Ist der Apfel oder Feige für Christen eine Sündenfrucht oder ist die Fortpflanzung eine Sünde?

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18 Antworten

Hallo Kajawizu: Keine Frucht ist eine Sündenfrucht. Das gibt es überhaupt nicht. Fortpflanzung ist keine Sünde, sondern, wenn man nach dem Schöpfungstext gehen will, ein von Gott gegebener Auftrag.

Baum der Erkenntnis. Eine spezielle Frucht ist gar nicht genannt.

Geerbte Ursünde. Du denkst an die Erbsünde. Die Lehre ergibt sich nicht aus dem Schöpfungsbericht. Außerdem ist Erbsünde keine persönliche Schuld.

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Ich möchte nur auf die Sache mit der Erbsünde eingehen.Steht im Zusammenhang mit der Vertreibung aus dem Paradis.

Die Lehre von der Erbsünde, vom peccatum originale, seit dem 13.Jhdt. im Deutschen als Erbsünde bezeichnet,stammt vom Bischof von Hippo, auch Augustinus, einer bedeutensten Kirchenlehrer des Frühchristentums.

Er überhöhte das " Entfremdungsdrama zwischen Mensch und Gott ", weil er sich mit dem status quo des Menschen ausßerhalb des Pardises nicht zufrieden geben mochte.Er löste den ungeheuren Vorgang aus der mythischen Vorgeschichte heraus, um diesen im Leben jedes Menschen wieder lebendig werden zu lassen.

Die klassische Erbsünden - Lehre von Augustinus läßt sich in einen logischen und moralisch - sexualpathologischen Teil aufgliedern.

Unter dem logischen Aspekt war alles ENTSPRUNGENE auf gewisse Weise im URSPRUNG ( arche, principium ) enthalten und verkörperte nur dessen zeitlich und phänomenal versetze " Entfaltung ".D.h. Alle Menschen nach Adam wären also " im Samen Adams " mitpräsent gewesen, da nach dieser Logik der antiken Ursprungsphilosophie noch die fernste Folge im ersten Beginn angelegt ist. D.h. es gibt nichts Neues in der Welt, nur die Entfaltung präformierter Substanzen.Das war nur ein kleiner Teil der heute obsoleten Logik von Augustinus.

Der moralisch-sexualpathologische Teil ist noch schlimmer und unverständlicher.Er gibt vor zu zeigen, dass das erste Fehlverhalten Adams sich in jedem einzelnen der Adamsnachfolger spontan "reaktualisiert ", d.h. lebendig wird.Nicht bloß als Erbe des adamitischen Makels ist der Nachkomme Adams zur Sünde disponiert; er wird zum Sünder aus eigener Intensität.D.h. Die Nachkommen Adams haben das peccatum originale auf eigene Rechnugn erneut zu  begehen, um ihr Verdammnis zu verdienen.So eine Art unausweichbare Zwangsreaktion.

Und sie, die Menschen, begehen es unfehlbar, weil sie mit dem Makel des Sündigenmüssens ins Leben treten.Das ist es ,was mit Augustinus mit der Wendung -non posse non peccare. meint.Der Mensch ist das Lebewesen, das nicht " nicht-sündigen " kann..Und dies solange nicht die Gnade einiger Weniger einen Weg der Rückkehr in die Integrität, d.h.in der Abkehr von der Sünde und der Verbindung mit Gott, aufzeigt.


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Kommentar von RudolfFischer
23.02.2017, 13:19

Danke, @arevo! Ich wusste nicht, dass diese verquere Lehre auf Augustinus zurückgeht.

Wir sollten uns bewusst sein, dass wir jetzt ca. 1500 Jahre weiter sind.

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Sers Kajawizu,

Am Baum der Erkenntnis von Gut und Böse hingen weder Feigen noch Äpfel. Auch ging es hier nicht um die Fortpflanzung, denn Gott hatte Ihnen in 1. Mose 1:28 ja geboten sich zu lieben (Sex) und sich fortzupflanzen!

Adam und Eva durften ansonsten von allen Bäumen essen. Auch vom Baum des Lebens in der Mitte des Gartens. 

Der Baum der Erkenntnis stand für einen besonderen Punkt. Gott hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Gesetze für die beiden erlassen. Vollkommenheit und ewiges Leben waren ein Geschenk. Der Baum war nur zu einem Zweck da. Es war das einzige Verbot im Garten Eden. Beide waren solange sie gehorsam waren Treu, ehrlich und Gesetzestreu!

Sie wussten, würden sie davon essen, müssten sie sterben! Doch beide begingen Verrat und missachteten Gottes Gebot. Deshalb mussten sie mit den Folgen leben!

Für uns Christen heute wurde das in der Bibel festgehalten damit wir uns heute an göttliche Gesetze halten. Dafür winkt dann wieder ewiges Leben!

Zwei solcher Gesetze wären zum Beispiel Gottes Name zu heiligen und die Botschaft Jesu Christi weltweit zu verkündigen. Wer sich daran hält, ist würdig zu Gottes Volk zu gehören!

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Kommentar von Kajawizu
22.02.2017, 23:54

Zwei solcher Gesetze wären zum Beispiel Gottes Name zu heiligen und die Botschaft Jesu Christi weltweit zu verkündigen. Wer sich daran hält, ist würdig zu Gottes Volk zu gehören!


Ich denke das Predigen an sich bringt nicht viel, das praktizieren bzw. die Einhaltung dieser religiösen Normen wäre sinnvoll. Man kann viel reden und sagen, aber etwas selber angehen und Gebote und Verbote achten ist noch einmal etwas anderes.

"Wasser predigen, aber Wein trinken."

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Wie schon angesprochen ist keines von dem für Christen Sünde. 

Was es mit der Frucht der Baumes zu tun hat wissen wir nur, welche Auswirkungen das Essen der Frucht hatte. 

Es war das ERKENNEN.

Nun damit ich etwas erkenne muss es ja auch schon da gewesen sein.

Also kam durch die Frucht nicht erst die Sünde in die Welt, denn sie war ja schon da. 

Aber die Frucht öffnete den Menschen die Augen für Gut und Böse.

In der Konsequenz musste Gott nun auch die Menschen für ihr Verhalten zur Rechenschaft ziehen.

Hätten sie nicht gewusst was richtig und was Falsch ist, wie will er den Menschen zur Rechenschaft ziehen? Auf welcher Grundlage?

Daher wurde der Mensch dann auch aus dem Paradies vertrieben, denn dort war auch der Baum des Lebens. 

Eine Frucht die verhinderte, dass der Mensch stirbt.

Dadurch, dass der Mensch nun dem Tode verfallen war, musste Gott die Sexualität zur Vermehrung benutzen. (Mathematische Logik).

Die Weisung zur Vermehrung an den Menschen kam daher auch erst nach dem Rauswurf aus dem Paradies.

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Kommentar von stefanbluemchen
22.02.2017, 21:38

Vor dem Sündenfall: 1. Mose 1:27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie. 28  Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt."

Lies erst mal den Schöpfungsbericht, bevor du einem Irrtum unrerliegst und etwas falsches postest. 

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Ich bin zwar kein christ, aber habe die bibel durch und es steht nur frucht vom baum der erkenntnis, es ist also eine vollkommen unbekannte frucht, könnte tomatenbananen geschmack haben... XD

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Bei dieser Frucht ging es um weit wichtigere Dinge. Es ging darum, ob Gott das Recht hat die Menschheit zu regieren. Satan stiftete die ersten Menschen zur Rebellion gegen ihren Gott und Schöpfer an. Adam aß diese Frucht, weil er selbst entscheiden wollte, was richtig und falsch ist. Wohin das führte, sieht man ja heute. 

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Weder noch...wie kommst du darauf?

Ausserdem weiss man nicht, was für eine Frucht es war, von der Adam und Eva gegessen hatten.... Fakt ist, dass nicht die eigentliche Frucht Sündhaft war, sondern die Sünde war diejenige dass sie dadurch gegen Gottes einziges Gebot verstossen hatten und sie so sterblich und auch Sünder wurden...da sie dadurch die Vollkommenheit verloren hatten weil sie sich gegen Gott entschieden. 

Sünde = Trennung von Gott 

Eine Frucht kann also gar nicht Sündhaft sein. 

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Nein, du darfst von jedem Apfelbaum essen, nur nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen. Gott wollte sogar das wir uns fortpflanzen "seit fruchtbar und vermehrt euch." Wenn man aber keine Kinder möchte, denke ich ist das auch okay.

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Kommentar von Kajawizu
22.02.2017, 20:26

ich überlege gerade, ob es vllt. damit gemeint war sich nicht über andere zu stellen, sich als die krone der schöpfung darzustellen, da wir durch das essen der frucht zur erkenntnis gelangt sind und damit einen vorteil gegenüber der anderen lebewesen haben und uns als wertvoller ansehen als die anderen lebewesen auf der erde, ... oder das wir so sein wollen wie gott und uns so benehmen, und deshalb leid auch an andere weitergeben  ... , entscheidungen gehen immer zum vorteil eines jmd. und zum nachteil eines anderen aus, jede entscheidung ist somit indirekt ein leid

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Die verbotene Frucht hat überhaupt nichts mit Fortpflanzung zu tun. Traditionell deuten die Christen den Apfel als die besagte Frucht, aufgrund des lateinischen Wortspiels mit malus - Apfel - schlecht, böse.

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Beides ist keine Sünde.

Der Schöpfer gab den ersten Menschen extra den Auftrag zur Fortpflanzung:

"Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“" (1. Mose 1:28)

Auch die Frucht war nicht das Problem, sondern der Ungehorsam.

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Es ist die Zeugung, die Begründung der Identifikation mit dem Ich-Konzept. Hierdurch kommt der Tod und auch die Erbsünde über uns. Insofern ist es die Fortpflanzung, im symbolischen oder übertragenen Sinn, aber nicht im herkömmlichen oder wörtlichen Sinn.

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Kommentar von NewKemroy
22.02.2017, 21:36

Ich denke mit Baum der Erkenntnis ist die Selbsterkenntnis gemeint. Die geht aber total daneben. Weil das, was als Selbst erachtet wird mit Nichten das ist, was wir sind oder was unsere Natur ist. Eine Art Verwechslung sozusagen - mit schrecklichen Folgen.

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in der bibel wurde nur "von der frucht" geredet

damit war die frucht der erkenntnis gemeint!

man muß di8e ninel eben lesen können!

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Glaube nicht was du liest ! Vieles ist Lüge und Erfunden ! Die Fortpflanzung muß sein damit wir Menschen nicht Aussterben derApfel ist lecker ich Liebe Äpfel Sündenfrucht ha das ist Legende !

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Wie kommst du darauf?

"Wachset und vermehret euch" soll Gott himself den Menschen aufgetragen haben.

Klingt das nach jemandem, der Fortpflanzung zur Sünde erklärt?

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In der Bibel steht nichts davon, dass Adam und Eva in einen Apfel oder eine Feige gebissen haben. In 1. Mose 3,6b wird eine Frucht erwähnt: "Sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß."

Es handelte sich dabei also um eine nicht näher definierte Frucht und höchstwahrscheinlich nicht um einen Apfel oder um eine Feige.

Der Apfel wird in der Bibel in folgenden Stellen erwähnt:

  • "Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten zu sitzen, gelüstet es mich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß." (Hoheslied 2,3)
  • "Der Duft deines Atems wie Apfelduft." (Hoheslied 7,9)
  • "Unter dem Apfelbaum habe ich dich geweckt, dort empfing dich deine Mutter, dort empfing sie dich, die dich gebar." (Hoheslied 8,5) 
  • "Der Weinstock ist vertrocknet und der Feigenbaum verwelkt. Granatbaum, auch Dattelpalme und Apfelbaum, alle Bäume des Feldes sind vertrocknet. Ja, vertrocknet ist die Freude, fern von den Menschenkindern." (Joel 1,12)
  • "Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit." (Sprüche 25,11)
  • "Stärkt mich mit Rosinenkuchen, erquickt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe!" (Hoheslied 2,5) 

Feigen kommen noch häufiger in der Bibel vor: http://www.de.bibleserver.com/search/SLT/feigen/1

Wenn man also die biblischen Stellen über Äpfel und Feigen ließt, könnte man sagen, dass Äpfel und Feigen als etwas Positives, Gutes, Gesundes, Angenehmes und Leckeres angesehen werden.

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Weder der Apfel, noch die Feige ist eine Sündenfrucht, Fortpflanzung ist auch keine Sünde. Im Übrigen ist in der ganzen Bibel nirgendwo etwas von einer Erbsünde die Rede, die durch irgendwelche magische Riten weggewaschen werden muss.

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Hallo Kajawizu,

sowohl Apfel wie auch Feige könnten Treffer sein - beide Früchte gedeihen auch heute noch in dem Gebiet des Nahen Ostens, wohin Gott das Paradies setzte.

Der inspirierte Bericht des Mose, in 1 Mo 2, sagt nichts weiter als:

Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden

gegen Osten hin

und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

 

Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den

Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. 

10 

Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme.

 

11 

Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold;

 

12 

und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.

 

13 

Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.

 

14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat. 

15 

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

 

16 

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,

 

17

  aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. 

Auch in der schriftlichen Aufzeichnung über den "Sündenfall"; in Kapitel 3, wird nur von dem Baum und von seiner Frucht berichtet:

Und die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?

 

Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;

 

3

  aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!

Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben,

 

sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

 

Und die Frau sah, dass

von dem Baum

gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm

von seiner Frucht

und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

 

Du fragst noch:

oder ist die Fortpflanzung eine Sünde? Da frage ich zßurück: Wie verrückt unlogisch wäre das denn?           Gleich nachdem Gott sie erschaffen hatte, gebot er (1Mose 1):

27 

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn;

und schuf sie als Mann und Frau.  28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde     Und kurz danach soll die Fortpflanzung als Sünde  gegolten haben? Grüße,   kdd                          
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Beides, Sündenfrüchte, Fortpflanzung Sünde - wenn du es denn so willst.

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