Kann eine Katze böse auf einen Menschen sein?

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13 Antworten

Umzug ins Ausland mit Katze, inkl. 4-Stunden-Flug (s. Kommentar von LuzifersBae2 zur Antwort von Dackodil), damit dürfte das Verhalten Eures Katers wohl erklärt sein...

Katzen sind Gewohnheitstiere und hassen Veränderungen in ihrem Lebensraum, da reicht es manchmal schon, wenn in der Wohnung nur ein paar Möbel umgestellt werden.

Durch den Umzug ins Ausland - verbunden mit dem ganzen Umzugsstress, Flug, etc. - habt Ihr Euren Kater von jetzt auf gleich in eine für ihn völlig neue Welt "gebeamt".

Eure Fellnase versteht im Augenblick die Welt nicht mehr! Stellt Euch vor, ihr wäret abends in Deutschland zu Bett gegangen, und am nächsten Morgen in China aufgewacht - so ungefähr dürfte sich Euer Kater jetzt fühlen.
Wahrscheinlich schmeckt selbst das Wasser plötzlich anders, als er es von "zu Hause" gewohnt ist.
Und vermutlich seid Ihr schon Wochen/Monate vorher im Umzugsstreß gewesen, was an der Fellnase natürlich auch nicht spurlos vorüber gegangen ist - Katzen haben ein Gespür dafür.

Kein Wunder also, wenn er verstört, verunsichert und ängstlich reagiert, was sich z.B. im Fauchen und Knurren (evtl. auch in Unsauberkeit o.ä.) ausdrückt.
Mit Eurer Mutter hat dies vermutlich überhaupt nichts zu tun, sie war nur zufällig die Erste, bei der er sich "beschweren" konnte...

Habt jetzt ganz viel Geduld mit ihm, lasst ihn erst mal zur Ruhe kommen, und ihn sich an die neue Umgebung gewöhnen! Im Prinzip solltet ihr ihn ungefähr so behandeln, wie eine "neue" Katze, ihn sich also z.B. erst ausreichend lange (ca. 4-6 Wochen) an die neue Situation/Wohnung/Klima etc. gewöhnen lassen, bevor er z.B. Freigang bekommen kann.

Ein Kumpel für Euren Kater wäre grundsätzlich auch klasse, im Augenblick würde eine Zusammenführung aber sicher nur zusätzlichen Stress für ihn bedeuten.

Alles Gute Euch und Eurem Kater in der neuen Heimat!

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Kommentar von LuzifersBae2
15.09.2016, 17:12

Wir würden eine neue Katze eh nur dann dazu holen, wenn die ganze Wohnung vollkommen fertig ist. Und das dauert mindestens 'nen Monat .... :)

Danke für deine Antwort! :)

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Oh ja, es gibt Katzen, die sind tagelang beleidigt und gucken Dich nicht mehr mit dem Ar.... an, wenn Du mal wagst, zu verreisen oder Du kümmerst Dich mal nicht wie gewohnt.

Das gibt sich wieder mit der Zeit, am besten viel bürsten, streicheln und einfach wieder für ihn da sein. lg Lilo

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Ohja Katzen können sehr nachtragend sein... ich musste meinen Kater mal 3 Tage in der alleinigen Obhut meiner Mutter zurücklassen (ich musste ins Krankenhaus). Als ich nach Hause kam hat er mich angefaucht, gebissen (nur leicht aber als Zeichen leicht zu verstehen) und das Futter das ich ihm hingestellt nicht angerührt. Eine Woche später war alles wieder Ok :P

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Als ich nach einem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause kam, hat mich unser Kater nur mit einem Hinterteil "angesehen" und tagelang nicht mit mir "gesprochen", so beleidigt war er. Ich hatte ihn im Stich gelassen, weil ich diejenige in der Familie war, die ihn betreute und fütterte. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, war alles beim Alten.

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Als ich 7 war, bin ich der Katze meines Uropas aus Versehen auf dem Schwanz getreten. Am nächsten Tag ist sie von einem Schrank oben auf mich herab gesprungen und hat mir den Hals zerkratzt... Das Biest hat mich fast 10 Jahre gehasst, bis er gestorben war und ich die einzige war, die sich noch drum gekümmert hat. Plötzlich durfte ich sie sogar hochheben. 

Aber ja, Katzen können extrem nachträglich sein. 

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Wenn meine Freundin in den Urlaub fährt und die Nachbarin ihr zwei Katzen "versorgt", rein und raus lässt, ihnen die Katzenklos sauber macht usw, sind sie erst einmal beleidigt, wenn meine Freundin aus dem Urlaub zurück kommt, weil sie halt nicht vor Ort war. Das legt sich aber nach 2 oder 3 Tagen und sie sind wieder ihre Schmusekatzen wie zuvor.

Also Katzen merken schon, dass ihre Bezugsperson sie "im Stich gelassen" hat und sind sauer bzw. beleidigt und lassen das auch denjenigen spüren

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Ja, natürlich gibt es das.

Tiere haben auch Gefühle und sind eigene Persönlichkeiten.

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Aber gewiss doch, LuzifersB2.

Meine Sissi verpasste mir immer exakt 3 Stunden Kontaktsperre, wenn ich von Besuchen bei meiner Schwester zurückkam, haute mir ein fettes, bitterböses MÄCK! hin, versuchte ich, die Frist zu unterschreiten, und hätte auch noch Krallenschrift auf mir getextet, wäre ich weitergegangen, lG.

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Jep, eindeutig. Als unser erstes Kind kam, war sie tagelang muffig und hat auch mal in seinen Kleiderschrank gepinkelt :-D Am Schreien des Babys kann es definitiv nicht gelegen haben, er war ein sehr ruhiges Kind. Aber ihr Platz im Bett war belegt, das hat ihr absolut die Laune verhagelt. 

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Hallo
LuzifersBae...,
Hm, na ja, also meine klare und sachliche Antwort: NEIN!

Natürlich "spreche" ich mit meinen Viechern und "frage" sie auch bei wichtigen Themen. Enttäuschungen versuche ich Ihnen möglichst zu vermeiden, jedoch... Ein Katzenbewusstsein ist nicht in der Lage, eine derart ausgefeilte "ich/du-Beziehung" oder Abstrakta überhaupt zu erfassen.

Natürlich sind wir nur allzu gerne versucht, das tierische Verhalten zu vermenschlichen: "Guck mal wie süß er bettelt!"  Sie betteln nie, wir interpretieren es nur so! So leid es mir tut, alle Tiere sind ausnahmslos konkrete "Reiz-/Reaktions-geschöpfe" und verfügen (nur angedeutete Ausnahmen bei Schimpansen) nicht über "absichtsvolles", also konstruktives, Verhalten oder planungsvolles Handeln. Es könnte also den Riegel eines Tores, nicht öffnen. Menschliche Emotionen wie Beleidigtsein, Trauer, Enttäuschung, Wut... gibt es bei Tieren auch nicht, dazu wäre ein personifiziertes Ich-Bewusstsein nötig. Tatsächlich sind Tiere noch so, dass sie Zustände schlicht nehmen wie sie sind und nicht abstrakt bewerten können.

Allerdings...

Ich würde es jedem Fall eines Tierkontaktes unbedingt vermeiden, ein Tier "anzulügen"!
Gerade, weil es gar nicht in der Lage ist, "richtig oder falsch", "gut oder schlecht" überhaupt zu erfassen, muss in ihm jedes Vertrauen zu uns zusammenstürzen, wenn es "angelogen" wird. Das Tier ist dann nicht etwa moralisch enttäuscht von uns (Moral kennen sie auch nicht), sondern es lernt nur, dass das Vertrauen in uns, also seine Einschätzung, ein Fehler war! Für mich ist das "Vertrauen" (also Zuversicht in Sicherheit) eines Tieres das Höchste, was es mir schenken kann! :- )

Einmal hatte ich einen elfjährigen Kater übernommen, dessen Leute ihn "richtig gut erzogen" hatten.
Das arme Tier war ganz schlimm verschreckt, zuckte und duckte sich extrem häufig. Es brauchte Jahre, bis er neues Vertrauen schöpfte, also nicht weniger aufmerksam war, sondern angemessenere (eben kaum noch) Alarmreaktionen zeigte. Das bei-mir-Schlafen ist so ein großer Vertrauensbeweis. Dass er sich dann im Alter eines Nachts in meinen Schreibtisch verkroch, um da zusammengerollt zu sterben, war sein letzter und größter Vertrauensbeweis. :- )



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Kommentar von dasadi
13.09.2016, 12:39

Schön erklärt, aber ich zweifle es an. Wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme, beachtet meine Katze mich nicht mehr. Zu allen anderen ist sie freundlich, mit mir spricht sie nicht mehr. Das hält ein paar Tage an.

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Kommentar von xWIOJx
13.09.2016, 16:46

glaubst du wirklich das Tiere keine Emotionen haben?

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Kommentar von Xineobe
14.09.2016, 15:09

Natürlich sind Tiere zu so etwas fähig ;) Viele Rabenvögel haben sogar ein "Ich-Bewusstsein". Und natürlich können höher entwickelte Tiere auch Betteln oder gar "schmollen". Wer Hund oder Katzen hat und allein nur Vorbereitungen für den Urlaub unternimmt wie Kofferpacken, wird in den meisten Fällen eine deutliche Verhaltensänderung wahrnehmen.

Es sind nachweislich nicht alle Tiere
"Reiz-/Reaktions-Geschöpfe"


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Kommentar von Grillmax
04.11.2016, 23:14

@Naiver: das einzige, was ich genauso sehe, ist das das Vertrauen der Katze "erarbeitet" werden will ....und dies nicht übernacht geschieht, sonder mehrfach überprüft wird.

Auf die Gefahr hin, das meine Eindrücke als "Vermenschlichung" abgetan wird, könnte ich einige Reaktionen meiner Katze nennen, aus der ich Freude oder anmaulen (also Frust) heraushöre ... zum beispiel, wenn ich wieder mal eeeeewig brauche, bis das Nassfutter endlich im Napf ist...

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manche katzen können dies ganz übel nehmen, also ja.

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Muß ich daraus schließen, daß sie ihn 3 Tage nicht gefüttert hat?

"Böse, bedrohlich, Zähne zeigen", das läßt auf mehr schlechte Behandlung schließen, als nur hungern lassen.

Das klingt nach Angst/Aggressionsgemisch und Selbstverteidigung nach Mißhandlung.

Was ist wirklich passiert? (Rhetorische Frage, auf die ich nicht wirklich eine ehrliche Antwort erwarte).

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Kommentar von LuzifersBae2
13.09.2016, 12:42

Nein um Gottes Willen.

Ich und meine Schwester haben ihm natürlich gefüttert und mit ihm gespielt, gekuschelt .... Wir ziehen gerade um, deshalb haben meine Eltern seehr viel zutun, das heißt also auch dass meine mom nicht so viel Zeit für ihn hat.

Außerdem brauchst du hier nicht so zutun, als würden wir unsere Katze misshandeln und als würde ich hier lügen, ist ja armselig sowas. Er hat einen 4 stündigen Flug hinter sich, Umzug ins Ausland, neue Wohnung, Umgebung und alles. Und im Flieger war er mit meiner Mutter, danach wurde er LEIDER von ihr nur noch vernachlässigt, weil es so sein musste.  

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Na klar, können Tiere sauer auf einen sein!

Mein verstorbener Senior war in jungen Jahren sehr nachtragend. Wenn man ihn z.B. mal allein gelassen hat weil man etwas erledigen musste, wo er nicht mit konnte.... da war er echt eingeschnappt und hat uns dann buchstäblich mit Verachtung gestraft.

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