Hund von Pferd tot getreten. Wie verkrafte ich das?

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Wichtigste beim Verkraften eines solchen Ereignisses ist meiner Meinung nach, sich der Wahrheit zu stellen und nicht vor ihr davonzulaufen. Indem du dich der Tatsache, dass dein geliebter Hund tot ist, stellst, akzeptierst du sie ja. Und das zu akzeptieren ist entscheidend, da du es sonst nie verkraften wirst.

Die Zeit spielt dabei auch eine große Rolle. Als mein Opa gestorben ist, war ich auch total fertig mit den Nerven, aber nach einiger Zeit habe ich seinen Tod akzeptiert und ab dann ist es mir viel leichter gefallen das zu überwinden.

Vielleicht hilft es dir ja, wenn du deinen Hund beerdigst oder der Beerdigung/Beisetzung deines Hundes beiwohnst? Bei mir hat das im o. g. Fall geholfen, die Tatsache zu akzeptieren, weil ich es dann erst wirklich glauben konnte. Ich habe persönlich an Opas Grab gestanden und Abschied genommen und im Nachhinein war mir das eine enorme Hilfe beim Verkraften.

Ansonsten kann ich dir nur noch mein Beileid ausdrücken. Ich war selber mal Hundebesitzer und meine Familie musste den Hund weggeben, weil keiner von uns ausreichend Zeit für das Tier hatte. Und durch die Todesfälle innerhalb meiner Familie (den oben genannten hab ich im Alter von 11 Jahren erlebt) weiß ich nur zu gut, wie schmerzhaft es ist, wenn man einen Menschen oder ein Tier verliert, den/das man wirklich lieb hat.

Dieser Beitrag ist der einzige, den ich als wirklich mitfühlend empfinde.

Dass viele andere in diesem Thread die Frage nach einer möglichen Anzeige in den Vordergrund rücken und nicht verstehen, dass sie wahrscheinlich aus dem Schock und der Trauer (und vielleicht einem schlechten Gewissen) heraus gestellt wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

Besonders die Vorwürfe in manchen Antworten finde ich entsetzlich.
Geht doch mal einen Moment lang davon aus, dass die Fragestellerin wahrscheinlich sowieso schon von Selbstvorwürfen zerfressen ist...

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@Pudelcolada

ich hatte wirklich Mitleid mit dem Mädchen, bis ich das mit dem verklagen gelesen habe. Da war das Mitgefühl dann leider weg. Pudelcolada, du hast sicher Recht. Mein Text ist da nicht sehr sensibel. Mir wäre der Hund auch mal fast vor ein Auto gerannt, ich hab das Tagelang nicht verkraftet, dabei ist gar nichts passiert. Aber mir sind einfach keine netten Worte gekommen, nachdem ich gelesen habe dass da wieder jmd wen verklagen will. Ich habe selbst ein Pferd und ich habe schon oft genug miterlebt wie Hunde Pferde gehetzt haben. Und ich weiß, wie das ausgehen kann. Wäre der Hund auf unserer Koppel gewesen und mein Pferd hätte ihn in Panik tot getreten, dann wäre ich natürlich schockiert gewesen und es hätte mir Leid getan. Und ich hätte auch alles Mitgefühl mit dem Besitzer des Hundes gehabt. Aber wenn der mich dann verklagen wollen würde, weil sein Hund mein Pferd gejagt hat und sich das Fluchttier Pferd es sich dann auch noch erlaubt hat auf dem eigenen Grundstück nach einem streunenden unbeaufsichtigten Hund zu treten... da würde mir der Kragen platzen. Gerade weil ich weiß, wie schnell sich so ein Pferd mal die Sehne anratscht, dann über 1 Jahr nur stehen oder wenig laufen darf und was der Tierarzt für die Behandlung verlangt... Es nervt mich ungemein sehr, dass Leute Mist machen und dann noch andere dafür belangen wollen wenn sie selbst Fehler machen. 

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@MissDeathMetal

@ MissDeathMetal:

Vielen Dank für die Erklärung! 

Klar, als Pferdehalter liest sich die Eingangsfrage bestimmt mit anderen Augen, doch so konnte ich das gestern nicht sehen, weil in meiner Wahrnehmung in vielen Antworten die Aussage
"selber schuld, Du A****!" sehr plakativ formuliert wurde.
Mit Deiner Erklärung hast Du sie (zumindest nach meinem Empfinden) stark relativiert und ihr die Schärfe genommen.

Deswegen halte ich die Vorwürfe gegenüber der Fragestellerin jetzt nicht für weniger schlimm, aber sie erhalten durch Deine Erklärung einen anderen Hintergrund. Du hattest zwar ausdrücklich aus Sicht der Pferdehalterin geschrieben, doch sehr aufgeregt.
In diesem vorwurfsfreien Ton jetzt und in dieser Ausführlichkeit kann ich vieles besser nachvollziehen...

Nochmals danke für Deine Mühe!

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@Pudelcolada

Pudelcolada    wenn du  dir mal die mühe machen würdest  und die  anderen fragen  der FS  durchliest, dannkannst du a uch die  reaktion  der  mituser hier verstehen ;

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@eggenberg1

Glaub mir, das tue ich inzwischen.
In einem anderen Thread habe ich mein Bedauern darüber geäußert, dass ich ihr hier so vehement beigesprungen bin.

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Sei froh wenn die DICH nicht verklagen... Schließlich ist dein Hund unbeaufsichtigt auf fremdem Gelände rumgerannt und hat Pferde in Angst versetzt. Hier bei uns in der nähe gab es vor nicht allzu langer Zeit einen Fall in dem ein streunender Hund Pferde auf der Weide in Panik versetzt hat. Eines der Pferde ist in Panik durch den Wald und auf der Straße frontal in ein Auto reingesprungen. Fahrer tot, Beifahrer schwer verletzt. Bevor du darüber nachdenkst ob du die Stallbesitzer noch nervst, denk mal lieber darüber nach wie gut das alles ausgegangen ist. Stell dir vor, du wärst daran Schuld gewesen wenn Menschen und ein Pferd ums Leben gekommen wären? Sei froh wenn der Stall dazu nichts sagt und dich über den Hund benachrichtigt und ihn nicht auf die Miste werfen... und hoffe, dass sich bei der Aktion kein Pferd vertreten hat. Ansonsten bist du dran und das kann teuer werden. So ein Sehnenschaden liegt schnell im 4stelligen Bereich... 

Mein Beileid zum Hund. Das nächste Mal besser aufpassen. Und suche nicht die Schuld bei anderen, der Hund ist DIR abgehauen. Also hör auf das zu verschieben oder zu projezieren und nimm es an und wahr, dass du einen Fehler gemacht hast. Ist jetzt so passiert und ich kann verstehen dass das alles andere als schön ist. Aber was mich (als Pferde- und Hundebesitzer) sauer macht ist, dass du statt zu Trauern erstmal darüber nachdenkst ob man nicht noch lustig in der Gegen rumverklagen kann. Selber Fehler machen und andere dafür beschuldigen. Das geht so nicht. Solltest du dir jemals wieder einen Hund zulegen, pass besser auf ihn auf und umzäune das Grundstück zuverlässig & sicher

Es kam zu einem Todesfall? Wie traurig....so ein unnötiger Tod. Den Polizeieinsatz den ich in meiner Antwort angesprochen habe - mein Pferd ist damals auch durch einen Hund auf die Straße gerannt und wurde ganz knapp angefahren. Der Autofahrer ist beim Bremsen einen kleinen Abhang runter und lag auf dem Rücken - Totalschaden am Auto, dem Fahrer zum Glück nix passiert. Wenn ich da jetzt deine Geschichte lese, bin ich echt froh, dass da nicht mehr passiert ist. Auch wenn ich keine Schuld hätte, ich hätte nicht mehr in Ruhe leben können. 

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Wegen was willst Du den Halter des Pferdes denn verklagen?!

Möglicherweise hast Du aufgrund der Gefährdungshaftung (verschuldensunabhängige Haftung) Anspruch auf Ersatz des materiellen Wertes des Hundes.

Angesichts Deines verantwortungslosen Handels verzichte aber bitte auf den Versuch, Ansprüche geltend zu machen sondern freu Dich, dass nicht noch mehr passiert ist - Dein Hund hätte auch durch einen Verkehrsunfall mit Personen- und/oder hohen Sachschäden ums Leben kommen können.

Ich will dir keine Vorwürfe machen, mir tut das leid mit deinem Hund. Aber die Frage, ob du den Pferdehalter verklagen kannst ist ein Witz. Du kannst froh sein, wenn der Halter dich nicht verklagt (sollte es zu Schäden gekommen sein). Denn du bist verantwortlich für deinen Hund! Was kann der Pferdehalter dafür, wenn dein Hund sich auf einer Viehweide rum treibt und die Tiere evtl jagt und diese sich wehren? Welches Tier war da wo es nicht hingehört und wem gehört dieses Tier? 

Ich kann dir zu 100% bestätigen, dass du den Pferdehalter nicht anzeigen kannst. Ich hatte mal einen ziemlich ähnlichen Fall mit meinem Pferd und einem anderen Hund, die allerdings noch weiter eskaliert ist inklusive Polizeieinsatz und ich war nicht die, die für den Schaden aufkommen musste.

Pass das nächste Mal auf deinen Hund auf. Grade wenn er neu ist, lass ihn weder von der Leine bis er zu 100% abrufbar ist und/oder lass ihn niemals unbeaufsichtigt im Garten. 

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft um den Verlust zu verarbeiten!

Den Hof verklagen? Bei aller Liebe zum Hund, aber sei froh das die dich nicht anzeigen! Dein Hund ist ja da eingedrungen und hat mit Sicherheit die Pferde gejagt, da hätte noch viel schlimmeres passieren können :( was hättest nun gemacht wenn der Hund überlebt hätte und die Pferde es geschafft hätten auszubüxen? Womöglich wären die vor ein Auto gerannt und es wäre nun Pferd und ein Mensch tot? Möchte dir da keine Vorwürfe machen, hoffe auch das dir jemand beisteht und es irgendwann weniger weh tut :( möchte auch gleichzeitig mein Beileid ausdrücken. Aber die Schuld kannst du nicht den Pferdehof geben.:(

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