Ich schäme mich wohlhabend zu sein?


30.06.2020, 16:42

Mein Gott, ja, MEINE FAMILIE ist wohlhabend, nicht ich. Das ändert nichts an meinem Problem...

16 Antworten

Du kannst sie auch Mal zahlen lassen oder ihr macht Dinge die sie Mal vorschlägt. Denn sie möchte bestimmt was zurück geben und wenn du dann sagst,nee lass Mal du hast ja nicht so viel, dann fühlt sie sich schlecht. Wenn sie dich einladen möchte,dann nimmst du es an. Ihr könnt doch offen darüber sprechen,damit das Geld nicht zwischen euch steht. Sie muss dich nicht beeindrucken,da du sie magst wie sie ist, du hast auch Spaß an Dingen die nichts kosten oder freust dich über selbstgemachtes was kein Geld kostet. Das kann man aus den Weg räumen,das keiner sich schlecht fühlt.

Deine Scham ist unbegründet .da du auch gerne abgiebst und mit dem Wohlstand deiner Familie nicht prahlst. Nicht jeder nimmt seine Freundin mit nach Disneyland oder übernimmt die Eiskosten u.s.w.. Du musst auch nicht alles erzählen. Berichte nur das was du wirklich möchtest oder umschreibe es " z.B. wir waren wieder im Ausland-ja,war schön." Kannst auch gegenüber deinen Freunden etwas tiefer stapeln.

Du hast keinen Grund, dich für den Wohlstand deiner Eltern zu schämen, egal ob dieser Wohlstand verdient oder unverdient ist.

Wenn du hingegen deiner Freundin sagst, dass du gerne bereit bist, ihr unterdie Arme zu greifen, ohne dass du dir dafür ihre Zuneigung erkaufen willst, dann wird sie es auch schaffen, deine Zuwendung als die einer Freundin zu empfinden, der es wichtig ist, den Wohlstand zu teilen.

Grundsätzlich hast du natürlich vollkommen recht, nicht mit deinen Geschenken, Erlebnissen usw. zu protzen und lieber etwas Zurückhaltung zu üben.

Und solange du es schaffst, von deinem Überfluss an andere abzugeben, die diesen Überfluss nicht kennen, bist du auch moralisch auf der sicheren Seite.

Grundsätzlich gilt: Ob die äußeren Umstände passen oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, auf denen der Mensch keinen Einfluss hat. Jemand der sehr intelligent & begabt ist, wird niemals aus seinem verarmten Land rauskommen, wenn er irgendwo geboren wurde, wo ihm der Zugang zu Bildung & medizinischer Versorgung fehlt. Und jemand der "nur" mittelmäßig begabt ist, kann in einem reichen Elternhaus mit der richtigen Fördrung & sozialer Absicherung wesentlich mehr erreichen. Aber ich habe den Eindruck, dass du das schon weißt.

Aber was heißt das nun konkret? Ich würde sagen, dass du dich weder übermäßig schämen, noch stolz darauf sein solltest, in einem reichen Elternhaus geboren zu sein. Natürlich solltest du stolz sein, wenn du etwas durch Ehrgeiz & Durchhaltevermögen geschafft hast. Der Mensch braucht das für sein Selbstwertgefühl. Das ist auch okay. Allerdings wird es unmoralisch, wenn man anfängt sich grundsätzlich für etwas besseres zu halten. Und quasi "von Natur aus" eben ein besserer Mensch zu sein. Viele verfallen leider diesem glauben, und dann ist der Schritt zur Arroganz & zu einer Gleichgültigkeit dem Leid anderer gegenüber nicht mehr weit.

Ich würde an deiner Stelle versuchen, ihr das Gefühl zu vermitteln, dass es okay ist, wenn sie nicht so viel Geld hat. Das hängt natürlich so speziell von den jeweiligen Situationen im Alltag ab, dass ich mich dabei etwas schwer tue, dir eine konkrete Strategie zu geben. Vielleicht solltet ihr grundsätzlich mehr unternehmen, was ihr euch beide leisten könnt. Das nimmt ihr eventuell das Gefühl, von dir Abhängig zu sein. Falls sie dieses Gefühl überhaupt hat.

Schön, dass Du noch Kontakt hast mit der Freundin von damals!

Sowas wird (wenn sich Dein finanzieller Status nicht ändert) sicherlich seltener werden.

Ohne es bewusst zu wollen, finden sich arm + arm und reich + reich, weil einfach die Ebene stimmt, die Interessen, Hobbys und die Möglichkeiten.

Und unter finanziell gleich gestellten brauchst Du Dich ja nicht schämen - da bist Du eine unter vielen.

Mach Dir also keine Sorgen - hätte Dich schlimmer treffen können^^

LG

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Partnerschaft, Liebe, Glück + Stress ...

Wie kommst Du darauf, dass die geistigen Interessen mit dem Geldbeutel zusammen hängen? Es gibt genug reiche Proleten und arme Intellektuelle.

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@Dichterseele

Ich glaube, er meint zb Interessen, die aus Hobbys hervorgehen. Ein Mensch, der sehr wenig verdient, wird kaum ein begeisterter Golfspieler sein oder Segelboot fahren, weil ihm die finanziellen Mitteln dazu fehlen.

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@Dichterseele

Stimmt.

Die Reichen werden dennoch zusammen hängen.

Bei den Interessen / Hobbys mithalten zu wollen, wird einen nicht so wohlhabenden schnell in den Ruin treiben.

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@PoisonArrow

Es geht im Leben nicht ums "mithalten können" - und wenn ein Reicher eine aufrichtige Ferundschaft zu einem Armen spürt, kann er diesen zu einem Segeltörn einladen, sofern derjenige das schön fände.

Leute, die Hobbys nachgehen, um lukrative Kontakte zu knüpfen, verbindet eh keine Freundschaft, sondern nur ein gemeinsamer Klassendünkel.

Und die Fragestellerin hat gezeigt, dass sie anders denkt, als jene Snobs.

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