Hund wehrt sich bei Griff um Halsband?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also, meine Berner Sennenhündinnen waren und sind nie stur.

Warum greifst Du ins Halsband und ziehst sie zu Dir? Es ist doch viel schöner, wenn der Hund das freiwillig tut.

Wenn ich in solcher Form Druck ausübe, versuchen meine Hunde auch, mir auszuweichen oder entgegenzuwirken. Druck erzeugt Gegendruck.

Ich an Deiner Stelle würde erstens daran arbeiten, daß sie nicht mehr an der Leine zieht. Sei konsequent. Wenn sie zieht, bleib stehen und warte solange, bis sie von selber etwas zurück kommt. Sobald die Leine locker ist, gehts weiter.

Ich weiß, daß das total nervig ist und daß man da gerade am Anfang keinen Meter vorwärts kommt. Aber es wird besser werden!

Zweitens würde ich die Aufmerksamkeit des Hundes verbessern. Gerade beim Berner geht das super übers Futter und beim Füttern. Bei uns ist es so, daß meine Hunde für alles, was sie wollen, "um Erlaubnis bitten", sprich mich vorher anschauen und auf meine Freigabe warten müssen - Fressen, zur Tür raus gehen, losflitzen, nachdem die Leine abgemacht wurde usw.

Überleg Dir ein Freigabe-Kommando (bei uns ist es OK) oder vielleicht habt Ihr sowas ja auch schon. Dann stellst Du den Napf auf den Boden, hinderst Deinen Hund daran, sich einfach draufzustürzen, und sobald sie sitzt (oder steht) und DICH ANSCHAUT, gibst Du das Futter frei. Genauso machst Du es dann auch in anderen Situationen (aus dem Haus gehen, nach dem Ableinen loslaufen, Spielzeug holen usw). Du wirst sehen, wenn Du das wirklich konsequent durchziehst, wird sie allgemein viel mehr auf Dich achten und nach Dir schauen.

Dann würde ich ihr noch das "richtige" Kommando "Fuß" beibringen - das bedeutet, der Hund läuft mit der Brust auf Höhe Deines Knies links neben Dir und SCHAUT DICH AN. Sowas macht sich auch sehr gut auf einem Hundeplatz beim Begleithundetraining. Da Berner sehr arbeitsfreudige Hunde sind, würdest Du ihr damit ih einen großen gefallen tun.



Ich zerre ja nicht an ihr, ich will sie lediglich so führen. Unter anderem da sie Roller und Motorräder nicht leiden kann und ich sie lieber dann das Stück führen wöllte, wenn eins vorbeifährt. Und ich bin auch schon dran ihr Bei Fuß beizubringen und hören tut sie eigentlich gut.

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@netflixanddyl

Es ist besser, sie nicht an straffer Leine zu führen, sondern sie dazu zu bringen, die Roller und Motorräder zu ignorieren.

Das nächste ist ja - Du siehst einen Roller oder ein Motorrad - weißt, Dein Hund könnte möglicherweise darauf reagieren, also nimmst Du die Leine straff. Das ist für Deinen Hund sofort das Signal, daß etwas im Busche ist. Damit verstärkst Du unbewußt ihr unerwünschtes Verhalten noch, denn Du gehst mit einer Erwartungshaltung in die Situation.

Besser wäre folgendes:

Du könntest zum Beispiel das Anschauen trainieren, und sie dann, wenn so eine Situation ist, ins "Sitz" nehmen und Dich anschauen lassen. Macht sie das toll, gibts Futter. Anfangs öfter, später dann erst, wenn die "Gefahr" vorüber ist.

Es ist gerade am Anfang immer leichter, derartige Situation in einer Ruheposition zu bewältigen als aus der Bewegung heraus.

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Hallo, es wäre sicher gut mit dem Hund eine Hundeschule zu besuchen. Die Erziehung ist bei einem Hund nie abgeschlossen, da muss man immer dranbleiben. 

Das ziehen am Halsband mögen viele Hund nicht! Es stellt für den Hund eine bedrohliche Situation da. 

Ich kann mir vorstellen das es bei Euch an der Bindung Hund-Besitzer, Erziehung und Vertrauen noch etwas zu verbessern gibt.

Ich bin wohl nun kein Profi und man kann meine Antwort nicht auf eine Gold Waage legen aber beim lesen kam mir dierekt in den Sinn das sie da wohl mal schlechte Erfahrung gemacht haben muss. 

Wo habt ihr sie denn her gehabt? Privat gekauft oder Tierheim? Privat kann viel erzählen und verschweigen wenn der Hund als welpe / Junghund mal am Halsband gepackt und hochgehoben wurde. (Manche Leute machen auch einen auf CM und ziehen gerne mal die leinen so hoch das der Hund vorne in der Luft hängt wenn er was macht was er nicht soll) und wenn sie aus nem Tierheim kommt auch die können nicht alles wissen. 

Wir haben sie bei einem Züchter gekauft, der (im Nachhinein bemerkt) aber wohl eher auf Geld aus war, anstatt gute Hunde verkaufen zu wollen. Sie hat zB eine doppelte Wolfskralle. Am Tag, an dem wir sie heimholen sollten, haben wir auch erst erfahren, dass sie einen Nabelbruch hat. Nicht schmerzhaft aber durch eine teure OP lösbar. Am liebsten hätten wir sie dagelassen, aber sie war schon anbezahlt und nur noch die letzte Unterschrift nötig. In der Zuchtlinie kommen wohl öfters diese Brüche vor. Also, wie du sagst, der Typ war unseriös und ihm wäre dies zuzutrauen. Wir haben sie glaub ich mit 9 Wochen bekommen..

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