Kann man denken ohne je eine Sprache gelernt zu haben?

180 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hm... wirklich eine gute Frage!

In mir tauchen da so einige sich widersprechende Antworten auf und ich versuche gerade die Verbindung, das Gemeinsame zu finden. Denn erfahrungsgemäß sind scheinbare Widersprüche nur das Ergebnis noch fehlenden Wissens.

Also scheint mir da noch Einiges zu fehlen ;-)

Der erste Gedanke ist biblischer Natur:

Im Anfang ist das Wort...

Demnach könnte nichts existent sein, ohne dass vorher das Wort war/ist.

Andererseits kenne ich von mir das Gefühl inneren Wissens. Also ich fühle etwas und dies ist ganz klar in mir. Wenn ich es dann allerdings so in Worte fassen möchte, dass es auch ein anderer versteht, scheint mir dies fast unmöglich, weil ich das Gefühl habe, damit nur einen kleinen Abriss weitergeben zu können.

Vielleicht begrenzen wir aber auch den Begriff "Denken". Vielleicht ist "wahres Denken" tatsächlich mehr, als nur Worte?

Du siehst schon, um hier für mich Klarheit zu bekommen, reicht anscheinend eine Sprache nicht aus :-)))

Oh, vielen Dank, auch dafür, dass du mit deiner Frage etwas in mir angerührt hast, das noch immer arbeitet :-)

Versuche gerade alles schriftlich fest zu halten...

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Auch Menschen, die keine Sprache hatten, haben nachgedacht, wie sie überleben können. Tiere tun es auch.

Die ersten Worte beginnen mit:

Am Anfang schuf.....

diesen Worten sind Gedanken vorangegangen und dann die Handlung in Worte gefasst? .. ? vermute ich.

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@Volksentscheide

@ volksentscheide. Johannesbriefe Kapitel 1 Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott... Reden hier ja nicht von der Schöpfunggschichte :)

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Ergänzend ein paar Gedanken, die aufgrund dieser Frage entstanden sind:

Geistloses Denken – geistreiches Denken

Geistloses Denken:

  • begrenzt auf den Intellekt
  • basierend auf Erlerntem, Erfahrenem
  • erfasst nur den Sinn der Worte, der mir bekannt ist (und erzeugt eben auch die mir bekannten Erscheinungen )
  • unbewusstes Denken, meist in Vergangenheit und Zukunft
  • Reproduktion von bewusstem und unbewusstem Wissen/Glauben
  • Denken = trennend, Hass (...und was du hasst, das hast du )

Geistreiches Denken:

  • Verbindung von Herz und Verstand
  • Offenheit für Intuition und innere Weisheit
  • umfasst alle Sinne
  • bewusstes Denken im Hier und Jetzt
  • basierend auf Stille und Achtsamkeit
  • Denken = verbindend, Liebe

Momentanes Fazit: Ersteres, nämlich geistloses Denken, ist auf Sprache angewiesen. Es ist trennendes Denken, das grob gesagt mit Worten Urteile fällt und in „gut“ und „schlecht“, "richtig" und "falsch" einteilt.

Das zweite, also geistreiches Denken braucht keine Sprache, kann aber derzeit von Außen ohne Sprache nur von geistreichen Denkern als Solches erkannt werden. Geistreiches Denken ist verbindendes Denken, das einfach wahrnimmt, was so ist, ohne es zu bewerten und zu beurteilen. Also be-ding-ungslos = LIEBE

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@Martaman

Wenn sie für dich die bessere ist... Prima! Mir ist es gleich-gültig. Ich schrieb diese Antwort nicht, um eine "bessere" als ein anderer zu liefern. Ich schrieb sie, weil die Frage in dem Moment, wo ich sie las, auch zu meiner Frage wurde und ich IN mir nach Antworten suchte. Ich habe Freude daran, dies zu tun und es schriftlich fest zu halten.

Das ist alles.

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@Angel84

Sauber, Angel84 ;) Genau so ist es, alles Punktehascher, hier gehts es nicht darum Punkte zu sammeln, sondern sein Wissenszentrum zu erweitern !

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@Keizen

Und, was denkt wahrlich in uns irdischen Menschen? Und, braucht das, was denkt, dafür eine Sprache? OYena

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@OYena

Tja, das ist wohl die Quintessenz des Ganzen... :-)))

DAS braucht tatsächlich keine Sprache, eben Geist-reiches Denken :-)))

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@Angel84

Klar, man macht sich dann halt Bilder, zu dem, was man gerade denkt...

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@WiNDOWCOLOUR

Von Geburt an Blinde träumen auch ohne Bilder vor sich zu sehen. Sie träumen Geräusche und Berührungen. Und Menschen, die z. B. taub sind, also nie Sprache gehört haben, denken nur in Bildern.

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@Angel84

Du bist ein Freigeist im Namen des Herrn.

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@Keizen

"Sauber, Angel84 ;) Genau so ist es, alles Punktehascher, hier gehts es nicht darum Punkte zu sammeln, sondern sein Wissenszentrum zu erweitern !"

Christliches Geschwafel ohne Hand und Fuß erweitert sicher nicht das Wissenszentrum.

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@Martaman

phinuphinu's Antwort ist doch viel besser....

Dieser Kommentar passt zu dem geistlosen Denken (exakt wie oben beschrieben) weil er versucht zu werten und somit zu trennen anstatt zu erfassen und zu verbinden.

Es geht bei dieser Frage und den Antworten absolut nicht um "besser" oder "schlechter" - das hast du leider nicht verstanden.

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du kannst denken, solange du existierst (gläubig gemeint)

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Eine Giraffe zum Beispiel hat keine Stimmbänder, also kann sie auch keine Sprache sprechen (Hunde bellen, Affen schreien, Löwen brüllen usw.) das kann man ja als sprache auffassen. Giraffen essen ja auch Blätter von Bäumen ohne zu wissen was Blätter sind oder wie sie heissen, sie rennen weg, wenn gefährliche Tiere, wie Geparden, Löwen, Jaguare etc. kommen, sie wissen, dass die Tiere gefährlich sind, deswegen verschwinden sie. Wenn sich aber andere Giraffen zu ihnen gesellen, verschwinden sie ja nicht, genauso wenig wie bei anderen harmlosen Tieren, wie Elefanten zum Beispiel. Also:

Ja man kann denken, ohne je eine Sprache gelernt zu haben!

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@MoDerPenner

Ich gehe davon aus - wie wohl die meisten hier - dass der Fragesteller speziell die menschliche Spezies gemeint hat, die im Gegensatz zu Tieren, nicht ausschließlich instinktgesteuert denkt und handelt.

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@Angel84

ja ich hatte die menschliche spezies gemeint

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@Angel84

woher willst du wissen das tiere nur instinktgesteuert handeln ? da wir menschen der sprache soviel macht verschafft haben, auf kosten von den anderen kommunikationsformen die wir so drauf haben, wissen die aller, allermeisen gar nicht wie denken, fühlen, handeln einfach existieren überhaupt funzt. mich eingeschlossen, wobei ich zumindest schon mal weiss das da viel mehr ist.....

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@phoenix1974

Hm, haste auch wieder recht... Letztendlich das, das ich oben als "geist-reiches Denken" bezeichnet habe... Wobei mir die Begriffe selbst nicht sonderlich gefallen...

Vielleicht eher Verstand und Bewusstsein?

Oder Ego und Gewahrsein?

Is ja im Grunde egal, denn Mensch bedient sich ja meist beider Rubriken, wenn auch in unterschiedlichem Maße.

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@MoDerPenner

man sollte aber bedenken, dass wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass tiere einzig und alleine nach ihrem Instinkt handeln..... deswegen kann man hier das menschliche denken, überhaupt nicht mit tieren vergleichen..

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@phoenix1974

vllt. muss man auch erstmal klarstellen was ist sprache? und ohne spreche zu können denken? man kann instinktiv handeln aber nicht dneken meiner meinung nach

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@xX7Xx

ich glaube nicht,dass hochentwickelte tiere (vorallem menschenaffen) nur instinktiv handeln...aber um darüber zu diskutieren muss erst mal geklärt werden was genau "Instinkt" ist.

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@bluff

Sehe ich auch so. Ich gestehe, dass ich mit wissenschaftlichen Nachweisen nicht allzu viel anfangen kann. Die Wissenschaft erbringt Ergebnisse in Maßsetzung ihrer derzeitigen Möglichkeiten, die deshalb nicht falsch, meiner Meinung nach aber bruchstückhaft sind. Hätte ich vor 20 Jahren ein wissenschaftliches Ergebnis der heutigen Zeit kundgetan, wäre ich verlacht worden und in weiteren 20 Jahren lacht man über die heutigen Ergebnisse. Und so bin ich der Meinung, dass die Wissenschaft wohl "etwas" erklärt, aber längst nicht "alles".

Ich glaube auch, dass auch in Tieren etwas wirkt, das über den Instinkt hinausgeht...

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@MoDerPenner

zum Thema der Giraffe: Sie kann "sprechen" . Allerdings kommunizieren Giraffen über Schallwellen, die entstehen, wenn sie ihr Kopf im Nacken legen, diese sind für Menschen nicht hörbar oder sonst wahrzunehmen. Nur so als kleine Anmerkung

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@jenni88

Guter Hinweis...

... denn, dies könnte - mal rein theoretisch - auch einen Teil des "Denkens" beim Menschen ausmachen... Mal gar nicht festgelegt, ob es "Schallwellen" sind, oder was auch immer. Einfach nur der Gedanke, dass etwas nicht Messbares, Hörbares, Teil des Wahrnehmens ist.

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@xX7Xx

Abgrenzung zwischen Instinkt und Intellekt:

Sehr, sehr schwierig. Man kann sagen, dass ein Pantoffeltierchen oder ein Hefepilz nur auf seine Wahrnehmung reagiert und sein Handeln entsprechend anpasst, ganz simpel, ganz einfach. Wenn es genug Nahrung hat, teile ich mich, wenn nicht, nicht.

Wo aber liegt genau der Unterschied zum Menschen? Der Mensch tut eigentlich auch gar nichts anderes, als angemessen auf sein Umfeld zu reagieren. Gut, er kann lernen und seine Erfahrungen in seine "Entscheidungen" einfliessen lassen, aber fundamental anders als ein Pantoffeltierchen handeln wir nicht.

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@MoDerPenner

Das sind dann doch eher Instinke bzw. erlerntes Verhalten oder nicht?

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Am Anfang war nicht das Wort, sondern das Gefühl und Sinneswahrnehmung. Wenn ein Kind aus Mutters Bauch kommt fühlt es zuerst, z. B. Kälte, es hört Geräusche, die es noch nicht einordnen kann, es sieht unglaublich helles Licht (wenn es denn schon die kleinen, verklebten Äuglein öffnet). Das Wort, wenn denn überhaupt welche gesprochen werden kann es noch gar nicht einordnen. Die Sprachentwicklung folgt erst später. So war es natürlich auch in der Evolution des Menschen. Zuerst sprach der Mensch nicht, er äußerte nur Laute.

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Ihr verwirrt mich aber ich denke schon das das geht also denken one eine sprache zu kenen glaube ich zumindest

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@LOTARAMATER

Wo wird bei dieser Frage ein Rat gesucht? Ich habe eine ähnliche gestellt (woher weiß der mensch, dass er ein mensch ist) und sie wurde promt gelöscht. Hab mich dann an den Support gewendet, gab aber keine Antwort

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@olio309

Das ist ne tolle Frage! Wir stellen auch manchmal welche, die dann gelöscht werden, WARUM AUCH IMMER!

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@LovelyCat

suuuper, ich bis sprachlos... dieser Dialog... leider sehe ich es erst 10 Monate später, daher spare ich mir eigene Statements....

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Hallo, habe auch mal eine Frage zum Thema Denken.

Ich frage meine Eltern in letzter Zeit häufiger wie sie denken, also hochdeutsch oder Dialekt. Beide reden Dialekt.

Erst meinten beide, sie denken auf Hochdeutsch, aber mein Vater hat es doch nicht gelernt. Dann meinten sie, sie wissen es nicht, es ist doch egal ob sie auf Hochdeutsch oder Dialekt träumen.. Träumen?! Wenn man doch denken kann, wieso kann man das nicht beschreiben bzw versuchen... Und normalerweise sagt meine Mutter ja dann iwann sie hat nochmal drüber nachgedacht aber das hat sie da nicht gemacht.. Wie kann man das nicht beschreiben! Das muss man doch können wenn man wirklich denkt und es nicht nur so sagst wegen einem Schein oder sonstigem.. Ich kanns doch auch... Im internet können es doch auch alle.. Ich verstehe es einfach nicht. Man nimmt seine Gedanken doch wahr... Da muss man doch dann iwann auch sagen jetz kann ichs dir sagen hab mal drauf geachtet... Sie sagen sie habn Gedanken.. Aber das kann man doch einfach sagen..Und ich habe meinen Papa dann nochmal gefragt, dann meinte er, er weiß nicht, wie er denkt, aber er träumt auf hochdeutsch. Vorher wusste er doch genau er denkt auf hochdeutsch.. Ich verstehe es einfach nicht.

Ich weiß nicht, warum er immer aufs träumen kommt.. Genauso meine Muttera.. Danach habe ich doch nie gefragt

Und dann meinte er hat nicht gesagt dass ers nicht weiß, wie er denkt, dabei habe ichs genau gehört.. Warum sagen sie immer was anderes?

Ich glaube sie verstehen die Frage nicht richtig und machen sich darüber keine Gedanken? Können das auch vlt nicht so einfach wie ich beschreiben? Ich dachte wenn man doch Gedanken hat, dann kann man sich auch darüber Gedanken machen, wie man diese wahrnimmt...denke dann immer ein Schein liegt vor, ich wurde nicht geboren, sie können nicht denken sondern ja alles ist nur schein... Weil wieso denkt mein Papa auf hochdeutsch wenn ers doch nicht so gut sprechen kann..Und er träumt immer von Aliens... Und ich hatte mal ne Derealisation in der mir alle wie aliens vorkommen. Und ja mittlerweile kann ich das ganze auch nicht mehr so ernst nehmen. Aber ja ich muss keine Angst haben oder? Immer diese Theorien es liegt ein Schein vor, aliens seien unter uns, ich Bilde mir alles ein, andere seien simuliert..

Und meine Eltern meinten sie habn keine innere Stimme sie wissen net was ich meine.....

Wie erklärt ihr euch das?

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klar ist es möglich. lies dir mal was zu split-brain-studien durch. die linke hemnisphäre ist i.d.r. bei rechtshändern die sprachdominante hemnisphäre. bei splitbrain-patienten kann es dazu kommen,dass sie die nicht sprachdominante seite, also meist die rechte und die damit verbundenen motoorischen funktionen der kontralateralen körperhälfte (also links ^^) als befremdlich wahrgenommen werden, also zb. das die linke hand nicht richtig gehorcht. dies ist auf zwei bewusstseins, einer pro hemnisphäre zurückzuführen- nur lässt sich das bewusstsein und damit das denken der sprachschwächeren hemnisphäre schlecht beschreiben, eben weil wir menschen alles eig in sprache beschreiben, doch diese arbeitet ja weniger damit- worauf ich hinaus will- auch die sprachschwächere hälfte hat ein bewusstsein und denkt also eigenständig- fast ganz ohne sprache. oder ein andrer vergleich: es gibt ja auch ein implizites und nonverbales gedächtnis. die amygdala zb. eine gehirnstruktur, die eine wichtige rolle beim emotionalen gedächtnis v.a. von angst spielt. sind die andren gedächtnisrelevanten hinrstrukturen zerstört wie zb. nach einer entfernung des medialen temporallappens ( stichwort: patient h.c., google mal ;)) kann immer noch ein emotionales , also auch damit nonverbales gedächtnis bestehn bleiben das ganze, ist natürlich aus der sicht der psychologischen biologie;)

Hallo, habe auch mal eine Frage zum Thema Denken.

Ich frage meine Eltern in letzter Zeit häufiger wie sie denken, also hochdeutsch oder Dialekt. Beide reden Dialekt.

Erst meinten beide, sie denken auf Hochdeutsch, aber mein Vater hat es doch nicht gelernt. Dann meinten sie, sie wissen es nicht, es ist doch egal ob sie auf Hochdeutsch oder Dialekt träumen.. Träumen?! Wenn man doch denken kann, wieso kann man das nicht beschreiben bzw versuchen... Und normalerweise sagt meine Mutter ja dann iwann sie hat nochmal drüber nachgedacht aber das hat sie da nicht gemacht.. Wie kann man das nicht beschreiben! Das muss man doch können wenn man wirklich denkt und es nicht nur so sagst wegen einem Schein oder sonstigem.. Ich kanns doch auch... Im internet können es doch auch alle.. Ich verstehe es einfach nicht. Man nimmt seine Gedanken doch wahr... Da muss man doch dann iwann auch sagen jetz kann ichs dir sagen hab mal drauf geachtet... Sie sagen sie habn Gedanken.. Aber das kann man doch einfach sagen..Und ich habe meinen Papa dann nochmal gefragt, dann meinte er, er weiß nicht, wie er denkt, aber er träumt auf hochdeutsch. Vorher wusste er doch genau er denkt auf hochdeutsch.. Ich verstehe es einfach nicht.

Ich weiß nicht, warum er immer aufs träumen kommt.. Genauso meine Muttera.. Danach habe ich doch nie gefragt

Und dann meinte er hat nicht gesagt dass ers nicht weiß, wie er denkt, dabei habe ichs genau gehört.. Warum sagen sie immer was anderes?

Ich glaube sie verstehen die Frage nicht richtig und machen sich darüber keine Gedanken? Können das auch vlt nicht so einfach wie ich beschreiben? Ich dachte wenn man doch Gedanken hat, dann kann man sich auch darüber Gedanken machen, wie man diese wahrnimmt...denke dann immer ein Schein liegt vor, ich wurde nicht geboren, sie können nicht denken sondern ja alles ist nur schein... Weil wieso denkt mein Papa auf hochdeutsch wenn ers doch nicht so gut sprechen kann..Und er träumt immer von Aliens... Und ich hatte mal ne Derealisation in der mir alle wie aliens vorkommen. Und ja mittlerweile kann ich das ganze auch nicht mehr so ernst nehmen. Aber ja ich muss keine Angst haben oder? Immer diese Theorien es liegt ein Schein vor, aliens seien unter uns, ich Bilde mir alles ein, andere seien simuliert..

Und meine Eltern meinten sie habn keine innere Stimme sie wissen net was ich meine.....

Wie erklärt ihr euch das?

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Es gab einmal im 12. Jahrhundert einen Kaiser (Friedrich II , der Staufer), der wissenschaftlich interessiert war.
Der wollte die Ursprache der Menschheit experimentell ermitteln.
Sein Experiment sah so aus. Er ließ mehrere Neugeborene von ihren Müttern wegnehmen und sperrte sie in einen Turm, zusammen mit jeweils einer Amme, die für das Wohl des Kindes sorgen musste. Sie wurden gesäugt und auf den Arm genommen, gewickelt und bestens versorgt, nur sprechen durfte keine der Ammen mit den Kindern. Ergebnis: Alle Kinder starben. Dieses heute wahrscheinlich nicht mehr auf diese Art mögliche Experiment beweist, dass wir Menschen von Geburt an die Sprache, oder zumindest Laute benötigen, denen wir Bedeutung beimessen können, wahrscheinlich um unser Gehirn zu entwickeln. Dass Gehirn ist also vor allem unser Sozialorgan, das Erkennen und Senden von Kommunikation ermöglicht. Von daher sind wir nicht besonders weit von den meisten anderen Säugetieren entfernt. Sprache kann in diesem Zusammenhang aber auch eine relativ kleine Anzahl von Lauten sein, die Grundbedürfnisse ausdrückt.
Wenn wir uns veranschaulichen, dass wir unsere Umwelt in unserem Gehirn abbilden, dann sollten diese Abbildungen sich zur Ausführung erfolgreicher Kommunikation ähneln. Deshalb bekommen Soldaten alle den gleichen Drill, egal welche Funktionen sie hinterher erfüllen. Deshalb gibt es eine Schulpflicht in der alle Schüler den gleichen begrenzten Wissenskanon eingetrichtert bekommen.

Dies macht eine Gesellschaft zwar produktiver, aber auch wesentlich unflexibler. Und damit ist einer der Hauptgründe für den Untergang von isolierten Zivilisationen benannt. Bei einem Kontakt mit wenigen Vertretern einer (im Fall der Spanischen Eroberungen aggressiven) Fremdzivilisation kollabiert diese isolierte Zivilisation. Sicher spielen da auch die inkompatiblen Immunitäten der Mitglieder dieser Zivilisationen eine Rolle, aber in der Hauptsache bricht eine starr gewordene Gesellschaftsorganisation auseinander.
Zu beobachten historisch beim Zusammenbruch der süd- und mittelamerikanischen Zivilisationen und später auch der nordamerikanischen Stammesgemeinschaften, oder aktuell in Europa, Nahost, Afrika.

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