Ist vegane Ernährung Unsinn?

30 Antworten

In der Sportmedizin (s. auch Dr. Moosburger, ein bekannter Sportarzt und
Internist aus Österreich - gilt Veganismus als eine sogenannte "nicht zweckmäßige Mangeldiät". Ich stelle mir immer Frage nach der Motivation, doch läuft es nach meiner Erfahrung stets darauf hinaus, sich quasi eine neue Identität zu verschaffen und sich damit für seine Mitmenschen interessanter machen zu wollen. (Kleiner Witz: "Woran erkennt man einen Veganer? Antwort: Daran, dass er es dir erzählen wird!"). Damit ist Veganismus eher eine religiöse Philosophie als eine Ernährungsform.

Fakt ist einfach der, dass der menschliche Körper als Allesfresser dafür nicht
ausgerichtet ist und aufgrund dessen zwangsweise fehlende Vitamine (B12)
und auch Spurenelemente wie Zink und Eisen in Tabletten oder Kapselform
supplementieren muss, um langfristig keinen Mangel zu leiden. Und trotzdem bleibt die Sache Flickwerk. Es ist dabei auch trügerisch, auf Veganer zu hören, die bereits seit fünf Jahren ohne Supplementierung auskämen und denen es dennoch gut ginge. Das mag auch in einzelnen Fällen so sein, denn der Körper speichert Vitamin B12 bis zu zehn Jahre lang. Ist das Depot aber leer, drohen irreversible Folgeschädigungen. Und irreversibel heißt irreversibel: Du kannst nichts mehr korrigieren, also auch dann nicht, wenn du danach jeden Tag ein Steak ist - . Wie gesund oder sinnvoll kann also eine Ernährungsform sein, die nicht ohne Pillen, Supplements oder Tabletten auskommt?

In Italien wurden religiös-verbrämten Veganer-Eltern bereits durch das Jugendamt (zu Recht!) ihre Kinder entzogen, um Unterernährung, Fehlentwicklungen und langfristige Erkrankungen der Kinder zu verhindern. Es gab an anderer Stelle bereits vereinzelt Todesfälle - also Kinder, die quasi auf dem Altar der religiösen Verwirrung ihrer Eltern geopfert wurden.

Auch das oft fälschlich angebrachte Argument, dass der Mensch aufgrund seiner Zahnstruktur ein Pflanzenfresser sei, ist Humbug. Der kleinere Kiefer des Menschen ist vielmehr dem Umstand zu verdanken, dass er gelernt hat, über einen Zeitraum von mehr als 200.000 Jahren durch die Nutzung des Feuers - und damit des Kochens - Nahrung zuzubereiten und tierische Proteine bereits "im Kochtopf vorzuverdauen". Und damit wurde auch im Schädelknochen mehr Platz für 's Gehirn, das durch die Nutzung tierischer Proteine inzwischen dreimal so groß ist wie das des Frühmenschen.

Zum vielbemühten "Tierleid", auch ein Hauptmotivationsgrund veganer Naivlinge:

Ein Beispiel für den absoluten Supergau des Tierleids ist ein veganes
Produkt: Frühstücks-Müsli mit frischem Apfel. Warum das so ist?

Einfach:
Fängt bei der Getreideernte an: Rehkitze und Hasenjungen bewegen sich
instinktiv keinen Zentimeter im Feld vom Fleck und warten dort auf das
Muttertier. Die fallen direkt mal in großer Zahl dem Mähdrescher zum Opfer. Dann geht' s weiter:

In den Getreidesilos müssen die Vorräte gegen Schädlinge geschützt werden,
logisch! Das heißt namentlich auch gegen Ratten. Ratten sind überaus schlaue Viecher, damit braucht man ein langsam wirkendes Gift, damit die
Tiere den Zusammenhang zwischen Köder und Wirkung nicht erkennen. Sie krepieren dann über 4 bis 5 Tage.

Zuletzt der Apfel: In den Apfelplantagen muss das Wurzelwerk der
Bäume gegen Schermäuse geschützt werden, die dann regelmäßig vergast
werden müssen.

Fazit: Jedes Steak vom Grill hat weniger Tierleid verursacht als dieses Frühstücks-Müsli.

Veganismus ist vielmehr eine  Ernährungsmarotte und damit auch eine Dekadenzerscheinung einiger Großstädter der Esotherik-, Hipster- und Künstlerszene, die den Bezug zur Natur (auch der des Menschen) inzwischen verloren haben. In den ländlichen Gebieten gibt es so gut wie keinen Veganismus. Ein rundum veganes Leben kann es auch nicht geben, denn auch viele Veganer nutzen tierische Produkte, sie wissen es einfach oftmals nur nicht: Kein Handy- oder Laptop, also auch nicht das des gut vernetzten "Tierrechtsaktivisten", funktioniert ohne Knochenleim für die Kupferverbindungen. Noch ein Beispiel gefällig? Das Blutverdünnungsmittel Heparin wird aus dem Darmschleim von Schweinen gewonnen - und kann im Falle eines Falles im Krankenhaus dein Leben retten.

Ich habe fertig - vorerst!

Hast du jemals dich auch mal kritisch mit deinen eigenen Äußerungen beschäftigt?

Erstens es gibt Rohveganer, die essen kein Getreide, kein Fleisch, keine Milch, keinen Honig, keine Eier und keine anderen Milchprodukte. Die essen meistens aus der Natur Wildpflanzen oder bauen sich selbst ihr essen in der Wohnung an. Die nehmen auch keine Pillen. Rote Beete und Brennnessel haben das meiste Eisen überhaupt. Dagegen die Fleisch eisenarm. Woher haben denn die Kühe ihr B12? Könnte es daran liegen, weil sie Wildpflanzen essen? Und was wird mit Kühen gemacht, die keine Wildpflanzen essen können, weil sie den ganzen Tag im Stall sind? Die bekommen B12 gespritzt. Jede Wildpflanze - auch die giftigen - haben Vitamin B12 auf ihren Blättern. Wenn man den B12 Spiegel misst, nachdem du Wildpflanzen gegessen hast, wird man einen Anstieg verzeichnen können. Das selbe würde für Kulturpflanzen gelten, aber die waschen wir ja alle ab, weil da Insektizide usw. drauf sind. Rohveganer nehmen keine Pillen zu sich etc.

Komischerweise berichten Rohveganer davon, dass sie sich emotional im Alltag besser fühlen seit dem sie sich so ernähren.

Womit du Recht hast, es reicht nicht seine Ernährung zu ändern. Man sollte generell sparsamer mit Konsumgütern umgehen. Man kann einen Tisch z.B. auch weiter geben und muss ihn nicht immer wegwerfen etc.

0
@zahlenguide

Jaaa, es gibt auch reine Frutarier, die nur das futtern, was die Pflanze freiwillig hergibt. Eine Kartoffel oder Möhre zu "ermorden", wäre für diese Strategen absolut barbarisch. Diese Zeitgenossen blicken dann natürlich verächtlich auf Veganer, Vegetarier und Rohveganer herab, weil sie sich auf der religiösen Seligkeitsskala noch eine Stufe höher glauben. Es gibt auch so genannte "Lichtköstler", die angeblich (nur in der Öffentlichkeit - heimlich fressen die gerne mal eine Pizza) nur von "kosmischen Licht" leben.

Dekadenzerscheinungen, religiöse Verblendungen und Ernährungsmarotten gibt es in einem reichen Land wie dem unseren zahlreiche. In ärmeren Ländern und in den Küstenregionen kann man sich solche Spleens und Rosinenpickereien eher nicht erlauben.

Und wie in anderen religiösen Sekten, so gilt auch beim Veganismus die gleiche Gesetzmäßigkeit: Solange man dazugehört, behauptet man selbstverständlich, dass man ja so gesund sei, dass es einem seitdem ja sooo toll ginge - und dass man natürlich ein besserer Mensch geworden ist (auch wenn die meisten von denen so aussehen, als hätten sie ständig Nachtschicht in einem russischen Atomkraftwerk). Die meisten der Jünger steigen allerdings auch irgendwann wieder aus der Gemeinschaft aus. Das erfährt man weniger, weil sie sich dessen etwas schämen - wie  Sektenaussteiger.

Aber von mir aus soll jeder futtern, was immer er will, solange er seine Mitmenschen mit seinem Unfug nicht missioniert.

Ich weiß auch im Übrigen nicht vorher du deine angeblich (V)akten (möglicherweise aus dem PeTa-Märchenbuch) von Vitamin B12 in Wildpflanzen hast. Ist reiner Quatsch und wissenschaftlich nicht halt- und beweisbar! Sicherlich eher reines Wunschdenken!

 

2
@Petekramer

Kurze Ergänzung: In manchen Pflanzen befinden sich tatsächlich Spuren - aber auch nur winzige Spuren (!) - von Vitamin B12, wie in manchen Algen oder Sauerkraut (weil es vergoren ist!). Das alleine deckt aber nicht den Bedarf des Allesfressers Mensch ab. Vitamin B12 wird nicht künstlich dem Tier verabreicht, sondern entsteht in ihm. Es wird ja auch keine spanische Orange oder Zitrone künstlich mit Vitamin C "beschossen" - sondern das Vitamin entsteht ebenfalls von selbst darin.

Ideologien und Religionen können wissenschaftliche Tatsachen nicht ersetzen. Konnten sie noch nie! 

1

In welcher Hinsicht?

Für Kinder ist es nicht gesund, die geistige Entwicklung kann darunter leiden, menschen sind nunmal von Natur aus keine reinen Pflanzenfresser.

Erwachsene müssen sich sehr genau auskennen und zumindest auf Dauer B12 zusetzen was in meinen Augen ein Zeichen davon ist das die Ernährung nicht "artgerecht" ist.

Es werden auch keine Tiere gerettet, nichtmal wenn jeder vegan leben würde weil dann die Nutztierrassen ganz aussterben - aus Spaß hält die niemand und der konsequente Veganer von heute ist ja auch gern mal gegen carnivore Ernährung der Haustiere, Haustiere allgemein, Zoos und so weiter.
Dafür muss auf Flächen die nicht dafür geeignet sind Nahrung angebaut werden wo jetzt die Kühe weiden, natürlich mit ordentlich Kunstdünger (Mist fällt ja nicht mehr an) gepuscht bis das Land nichts mehr her gibt.

Wobei eine unreflektierte Ernährung noch dussliger ist, der Billigwahn geht mir persönlich extrem auf den Geist. Lieber für gute, möglichst schonend / atrgerecht erzeugte Nahrung mehr ausgeben als weiter den Irrsinn Intensivhaltung zu fördern und Äpfel aus Neuseeland zu kaufen wenn hier die Bäume voll hängen.

Völlig richtig. Es reicht ja schon klein anzufangen, und auf Erdbeeren im Winter, oder Flugmangos zu verzichten. Das hat dann nicht einmal etwas mit "Billig" zu tun, sondern nur mit Nachdenken, und auf ein bisschen Luxus zu verzichten.

1

Rohveganer nehmen kein B12 zu sich. Ist auf Wildpflanzen sowieso drauf, solange man sie nicht abwäscht. Bei Kulturpflanzen das selbe, aber die muss man ja abwaschen, wegen der Chemie.

0
@zahlenguide

Wildpflanzen sollte man auch dringend abwaschen, wenn man sich nicht über kurz oder lang diverse Würmer einfangen will (z.B. den Fuchsbandwurm oder den Hundespulwurm)

1

Weil man B12 als Tabletten / Spritzen nehmen muss? Sonst bekommt man alle anderen Nährstoffe auch aus pflanzlichen Quellen.

Aus diesem Grund von Unsinn zu sprechen, ist lächerlich. Masttiere bekommen mittlerweile auch B12 zugefüttert, da sie aufgrund der Haltungen und des Futters nicht genügend selber erzeugen.

Ob du jetzt also dein B12 direkt als Tablette nimmst oder es vorher dem Rind gibst, ist kein so großer Unterschied.

Ansosten ist es definitiv besser für die Umwelt und für die Tiere sowieso. Aber
jetzt kommt bestimmt wieder die Aussage, dass für Soja der Regenwald
abgeholzt wird. Stimmt. Dieses Soja wird aber fast nur an Tiere
verfüttert. Dh. die Fleischesser sind dafür verantwortlich, nicht die
Veganer. Das Bio Soja, welches von Menschen direkt gegessen wird, kommt
zum größten Teil aus Österreich.

Das Thema Ernährung ist in Summe leider viel zu emotional für Diskussionen. Die meisten Leute fühlen sich gleich persönlich angegriffen, wenn ihre Ernährung kritisiert wird. Deshalb muss jede Ernährungsform, die anders als die eigene ist, natürlich gleich dumm oder schlecht sein.

Ich bin übrigens kein Veganer.

Soweit ich informiert bin, bekommen die Tiere nur die Reste, (Sojaextrationsschrot) die bei der Sojaölproduktion übrig bleiben. Also eine reine Resteverwertung!

1
@LudiFeuerbach

ja, aber nur der so genannte Soja-Expeller. Der ist ein reines Abfallprodukt der Biosprit-Herstellung, denn dafür wird Soja in erster Linie angebaut. Den Abfall der Ölindustrie zu verfüttern ist nur vernünftig, bevor das Zeug weggeschmissen wird.

2
@LudiFeuerbach

Das mag ja sein, aber dafür wird es dennoch nicht angebaut.

Soviel bleibt nun mal nach dem Öl auspressen übrig, sollen diese 98% etwa weggeworfen werden?

1

Richtig, man nutzt das Öl aus der Bohne als Treibstoffe. Alleine dafür wäre es aber nicht wirtschaftlich genug. Man baut sie also nicht nur wegen des Öls an, sondern auch als Tierfutter. Vor allem der hohe Eiweißanteil ist hier interessant. Trotzdem werden nur 2% von Menschen direkt gegessen und das ist wie gesagt meistens Bio Soja aus Österreich. Die ursprüngliche Aussage bleibt also richtig.

0

1. Seit wann essen Rohveganer B12 über Tabletten? Ich kenne sogar Nicht-Rohveganer, die einfach gesund kochen, die seit 7 Jahren Veganer sind und die nehmen kein B12. Es kommt darauf an, wie ich mich ernähre. B12 ist z.B. auf Wildpflanzen sowieso schon drauf. Wenn man die nicht abwäscht, dann hat man seinen Spiegel schon erreicht und steht wohl besser da als ein Fleischfutterer. Und ja. Woher bekommen denn normale Kühe auf der Wiese ihr B12? Sie bekommen es über das Gras, dass sie fressen. Wenn es anders wäre, müsste man bei Wildpferden und anderen Pflanzenfressern, die ständig einfangen und ihnen B12 geben XD - Es gibt auch Rohvegane Youtuber, die ihre Pflanzen seit vielen Jahren selber züchten und kein B12 zu sich nehmen.

0
@zahlenguide

Dann wird es richtig gefährlich, denn der menschliche Körper speichert Vitamin B12 bis zu zehn Jahre lang. Ist das Depot aber leer, drohen dramatische Mangelerkrankungen. Diese Entwicklung ist auch tatsächlich irreversibel, sie kann nicht mehr korrigiert oder ausgeglichen werden, selbst wenn der "Sektenaussteiger" dann jeden Tag ein Steak isst. Die Sache mit dem angeblichen Vitamin B12-Vorkommen in Wildpflanzen ist - wissenschaftlich gesehen - reiner Quatsch, Wunschdenken, Religion und nicht nachweisbar. In der Realität zehren Veganer lediglich noch von Ihrem Depot im Körper, je nachdem wann sie der "Sekte" beigetreten sind. In manchen Algen sowie in Sauerkraut existieren Spuren (!) von Vitamin B12 - aber auch nur Spuren davon! Sie decken den menschlichen Bedarf absolut nicht ab.

Jeder Arzt oder Lebensmittelchemiker schlägt bei solchen veganen (V)akten die Hände über dem Kopf zusammen.

0
@zahlenguide

Weist du wo die meisten Pflanzenfresser ihr B12 her bekommen? Sie (bzw Bakterien) Produzieren es im Darm, und die Tiere fressen ab und an ihren eigenen Kot.

Kennen die meisten nur von Kaninchen, aber fast alle Pflanzenfresser machen das ab und an.

Wildpflanzen, vor allem die Bodennahen, nicht zu waschen ist übrigens ziemlich gefährlich, man kann sich nämlich ziemlich schnell Würmer damit einfangen. Das merkst du unter umständen aber erst nach 20 Jahren, wenn deine Leber im Eimer ist...

0
@Deamonia

Stimmt, B12 sollte man definitiv supplementieren. Die Argumentation mit Wildpflanzen usw ist wirklich nur Wunschdenken. Dort wird nicht mal die Tatsache berücksichtigt, dass B12 nur in bestimmten Formen aufgenommen wird. Die Form aus Algen z.B. kann vom Menschen kaum aufgenommen werden. Außerdem hingt der Vergleich mit Pflanzenfressern wie Kühen und Kannichen arg. Diese haben ein völlig anderes Verdauungssystem.

Trotzdem kann man sich vegan ernähren und es gibt auch gute Gründe dafür. Man sollte halt einfach ein paar Tabletten mit B12 nehmen und gut ist. Daran ist auch gar nichts schlimmes. Viele Menschen nehmen jeden Morgen Vitamintabletten, Magnesium usw, ohne das es notwendig wäre. Das kritisiert niemand. Wenn man dann aber auf ärztlichen Rat B12-Tabletten nimmt, ist das auf einmal schlimm?^^

Vor allem sind die Menschen, die die B12-Supplemente kritisieren, oftmals dieselben die sich jeden Morgen ihre Vitamin C Tablette auflösen...

Man nimmt also nur wieder das Argument, welches die eigene Ernährung bestätigt und alle anderen schlecht aussehen lässt.

0

Was möchtest Du wissen?