise doch sehr sinnvoll ist in Notfallsituationen, aber auch um Freunde und Eltern bei Planänderungen schnell kontaktieren zu können.

Und ein ganz banaler Nachtteil: Du kannst auf einem Nokia Handy wesentlich schlechter Musik höre, wenn du unterwegs bist und mir bedeutet das echt viel.

Mein Fazit wäre, dass man durchaus auch ohne Smartphone klar kommt, man dafür aber paar Nachteile einstecken muss und man muss entscheiden, ob die einem wert sind. Das Leben wird halt teilweise doch erleichtert. Du musst aber aus deinen persönlichen Gründen entscheiden, was für dich das beste ist.

Ich habe kein Smartphone. Ich weigere mich standhaft, mich an so'n Teil zu ketten.

Und es gibt Tage, da schalte ich mein Handy einfach aus - weil ich in Ruhe arbeiten will.

Mit Mitte 20 war ich zwar verheiratet, hatte zwei Kinder und zwei Berufsabschlüsse aber noch nicht mal einen Festnetzanschluß. Zum telefonieren bin ich mit dem Fahrrad zum Münzfernsprecher gefahren.

Mit meinen Freunden habe ich mich in der realen Welt getroffen.

Mein Facebook-Intermezzo habe ich abgebrochen, als diese unseriösen Schnüffler allen Ernstes meinen Klarnamen wissen wollten.

Du siehst also, es geht sehr wohl ohne.

Ach übrigens: http://666kb.com/i/ctr2hds767mlycvam.jpg

Interessant, diese Frage von einem jungen Menschen zu hören. Ich kenne sie umgekehrt von älteren Verwandten, die noch nie ein Smartphone hatten, sich aber jetzt überlegen, ob sie nicht eins anschaffen müssten. Sie machen sich Sorgen, sonst "den Anschluss zu verlieren". Und sie stellen sich die Frage, ob sie in ein paar Jahren ohne Smartphone noch Fahrkarten oder Parktickets lösen können.

Heute kann man sicher noch gut ohne Smartphone leben - nur wegen Facebook, Whatsapp usw. braucht man es nicht. Aber wenn das Umfeld und das Alltagsleben immer mehr auf diese Technik ausgerichtet wird (und die Wirtschaft scheint ein starkes Interesse daran zu haben), könnte das in ein paar Jahren anders aussehen.

Ein Vergleich (ja, ich weiß, alle Vergleiche hinken): Es gab Zeiten, da konnte man noch gut ohne Girokonto leben. Das wirtschaftliche und private Leben wurde aber schleichend immer mehr so eingerichtet, dass ein solches Konto heute lebenswichtig ist. Wer da hineingeboren wird, kann es sich gar nicht anders vorstellen ...

Im Grunde genommen hast du mit deiner Erkenntnis gar nicht so Unrecht. Aber es wird bestimmt schwierig werden, immer und jedem deines Alters zu erklären, warum du kein iPhone hast, warum man dir keine WhatsApp schicken kann usw.

Es könnte sehr stressig für dich werden, wobei du ja zumindest per SMS und telefonisch erreichbar bist. Frag doch mal deine Freunde, wie sie damit umgehen würden/könnten.

Ich hatte mir mein erstes Smartphone mit 17 gekauft, bis dahin hab ich also auch ohne Smartphone überlebt XP

Jetzt bin ich übrigens 19, also allzu lange ist das noch nicht her ;-)

Ja ein bekannter von mir hat auch "nur" ein Tastenhandy. Wenn man ihn erreichen will muss man ihn halt anrufen aber grundsätzlich kann man ohne Smartphone leben.

Gruß

Na klar, sonst würde es die Smartphones ja gar nicht geben.

Man kann ohne jegliche Technik leben, es ist nur einfacher mit.

Ohne Smartphone können manche Dinge "komplizierter" werden, aber der Mensch gewöhnt sich schnell dran.

BurgessGalaxies 28.06.2017, 12:41

Sorry, wenn ich dir widerspreche, aber alle Menschen, die ich kenne  und die (teils sogar begeistert) Smartphones nutzen, haben permanent Ärger mit:

nicht vorhandenem Netz

abkackenden Verbindungen

müden Akkus

verschwundenen Ladekabeln

nicht passenden Ladekabeln

zerbröselten Displays

Nicht-Anwesend-Sein von Freunden

Unhöflichkeit von Bekannten

sich dazwischenschaltender Werbung

extrrrrrrrrrrremen Rechnungen.

Von Schüler/innen heißt es, dass ein rundes Viertel von ihnen gemobbt wird.

Das Leben wird einfacher...? LOL

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smocan77 28.06.2017, 13:14
@BurgessGalaxies

Wie man damit umgeht, auch mit der Nutzung des Internets, davon habe ich nicht gesprochen.

Also in meinem Freundeskreis gibt es vielleicht mal einen leeren Akku oder im Wald schwer Verbindung (aber da braucht man eh kein Spartphone), ansonsten wird es, wenn nötig benutzt und nachdem man sich getroffen hat einfach einen Abend zu Hause oder in der Tasche gelassen.

Von der Boardigncard, bis zum Zug über bargeldlos bezahlen hatte ich bisher immer nur gute Erfahrungen und einiges an Erleichterung.

Sagen wir so, ohne ist es durchaus heute um einiges stressiger keines zu haben.

Leben kann man ohne dennoch allemal. Ich weiß es, da ich eine Welt mit und ohne kenne, mit meinen 38 Lenzen.

Ergo, nicht die Technik, sonder der Umgang mit jener macht die Dosis des Giftes.

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Natürlich kann man ohne Smartphone leben. Freunde kann man auch persönlich treffen und muss sie nicht "adden".

Ja, kann man.

Bis vor einem Jahr habe ich das selbst so gemacht. Ein einfaches Handy genügt.

Und streng genommen brauchst du noch nicht mal das.

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