Gymnasium oder Realschule? Erfahrungen?

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18 Antworten

Hallo,

wenn Kinder in der Grundschule unterfordert sind (und ich kenne das Problem durch meinen jüngsten Sohn der jetzt die 7. Klasse auf dem Gymnsium besucht selbst), dann ergibt sich ein großes Problem. Du hast es selbst schon erkannt - sie brauchte bisher nicht zu lernen!! Das bedeutet leider auch - dass sie gar nicht "gelernt" hat zu lernen - weil ihr alles von alleine zugeflogen ist.

Wechselt sie nun aufs Gymnasium, dann wird alleine diese Tatsache eine große Umstellung für sie bedeuten. Dass es allerdings keine Freizeit mehr gibt, ist ein Gerücht - sooo hoch sind die Anforderungen für ein intelligentes Kind nicht.

Und das "Lernen" wird deine Tochter in den ersten zwei Orientierungsjahren (5. + 6. Klasse) schon lernen - auch auf dem Gymnasium beginnt es langsam und einfühlsam - ist der Wechsel für die Kinder doch schon ziemlich heftig.

Achte nur darauf, dass sie ein Hausaufgabenheft führt und alle Dinge gewissenhaft erledigt - dann wird sie sehr schnell erkennen, dass man für die Schule tatsächlich mal "arbeiten" und sich anstrengen muss - aber das lernen die Kiddys schnell.

Wenn es nicht klappt, bleibt ihr der Weg über die Realschule ja immer noch - aber lass sie doch erst einmal den etwas "anstrengenderen" Weg versuchen - Anforderungen, die man schaffen kann, haben noch keinem Kind geschadet - immer zu versuchen, den einfacheren Weg zu gehen, schaffen keine gute Basis fürs zukünftige Leben.

Das wird klappen - ganz bestimmt!

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von FelixLingelbach
06.02.2015, 19:41
auch auf dem Gymnasium beginnt es langsam und einfühlsam

Na ja, einem G8er-Kind habe ich in der Fünf etwas geholfen, da geht es schon voll zur Sache, inhaltlich und erst recht vom Stundenumfang. Mit Hausaufgaben und vielleicht einem Sportverein bleibt da unter der Woche nicht mehr viel, da wird eher noch was auf den Samstagmorgen geschoben.

Überfordert war aber auch dieses Mädchen nicht.

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Wenn sie wirklich unterfordert ist und wenn die Schule sie eindeutig für das Gymasium empfihelt, schicke sie AUF JEDEN FALL zum Gymnasium. (Begründung siehe unten).

Wenn es tatsächlich nach der 6. Klasse schiefgehen sollte, kann sie DANN noch immer auf die Realschule wechseln!

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Kommentar von Bswss
06.02.2015, 10:12

Edit: empfiehlt.

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Natürlich gibt es den weg erst Realschulabschluss, dann Abitur. Wenn sie so gut wie nicht lernt und trotzdem gute Noten schreibt ,dann sollte man mal überprüfen, wie es mit ihrer Begabung aussieht, also ob sie Hochintelligent ist. Das Ganze kann sich aber auch ganz plötzlich ändern, ich kannte jemanden, der nach 4.Klasse fürs Gymnasium empfohlen wurde, war auch ein oder 2 Jahre auf dem Gymnasium und dann musste er auf die Realschule (auf meine Schule)wechseln, weil er es nicht mehr gepackt hatte. Er war in Grundschule in einer "Art" Parallelklasse von mir und war es dann auch, als er vom Gymnasium kam.

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Wenn deine Tochter laut ihren Lehrern sehr gut fürs Gymnasium geeignet ist, dann würde ich empfehlen, dass sie es auch macht. Zumal ihr dann nach dem Abitur alle Möglichkeiten offen stehen.

Wenn es zu viel wird und sie zu wenig Freizeit hat, kann sie immernoch in die Realschule wechseln. Aber da du meintest sie sei eher unterfordert, ist das doch eigentlich auch ein Argument für das Gymnasium, oder? :)

Wenn sie jetzt schon unterfordert ist wird das in der Realschule auch der Fall sein und die Gefahr ist groß, dass sie völlig das Interesse verliert und die Noten immer schlechter werden. Würde es auf jedenfall zuerst mit Gymnasium versuchen.

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Ich gehe auch aufs Gymnasium (in Bayern) und es ist machbar. Nur möchte ich vorwegnehmen, dass man genug lernen muss, sprich man muss auch von seiner Freizeit opfern und die Transferaufgaben verstehen.

Ich bin zwar zufrieden, jedoch habe ich genug Freunde, die lieber auf die Realschule gewechselt hätten, um mehr vom Leben genießen zu können. 

Meiner Meinung nach hängt es von Ihrem Kind ab. Wenn Sie der Ansicht sind, sie würde dies auf jeden Fall schaffen, dann scheuen Sie sich nicht davor, sie aufs Gymnasium zu schicken. Falls nicht, dann ist die Realschule ja auch nicht schlimm. 

Ich hoffe, es war hilfreich :)

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Wenn sie eine eindeutige Gymnasialempfehlung hat, dann spricht doch absolut nichts dagegen, dass deine Tochter dorthin geht.

Ich meine, welche Kinder sollten denn sonst das Gymnasium besuchen? Deine Tochter ist - nach dieser Schilderung - bestens dafür geeignet!

Natürlich kann sie auch das Abitur nach der Realschule noch anstreben, aber warum Umwege machen, wenn der direkte Weg offen liegt?

Du musst auch bedenken, Realschulen sind auch nicht mehr was sie waren. Das Niveau dort ist deutlich gesunken, zusätzlich dazu kam das G8. Aus dem Grund liegen am Ende der 10. Klasse Realschüler deutlich hinter Gymnasiasten mit dem Stoff.

In der Oberstufe ist es dann alles andere als leicht - und wie schon Bswss geschrieben hat: Erschwerend kommt für den Großteil noch die 2. Fremdsprache dazu, die mit einem extremen Tempo voranschreitet...

Auch sehe ich die Gefahr, dass deine Tochter auf der Realschule weiter so macht wie bisher und das Lernen nie richtig lernt. Das ist ebenso problematisch, wenn sie dann das berufliche Gymnasium macht - dort muss sie es können.

Ich weiß leider sehr gut, wovon ich spreche - nur war ich die Tochter, die trotz eindeutiger Gymnasialempfehlung nicht aufs Gymnasium gehen durfte (Gründe waren an den Haaren herbeigezogen...). Jedenfalls musste ich auf der Realschule nie wirklich etwas tun, nur halt die Hausaufgaben und ab und zu den letzten Hefteintrag durchlesen. Das wars aber auch schon. Als ich dann nach der 10. Klasse und sehr gutem Abschluss auf ein normales Gymnasium mit einer extra Klasse für Quereinsteiger (Einführungsklasse) ging, war das alles andere als einfach.

Das eine Jahr hat mir schon recht geholfen, aber man kriegt eben nicht alle (wichtigen) Themen unter, die in den Jahren davor behandelt wurden. Außerdem war es schwierig ganz weg vom Auswendiglernen zum Transferieren zu kommen. Ja, teilweise noch heute, im Studium, habe ich noch Probleme mit dem Lernen.

Deswegen kann ich in solch einer Situation nur raten, es auf dem Gymnasium zu versuchen.

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Hallo,

ich war in der Grundschule selber unterfordert, habe in der Zeit nie gelernt und bin mit einem Notendurchschnitt von 1,0 an der Grundschule auf ein Gymnasium gewechselt. Auf dem Gymnasium hat sich mein Durchschnitt dann in der 5. Klasse auf 1,4 verschlechtert - also immer noch im 1er Bereich. Ich habe mich z. B in Mathematik von einer 1 auf eine 2 verschlechtert. Die Anforderungen werden einfach etwas höher. Aber daran wird sich deine Tochter schnell gewöhnen. Ein Grund warum ich damals definitiv auf das Gymnasium wollte, war auch, dass meine damalige beste Freundin auf das Gymnasium kam. Wir wollte natürlich zusammen in einer Klasse und Schule bleiben. Ich bin jetzt auf einem G8 Gymnasium und komme sehr gut mit beim Unterrichtsstoff.

Sie wird ja auch nicht sofort 14 - 16 Unterrichtsfächer. Im Laufe der Jahre kommen immer mehr Unterrichtsfächer dazu. Also sie gewöhnt sich langsam daran. In der 5. Klasse hatte ich z. B noch kein Politik, Wirtschaft, 2. FS etc. Wir hatten in der 5. Klasse aber schon Geschichte, NW (Naturwissenschaft). Welche Fächer man hat, ist vom jeweiligen Bundesland abhängig.

Was mir aufgefallen ist. In der Grundschule musste ich nicht lernen. Dementsprechend wusste ich auch nicht, wie man lernt. Man muss wirklich zum Teil erst das Lernen lernen. Es gibt sehr viele Lernmethoden. In den ersten Jahren wird deine Tochter vermutlich einige Lernmethoden ausprobieren und die für sie geeigneteste Lernmethode herausfinden. Es lernt nämlich jeder anders. So nutze ich meisten Karteikarten oder visualisiere den Unterrichtsstoff mithilfe einer MindMap.

Wenn es nicht klappen sollte, hat sie immer noch die Möglichkeit auf die Realschule zu gehen. Aber ich persönlich würde wenn sie "zur Unterforderung neigt" und eine Gymnasialempfelung von den Lehrern hat, auch das Gymnasium empfehlen. Auf der Realschule wäre sie dann vielleicht unterfordert und man kann auch schlechte Note wegen Unterforderung schreiben. Spreche doch auch mal mit deiner Tochter, was sie möchte. Meine kleine Schwester ist jetzt in der 5. Klasse und wollte unbedingt auf ein Gymnasium. Darum haben meine Eltern sie auch auf ein Gymnasium gelassen.

Wenn sie von Anfang an am Ball bleibt, wird sie das Gymnasium schon schaffen.

LG Jasmin

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Hier ist die Lage doch eindeutig. Sicher sollte sie auf das Gymnasium. G8 oder G9 könnte eine Fragestellung sein. Bei uns gibt es auch noch einige erstklassige Gesamtschulen, für die man aber auch die von der Grundschule ausgeprochene G-Eignung brauchte, wenn man nicht direkt im Einzugsgebiet wohnt. Diesen fortschrittlichen Schulen sind hier die erste Wahl.

Seit einiger Zeit arbeite ich nun nebenbei als Hauslehrer in Migrantenfamilien. Die Eltern wünschen sich muttersprachliche Unterstützung, die sie selber ihren G8er-Kindern nicht bieten können. Die würden sich an den Kopf fassen, wenn sie deine Frage lesen würden und hinter diesen Kindern käme deins niemals wieder hinterher. Ja, die Zeiten ändern sich, es gibt Konkurrenz, Konkurrenz von Leuten, die noch echte Bildungsideale verfolgen.

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Kommentar von hiersethierse
06.02.2015, 13:35

Abitur und ein Studium sind nicht immer der beste Weg. Ein Studium ist heute nichts besonderes mehr und eine gute Fachausbildung oftmals der bessere Weg. Auch ist die Kombination aus Ausbildung und Studium über den zweiten Bildungsweg (Lehre dann Schule/Studium) oft eine gute Alternative mit Praxisvorteilen. Vielen Abiturenten fehlt einfach Praxis. Das wird heute aber vielfach verlangt.

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Gibt es bei euch in der Nähe eine Gesamtschule? Dort kann sie jeden Abschluss machen (der ihren Fähigkeiten entspricht).

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Wenn sie jetzt unterfordert ist dann schick sie jetzt aufs Gymnasium! Du tust Ihr keinen Gefallen sie weiter zu unterfordern, irgendwann ist sie möglicherweise so demotiviert das dann nichts mehr geht und die Noten in den Keller stürzen.

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Wenn die Lehrerin die Empfehlung fürs Gymnasium gegeben hat, dann wird dies vermutlich die richtige Entscheidung sein. Sie sollte jedoch anfangen das Lernen zu lernen. Auf dem Gymnasium wird sie es früher oder später brauchen. Sie könnte natürlich auch nach der FOR das Abitur machen, aber dies könnte relativ schwierig werden. Ein Realschüler lernt eben ganz anders. Es gibt einige Schüler, die an dem Konzept eines Gymnasiums scheitern. Zudem werden die Schüler eines Gymnasiums nach der zehnten Klasse einen anderen Wissensstand haben.

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Also ich finde wenn sie die Einschätzung von den Lehrern hat sollte man sie ruhig auf ein gymnasium schicken.

Schlimm finde ich solche Eltern die ihre kinder mit allen wegen darauf schicken wollen.

Hat deine Tochter eine meinung dazu ?

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Schick sie aufs Gymnasium -. aber wenn sie es nicht packt: zwinge sie nicht auf Biegen und Brechen das Gymnasium fertig zu machen.

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Schick dein Kind auf jeden Fall auf das Gymnasium es stimmt überhaupt nicht dass man dann keine Freizeit mehr hat es ist schwerer aber Sie wird denke ich auch bessere Freunde finden....ich hab leider so ein wenig Angst vor den Menschen die auf Realschulen sind... Naja es ist besser Sie auf ein Gymnasium zu schicken sie hat nach dem Abschluss viel bessere Chancen auf ein studium!

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Kommentar von Jelzincitron
06.02.2015, 10:08

Schlechte Begründung!!

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Kommentar von khortmeyer
06.02.2015, 10:16

Was ist denn an Realschülern gefährlich?

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Kommentar von hiersethierse
06.02.2015, 13:45

Der zweite Bildungsweg ist oftmals der bessere Weg. Kombiniert mit einer Ausbildung steigen die Berufschancen deutlich und es wird erste Praxiserfahrung gesammelt.

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Aber könnte sie es nicht erst einmal versuchen? Wenn es ihr nicht liegt, dann könnte sie doch immer noch abgehen. Wenn es ihr aber liegt, dann wäre das doch der einfachere Weg, oder?

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versuchs doch mit Gymnasium, wenns deine Tochter dann doch überfordert ist kannst du sie doch wieder runternehmen

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Kommentar von khortmeyer
06.02.2015, 10:18

Scheitern kann aber auch sehr demotivierend sein für ein Kind.

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Schick sie auf's Gymnasium - ihre Chancen auf einen interessanten und besser bezahlten Job sind dann später auf jeden Fall größer.

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Kommentar von hiersethierse
06.02.2015, 13:31

Besser bezahlter Job: Da bin ich mir heute nicht mehr so sicher. Inzwischen studiert jeder zweite und nach Aussage von Fachleuten sind gute Facharbeiter in Zukunft Mangelware. Oft sind die sogar besser bezahlt als ein Studierter....

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Ich würde meine Kinder nie aufs Gymnasium schicken. Das ist eine Überforderung fürs Kind, zudem sie dann keine Freizeit haben wird. Ich würde sie auf die Realschule schicken und danach kann sie ja immer noch die Abitur machen :)

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Kommentar von AdhsKind
06.02.2015, 09:56

ohne worte

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Kommentar von UpToTheSky
06.02.2015, 09:56

Jap, stimme ich zu. Meine beste Freundin ist eigentlich sehr klug, aber von manchen Fächern einfach überfordert...Freizeit ist da auch sehr wenig über.

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Kommentar von Bswss
06.02.2015, 09:57

Wenn die Grundschule eine klare Empfehlung für das Gymnasium ausspricht, ist Dein Rat eindeutig falsch. Nach 5 Jahren Realschule ist ein Kind MINDESTENS ein ganzes Jahr gegenüber den Gymnasiasten zurück, und hat meist auch das Problem, keine 2. Fremdsprache gelernt zu haben (wodurch sich der sowieso schon schwierige Wechsel zum Gymnaium in der Oberstufe NOCH mehr verstärkt).

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Kommentar von Foosel
06.02.2015, 09:59

Da gibt es offenbar stark regionale Unterschiede. Die Kinder hier in den Gymnasien machen i.d.R keinen überforderten Eindruck und haben noch genügend Freizeit um sogar in Vereinen zu sein (unglaublich aber wahr). Es gibt natürlich auch Kinder trotz fehlender Eignung von den Eltern hingeschickt werden, dann heillos überfordert sind und nicht auf die Realschule wechseln weil die Eltern der Meinung sind, dass das sein muss ...

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Kommentar von Narva
06.02.2015, 10:01

Ich hab damals von einem Langzeitgymnasium in der Schweiz auf ein Deutsches Gymnasium wechseln müssen (Umzug) ich fand das Deutsche Gymnasium war eher ein Ferienlager mit Freizeitbeschäftigung. Stress? oder Überforderung? Zu wenig Freizeit? Sicher nicht!

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