Ist die Bibel belegbar falsch?

22 Antworten

Im Altertum hat man gedacht wir denken mit dem Herzen und nicht mit dem Gehirn: die alten Griechen (zB Aristoteles), Ägypter und die Araber dh unser Denkorgan wäre das Herz. In der Bibel und im Koran gibt es viele Sätze, die das Denken mit dem Herzen in Zusammenhang bringen. Das ist ein Hinweis darauf das diese Büchern von archaischen Menschen stammen

zB im Koran: "Denken sie nicht über den Koran nach oder sind ihre Herzen versiegelt." 47:24

oder "Sie sehen nicht mit ihren Augen, hören nicht mit ihren Ohren und denken nicht mit ihren Herzen"

In diesem letzten Satz sieht man auch deutlich, dass über Sinnesorgane gesprochen wird. Die Gläubigen versuchen sich oft herauszureden, indem sie sagen, es wäre eine Metapher. Dies ist hier nicht möglich

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BIBEL

Matthaeus

14Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja's erfüllt, die da sagt: "Mit den Ohren werdet ihr hören, und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen, und werdet es nicht verstehen. 15Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe." 16Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören.…

Im Altertum hat man gedacht wir denken mit dem Herzen und nicht mit dem Gehirn: die alten Griechen (zB Aristoteles), Ägypter und die Araber dh unser Denkorgan wäre das Herz.

Ja klar... *lach* ... und heute denkt man mit dem Kopf und liebt mit dem Herzen und entscheidet mit dem Bauch!

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Eine globale Sintflut kann es rein physikalisch gar nicht geben - territoriale dagegen schon. Man kann keine Arche bauen, in die von jedem Tier zwei Exemplare Platz haben - ganz zu schweigen von dem nötigen Futter.

Jona wurde von einem großen Fisch (Wal?) Versuchungen und überlebte - auch das ist unmöglich.

Moses führte sein Volk in der Geschichte vom Exodus durch die Wüste, in der es viel zu wenig Wasser gab, um so viele Menschen zu versorgen (es müssen laut Bibel hunderttausende gewesen sein). Vom Teilen des Meeres will ich gar nicht erst reden.

Die Krönung ist allerdings die Erschaffung der ersten Menschen Adam und Eva. Hätte Gott die ersten Menschen tatsächlich nach seinem Antlitz geschaffen, müssten sie stark behaart, sehr muskulös und nicht besonders intelligent gewesen sein. Dann kommt auch noch eine sprechende Schlange und überredet Eva, Adam mit ihren Äpfeln zu verführen - oder so ähnlich...

Die geschilderten historischen Ereignisse sind auch nicht richtig dargestellt, aber das verwundert nicht, denn die Bibel ist aus viel älteren Mythen und Legenden zusammengeschrieben worden, nach dem Wissensstand der damaligen Zeit. Es wäre sehr erstaunlich, wenn es da keine Widersprüche gäbe.

Das sind nur einige Beispiele.

Danke, die Beispiele waren sehr hilfreich ; )

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Beispiele, die sich einfach widerlegen lassen. ZB. die Sintflut. Sie kommt nicht nur in der Bibel vor, sondern in vielen uralten Geschichten der Völker . Es war eine auf den Vorderen Orient beschränkte Urzeitkatastrophe, die von Archeologen zB. im Schwarzen Meer nachgewiesen wurde. Dieses war wie das Mittelmeer, das bei Gibraltal vom Ozean abgetrennt war stark ausgetrocknet. Beim Durchbruch dieser Meere wurde das Schwarze Meer überschwemmt und der Meeresspiegel stieg auf das heutige Niveau. Dabei gingen viele Siedlungen im Meer unter. Ein riesen Boot zu bauen war damals keine Seltenheit. Und die akribische Vollständigkeit der zu Paaren geretteten Tiere wäre nie zu beweisen. Es geht nur um die Erwähnung, dass der Versuch gemacht wurde. Schließlich hat Noe überlebt und die Vielfalt der Existenzen war gerettet. Wieviele es wirklich waren , ist unwichtig, wo doch heutzutage jährlich Tausende von Arten aussterben....

ETC....

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@Horus737

Habe ich behauptet, es könne keine territorialen Überschwemmungen gegeben haben? Kein Wunder, dass darüber berichtet wurde. Die letzte ist noch gar nicht lange her.

Ich schrieb: "Eine globale Sintflut kann es rein physikalisch gar nicht geben - territoriale dagegen schon."

Das mit der Rettung der Arten ist allerdings Humbug. Vielleicht haben ein paar Bauern ihre Ziegen gerettet, aber nicht Noah sämtliche Tiere.

Wir können uns aber darauf einigen, dass die Geschichte ein wenig bzw. ganz gewaltig übertrieben ist.

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@okieh56

Solange du nicht das Gegenteil beweisen kannst, lassen wir es doch bei der Aussage in der Bibel......

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@Horus737

Die Wissenschaft kann durchaus beweisen, dass es niemals eine globale Sintflut gegeben haben kann und auch, dass man nicht alle Tiere auf einem Holzschiff hätte retten können.

Aber dazu reicht eigentlich auch der gesunde Menschenverstand.

Wo ist das ganze Wasser hergekommen und wohin ist es dann wieder verschwunden? War die Erde damals noch flach und Gott hat den Stöpsel gezogen - oder wie stellst du dir das vor?

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@okieh56

kindische Überlegungen...... Ernsthafte Wissenschaftler haben sich der Materie bereits gewidmet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine Sintlut tatsächlich gegeben haben muß. Lese doch mal das Buch: "Und die Bibel hat doch Recht"

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@Horus737

Kindisch ist es anzunehmen, die gesamte Landfläche könnte von einer globalen Sintflut überschwemmt und alle Tierarten auf einem Holzschiff gerettet werden.

Aber wie gesagt, territoriale Überschwemmungen hat es immer wieder gegeben - kein Wunder, das alte Schriften davon berichten. Nur sind diese auf natürliche Weise entstanden und nicht dem Zorn irgendeines Gottes zuzuschreiben.

Ich will dir deinen naiven Glauben nicht nehmen, denn Glauben ist jedermanns eigene Sache. Aber ein wenig gesunden Menschenverstand sollte man sich dennoch bewahren.

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Tausende Widersprüche, hier schön Thematisch sortiert:

http://bibviz.com/

Wie man das auch erwarten würde von einem Buch das von so vielen Leuten umgeschrieben, editiert, für Ihre Zwecke verändert, übersetzt, aus noch mal übersetzten Texten einer älteren Religion davor von bronzezeitlichen Hirten (AT) zusammengestückelt wurde.

Heute für nichts mehr zu verwenden, nicht mal "im Bildlichen Sinn". Höchstens noch von Bedeutung wenn man die Geschichte verstehen will, also Dinge wie die Kunst in Europa, die ganzen Kriege, den auch heute noch andauernden Judenhaß, etc.

Die Bibel ist nur zum Teil die Aufzeichnung von Fakten. Tatsächlich handelt es sich bei der Bibel um eine redaktionell zusammengestellte Sammlung von Texten mit verschiedener Bedeutung.

So gibt es neben kanonischen Text auch Apokryphen, Briefe und symbolistische Texte.

Das Christentum hat z. B. bezüglich des Alten Testamentes die jüdische Aufteilung in drei unterschiedliche Textarten übernommen: die Tora (Weisungen), die Nev'im (Propheten) und die Ketuvim (sonstige Schriften).

Innerhalb der Tora kommt dem Deuteronomium eine besondere Bedeutung zu.

Die Erzählungen über das Wirken Jesu sind im wesentlichen historische Aufzeichnungen, die Evangelien sind in diesem Sinne historische Dokumente. Allerdings muß man auch hier aufpassen: häufig sind Zahlen oder Mengenangaben nicht wörtlich zu nehmen (7, 33, 77, 1000 sind nicht als genaue Angaben zu verstehen, sondern unterliegen der jüdischen Zahlensymbolik).

Die Offenbarung des Johannes ist eine Schrift, die man nur mit sehr viel Hintergrundwissen aus der Zeit des Johannes auslegen kann. In dieser Schrift ist kein einziges Wort wörtlich gemeint.

Ich denke da an Geschichten, wie, warum würde Gott uns verarschen, und Dinosaurierknochen im Boden vergraben. Obwohl es die doch gar nicht gibt.

DAS ist eine Verarsche, ein sprachlicher Anachronismus. Dinosaurier ist ein griechisches Wort aus dem 19. Jahrhundert, das kann schon aus semantischen Gründen nicht in einem althebräischen Text vorkommen. Hintergrund des Zankapfels ,,Dinosaurier in der Bibel" ist die berühmte ,,Rechnung" des Theologen James Ussher, wobei die biblischen Chronologien auf das Erdalter (!) bezogen werden und die Schöpfungsvorgänge zeitlich dicht aneinander gepresst würden.

Die Schöpfungsgeschichte (Gen. 1.1-2.4) jedenfalls deckt mit ihren Schöpfungsperioden einen immensen und weit in der Vergangenheit liegenden Zeitraum ab und gibt dabei einen generischen Überblick über die verschiedenen Tiergruppen und deren Auffächerung in Arten. Weltanschaulich geprägt durch die Auslegungstradition, unterschätzen viele immer noch Bedeutung und Umfang der fraglichen Begriffe. Die hiesige Kategorisierung folgt auch nicht dem Schema ,,Und Gott schuf den Schmetterling..", das wäre immer noch viel zu speziell gedacht. Schmetterlinge z. B. fallen unter Oph^ (Flieger), das ist ein Sammelbegriff für geflügelte/fliegende Tiere, egal ob Insekten, Vögel oder Fledermäuse. Dinosaurier fallen unter die Landtiere der sechsten Schöpfungsperiode. Will man das biblische Weltbild verstehen, muss man schon in größeren Dimensionen denken. Die Puppenhaus-Mentalität der mittelalterlichen Exegeten hilft dabei nicht weiter.

Oder Jesus wurde in einem Stall geboren, obwohl es zur Zeit Jesu so etwas wie Ställe noch nicht gab.

Ställe gab es natürlich schon lange vor Jesus ;)) Jesus wurde allerdings in einer Art Stallhöhle geboren. Die ganze Weihnachtsgeschichte hat keine biblische oder sonstige historische Grundlage, sie beruht auf frommen Traditionen. Von heiligen drei Königen ist auch keine Rede, sondern von Weisen aus dem Morgenland. Ganz zu schweigen vom Geburtsdatum Jesu.

Weitere Beispiele sind u. A. die Sintflut und die Plagen. Die Auslegungstradition machte die lokalmesopotamische Flutkatastrophe in der Bibel zu einem weltweiten ,,Gottesgericht". Das hatte ideologische wie pragmatische Gründe. Das Christentum ist theologisch darauf angewiesen, dass die Menschheit von einer überschaubaren Gruppe ,,Auserwählter" abstammt, Stichwort Erbsünde und Sühnopfer. Hilfreich war der Umstand, dass das hebräische arets sowohl Erde als auch Land bedeuten kann, wobei es überwiegend Letzteres bedeutet. Ein solches monopolistisches Weltbild verschaffte den Verfechtern der Auslegungstradition außerdem eine unvergleichliche politische Macht. Und es lenkte ein bisschen von der Problematik der allzu kurz geratenen Erd- und Menschheitsgeschichte (s. o.) ab, wenn man die biblische ,,Urgeschichte" ein bisschen ausdehnt - bis es spätestens ab Abraham auch den Auslegungsgelehrten zu dümmlich wird, weiterhin von ,,Urgeschichte", Schöpfung oder der ganzen Welt zu reden.

Auch die Plagen sind keine Fiktion, sie waren eine ökologische Kettenreaktion und gar nicht mal ungewöhnlich. Auslegungstradition. Das ist ein echtes Dilemma der ,,wissenschaftlichen" Bibelkritik: Die Bibel entpuppt sich als umso ,,wahrer", je ,,wissenschaftlicher" man sie erforscht. Deshalb ist es bezeichnend, wie die bibelkritische Theologie der Auslegungstradition inhaltlich das Wort redet, um trotzdem über den Wahrheitsgehalt der Bibel spotten zu können.

Bis jetzt muss ich nämlich immer mit dem Argument kämpfen, dass es ja "so gewesen sein könnte".

Das kenne ich anders. Die meisten haben ein fixes Bild von den biblischen Schilderungen, siehe Auslegungstradition. Und das wird je nach Gesinnung als absolut wahr besungen.

Woher ich das weiß:Recherche

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