Inwieweit ist der Buddhismus mit dem Christentum vereinbar?

14 Antworten

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Deine Frage ist eigentlich: "Was sagt Gott dazu?"

Der Bibelschreiber Paulus schrieb unter Inspiration Gottes:

"Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “" 2. Korinther 6:14-18)

Danke für das Sternchen ...

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Und wo besteht der Bezug zum Buddhismus?

Weder geht es im Buddhismus darum, jemanden in ein Joch zu spannen, noch um Finsternis, Götzen oder dergleichen.

Das ist doch mit Verlaub nur christliches Propaganda-Gesülze, ohne jede objektive Fakten.

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@Enzylexikon

Buddhismus ist eine Religion. Der Gott der Bibel — Jehova — hält nichtchristliche Religion für "unrein" — siehe meine Antwort.

Das solltest Du als "Religionsexperte" erkennen.

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@Enzylexikon

Enzylexikon,

bist du eigentlich immer so "unflätig"?

Vielleicht überlegst du erst einmal, wie das gemeint sein könnte.

Ich fasse es nicht, wie man derart abfällig reden kann!

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hi,

Sibellchen,

wenn man den Weg eines Christen oder auch den Weg eines Buddhisten ernst nimmt, so gibt es mehrere Widersprüche:

Religion

Der Buddhismus ist eine Erfahrungsreligion: Ziel ist es, eine Erleuchtung zu erlangen und so den eigenen Geist größtmöglich zu entfalten

Das Christentum folgt Jesus und dessen Vater , Jehova Gott. Man kann und sollte zwar auch in dieser Religion geistig wachsen, aber es führt nicht zu einer Erleuchtung wie im Buddhismus. Es ist eine moralische Erziehung.

Zentralfigur(en)

Im Buddhismus folgt man dem Weg des Buddha, einem Menschen, der einmal durch Meditation zur Erleuchtung gelangte.

Im Chrsitentum folgt man den Geboten/Grundsätzen der Bibel. Man glaubt an den Allmächtigen Schöpfer, einem Geistwesen,  der "Himmel und Erde gemacht" hat und an seinen Sohn, der zu bestimmten Zwecken auf der Erde weilte, jetzt aber wie prophezeit im Himmel ist.

die verschiedenen Wege und die Belohnungen

Buddhisten leben nach gewissen Grundsätzen, wie z.B. kein Lebewesen zu töten oder auch keine "unheilsamen sexuellen Beziehungen zu pflegen" usw.

Gedanken und Handlungen wirken auf die Zukunft. Man kann durch gute Handlungen in angenehmen menschlichen Verhältnissen oder in der Göttersphäre leben, aber durch schlechte Handlungen auch als ein Tier wiedergeboren werden oder als ein Dämon weiterleben.

Die Taufe befreit einen Christen von allen bisher erfolgten sündigen Taten. Indem ein Christ dem Weg Jesu folgt und nach seinen Grundsätzen lebt, kann er ebenfalls in ein "geistiges Paradies" hier auf der Erde gelangen. Die Belohnung ist ein buchstäbliches zukünftiges Paradies und die Verheißung einer Auferstehung der bereits Verstorbenen. 144000 werden von der Erde genommen und haben die Möglichkeit als Geistwesen die himmlische Regierung mit Jesus mitzugestalten.

Du schreibst, daß du als Christ leben, aber auch dem buddhistischen Weg folgen möchtest.

Das ist - abgesehen von den oben gemachten Ausführungen - meiner Meinung nach kaum möglich.

Denn

Wenn man als Christ dem allmächtigen glaubt, dann kennt man z.B. die Aussage aus 5.Mose4:24, daß Gott "ausschließliche Ergebenheit " ihm gegenüber erwartet. So zeigte es auch Jesus Gott gegenüber, der sagte, daß man nicht zwei Herren dienen kann:

"Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. ....." (Matthäus 6)

Wenn man den Weg eines Christen geht, heißt das nicht, wie oft angenommen, man könnte einen Frieden ähnlich dem eines erleuchteten Buddhisten, nicht auch finden.

Denn es heißt in Philipper 4:7: "Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen, zusammen mit Danksagung eure Bitten bei gott bekannt werden, und der Frieden, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten "(Philipper 4)

Es sind also insofern zwei ganz unterschiedliche Wege, wie dir, so hoffe ich, deutlich geworden ist.

Natürlich kann man sich als Mensch mit einem freien willen aus Beidem seinen eigenen Glauben bauen. Aber ich glaube nicht, daß man sich dann so optimal in Beidem entwickeln kann. Letztlich muß man das bedenken.

Ich mag und schätze zeugen jehovas sehr! Wollte ich einfach mal anmerken...

Ich glaube dass allah an diesen stellen mitunter genau euch meint:

3:113-114 Sie sind nicht (alle) gleich. Unter den Leuten der Schrift ist eine standhafte Gemeinschaft, die Gottes Zeichen zu Stunden der Nacht verliest und sich (im Gebet) nieder wirft. Sie glauben an Gott und den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche und beeilen sich mit den guten Dingen. Jene gehören zu den Rechtschaffenen.

5:82 Du wirst ganz gewiss finden, dass diejenigen Menschen, die den Gläubigen am heftigsten Feindschaft zeigen, die Juden und diejenigen sind, die beigesellen. Und du wirst ganz gewiss finden, dass diejenigen, die den Gläubigen in Freundschaft am nächsten stehen, die sind, die sagen: „Wir sind Christen.“ Dies, weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie sich nicht hochmütig verhalten.

3:55 Als Gott sagte: „O Jesus, Ich werde dich (nunmehr) abberufen und dich zu mir emporheben und dich von denen, die ungläubig sind, reinigen und diejenigen, die dir folgen, bis zum Tag der Auferstehung über diejenigen stellen, die ungläubig sind. Hierauf wird eure Rückkehr zu Mir sein, und dann werde Ich zwischen euch richten über das, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.

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@YassineB87

YassineB87,

wußte gar nicht, daß das im Koran steht.

Danke, daß du Zeugen Jehovas magst. Ich mag sie auch.:-))

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Wenn du dich eingehend mit beiden Religionen beschäftigst, wirst du merken dass sie nicht vereinbar sind.

Buddhisten lehnen den Glauben an eine persönliche Gottheit ab, und gehen davon aus dass der Mensch als etwas anderes wiedergeboren wird. Als was, hängt davon ab wie gut / schlecht er vorher war. Was er aber im jetzigen Leben nicht mehr weiß. Befreien aus diesem Kreislauf kann man sich nur durch eigenen Anstrengung.

Buddhisten haben ihre Hoffnung im Tod, also dass dann ihr Kreislauf beendet ist und sie nicht mehr wiedergeboren werden. Christen haben dagegen im gegenwärtigen Leben Fülle, und nach dem Tod ewiges Leben bei Gott.

Ausserdem hilft einem der Heilige Geist, salopp gesagt, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Man ist nicht mehr gefangen in diesem Kreislauf und hat durch Jesus Christus Erlösung - und zwar schon jetzt.

Im Buddhismus werden Frauen niedriger angesehen als Männer. Jesus Christus dagegen hat, entgegen den Gesetzen seiner Zeit, ganz normal mit Frauen geredet, sie geheilt und ihnen somit ihre Würde zurückgegeben.

Ich rate dir also, halte dich lieber an Jesus. Lies in der Bibel und tausche dich mit anderen Christen aus. Jesus heilt heute noch, auch wenn das oftmals negiert wird, auch weil er es auch nicht auf "Knopfdruck" tut und nicht jeder damit hausieren geht.

Ich selbst bin Buddhist und helfe dir gerne weiter.

Meditation

Die Praxis buddhistischer Meditation, wie zB Vipassana, oder Zazen, ist aus meiner Sicht mit jeder Religion vereinbar, da es keinen verehrenden, oder anbetenden Aspekt gibt, der sich an ein höheres Wesen wendet.

Wenn du also zB buddhistische Meditation übst, um dich zu entspannen und Stress abzubauen, ohne dich weitergehend mit der buddhistischen Lehre zu identifizieren, sehe ich da kein echtes Problem.

Allerdings gibt es fundamentalistische Christen die Behaupten, durch die "geistige Leere" bei der Meditation, könnten Teufel in einen fahren - aus meiner Sicht ist das finsterster Aberglaube religiöser Radikaler.

Es gibt zudem auch im Christentum meditative bzw. kontemplative Techniken. Wer sich also mit buddhistischer Meditation unwohl fühlt, kann eben christliche Formen üben.

Moral

Selbst die fünf Sittlichkeitsregeln des Buddhismus kann man meiner Ansicht nach auch als Anhänger einer anderen Religion befolgen, ohne dabei gegen die Gebote der eigenen Konfession zu verstoßen

  • Kein Leben nehmen
  • Nicht gegebenes nicht nehmen
  • Die Rede nicht missbrauchen
  • Die Sexualität nicht missbrauchen
  • Den Geist nicht betäuben.

Ich sehe somit weder in den klassischen Formen buddhistischer Meditation, noch in seinen moralischen Maßstäben einen Widerspruch zum Christentum.

Wenn es dir also nur um Meditation und Moralvorstellung, nicht aber um die Lehre geht, ist für mich aus buddhistischer Sicht kein Problem ersichtlich.

Philosophie

Wirkliche Diskrepanzen zwischen Christentum und Buddhismus ergeben sich allerdings in der Lehre, denn die Philosophien weichen in wesentlichen Punkten voneinander ab, was zu theologischen Problemen führen kann.

Vergänglichkeit: Der Buddhismus lehrt, dass es nichts ewig unveränderliches existiert. Das widerspricht der Lehre der ewigen Existenz Gottes.

Seele: Laut des Buddhismus gibt es kein unsterbliches Selbst des Menschen. Das steht im Widerspruch zur Vorstellung einer ewigen Seele.

Gebote, Sünden, Bestrafung: Im Buddhismus gibt es keine Gebote, Sünden und deren Bestrafung, was dem Richterbild Gottes widerspricht.

Barmherzigkeit: Im Buddhismus gibt es für negatives Verhalten keine Vergebung durch einen Gott. Man muss mit den Konsequenzen des Handelns leben.

Erlösung: Im Buddhismus befreit sich der Mensch selbst. Im Christentum ist er auf den Opfertod Christi als Weg zur Erlösung angewiesen.

Wiedergeburt: Nur wenn man die Wiedergeburt als etwas betrachtet, das nach dem körperlichen Tod geschieht, ist ein Widerspruch da.

Bei der anderen buddhistischen Deutung, derzufolge die Wiedergeburt nur ein psychologisches Modell ist, wäre es dagegen kein Problem.

Fazit:

Die klassischen Formen buddhistischer Meditation und buddhistische Moralprinzipien dürften auch für einen Christen unproblematisch sein.

Lediglich wenn man einer sehr konservativen christlichen Auslegung folgt, oder die buddhistische Lehre auch übernehmen will, gibt es Probleme.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit mehr als 30 Jahren praktizierender Buddhist

Vielen Dank für deine Mühe. :-)

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@Sibellchen

Keine Ursache, aber hätte ich gewusst, dass du keine objektiven Fakten willst, sondern dich auf religiöses Standard-Geschwurbel verlässt, hätte ich mir die Arbeit sparen können.

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Du kannst in deinem alltäglichen Leben natürlich auch buddhistische Aspekte mit einbringen, wenn du es gerne möchtest. Du kannst ja Buddha als ein Art Vorbild betrachten und die Lehre des Buddhismus gut finden, das widerspricht dem Christentum nicht. Aber im Endeffekt musst du dich eben entscheiden, woran du glaubst: Ein Gott, der die Welt erschaffen hat oder eine Weltenseele, die alles zusammenhält, Wiedergeburt oder ewiges Leben. Du kannst dir natürlich auch aus beiden Lehren einen neuen Glauben schöpfen, aber inwiefern du dann noch ein Christ bist und wie andere das sehen, damit musst du dann eben selbst zurechtkommen. Im Grunde geht es aber nicht an beides gleichermaßen zu glauben und es mit beiden Religionen zu vereinen.

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