Ist Veganismus weltanschaulich als Extremismus einzustufen?

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29 Antworten

Ich frage mich immer, wo diese ganzen missionierenden Veganer leben sollen. Anscheinend konzentrieren sie sich an einigen Orten mehr als an anderen.

Mal ganz davon abgesehen, dass es auch unter Fleischessern den ein oder anderen "Extremisten" gibt.

Duden definiert Extremismus so:

"extreme, radikale [politische] Haltung oder Richtung"

http://www.duden.de/rechtschreibung/Extremismus

Jetzt ist natürlich die Frage, was "extrem" und "radikal" eigentlich sind und ich denke, da hat jeder seine eigene Meinung. Für die einen ist der Verzicht auf tierische Produkte extrem, für andere vollkommen normal.

Mir gefällt, was DinoMath geschrieben hat. Es gibt immer Menschen mit einer "extremeren" Haltung in verschiedenen Gruppierungen. Die einen hetzen gegen alles und jeden, das bzw. der nicht ihrer Meinung ist, die anderen leben lieber still und heimlich vor sich hin und versuchen mit ihrer Einstellung nirgendwo anzuecken, weil sie genau wissen, dass das Risiko dazu nicht gering ist. Auch gibt es z.B. Veganer, die komplett gegen die Haltung von sogenannten Haustieren sind und Veganer, die selbst Haustiere haben, von denen sich einige sogar von Fleisch ernähren.

Ich denke, solche Veganer, wie du sie beschreibst, sind eher selten. Das Problem ist einfach nur, dass solche Veganer einfach viel eher auffallen als die Veganer, die still und heimlich vor sich hin leben.

Und wenn du mich fragst, dann mag ich solche Veganer auch nicht, denn die sind der Grund, weshalb Veganer oft verpönt und ungern gesehen sind, zumal diese Art des Missionierens sowieso nichts bringt.

Grüße

Sehr gute Antwort! Danke!

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super geschrieben !

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Solche Leute gibt es in wirklich ALLEN Bereichen. Nicht nur bei den Veganern, sondern z.B. auch bei denen die Fleisch essen (nur um mal bei dem Beispiel hier zu bleiben.... gibt aber noch deutlich mehr Bereiche wo das so ist)! Sobald es ins extreme rutscht braucht man auch gar nicht mehr Versuchen mit den Leuten vernünftig zu reden. Da hilft es dann einfach die Diskussion zu beenden und nicht weiter darauf einzugehen. Alles andere wäre nämlich nur vergebene Liebesmüh und kostet einfach zu viele Nerven.

Kenne selbst einige Veganer und auch Vegetarier denen es egal ist ob ich daneben sitze und mein Fleisch esse oder nicht. Sie akzeptieren mich so wie ich bin und ich sie. Keiner versucht den anderen vom Gegenteil zu überzeugen das SEINE Ernährung die beste ist. Klar tauscht man sich mal aus (ja sogar bei Rezepten) und übernimmt vielleicht das ein oder andere, aber trotzdem versucht da niemand den anderen zu Missionieren. 

Für mich ist die vegane Ernährung aber auch absolut nichts und hat in meinen Augen mehr nachteile als vorteile, aber es muss jeder wissen wie er sich ernähren möchte. Für mich ist eine ausgewogene Mischkost noch das beste, aber das muss noch lange nicht für jeden so sein. 

Danke für deine kluge Antwort.

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Die Sache mit diesen Veganern (man beachte das ich nicht pauschalisiere) ist dass der Veganismus zu einem Teil der eigenen Indentität wird. Durch den Veganismus wird ein neues Über-Ich geschaffen.

Das Über-Ich ist eine perfekte Version des Selbstbildes einer Person, es enthält alles was diese Person gerne wäre und sich dem Über-Ich anzunähern ist ein unbewusstes Lebenszil. Man könnte es mit dem stereotypischen Schulterengel vergleichen.

Diese Vermischung aus Glaubensvorstellung mit der eigenen Persönlichkeit teilen sich alle Anhänger verschiedenster Aberglauben. Wo im Veganismus der Veganismus selbst zum Über-Ich wird, werden in Religionen die verschiedenen Götter zum Über-Ich.

Das schlimme daran ist, dass das Über-Ich im seltensten Fall kritikfähig ist. Das Über-Ich anzugreifen oder zu kritisieren ist ein Angriff auf die tiefsten Wünsche und Träume einer Person. Das Über-Ich muss perfekt sein um erstrebenswert zu bleiben.

Jeder versuch es auch nur anzukratzen wird energisch abgewehrt und/oder grausam gerächt.

Gleichzeitig wird im Veganismus wie in anderen Aberglauben die Missionierung als höchstes Gut gezählt. Somit wird das Über-Ich zu einer Art veganem Jesus der mit einer Geste tausende davon überzeugen kann dass der eigene Weg der richtige ist.

Das ist eine der größten Gefahren welche Aberglauben beinhalten.

Zum Abschluss noch einmal: Ich spreche hier nicht generell von ALLEN Veganern oder Anhängern anderer Aberglauben, sondern ausschließlich von jenen, welche man als "extrem" einstufen würde, während ich die Psychologie erkläre die diesem Verhalten zugrunde liegt.


Jetzt habe ich endlich das freudianische Über-Ich verstanden. Anschaulicher kann man es wohl nicht erklären, danke! =)

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Das hat nichts mit dem Thema Veganismus alleine zu tun...dieses Thema ist nur eines von vielen, wo man nicht miteinander vernünftig diskutieren kann...

der Mensch ist als einziges Lebewesen ( leider ) dazu in der Lage, nur seine eigene Überzeugung als die einzig Richtige zu akzeptieren....egal ob es sich um Veganer...Vegetarier oder  Fleischesser..oder ob es sich gar um Glaubensrichtungen handelt...etc....etc.

Das erlebst Du schon bei Kleinigkeiten hier auf GF..z.B. wenn`s um die Art und Weise der Fütterung eines Hundes geht...es gibt keine Kompromisse...jeder beharrt auf seiner Meinung als die einzig Richtige.

Diese den meisten Menschen angeborene und verbissene Sturheit ist nicht ganz unschuldig an Kriegen...denn wenn jeder nur ein ganz kleines Bisschen auf den Anderen zugehen würde, anstatt auf seinem vermeintlichen Recht zu bleiben...gäbe es viel weniger Streit.

Das ist ganz sicher richtig. Meine Frage sollte ein Zugehen sein und eine Diskussion anleiten, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Ich frage nach Meinungen und das sogar die, die mir offen feindselig entgegentreten, erhalte von denen aber keine Antwort - nicht einmal, wenn ich mich versöhnlich zeige und ihnen die Hand reiche. Dann endet die Unterhaltung auf einmal völlig abrupt. Ich frage mich langsam, was mit diesen Menschen los ist.

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@MarkusPK

und eine Diskussion anleiten

Ich möchte hier nicht polemisieren oder Diskussionen lostreten

Ach was denn nun?

Meine Frage sollte ein Zugehen sein

So, wo ist denn dann die alternative Auslegung, die du anbietest, neben dem Extremismus?

Du bietest die Möglichtkeit an, Veganismus als Extremismus anzusehen oder eben nicht.

Eine eventuelle positive Auslegung verweigerst du von vornherein. Das ist demnach keine Diskussion, sondern ein Versuch der Meinungslenkung.

Deine Frage soll zündeln, weil die Veggies viel zu ruhig sind. Es gibt doch kaum noch andere Fragen als solche, es nervt wie die Hölle. Was gehts euch an was einer verzehrt und am Körper trägt. Ihr könntet ein ruhiges ungestörtes Leben führen. Aber man braucht ja ein, wie hast du es oben genannt... "Feindbild".

Veganer selbst fragen hier auf GF mal nach nem Geschäft wo Sie was kaufen können, nach nem Rezept oder zb. nach Tipps im Alltag.

Wie kommt es, dass alle anderen jüngeren Fragen zum Thema "vegan" von Fleischessern, Metzgern und Jägern gestellt werden? Es gäbe überhaupt keine Berührungspunkte zwischen vegan lebenden Usern und Mischköstlern, wenn Letztere sich nicht unablässig an dem Thema abarbeiten würden.

Wer missioniert denn hier wen?

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@Maisbaer78

Du machst es dir zu einfach. So ist es schlicht und ergreifend nun einmal nicht. Erst gestern kam hier die Frage, ob Fleischesser Tiere hassen würden. Als ich in meiner Antwort darlegte, dass ich als Jäger ein großer Tierfreund sei und ich so eine Frage unangebracht und naiv finden würde, kamen natürlich wieder die übrigen Angriffe und Vorwürfe, wie dass ich nur aus Mordlust töten würde. Auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren habe ich mich bemüht und Beispiele für das tierfreundliche Verhalten eines Jägers angeführt, diese blieben jedoch unbeachtet und wurden mit der Bemerkung angetan, dass der Verzicht auf Fleisch allein imstande sei, Tiere zu retten und zu schützen. Obwohl mir daraufhin bald die Hutschnur geplatzt ist, habe ich weiterhin Beispiele gebracht, warum es nicht richtig sei, ddass der Verzicht auf eine Sache allein bereits etwas Gutes und Heilbringendes darstellen würde. Ein Nicht-Kaffeetrinker rettet auch keine Bauernsklaven in Kolumbien, ein Nicht-Autofahrer verbessert nicht das Klima und ein Nicht-Kinderpornogucker rettet auch keine Kinder vor Ausbeutung und Misshandlung. Auf keines dieser Argumente wurde eingegangen, sondern nur beleidigt (die Beleidigungen habe ich aber gemeldet, sie sind inzwischen gelöscht).

Ich habe also gestern das gleiche erlebt, wie neulich, als ich auf einer Studentenparty geäußert habe, dass ich als Jäger eine andere Sichtweise habe. Und dort wurde ich sogar unumschweiflich mit dem Tode bedroht, indem man mir die Absicht kundtat, meinen Hochsitz umzusägen (während ich drauf sitze) und mich mi meinen Hunden durch den Wald zu hetzen. ICH war hier in der Tat das Feindbild und habe mich auch als unerwünscht empfunden, weshalb ich die Party sofort verlassen habe. Diese feindselige Haltung hat mich dazu bewogen, diese Frage zu stellen.

Übrigens: Nur weil die keine Alternativantwortmöglichkeit einfällt, muss das nicht heißen, dass es keine gibt. Meine Frage lautete, ob Veganismus eine Form von Extremismus sei. Du hättest ganz einfach mit "Nein, ist es nicht, weil..." antworten können. Wenn dir kein passendes Satzende einfällt, kann das einerseits heißen, dass du nur noch keine Argumente gefunden hast. Das ist ja nicht schlimm, du kannst dich gerne weiter auf die Suche machen. Andererseits kann es aber auch heißen, dass ich durchaus Recht habe. Und diese Meinung darf ich solange vertreten, bis man mich widerlegt. Das hast du bislang aber nicht ferig gebracht, also hör bitte auf von Meinungslenkung zu sprechen, nur weil du das Ruder selbst nicht herumreißen kannst.

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Hallo,

ich weiß nicht wo Du deine Erfahrungen sammelst, aber ich habe in der realen Welt mit Veganern zu tun und erlebe kaum solche Verhaltensweisen.

Anders im Internet, wie es hier ja immer wieder zu sehen und zu lesen ist. Für mich ist vieles, was unter dem Deckmäntelchen der Anonymität so geschrieben wird, jedoch nur "heiße Luft" und hat mit der Realität wenig gemein.

Ist doch nix Neues, dass sich Menschen im Internet mal so richtig "auskotzen" und verbal über die Stränge schlagen, weil sie es im täglichen Leben nicht können bzw. sich nicht trauen.

Ich entwickle Bio-Lebensmittel und Feinkostprodukte und bin häufig auf Messen unterwegs, habe also zu sehr vielen Verbrauchern direkten Kontakt. Was Du beschreibst, habe ich so noch nicht erlebt. Im Gegenteil, wenn ich mit Veganern diskutiert habe (ich selber ernähre mich normal), waren fast alle offen für Argumente und auch sehr tolerant.


LG Jürgen



Dann erzähle ihnen das nächste mal, auch wenn es gar nicht stimmt, dass du Jäger seist. Nur mal so als soziales Experiment. Natürlich kann es sein, dass auf der Party neulich die Emotionen stark hochkochten (wegen dem Alkohol), aber so etwas gemeines und radikales habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört.

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Jeder Mensch hat ein Selbstbild von sich. Außerdem muss jeder Mensch nach etwas streben und sich dafür einsetzen.

Wenn nun jemand sich als guten Menschen sieht, weil er Veganer ist und seinen Alltag um vegane Lebensweise herumbaut: Dieser Mensch wird sachlichen Argumenten nicht zugänglich sein und mit allen noch so weit hergeholten Argumenten "kämpfen". Weil er sich schlecht fühlt, wenn sein Selbstbild oder seine Lebensweise ins Wanken geraten könnte. Die Diskussionen werden deswegen emotional.

Das gilt natürlich nicht nur für Veganer und auch nicht für alle Menschen, die sich vegan ernähren!

Hier ist jemand aktiv, der behauptet, Christ und Veganer zu sein. Nachdem ich ihn fragte, wie er zu der Bibelstelle steht, wo der auferstandene Jesus den Jüngern Fisch zubereitet, hat er doch ernsthaft den Namen einer vietnamesischen Alge gepostet und behauptet, das wäre ein Übersetzungsfehler und Jesus hätte Algen angeboten.

Was soll man dazu noch sagen?

Deswegen kann ich dir keinen Rat zu Diskussionen geben, weil man mit nichts zu solchen Menschen durchdringen kann. Reib dich nicht dabei auf.

In der heutigen Zeit werden Religionen immer unattraktiver und da es Menschen gibt die ohne glaube nicht leben können suchen sie sich ersatz. Da kommen pseudowissenschaftlicher Humbug grade recht.

Das Ringen um Konsequenz ist vielmehr schon immer ein beliebter Volkssport gewesen. In religiösen Gemeinschaften wird stets umso erbitterter gerungen, je schwieriger die Gebote zu erfüllen sind. Der Veganismus eignet sich deshalb hervorragend dazu, den religiösen Phantomschmerz der Säkularisierten zu lindern. Gott spielt zwar nicht mehr die Hauptrolle, dafür wird um das Tier als „Mitgeschöpf“ ein Tanz aufgeführt wie ums Goldene Kalb.

Unerfüllbare Gebote fördern den Fanatismus, weil jeder jeden mit Recht der Inkonsequenz und Häresie beschuldigen kann. Wer dabei am lautesten den Inquisitor gibt, hat gewonnen. Das hat schon im Christentum prima funktioniert.

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-unsinn-ist-22396672

um das zu verstehen muss man sich die denkweise von manchen Veganern vor augen halte. Manche Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer
Gesinnungsethik, also der Ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu
sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite
steht. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft
grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und
erpreßt werden wenn das gegenüber nicht die selbe meinung vertritt und  ignorieren völlig den Anachronismus ihrer Einstellung.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit
beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs auszuschließen.

Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die
nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen
erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher
Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und
bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im
besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

es ist auch für viele eine art Quasireligion also der galube an die einzig wahre ernährung/Lebensstil. Je stärker sie nach ihrer eigenen Definition
ethisch motiviert sind um so mehr abneigung empfinden sie gegenüber
anders denkenden und handelnden Menschen der sich bis zum Hass steigert.

Man schustert sich also die Natur zu einer idyllischen harmonischen
Paralellwelt in der der Mensch nix verloren hat, Bäume zu Pflanzen ist
gut, Bäume zu fällen böse und der Jäger ist sowieso ein Mörder
. Dass der tot zum Leben dazu gehört will man nicht akzeptieren. Daher versucht
man mit schlechten Argumenten seine Quasireligion mehr stabilität zu
geben indem man sich Scheinargumente an den Haaren herbeizieht und diese zum Dogma erhebt.

Also Fleisch ist böse – und wer Fleisch isst, auch.

So denken zumindest viele, die Tiere lieben und Steak, Wurst und Schnitzel für ungesund halten.

Daher glaubt man man könne sich und alle dieser Welt von Krankheit und allem propagierten vermeintlich schlechten das damit verbunden wird fern halten. Also getrieben von Schuld und Sündengefühlen angestachelt durch medien glaubt der innerlich leidende "Nervöse" die einzige möglichkeit dem "Teufel des Fleischessens" zu entkommen ist dieser Büßer-Ideologie nachzugehen und diese "gute Botschaft" in die ganze Welt hinauszuschreien. Ist der innere Schulddruck und die damit verbundene Rechtfertigungsnotwendigkeit entsprechend stärker – wird sogar versucht der Verzicht auf „alles Tierische“ einem jeden Menschen mit unwahren Texten aufzuzwingen. Lenkt der Missionierte nicht ein weil er diesem ideologischen Quatsch keine glauben schenkt und das sinkende Schiff nicht betreten will wird er beschimpft und angegriffen. Erst wenn jede Fleischfressende Pflanze in den Wohnungen aller Menschen am Tofutropf hängt ist seine Mission erfüllt.

Der Fanatiker - Eine Persönlichkeitsanalyse

Charakteristisch für den Fanatiker ist eine eigentümliche Enge des
Wertblicks. Mit extremer Einseitigkeit ist sein Denken und Handeln auf
die eine Idee gerichtet, die ihm eben sein Fanum bedeutet. Er ist der
Mensch des rigorosen Entweder-Oder, des Alles oder Nichts. Er kennt
keine Kompromisse und in der Sphäre dessen, was er als das Wertwidrige
ansehen muß, keine Abstufungen. In eigentümlicher Blindheit geht er an
der Fülle der Werte vorbei. Um einer abstrakten Idee willen wird die
Wirklichkeit im Denken vergewaltigt, im Handeln zerstört. "Begeisterung für
ein Abstraktes, für einen abstrakten Gedanken, der negierend sich
zum Bestehenden verhält", so definiert Hegel den Fanatismus(4).
Der Idealismus des Fanatikers läßt keine Erweiterung, keine
Erfassung von etwas Neuem, keine Angleichung an eine lebendige Situation
zu, er fährt sich fest in einer "fixen Idee", die er ernst, düster,
humorlos vertritt. Ein großartig geradliniger Dualismus bestimmt
sein Weltbild
: hier Gott, das Gute, dort der Teufel, das Böse, und
der leidenschaftliche, bis zur Entflammung gesteigerten Bejahung des einen entspricht die ebenso leidenschaftliche, bis zum Haß gehende
Verneinungund Verwerfung des anderen, das mit Stumpf und Stiel, mit
Feuer und Schwert ausgerottet werden muß
. Denn mag sich der Fanatiker an manchen Stellen noch so eng mit dem grundsätz- [82 Ende] lichen Menschen berühren(5): während dieser sich unter Umständen damit begnügt, das Leben nach Grundsätzen zu betrachten oder es zu führen, um allgemeine Regeln daraus zu gewinnen, drängt jener leidenschaftlich nach Tat und Verwirklichung. Selbst wenn ihn das Schicksal ein Leben lang zur
Untätigkeit verurteilte, nie wird er in der Theorie, in der bloßen Schau
seine Bestimmung und Erfüllung finden, und wenn ihn die historische
Stunde ruft, so wird die Unbedingtheit seines Tatwillens eruptiv aus ihm
herausbrechen und ihn zum fraglosen Lebenseinsatz führen, mag auch
seine kleine Persönlichkeit im Rausch einer Massenbewegung verschwinden.

Darin liegt zugleich seine Stärke und Schwäche, daß er in dem Einen
unbedingten Halt findet, daß er aber innerlich zerbrechen würde,
wenn er einmal die Fülle der Werte zu Gesicht bekäme. So wenig
wie er Kompromisse kennt, so wenig kennt er eigentlich eine innere Wandlung und Entwicklung, es sei denn, daß eine Bekehrung im Stile des
Damaskus-Erlebnisses ihn von einem Extrem zum anderen führt; fremd aber bleibt er jener Sphäre, in der sich die Vermittlung und Versöhnung der Gegensätze vollzieht; eher endet er im Nihilismus.

Man kämpft für Gewissensfreiheit und knechtet zugleich das
Gewissen der Andersdenkenden, und oft sind die weltbeglückenden Träume und Utopien der Fanatiker in dem Strom von Blut erstickt, das sie selbst vergossen haben.

http://www.sgipt.org/politpsy/fanat0.htm

Nein, da nur ein geringer Teil der Veganer*innen wirklich auf Missionierungskurs und intolerant sind.

Den meisten Veganer*innnen, und ich kenne viele, ist es völlig egal, ob man vegan, vegetarisch oder omnivor lebt.

Guter Einwand. Danke.

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Ja leider fallen die Missionierung-Veganer mehr auf. :-(

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Der veganismus an sich ist ok.

Was nicht ok ist, sind die extremisten unter den Veganern, die es wie bei allen Religionen oder sonstigen Gruppierungen immer gibt, aber niemals alle sind.

Denke, da verallgemeinerst du an der Stelle etwas zu sehr.

Und warum steigert sich ein Mensch überhaupt mal in eine Sache ein?
Weil es gut tut in seinem Leben einen Sinn zu sehen, indem man sich dem Ideal seiner Wahl verschreibt und es sogar höher stellt als das eigene Wohlbefinden und dafür sogar persönliche Nachteile in Kauf nimmt.
Vor allem wenn man immer wieder mal Momente der Bestätigung findet...
Das ist denke ich mal bei jedem Extremismus so ein Aspekt.

Danke für deine Antwort. Damit kann ich etwas anfangen.

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Man, ich bin aus Versehen auf den Pfeil nach unter gekommen. -.- Das passiert mir heute schon den ganzen Tag. Entschuldige.

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Ich sag mal so, ein paar Durchgeknallte hast Du immer, egal bei was.

Schau mal auf den Fußball, nur so als absolut triviales Beispiel. Da gibt es einige wenige, die hauen sich die Köpfe ein, weil nur ihr komischer Dingensbummensverein das allein Seeligmachende sein soll und siehst Du das nicht ein, gibts heiße Ohren.

Das ist bei Veganern nicht anders, bei Ideologien politischer Natur sicherlich, bei Religionen sicherlich, etc.

Die meisten machen das und gut. Einige aber wirst Du immer haben, die derart durchbrennen, dass sie im Namen von was auch immer ihre Umgebung traktieren, entweder man richtet sich nach ihnen alleine oder es gibt Senge.

Das sind die Extremisten unter den jeweiligen Ansichtsvertretern, also nicht die Ansicht selbst ist hierbei zunächst extremistisch sondern einige, die das deutlich übertreiben.

Du bringst es auf den Punkt. Ich danke dir.

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Ohne den Text gelesen zu haben:

Jede Gruppe hat ihre Extremisten, welche keine andere Meinung zulassen oder auch Straftaten begehen, um ihre Meinung zu zeigen.

Ich kenne z.B. auch den einen oder anderen Veganer von dem ich es nicht wusste. Gibt halt doch nicht nur schwarze Schafe ;)

Leider fallen die schwarzen Schafe allerdings meist stärker auf, da sie schlicht lauter und dadurch auffälliger sind :/

Hallo MarkusPK,

Vegan lebende Menschen sind nicht Extremistisch oder Radikal.

Die wenigsten werden vegan aufgezogen, sondern sie wenden sich davon ab FLeisch zu essen aus gewissen persönlichen Gründen, mit denen sie sich nicht identifizieren wollen. Das ist verständlich und deren Sache. Die Tatsache das du nur veganer kennst die intolerant sind könnte aber auch daran leigen das diejenigen, die du nicht hörst sich nicht dafür interessieren ob du Fleisch isst oder nicht

Meines Erachtens nach ist von dir beschriebene Sachverhalt auf alle "Arten von Essern" übertragbar.

Viele Grüße JImmi

Danke für deine Antwort. Dass ich mit Veganern bislang oft sehr unfruchtbare Diskussionen geführt habe, liegt vor allem daran, dass ich es so empfinde, als Jäger sofort einem Feindbild zu entsprechen. Es wurden zum Beispiel alle Argumente ignoriert, die ich bezüglich des Artenschutzes sowie der Hege und Pflege des Wildes herborgebracht habe und mir vorgeworfen, ich würde diese Dinge ja nur tun, um hinterher töten zu können. Dass ich ein großer Tierfreund bin, wird mir nicht geglaubt und mir werden stattdessen Mordlust und Grausamkeit unterstellt. 

Das war nun die Motivation für meine Frage, in der nun wie ich zugebe auch etwas Verbitterung mitschwingt.

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@MarkusPK

Als jemand der in der Fleischindustrie arbeitet kenne ich dein Problem:-) Ich sehe das mit dem Fleischverzehr auch kritisch, aber ich mach das dann auch so wie manch anderer..

Es interessiert mich nicht welche Meinung sie vertreten. es ist einfach subjektives Empfinden ob ich Fleisch esse oder Bio.

grade wnn man bedenkt welche Preise für die Modeerscheinung Bio oder vegan aufgerufen werden... Das ist genau so pervers.

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Der Großteil der Veganer stört dich nicht, sondern nur die, die laut und aggressiv werden.

Noch eine Parallele zu Religionen (und vielen anderen Bereichen).

Sagen wir so: Es stören uns laute, aggressive Menschen. :)

Das stimmt. Danke!

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Sagen wir so: Es stören uns laute, aggressive Menschen. :)

nicht nur. Es stören auch "zu stille" Menschen. z.b. wenn Fakten verschwiegen werden um sich eine objektive meinung zu bilden. Es stören manipulative Menschen die ALLES einseitig und/oder schwarz weiss darstellen und die müssen dabei nicht mal laut sein...

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@wickedsick05

Es stören auch "zu stille" Menschen

Siehe diese Frage. Weil von den Veganern nichts kommt über das man sich aufregen kann, bringt man den Stein eben selbst ins Rollen.

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@Maisbaer78

Falsch. Von einigen Veganern, die ich kürzlich auf einer Party traf, kamen Todesdrohungen. Das war der Stein, der bereits rollte, als ich diese Frage stellte.

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@MarkusPK

Es ging Maisbaer um diese Frage und nicht um eine Party, auf der du letztens warst.

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@Maisbaer78

Weil von den Veganern nichts kommt über das man sich aufregen kann, bringt man den Stein eben selbst ins Rollen.

Von "den Veganern" kommt einiges. siehe deine Vorwürfe und einfach gestrickten Antworten...

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@wickedsick05

Die Wörter "stören" und "stille Menschen" passen irgendwie nicht zusammen. Es gibt keinen Redezwang oder Offenbarungszwang. Und wenn jemand meint, gar nichts sagen zu wollen, so ist es nicht nur sein gutes Recht, sondern er geht damit auch niemanden auf den Keks. Wenn jemand eine Information nicht preisgibt, muss man sie sich woanders her holen oder man hat Pech gehabt.

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@MarkusPK

Wer Menschen Gewalt antuen will, kann per Definition kein Veganer sein, denn Menschen sind ja auch Tiere. Du hast also auf dieser Party Pseudoveganer getroffen, die sich zwar selbst als vegan bezeichnen, aber offenbar absolut nichts verstanden haben... Über solche Irren kann ich selbst auch nur den Kopf schütteln, und ich lebe schon lange vegan.

Leider gibt es mittlerweile viele, die sich selbst Veganer nennen ohne es wirklich zu sein. Das Wort scheint momentan im Trend zu liegen und wird dann halt auch entsprechend oft falsch gebraucht.

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@Suboptimierer

Die Wörter "stören" und "stille Menschen" passen irgendwie nicht zusammen.

es gibt auch kein "stillsein" Zwang somit passt stören und laut sein nicht zusammen.

Zwischen "Zwang" und "stören" besteht kein zusammenhang...

Und wenn jemand meint, gar nichts sagen zu wollen, so ist es nicht nur sein gutes Recht, sondern er geht damit auch niemanden auf den Keks.

ich schrieb EXTRA "zu" und dazu noch in anführungsstiche weil damit NICHT gemeint ist man MUSS etwas sagen DAHER habe ich es im weiteren Satz GENAUER ausgeführt WAS damit gemeint ist und zwar das WEGLASSEN und EINSEITIGE Argumentieren...

Das sind die MACHENSCHAFTEN denen sich populisten bedienen...

Wenn jemand eine Information nicht preisgibt, muss man sie sich woanders her holen oder man hat Pech gehabt.

NOCHMALS. Es geht darum dass er STÖRT und um nichts anderes...
es geht darum wenn jemand NUR einseitig argumentiert. nein DERJENIGE der etwas behauptet und nicht belegen kann ist raus aus dem gespräch und der glaubwürdigkeit...

Ergebnis DIE stören ebenso.

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@wickedsick05

Wenn jemand einseitig argumentiert, ist er nicht still. Dich stören gar nicht die Stillen, sondern die, die einseitig argumentieren oder ich habe es immer noch nicht gerafft.

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Ja das siehst du richtig, im Grunde ist es eine Angstform / Angststörung. Was man im Leben nicht im Griff hat, kontrolliert man über die Nahrung.

Gehört auch zum Themenkreis Orthorexie.

Ich sehe das eher als Eßstörung. Das Essen bestimmt das Denken, und die ganze militante Verbissenheit rührt daher.

Pro-Vegan ist wie pro-Ana.

Im Prinzip schon.

Im Prinzip hat jede Gruppe und jede Person seine BEreiche, in denen er "extremistisch" ist.

Offizieller Extremist ist man aber erst dann, wenn es die Regierung, und die von der Regierung bezahlten und ausgerüsteten Vereine und Truppen, stört.
Bist du hingegen ein Extremist, der den Politikern beim Beschützen ihrer 3000+ Euro/Monat Gehälter hilft, biste einer von den Guten und hast Universalschutz, kannst also die Sau rauslassen wie es dir gefällt.

von daher sind Veganer auch noch nicht zu Extremisten erklärt worden,
da sie den Finanzen der Politiker nicht gefährlich werden und sowieso jeder denkt "Die Spinner! Am Besten ignorieren und schnell vorbeigehen".
Selbst Politiker können darüber nur lachen und halten es für den Trend Nummer 9000+, irgendwo zwischen Icebucket-Challenge und aderem Kram

vielleicht ist es so, weil es für sie eine Ersatzreligion darstellt.

Sie fühlen sich gleich als Heilige, wenn sie Gummibärchen ohne Gelatine kaufen.

Und als Märtyer, wenn ich als Nachbarin Schokomüsli mit Milch esse.

(Milch von entrechteten geknechteten Milchkühen, die keiner gefragt hat, ob sie die Milch nicht doch lieber bis nächstes Jahr im Euter behalten und deswegen lieber an einer Mastitis sterben möchten)

Dabei benutzen sie manchmal selber stylische Lederschuhe, haben Marderhund an der Kapuze und benutzen gerne geile i-Unterhaltungselektronik Produkte, für die diverse Chinesen draufgegangen sind.

Aber trotzdem ein tolles Gefühl moralisch den Gemischtköstlern so haushoch überlegen zu sein.

Das Beispiel mit den Milchkühen ist denkbar schlecht. Denn würde man die Kühe nicht ständig neu besamen und/oder ihnen das Kalb lassen, würden sie auch nicht an Mastitis sterben.

Ich denke, der Großteil der Veganer verzichtet auch auf Leder, Pelz usw. und wenn nicht, dann handelt es sich häufig um Modeveganer, die das nicht aus Überzeugung, sondern aus anderen Beweggründen machen.

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@BrightSunrise

Die Kühe würden alle nichtmal existieren, wenn es keine Milchproduktion gäbe. Die werden nämlich nicht als Hobby gehalten.

Ich habe noch keine (auch nicht radikal missionierende) Veganer gesehen, die nackt rumliefen.

Wollpullover sind ein Tierprodukt von entrechteten geknechteten Schafen, die nicht gefragt wurden, ob sie ihre Wolle geben wollten.

Ungeschorene Wollschafe werden nach einigen Jahren durch den Wollberg übrigens bewegungsunfähig und sterben, nur so nebenbei.

Und wenn jetzt kommt: dann trage ich halt Schuhe und Gürtel aus Plastik, kriege ich die Krise. Rohöl ist nämlich auch tierischen Ursprungs, da sind exhumierte Tiere vom Meeresgrund drin enthalten.

Ohne Tiere geht nix.

Schonmal versucht ein Rapsfeld von Hand mit dem Pinsel zu bestäuben?

(wenn die entrechteten geknechteten Bienen im Urlaub sind)

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deine Erfahrungen mache ich auch - allerdings ganz unabhängig von der Ernährung.

die welt ist vielfältig und man muss  sich entscheiden, was man will. für viele ist die Entscheidung eine zwischen richtig und falsch - obwohl es objektiv möglicherweise kein richtig oder falsch gibt.

der mensch möchte mit seiner Entscheidung gerne richtig liegen. und daher nimmt er an, dass andere, die es anders machen, falsch liegen.

es reicht für manche schon, dass der andere einfach anders ist, um eine Provokation zu erleben. der andere soll gefälligst zugeben, dass er spinnt - sonst heisst das im Umkehrschluss ja, dass man selber spinnt.

so kommt es dann zu Auseinandersetzungen.

vielleicht packst du dir mal an deine eigene nase und überlegst dir ehrlich, wie gerne du recht hast oder wie überzeugt du bist, bei der Ernährung recht zu haben.

ich meine: was muss man denn die Ernährung eines anderen diskutieren? eigentlich gar nicht. daher ist es auffällig, wenn einer Person das immer wieder "passiert".

es gibt verschiedene, auch immer wieder neue Erkenntnisse zu Ernährung. aber die info ist teils widersprüchlich. so kann man gar nicht sagen, wer richtig oder falsch liegt. es ist entscheidend, durch welche Argumente man sich persönlich überzeugen lässt.

was die missionsversuche betrifft: ich habe keine erlebt, die von Vegetariern/veganern gegen mich gegangen wäre, als ich noch fleisch gegessen habe. dagegen erlebe ich es immer wieder, dass mir einer seine Meinung zu meiner Ernährung ungefragt aufzwingt, seit ich tierische Produkte meide.

hier bei GF überwiegen die fragen wie deine nach gründen für Veganismus/Vegetarismus die, in denen es um gründe fürs fleischessen geht.

top-Berater zum Thema vegan sind die bekannten anti-veganer - das finde ich auch schlecht vereinbar mit deiner Behauptung, dass veganer ständig missionieren. bei GF ist es andersherum.

Nicht missverstehen. Hier geht es ganz klar NICHT um eine Diskussion über die Gründe für oder gegen das Essen von Fleisch. Ich habe diese Frage gestellt, weil ich immer wieder von Veganern angegriffen werde, weil ich als Jäger scheibar für sie das personifizierte Böse darstelle. Es sind deshalb bei mir eher nicht die Missionsversuche, die mich stören, sondern vielmehr die persönlichen Angriffe: Das Unterstellen von Blutdurst und Grausamkeit, das Leugnen meiner Tierfreundlichkeit, das negieren der positiven Aspekte der Jagd auf das ökologische Gleichgewicht und den Artenschutz und so weiter. Ich habe mit Veganern auch schon fruchtbare Diskussionen geführt, die aber alle an einem Punkt endeten: Sobald ich erwähnte, dass ich Jäger bin, tauchten sofort dieser geringschätzende Blick und wenig später die ersten Angriffe auf.

Deshalb stellte ich diese Frage, denn Feindbilder und eine sofortige oppositionelle Haltung sind auch ein Kennzeichen von politischem oder religiösem Extremismus, wie ich finde.

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@MarkusPK

Nicht missverstehen. Hier geht es ganz klar NICHT um eine Diskussion über die Gründe für oder gegen das Essen von Fleisch.

wenn es dir nicht um gründe geht, dann solltest du nicht schon in deiner frage eine bestimmte meinung anklingen lassen.

so wie du fragst, fragt keiner, der nicht zumindest ein bißchen denkt, veganismus wäre extremismus. und dann wären gründe für veganismus möglicherweise realitätsverkennung, aggressivität oder egoismus.

denn Feindbilder und eine sofortige oppositionelle Haltung sind auch ein Kennzeichen von politischem oder religiösem Extremismus,

dann stell dir die frage, wer dein feind ist.... es klingt so, als wären es die veganer.

weil ich immer wieder von Veganern angegriffen werde,

und wie schaffen die das?

entweder hast du dir selber eine zielscheibe auf den rücken gemalt, so wie das z.b. einige user hier machen, die sich immer wieder breit über anderer leute ernährungsweise negativ wertend auslassen. man kann auch sagen: wie man in den wald ruft, schallt es heraus.

oder du hast nicht ärger mit "den veganern", sondern mit bestimmten leuten aus deinem umfeld. und wenn die dich nicht in ruhe lassen können, dann sind das vielleicht nicht in erster linie veganer, sondern idioten.

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@Schokolinda

Das Anklingenlassen meiner Meinung sollte die Diskussion erst eröffnen. Ich äußere eine These, erkläre warum, bringe einige Argumente und erwarte von meinem Diskussionspartner dann ebenfalls eine Gegenthese mit Argumenten.

Veganer sind nicht meine Feinde, ich habe aber das Gefühl, der ihre zu sein. Das Wort "Jäger" ist dann in der Tat schon eine Zielscheibe auf meinem Rücken, wie ich es empfinde. Ich habe wirklich nur den Satz "Ich bin selbst Jäger und sehe es etwas anders als ihr" in den Wald gerufen beziehungsweise auf einer Studentenparty geäußert. Diese Idioten (dein Wort nicht meins!), mit denen ich mich streiten musste, bezeichneten mich daraufhin als blutrünstigen und mordlüsternden Mörder, drohten mir damit, meinen Hochsitz umzusägen (am besten, während ich noch drauf sitze) und wünschten mir, von Hunden durch den Wald gehetzt zu werden.

Das war der Grund für meine Frage.

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@MarkusPK

ok, dann nimmst du es für dich in Anspruch, deine Meinung über mögliche gründe für Veganismus (extremistische gesinnung) zu behaupten, lehnst es aber ab, dass in der Entgegnung auch nur im entferntesten gründe für Veganismus vorkommen (in meiner antwort nur als wort "gründe") - ist irgendwo ungerecht.

was deine streitsituation betrifft: hier haben wir nur deine Meinung bzw. kurze Schilderung der Begebenheit. es ist durchaus möglich, dass du streitbarer als du dachtest, aufgetreten bist. nach meiner Erfahrung sind leute, die dinge von sich geben wie "ich habe wirklich nur", nicht einfühlsam. der ausdruck hat nämlich schon eine Bewertung inne: ich habe nichts gemacht. aber ob man jemandem zu nahe tritt oder nicht, beurteilt man nicht selber, sondern der andere.

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@Schokolinda

Mit dem letzten hast du natürlich Recht. Vielleicht habe ich durch irgendetwas, sei es nur durch etwas körpersprachliches, meinen angetrunkenen Gegenübern zum Ausdruck gebracht, dass ich ihre Einstellung nicht teile und auch für etwas naiv halte. Trotzdem rechtfertigt das nicht diese verbale Entgleisung. 

Im übrigen sehe ich die extremistische Weltanschauung nicht als Grund, sondern bei manchen (da habe ich in einem anderem Kommentar schon zuruckgerudert!) Veganern als Resultat ihres übersteigerten Selbstbildes. Über die Gründe sowie das Pro und Contra habe ich eigentlich gar nicht vorgehabt zu diskutieren, weil ich nicht wollte, dass sich die Eskalation von letzter Woche wiederholt. 

Ich kann die meisten Pros nämlich ziemlich gut wiederlegen, außer das eine: dass man sich aus Gründen des eigenen Gewissens und aus Abscheu, vielleicht auch aus Ekel vor Fleisch und den Bedingungen bei der Produktion tierischer Produkte bewusst dafür entscheidet, vegan zu leben. Dagegen habe ich überhaupt nichts einzuwenden und ich akzeptiere diesen Grund vollkommen, ja er reicht für mich vollkommen aus, meinen Gesprächspartner auch ernst zu nehmen und ihm weiter zuzuhören. 

Da ich aber in den meisten Diskussionen (auch hier, du musst nur mal ein bisschen scrollen) immer wieder auf Menschen stoße, die überzeugt sind, dass sie durch ihre vegane Ernährung tatsächlich bereits automatisch bessere Menschen sind als ich und darüber hinaus aktive Umweltschützer, (was allein deshalb nicht geht, weil sie ja nicht aktiv etwas tun, sondern höchstens passiv etwas sein lassen), welche die Erde zu einem besseren Ort machen, hört mein Verständnis auf. Manche gehen gar so weit, sich eine naturbelassene Welt ohne den Einfluss des Menschen zu wünschen (paradox: wünschen sie sich dann etwa ihren eigenen Tod?), und dann haben wir nicht nur den Gipfel der Heuchelei erreicht, sondern auch ganz klar eine sogar besonders krasse Form von Extremismus. Selbst der radikalste Jihadist wünscht sich "nur" eine Bekehrung oder das Ende aller Ungläubigen, nicht jedoch das Verschwinden der ganzen Menschheit.

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@MarkusPK

meinen angetrunkenen Gegenübern zum Ausdruck gebracht, dass ich ihre Einstellung nicht teile und auch für etwas naiv halte.

wenn alkohol dabei eine größere rolle gespielt hat, kannst du das verhalten deines gegenüber nicht für bare münze nehmen - alkohol enthemmt und da wird schnell gepöbelt.

Ich kann die meisten Pros nämlich ziemlich gut wiederlegen,

das glauben viele, stimmt aber so was von nicht.

es geht hier um meinungen, wertvorstellungen, einstellungen - und entgehen der landläufigen meinung gibt es dabei kein richtig oder falsch. deswegen kann man auch nicht widerlegen oder im recht sein.

nicht umsonst gibt es in deutschland meinungsfreiheit - meinungen zum gleichen thema können vielfältig sein.

man kann nur für sich entscheiden, was man überzeugend findet.

man darf aber nicht denken, dass andere das ebenso überzeugend finden.

aktive Umweltschützer, (was allein deshalb nicht geht, weil sie ja nicht aktiv etwas tun, sondern höchstens passiv etwas sein lassen)

na ja, das ist eine unterstellung deinerseits - du weisst nicht, was sie in ihrer freizeit so an vogelhäuschen basteln und aufhängen etc.

Manche gehen gar so weit, sich eine naturbelassene Welt ohne den Einfluss des Menschen zu wünschen

wünschen darf man sich alles - man darf oder sollte auch mal unrealistisch rum spinnen - das baut stress ab.

Selbst der radikalste Jihadist wünscht sich "nur" eine Bekehrung

den vergleich finde ich nun unterste schublade. es gibt vereinzelt idioten, die jägerstände ansägen. aber die breite masse redet nur.

wenn sie das nicht dürften, dann dürftest du deine meinung "ich sehe das als jäger anders" auch nicht äussern.

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Ein eindeutiges ja! 

Die Ernährung ist zu einer Art Ersatzreligion geworden und das bedeutet aber auch, daß sich die Menschen, in ferner Zukunft, gegenseitig die Köpfe einschlagen werden. 

Friedlich miteinander essen ist jetzt schon schwierig. 

..was nicht unbedingt an den veganern liegt. Man kann als Veganer kaum was essen ohne sich rechtfertigen zu müssen.

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@ApfelTea

Das stimmt leider auch, aber die Vegander sind im Disput immer ein Spur radikaler, weil sie glauben, daß sie im Besitz der "Wahrheit" sind. 

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@quantthomas

Das kommt, weil es ihnen nicht ums schnöde Futter geht, wie den Gesprächsgegnern, sondern um das Lebensrecht der Tiere.

Man muss kein Fleisch essen, man muss keine Daunen benutzen, man muss kein Leder tragen, man muss keinen Pelz tragen, man muss keine Milch trinken, man muss keine Eier essen und keinen Käse.

Es gibt für all das Alternativen.

Die Tiere haben keine Alternative, sie müssen dafür leiden und sterben. 

Schnäbel, Zähne, Hörner, Hoden, Schwänze - alles im Weg in der modernen Tierzucht. Wird abmontiert, ohne Betäubung, als normal angesehen. 

Das kurze Leben in der eigenen Sccheiße verbringen - auch egal, sieht man ja nicht an der Ladentheke.

Es schmeckt ja so gut...

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@kuechentiger

Können wir dieses Thema bitte an einer anderen Stelle diskutieren? Auch wenn ich deiner Meinung bin, hier geht es um die Frage, was Veganismus zu Extremismus machen könnte oder warum es ganz klar kein Extremismus ist.

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@ApfelTea

Ich kann einem Veganer oft auch nicht gegenüber äußern, dass ich Jäger bin, ohne mich rechtfertigen oder gar verteidigen zu müssen. Ich wurde deswegen sogar schon ganz offen bedroht. Mein Hochsitz sollte man umsägen, am besten, wenn ich noch draufsitze, mich sollte man auch mal mit Hunden durch den Wald hetzen und so weiter.

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@quantthomas

Das stimmt leider auch, aber die Vegander sind im Disput immer ein Spur radikaler,

So? Na dann such mal die letzten 10 Fragen zum Thema "vegan" raus und schau, wer die gestellt hat.

Vielleicht überdenkst du diese pauschale Aussage dann noch mal.

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@MarkusPK

Was sicher stimmt ist das wir verwöhnt sind, sonst gäbe es gar nicht so viele Veganer, in armen Ländern gibt es zb. kaum Veganer.  Da geht es nämlich ums überleben.

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Jede Art von -ismus ist einseitig; Einseitigkeit ist niemals ausgeglichen und deshalb extrem.

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