Ist das Recht des Stärkeren das stärkste Unrecht?

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Naja rein ethisch sentimental betrachtet hast du eventuell recht. Jedoch behaupte ich einfach mal das kein anderes Lebewesen über recht und unrecht beim Töten anderer Lebewesen nachdenkt. Ich empfinde den Tod als selbstverständlich genau wie die Tatsache das manche Lebewesen nicht unbedingt sehr ethisch sind (z.B. Katzen die mit Mäusen spielen und sie quälen)
Ich finde jedoch die Tatsache das wir für unseren verschwenderischen und überzogenen Konsum Tiere unter unwürdigsten bedingungen züchten und halten und es uns sogar bewusst ist absolut furchtbar. Meine konsequenz daraus ziehe ich indem ich keine Tierischen Produkte verwende.

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Katzen oder andere Tiere können das ja leider nicht hinterfragen, was sie tun oder andere fleischfressende Lebewesen. Oft haben sie auch keine andere Möglichkeit in der Natur als sich durch Fleisch zu ernähren. Wir Menschen können unsere Handlungsweise aber reflektieren und wir können uns immer wieder weiter verbessern. Deswegen müssen wir uns nicht, wie bei Tieren auf das Recht des Stärkeren berufen. Wir können alle füreinander da sein und auch die Schwächsten in einer Gesellschaft können wir beschützen. So auch die Tiere.

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Deine Frage findet Antwort in der Geschichte. Die Wurzeln des Menschen liegen nun mal im Vertilgen von Fleisch. Natürlich könnte ich Dir jetzt die Grundargumente liefern, die Fleischfresserei Vegetarismus oder gar Veganisus gegenüberstellen. Aber wozu? Das würde lediglich die Wiedergabe deines bereits auswendig gelernten Antwortenkatalogs provozieren. Dieser wäre leer, absurd und völlig deplatziert. Solche Ansichten können in der Lage sein, zu überzeugen, bedürfen aber ständigen Synthesen. Wie alles im Leben. Nur, so glaube ich beobachtet zu haben, fällt es Pflanzenliebhabern schwer, die Grenze zwischen der Lebensart auf der einen und dem Respekt gegenüber den anderen auf der anderen Seite zu finden. Hierbei interessant zu beobachten, dass selbige Toleranz gegenüber ihrer Sicht verlangen, diese aber nicht selbst vorzuweisen haben.

Es kommt bei dieser Betrachtung auf die natürlichen, wenn auch extrem primitiven Triebe des Menschen an. Wie ein Vorredner schon schrieb, gibt es Gleichberechtigung nicht. Nur in den Köpfen der Menschen. Es gibt eine Rangordnung, zudem die Grundphilosophie: "Fressen oder gefressen werden.".
Klar, es ist spezistisch und irgendwo arrogant, dass der Mensch auf Tierfleisch bzw. tierische Produkte zurückgreift. Nach dieser Logik ist es jedoch noch viel schlimmer, wenn Vegetarier oder noch extremere Ausprägungen moralischer Pseudoüberflieger, wehrlose Pflanzen zu erwähntem Nahrungsbedarf nutzen. Eine Pflanze hat nicht die geringste Chance sich zu wehren. Sie ist diesem Ekel, dem Homo Sapien, vollständig ausgeliefert. Da könnte ich auch fragen: Wie kann so etwas moralisch vertretbar sein? Wie können manche Menschen so respektlos der Natur gegenüber sein und einfach zum einen komplett wehrlose Lebewesen "töten" und zum zweiten anderen "Lebewesen" das Futter wegessen? Würde ich mich aus dem Fenster lehnen, wie es so manche Vegetarier gerne tun, so könnte ich hier noch anfügen, dass es keine Rolle spielt, ob man sein Gemüse/Obst im Garten anpflanzt, im Haus züchtet oder woanders hernimmt. Es ist und bleibt potenzielle Nahrung für Tiere, um ihren Bedarf zu decken. Woher nimmt der Mensch sich das Recht, so grausam zu sein?

Summa summarum hieße das, der Mensch müsse seines Gleichen verspeisen. Das Problem? Das nennt man Kannibalismus und ist verpöhnt. So gesehen lebt der Mensch - egal ob nun Fleisch- oder Pflanzensmpathisant - nach der gleichen Maxime wie jedes andere Tier. Selbst wenn er dümmer und überflüssiger ist, als ein anderes Tier.
Im Übrigen ist dieses Recht des Stärkeren auch in der Natur zu beobachten. Ein größeres und/oder schlaueres Tier frisst ein unterlegenes Tier. So ist der Kreislauf. Wie willst Du sonst überleben?
Grundsätzlich finde ich, der Mensch sollte gar nicht überleben, aber das durchzusetzen würde mir sowieso nicht gelingen. Auch wenn es schön wäre...

Eine Pflanze hat nicht die geringste Chance sich zu wehren. Sie ist
diesem Ekel, dem Homo Sapien, vollständig ausgeliefert. Da könnte ich
auch fragen: Wie kann so etwas moralisch vertretbar sein?

Es ist immer noch besser als Fleisch zu essen, weil für das Schwein, die Kuh,... viel mehr Pflanzen "getötet" werden. Ist es da nicht sinnvoller so wenig Pflanzen wie möglich zu "töten"?

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Mal abgesehen davon, dass Pflanzliche Nahrung im Gegensatz zu Tierischer essentiell ist und Pflanzen keine Schmerzen empfinden können. Aber gut.. hier scheints sowieso zu trollen, denn so einen Unfug von wegen "pflanzliches Leid" schreibt normal keiner ;)

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@ApfelTea

@ApfelTea: Das sollte die Situation überspitzt darstellen. Es ist höchst bedauerlich, dass Du das nicht erkannt hast, aber ich mache Dir keinen Vorwurf. Dass du mich einzig als Troll abstempelst und auf kein brauchbares Repertoire an vernünftigen Kontern zurückgreifst zeigt, dass Du nicht nur im Internet zuhause bist, sondern auch der Realität eher abgeneigt.

Und nein, ich mache mir keine Hoffnungen. Du wirst das als Grund nehmen, mir weitere Unzulänglichkeiten zu präsentieren. Und wieso das Ganze? Zum einen deine Einfältigkeit und zum anderen - ungeschlagen - Deine offensichtlich feindliche Haltung gegenüber Fleischessern.

Aber keine Sorge... ich weiß bereits von anderen, dass ich keine Ahnung habe. Das kannst Du gerne als Grundstein deines nächsten Zuges benutzen. Natürlich neben der Tatsache, dass ich einer dieser beschränkten Fleischesser bin, die es derart zu verunglimpfen gilt. ;)

Wir(?) leben in einem Land mit Narrenfreiheit. Also tu Dir keinen Zwang an, die Definition dessen auszuweiten. ;)

@mulano: Damit sagst Du, dass es in Ordnung wäre, Tiere umzubringen. Aber falsch, sie zu essen. Und dass der Mensch als einziger das Recht hat, überhaupt etwas für seinen Fortbestand zu tun. Das überzeugt mich nicht gerade davon, dass Du ein mündiger Verteter des Homo Sapien bist.

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@ApfelTea

Mal abgesehen davon, dass Pflanzliche Nahrung im Gegensatz zu Tierischer essentiell ist und Pflanzen keine Schmerzen empfinden können

Beide Thesen entsprechen nicht der Wahrheit!

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Gegen Mischköstler (so nenn ich sie), hab ich nichts, solange es keine Antiveganer sind. Meine Freunde sind alle Mischköstler bis auf 2 und ich bin sogar mit einem Mischköstler verheiratet. Ich bins nur leid, mir ständig irgendwelche hirnlosen Anfeindungen anhören zu müssen, auch wenns von dir jetzt möglicherweise gar nicht als solche gemeint war. Wenn man ständig mit Antiveganern zu tun hat, die einem auf die Nerven gehen, entwickelt man leider zunehmend eine leichte "Dünnheutigkeit" bei dem Thema

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@ApfelTea

Kannst du nicht lesen oder was? Wo sage ich das man sie töten aber nicht essen darf?

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@mulano

Das nennt man Interpretation! Solltest Du auch mal probieren, statt wild drauf los zu schreiben. Würde dich nicht nur sympathischer, sondern auch mündiger erscheinen lassen.

Nimm' Dir ausreichend Zeit, um Deine Aussagen klar zu formulieren, damit man sie richtig versteht. Sonst bist Du des Schreibens unfähig und nicht ich des Lesens...

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Ist das Recht des Stärkeren das stärkste Unrecht?

Für das "Opfer" mag es so sein. So ist eben die Natur.

Warum töten wir Tiere für unseren Nahrungsbedarf?

Weil eine Landwirtschaft ohne Tiere töten unmöglich funktioniert.

Wer Fleisch essen will, muss damit klar kommen, dass Schlachttiere dafür professionell geschlachtet werden.

Wer Obst isst, muss sich damit anfreunden, dass der Boden vorher von Wühlmäusen befreit wurde. Wer Obst isst, muss wissen, dass dafür unzählige Insekten vergiftet werden, die auch gern das Obst naschen wollen.

Wer Gemüse isst muss wissen, dass der Ackerbau durch Pflug, Walze, Grubber und Egge sehr viele Ackerbewohner tötet.

Wer Gemüse isst, der muss sich damit abfinden, dass die Früchte mit Insektiziden vor Freßfeinden geschützt werden.

Wer Blattgrün essen will, der muss einsehen, dass Schnecken mit Linsen vergiftet werden, damit sie nicht die Blätter wegmampfen.

Wer Kartoffeln isst, der soll sich bewusst sein, dass keiner Bereit ist sich auf mehrere Hektar Fled zu stellen und da jeden Kartoffelkäfer zu sammeln und diese dann irgendwo wieder freilässt. Auch da wird mit Gift gearbeitet.

Wer gerne Wild isst, der soll wissen, dass z.B. der Blattschuss das Tier noch bis zu 30 Sekunden "am Sterben" herumrennen lassen kann.

Wer gerne Getreide oder Mais isst, der muss auch wissen, dass im Ernter öfters mal eine Ricke samt Kitzen verendet. Diese suchen nämlich auf Getreidefeldern Schutz.

Kurzum: Nahrungsmittelproduktion ohne Tiere töten geht nicht. Wer das nicht verkraftet, der kann sich gerne in den Wald begeben und Beeren pflücken. Er wird einsehen müssen, dass man so nicht lange überleben kann.

Der Mensch muss nun mal Tiere töten, sonst kann er nicht überleben. Erst recht nicht in solch überbevölerten Gebieten wie Europa.

Tiere töten ist für den Mensch eine Notwendigkeit!

Weil sie schwächer sind?

Nein. Weil es notwendig ist Tiere zu tötzen. Ohne kann man keine Nahung herstellen.

Ist das wirklich in Ordnung oder müssten sie nicht die gleichen Rechte wie wir haben?

Ja das ist wirklich in Ordnung.

Man kann Tieren keine Rechte geben, da sie als allererstes diese Rechte gar nicht wahrnehmen können. Und Rechte sind auch mit Pflichten verbunden. Und ein Pflichtbewusstsein haben Tiere nicht.

Und wo soll man da anfangen? Und wo zieht man die Grenze? Streng genommen dürfte ich dann keine Bettwäsche mehr waschen, weil ich dadurch Milben töte.

Wie züchte ich dann meine Kartoffeln? Soll ich die Käfer unbehelligt auf den Blättern larven lassen?

Wie sonst kann man Waldpflege praktizieren ohne Tiere zu schießen?

Wie soll die Menschen gesund mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt werden ohne Nutztiere zu halten und zu töten? Nur durch Wild geht das auch nicht.

Tiere ein Lebensrecht zu geben heißt der Tod für den Menschen.

Und warum sollten sich die Menschen selbst aussterben lassen?

Ich sehe darin weder einen tieferen Sinn, noch sehe ich dafür eine Notwendigkeit.

Im Gegenzug ist es nun mal von Nöten, dass wir Tiere töten um Nahrungsmittel und andere Dinge herzustellen. Das sollte man sich bewusst sein.

Von daher sehe ich es als reinen Irrsinn an Tiere Rechte zu geben. Was man allerhöchstens machen kann sind Schutzgesetze. Und davon haben wir (zum Glück) mehr als genug und sie sind eines der strengsten der Welt.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Gruß
Omni

(BG)

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