Wie haben Menschen früher gedacht?

26 Antworten

Die Anfänge der Sprache liegen vermutlich weit länger zurück als man glaubt. Schon der Homo Erectus, ein Vorläufer des modernen Menschen (der vor 1,5 Millionen Jahren, also weit vor den "Steinzeitmenschen" lebte), konnte ein Lautspektrum erzeugen das mit dem von uns verwendeten vergleichbar ist. Daraus kann man schliessen, dass die Menschen schon damals über eine Sprache kommuniziert haben. Tatsache ist: die Bildung des Begriffsvermögens geht Hand in Hand mit dem Erlernen einer Sprache. Einen Vogel als "Vogel" wahrzunehmen ist dasselbe wie das Wort "Vogel" zu formulieren. Also kann man davon ausgehen dass auch Steinzeitmenschen ähnlich gedacht haben wie wir. Wenn man noch weiter zurückgeht, zu den Anfängen der Sprache, kann man sowieso nur noch spekulieren. Vermutlich war es ein Prozess in dem sich teils kontinuierlich, teils sprunghaft, die Komplexität der verwendeten Sprache erweitert hat. Alles was man sieht oder denkt als "Worte" im Kopf zu formen macht übrigens nicht jeder, es ist aber durchaus normal.

Viele Menschen denken in Bildern, unter anderem alle kleinen Kinder. Bevor es Sprache gab, haben eben alle Vormenschen bzw. Menschenaffen in Bildern gedacht.

Interessante Frage auf die die Wissenschaft und Forscher Antwort wissen. Interessant wäre aber noch die Frage in die andere Richtung. Wie wird die Entwicklung in den nächsten 1000 Jahre aussehen. Wird es eine Einheitssprache geben? Wie wird sich das Gedächtnis entwickeln usw.

Falls dich dieses Thema wirklich brennend interressiert und du nicht gerade vor schwieriger Lektüre zurückschreckst ,kann ich dir "Das Sein und das Nichts" von Jean-Paul Sartre empfehlen.Dein Gehirn wird sich danach zwar wie eine frisch gepresste Orange anfühlen aber es lohnt sich.

Hallo,

Früher, als die Menschen noch "gerade erst da waren", also wo die ersten Formen von heutigen Menschen vorgekommen sind, gab es ja noch keine Sprache. Es gab zwar verschiedene Laute wie man sie aus den Kinderfilmen kennt, aber ich bin mir sicher das Wort "klein" gab es z.B. noch nicht.

Was macht Dich da so sicher? Heutzutage ist man eher der Meinung, dass selbst die Neandertaler schon eine Sprache hatten. Nur kennen wir diese heute nicht mehr. Irgendwie müssen sie sich ja verständigt haben.

Außerdem muss eine Sprache nicht immer aus Worten bestehen. Es gibt auch die so genannte nonverbale Kommunikation. Damit verständigt sich jeder Mensch und jedes Tier. Bei Menschen geschieht diese nonverbale Kommunikation oft unbewusst, vor allem durch Körperhaltung, Gestik und Mimik. Bei Tieren kommen noch verschiedene andere Dinge, z. B. der Geruch, hinzu. Die Lautsprache unterstützt die Körpersprache an sich nur; zur Not könnte man sich auch ohne sie verständigen (was auch viele, z. B. Taubstumme oder Leute, die aus anderen Gründen nicht sprechen können, machen).

Dazu kann man auch ohne Sprache denken. Die Dinge sind ja trotzdem da. Man stellt sie sich dann eben bildlich vor. Das macht jeder von uns, manche eben öfter als andere, und es nimmt auch nicht jeder gleich bewusst wahr.

Gefühle wie Verwunderung etc. gibt es auch schon sehr lange, und ziemlich jeder Mensch und jedes Tier kann sie empfinden. Ein Steinzeitmensch war also über Dinge, die er noch nie zuvor gesehen hat, genau so verwundert wie wir heute. Das funktioniert auch, wenn man nicht in Worten denkt, sondern nur in Bildern.

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