In Deutschland wohnen und in der Schweiz Arbeiten - Ist das so einfach möglich?

6 Antworten

Ich habe mich damit auch beschäftigt, da ich ein Jobangebot aus der Schweiz hatte. Hätte da viel mehr verdient und daher war es schon interessant. Die Ernüchterung kam aber, als ich von den Kosten erfahren habe. So kostet ein Kindergartenplatz z.B. mal schnell 2000-3000 Euro im Monat, eine kleine Wohnung mit 20 qm in Zürich locker 1000 Euro, usw. Also der gute Verdienst wird schnell aufgewogen durch die hohen Kosten. Und das ist in Grenznähe oft auch nicht anders. Und wenn du nicht 60 Tage in der Schweiz wohnst, dann musst du dein Schweizer Gehalt in Deutschland versteuern. Hinzu kommen hohe Bankgebühren für den Transfer deines Gehalts auf ein deutsches Konto. Eine hilfreiche Seite zum Thema finde ich http://www.auswandern-handbuch.de/. Dort erhält man viele gute Informationen, wenn man in der Schweiz arbeiten will. Hat mir auf jeden Fall geholfen und mich letztendlich davon abgehalten in der Schweiz zu arbeiten.

Ich wohne in Grenznähe. Hier gibt es viele Grenzgänger, die in der Schweiz arbeiten. Die Schweiz will es aber jetzt einschränken. Es kommt auf den Beruf an. Schweizer Bewerber müssen bevorzugt werden. Die Schweiz ist kein Sozialstaat wie Deutschland. In den Krankenversicherungen sind weniger Leistungen als in Deutschland. Da gibt es viele Unterschiede. Bevor Du dort anfängst, würde ich mich erstmal genau erkundigen. Falls Du noch sehr jung bist, kannst Du mehr Risiko eingehen als jemand älteres. Ein Konto kannst du doch auch in der Schweiz eröffnen. Das wäre doch kein Problem.

Das ist AFAIK nicht ganz richtig. Nur bei Bewerbung aus nicht EU/EFTA-Ländern muss begründet werden, warum kein CH- oder EU-Bürger für die Stelle in Frage kommt. Ein expliziter Inländervorrang soll erst noch eingeführt werden.

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Kann man das einfach so machen?

Das in gewissen Regionen, vor allem im südlichen Baden-Württemberg recht verbreitet. Ebenso wie in den an die Schweiz angrenzenden Regionen in Frankreich, Österreich und Italien.

Oder anders gesagt: Es ist so verbreitet, dass die Schweiz sogar entsprechende Ausländerausweise ausgibt - G wie Grenzgänger. Es gibt auch genug zwischenstaatliche Abkommen, die alles was das Thema anbelangt bis ins Detail regelt.

Also ja, man kann das machen - wenn man einen Job in der Schweiz findet. Für den Schweizer Arbeitgeber macht es nicht den grossen Unterschied, ob du in Deutschland oder der Schweiz wohnst.

Spielt es dabei eine Rolle man sein Konto in der Schweiz oder in Deutschland hat?

Der Arbeitgeber wird das Gehalt in der Regel nur auf ein Konto einer Bank mit Sitz in der Schweiz zahlen.

Und noch was: Du verdienst zwar Schweizer Gehalt, bezahlst aber deutsche Steuern. Das ist nicht lustig. Zumal in den boomenden Grenzregionen Deutschlands die Lebenshaltungskosten nicht gerade günstig sind. In manchen Orten hat man teilweise schon Münchner Verhältnisse.

am besten du mietest dir einen briefkasten, meldest deinen wohnsitz im kanton zug an (am wenigsten steuern) wohnst aber in deutschland. konto würde ich in der schweiz machen. dann kannst du sogar die mehrwertsteuer abzihen wenn du in deutschland einkaufst.

Das nennt man auch Steuerhinterziehung. Wird früher oder später garantiert entdeckt und kann dann richtig unangenehm werden...

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Geld allein macht auch nicht glücklich!

nur wegen dem Verdienst in die Schweiz zu gehen, ist nicht empfehlenswert. Auch nicht als Grenzgänger - der dann eh die meiste Zeit des Tages im Stau stehen wird.....

Befasse Dich mit der Kultur und den Eigenarten der Schweizer. Lies Zeitungen und höre Radio, geht alles online.

Als Grenzgänger bezahlst Du Steuern in D und in CH. Lohnt sich also wirklich nicht in jedem Fall. Vorher Steuerberater fragen!

Für Zürich habe ich Dir einmal die Grenzgänger Infos heraus gesucht, bitte:

https://www.stadt-zuerich.ch/fd/de/index/steuern/quellensteuer/auslaendische_arbeitnehmer/grenzgaenger.html

wenn Du Grenzgänger Schweiz googelst findest Du selber mehr Infos.

Als Grenzgänger bezahlst Du Steuern in D und in CH.

Richtig. Aber die in der Schweiz abgeführte Quellensteuer in Höhe von 4,5% wird bei der deutschen Einkommenssteuer berücksichtigt, d.h. direkt 1:1 von der Steuerlast abgezogen. Steuerlich entsteht in diesem Sinne kein Nachteil.

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