Hund hat Maus gefressen?

19 Antworten

Warum sollte der Hund denn jetzt sterben? Eure Katze würde ja auch nicht daran verenden.

Mach Dich mal locker. Außerdem ist davon auszugehen, dass er keine ganze Maus gefressen hat, Mäuse gehören nicht ins Nahrungsangebot von Hunden. Das ist ein Welpe, die sind neugierig, wird mal drauf herum gekaut haben.

lg Lilo

Das würde ich nicht so sagen. Kein Wolf ist sich zu schade, eine Maus zu fressen, wenn grade kein Elch greifbar ist. Warum sollte ein Hund da Berührungsängste haben?

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Seit wann gehört die Maus nicht ins Nahrungsspecktrum vom Hund?
Und selbst wenn er die ganze Maus gefressen hat, was wäre da dabei?

Mein Kater frisst Mäuse und der Hund frisst die Mäuse die der Kater anschleppt auch manchmal - sind die gleichen Mäuse, da der Kater nicht dran verendet, wird der Hund es ja wohl auch nicht.

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Wie schön, dass sich hier alle einig darin sind, dass das harmlos ist *Kopfschüttel*

Dabei wird jedoch ein wichtiger Punkt vergessen, im Prinzip sogar zwei:

  • Die Mäuse könnten mit Rattengift in Kontakt gekommen sein. Auch, wenn sie noch lebendig gewesen sein sollte, als die Maus sie fand, ist es durchaus möglich, dass sie bereits vergiftet waren. Bitte beobachte den Hund ganz genau. Bei den ersten Anzeichen einer Vergiftung fahr bitte sofort in die nächste Tierklinik!
  • Leptospirose ist sogar wahrscheinlicher als Rattengift. Diese Bakterien finden sich hauptsächlich in Mäusen und Ratten. Sie können für einen ungeimpften und unbehandelten Hund tödlich enden. Auch ist die so genannte "Stuttgarter Hundeseuche" eine Zoonose, das heißt, die Erkrankung ist vom Hund auf den Menschen übertragbar. In den meisten Fällen wird die Erkrankung zwar über das Wasser übertragen, es gibt jedoch auch Fälle, bei denen der Verzehr einer Maus zur Erkrankung geführt hat. Auch in diesem Fall gilt: Bitte beobachte Deinen Hund ganz genau. Sobald Muskelzittern (Tremor), Fieber, Erbrechen oder ähnliche Symptome auftreten, bitte sofort in die Tierklinik mit dem Kleinen.

Ich möchte Dir natürlich keine Angst machen. Aber ich finde es falsch, Dich nicht auf die Fakten hinzuweisen und das ganze Thema zu verharmlosen, als wäre das Fressen von Mäusen für einen Hund absolut harmlos.

Da gebe ich Dir recht, aber Leptospirose können Hunde auch bekommen, wenn sie nur mal aus ner Pfütze trinken oder irgendwelchen Kot fressen. Um all solche Dinge sicher auszuschließen, müßte man den Hund in Watte packen und am besten gar nicht mit ihm rausgehen.

Ja, die Gefahr besteht... aber wenn man das ganze "Was wäre, wenn..." sich permanent vor Augen halten würde, dann würde ich zumindest durchdrehen. :-/

Aber grundsätzlich hast Du recht....

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@Berni74

Deswegen sagte ich ja auch, dass die Erkrankung meist über das Wasser übertragen wird und sprach auch davon, dass es bei ungeimpften Tieren tödlich ausgehen kann.

Natürlich besteht die Gefahr immer und natürlich bin ich kein Mensch, der seine Tiere in Watte einpacken würde. Ich weise ja nur darauf hin, dass die Gefahr besteht.

Und ich gebe Dir Recht - ich würde auch durchdrehen bei dem permanenten "Was wäre, wenn ..."-Gedanken-Zeugs. Nur in diesem Fall wurde ja konkret danach gefragt, ob das irgendwie gefährlich werden kann.

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Wie schön, daß wenigstens einer Panik verbreitet. Kopfschüttel.

Wenn ein Hund eine Maus oder Ratte frißt, die ihrerseits Rattengift gefressen hat, ist das Gift schon verstoffwechselt und wirkt nicht mehr als Gift.
Selbst wenn die Maus das Gift grade gefressen hat, reicht die Menge nicht aus, einen Hund zu vergiften.
Wenn ein Hund sich mit Rattengift vergiften soll, muß er es schon selber fressen, was bei schlecht gesicherten Köderkästen leider nicht so selten ist.

Leptospirose ist durch Mäuse auf Hunde übertragbar. Meist infizieren sich Hunde aber im Sommer, wenn sie aus bruttigen Pfützen trinken.
Da auch viele andere Tiere, wie Rinder, Schweine, Kühe, Pferde ua. Leptospieren auf Hund und Mensch übertragen können, sollten wir alle am besten im Ganzkörperkondom leben und schlafen.
Wie oft hast du im letzten Jahr etwas mit Leptospiroseinfektionen erlebt?

Und last not least sind Welpen in dem Alter in der Regel gegen Leptospirose Grundimmunisiert.

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@Dackodil

Es geht nicht darum, Panik zu verbreiten - im Gegenteil. Ich möchte eher das Bewusstsein für die Option, dass es passieren könnte, öffnen.

Und genau da irrst Du, ich hab schon Hunde deshalb in die TK gehen sehen, eben weil sie ein Mäuschen gefuttert hatten.

Dass Leptospiren meist aus Gewässern aufgenommen werden, hatte ich ja nun schon erwähnt, oder nicht? Und mit den anderen Tieren, die Du nennst, bitte frag mal, woher die die Leptospiren haben? Achja, ich erinnere mich, von den Mäuschen, die ihren Urin im Weidegras absetzen. Bei Pferden kommt es dann schnell mal zur Equinen Rezidivierenden Uveitis (ERU) wo nicht selten auch mal mit dem Verlust eines Auges zu rechnen ist.

Und ja, Welpen sollten in dem Alter grundimmunisiert sein. Es gibt aber immer mehr Impfgegner, die teils sogar auf Grundimmunisierungen pfeifen. Falls Du mal in den sozialen Netzwerken unterwegs sein solltest, da bekommt man das mit.

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@Secretstory2015

Was ist TK? Tiefkühlung (vor der Abholung durch die Abdeckerei)?

Kinners, könnt ihr eure Abkürzungen wenigstens erklären?

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Leptospirose der Hunde ist die "Stuttgarter Hundeseuche" wobei dieser Name schon seit sehr langem nicht mehr gebräuchlich ist.

Je nach Wohnort/Umfeld kann es sogar gefährlicher sein wenn der Hund z.B. Gras am Feldrand (Düngung) frisst.

Ja, man darf nicht alles verharmlosen aber ich finde es schon etwas traurig, dass sofort gleich an den armen Hund gedacht wird aber sich um die Katze (auch von der Fragestellerin) eigentlich keine Gedanken gemacht werden.

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@Bernerbaer

Gott sei Dank sind Katzen für Leptospiren wenig empfindlich.

Ein regelmäßige Bandwurmkur (spätestens alle 3 Monate), sollte bei guten Mäusefängern selbstverständlich sein.

Und auch für eine Katze reicht die Giftmenge in einer Maus nicht.

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@Dackodil

Sehr schöne Diskussion . Pro und Contra auf hohem Niveau . Vielen Dank dafür. 

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Mein Dackel-Mix hat auch mal eine Maus im "ganzen Stück" gefressen. Zwei Wochen später musste er entwurmt werden.

Lass in 1 - 2 Wochen mal eine Kotprobe untersuchen ob dein Hund auch Würmer hat.

Sterben wird er nicht davon, dass er die Maus gefressen hat.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich lebe seit mehreren Jahren mit Hunden zusammen.

Hallo,
Also ich denke du brauchst dir da keine Gedanken machen. Der Hund stammt vom Wolf ab und ist ein fleischfresser. Und die Maus ist ein Tier welches ein Wolf auch fressen würde. Also keine Sorgen:)
Meiner hat schon viel schlimmeres gefressen wie halb verweste Kadaver und sowas. Da gabs dann ne Wurmkur und fertig war die Sache. Könntest dir eventuell ne wurmkur holen wobei ich denke das das nicht sein müsste:)

Der Labrador meiner Schwester ist ein wahrer Kammerjäger. Der wohnt im Pferdestall und hat bestimmt schon mehr als 50 Ratten in seiner Karriere erwischt. Bisher lebt er noch und ist kerngesund. Man müsste ihn einsperren, damit er seinem Hobby nicht mehr nachgeht.

Aber ob das Ratten fressen verterinärmedizinisch auch wirklich so vertretbar ist, kann ich dir leider nicht sagen.

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