Gibt es beim Hormon-Chip für Rüden eine Dauerlösung?

5 Antworten

Nein.

Es gibt die Kastration, Sterilisation (bleiben aber die Hormone, nur decken kann er nicht - in Eurem Fall keine Lösung), den Chip und dann noch eine Spritze (Name weiß ich nicht).

Die Spritze ist nur eine einmalige Lösung für 3-4 Wochen als Notfall Lösung.

Der Chip sollte nicht oft gesetzt werden, da es ein auf und ab der Hormone bedeutet und auf Dauer keine Lösung ist.

Ich persönlich bin ein Kastra Gegner - sofern es sich vermeiden läßt. Ich mag es nicht, wenn einfach mal kastriert wird - weil Hundi dann einfacher ist oder weil die Leute zu faul sind Hündinen aus dem Weg zu gehen etc. Ich selbst habe einen Rüden und eine Hündin und beide sind intakt.

Aber wenn Deiner einen extremen sexuellen Trieb hat, dann wäre die Kastra vielleicht dennoch angebracht.

Momentan sind allerdings sehr viele Hündinen läufig und er hat sicher Probleme, weil die Wirkung nachläßt und nun die Hormone wieder produziert werden. Das ist für ihn eine heftige Umstellung. Ich würde an Deiner Stelle jetzt erst einmal abwarten wie er sich entwickelt, wenn die Hormonproduktion wieder normal funktioniert und die Zeit der Läufigkeit vorbei ist. Bei manchen Hunden hilft das homoöpatische Mittel  Agnus castus D6 (Mönchspfeffer). Beim großen Rüden 3x täglich 5 Globolis in die Lefzten stecken. Das kannst Du mal versuchen.

Wenn alles nichts hilft und es sicher am sexuellen Trieb liegt, dann wird Dir früher oder später nichts anderes übrig bleiben als ihn kastrieren zu lassen. Den Chip kann man zwar einmal verlängern - aber das Problem wird somit nur verschoben und allzu gesund ist der Chip nicht.

Mir ist nicht ganz klar was euer Ziel ist bzw. warum eine Katration nicht geht. 

Der Hormonchip nimmt die Folgen einer Kastration quasi ohne das Risiko eines operativen Eingriffs erstmal "testweise" vorweg.Also gab es ja wohl einen medizinischen Grund warum die hormonelle Veränderung notwendig war, sonst wäre ja kein Chip gesetzt worden.

Wenn unter dem Einfluss des Chips der gewünschte Effekt erzielt wurde und es dem Hund besser ging, aus tierärztlicher Sicht aber keine wiederholte Anwendung des Chips möglich ist kommt eben nur eine endgültige Kastration in Frage.

Wenn es für die Gesundheit und das Wohlbefinden meines Hundes notwendig ist fällt mir kein Argument gegen eine Kastration ein. Ist es nicht notwendig wäre auch ein neuer Chip überflüssig.

Nein, es gibt ansonsten keine Möglichkeit mein Wissens nach. Aber ich frage mich auch, wieso ihr ihn nicht kastrieren lassen wollt. Wenn sich das Verhalten/Problem durch die chemische Kastra doch gelöst oder gebessert hat, erhaltet ihr nur einen dauerhaften Erfolg, wenn ihr die Kastration durchführen lasst. Das ist zwar immer ein großer Schritt, aber wenn der Tierarzt das für wichtig und richtig erachtet (könnt euch ja noch eine Zweitmeinung einholen), dann würde ich dessen Urteil vertrauen.

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