Hormonchip ja oder nein?

7 Antworten

Vor dieser Entscheidung empfehle ich Dir wärmstens das Buch von Sophie Strodtbeck und Udo Gansloßer: Kastration und Verhalten beim Hund! Es ist eine wirklich informative Entscheidungsunterstützung!

Beim Lesen Deiner Frage kam ich an der Stelle mit dem pinkeln an jede Ecke in der Wohnung (hallo?!) ins Stutzen... Ey: Das würde ich mir nicht gefallen lassen - bei aller Liebe nicht!! Der Meinige (elf Monate inzwischen:) hat schon als Welpe gemeint, er müsse alle zwei Meter eine Botschaft hinterlassen. Ich habe also bereits sehr früh ein Signal eingeführt, welches die Bedeutung sofort weitergehen und nicht Pippimachen beinhaltet... Später wurde dann auch in der Hundeschule darauf hingewiesen, dass es keineswegs für die Rüdengesundheit nötig ist, an jeder Ecke sein Wasser abzuschlagen...^^ Bitte nicht falsch verstehen, natürlich soll und muß er sich lösen, sich aber durchaus auch dabei an D i r orientieren! Auch wenn Dein Kleiner jetzt bereits aus dem Welpenalter heraus ist, denke ich schon, er könnte in Kürze kapieren, wo er darf und wo nicht... Dackel's und Russel's sind ja nicht blöd...!!! :)

Du schreibst hier in einem Kommentar, der Trainer wüße auch seit geraumer Zeit nicht weiter... Such' Dir einen neuen Trainer! Besser noch: Mach' eine kleine Hundeschulpause und such' Dir dann einen neuen Trainer! Ich habe meine/unsere Hundeschule aufgegeben, nachdem mir dort massiv zu einer Kastration geraten wurde, die ich eigentlich nicht will. Habe inzwischen eine neue Hundeschule gefunden und dort eine Menge unkastrierter, völlig normaler Rüden im Freilauf mit anderen gesehen...

Für mein Gefühl zeigst Du zu viel ungesunde Empathie für die Belange Deines Hundes... (...Du liebe Güte: Für diesen Satz hier werden sie mich steinigen, grins:) Er wird sich nicht fortpflanzen dürfen - also sollte er sich in der Hinsicht nicht zu viele Hoffnungen machen können! Bereiten, Markieren, exessives Schnüffeln - steht ihm nicht zu! Unterbinden.

Das würde ich zunächst mal abschecken. Wenn alle Stricke reißen und sich nichts ändert, hast Du vielleicht wirklich einen der wenigen sexuell hyperaktiven Rüden. Da würde ich dann den Hormonchip als weitere Entscheidungshilfe probieren.

Besorg' Dir mal das Buch!!!

Gutes Gelingen!!!

Da Du fragst:

Ich rate ganz dringend, die Kastration durchführen zu lassen.

Einen Chip kann man setzen lassen, muss man aber nicht.

Die Sache mit der angeblichen Wesensveränderung kann ich nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil.

Tagtäglich habe ich sowohl mit unkastrierten als auch mit kastrierten Hunden zu tun. Auch mit Hunden, die ich vor der Kastration kenne und danach. Bei keinem Hund ist bisher eine Wesenveränderung eingetreten. Bei keinem kastrierten Hund trat bisher Nachteiliges auf. Bei jedem Hund führte die Kastration zu einem Vorteil für das Tier.

Mit Hilfe des Chips kannst du testen, ob und wie sich eine Kastration auswirken würde. Meistens sind andere Gründe für solches Verhalten verantworlich. Sollte dein Rüde wirklich eines der seltenen übersexuellen Exemplare sein, solltest du definitiv über eine Kastration nachdenken. Ansonsten Erziehung und Beschäftigung. Meist reichen mal bissel Gassi gehen einfach nicht aus!

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Glg

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hallo,

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gestern mittag, nach einem sehr dichten vorabend, trug sich dann folgendes zu: mein hund torkelte wie besoffen im garten herum, konnte sein gleichgewicht kaum halten. als ob er weiche knie hätte. beim gassigehen dasselbe - der hund war offensichtlich dicht! er musste auch erbrechen. vor der terrasse (was sehr ungewöhnlich ist) hatte er ausserdem einen weichen dünnpfiff-haufen hinterlassen, an dem er immer wieder schnüffeln musste.

danach lag er stundenlang nur noch geistesabwesend in seitenlage im garten rum, starrer blick, leichte zuckungen in den beinen, die zunge hing aus dem maul, seltsamer gesichtsausdruck....er kam mir wirklich fremd vor, reagierte kaum auf gutes zureden. wir mussten ihn gewaltsam aufrichten, damit er auf die beine kam und taumelnd herumlief, und schliesslich lag er wieder rum wie ein nasser sack...mit schwanzwedeln war auch nix mehr.

ich gehe stark davon aus, dass er in einem unbeobachteten moment wohl etwas butter oder muffin-krümel vom boden aufgeleckt hat. deshalb bin ich auch nicht zum tierarzt gefahren.

abends war der hund wieder relativ normal und bewegte sich wieder, als ob nichts gewesen wäre.. heute morgen war er anfangs ganz normal und fröhlich, und mir fiel schon ein stein vom herzen.

aber heute mittag schau ich in den garten, und siehe da: der hund liegt wieder hirntot in seitenlage, reagiert auf nichts. ich konnte zwar mit ihm gassi gehen, aber es war das selbe besoffene gehumpel wie gestern. jetzt liegt er schon wieder rum. der hund ist total träge, hat leichte zuckungen, ne trockende zunge und scheint komplett in ner anderen welt zu sein. erst, wenn man ihn aufrichtet, läuft er gezwungenermaßen. und das beste: meine nichtsahnenden eltern, übrigens die haupt-bezugspersonen des hundes, kommen heute abend wieder...

der haufen, der vor der terrasse lag, ist übrigens verschwunden - der hund hat ihn 100%ig gefressen. (ich hätte ihn lieber sofort wegräumen sollen!)

dabei hab ich bisher immer gelesen, dass tiere ganz "lustig" abgehen auf thc, aber keine bleibenden schäden davontragen.

meine fragen:

  1. ist es normal, dass thc bei tieren sooo heftig wirkt (bewegungsstörungen, weiche knie, totale geistesabwesenheit)? wobei ich sagen muss, dass genau diese butter bei einem (menschlichen) freund ähnliche symptome hervorgerufen hat.

  2. kann verdautes thc im kot bei erneutem konsum noch wirken? d.h. ist es überhaupt möglich, dass der hund durch das fressen seiner Fäkalien vom vortag heute wieder dicht geworden ist?! oder handelt es sich um psychotische nachwirkungen, die jetzt noch ne ganze weile andauern?

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