Ich rate dir ganz klar vom Gymnasium ab - das ist sehr viel für Absolventen des M-Zweigs und fast unmachbar.

In der Einführungsklasse, die ich besucht habe (Schuljahr 2010/2011) waren zwei Leute aus dem M-Zweig der Hauptschule. Beide hatten massive Probleme, dem Unterricht zu folgen und halbwegs gute Noten zu schreiben.

Die eine schmiss schon kurz vor Weihnachten das Handtuch - die Lücken in Mathe, Chemie und 2. Fremdsprache waren einfach zu groß. Der andere hat die Versetzung am Ende des Schuljahres nicht gepackt, weil es zu schwer für ihn war (obwohl er wirklich ein schlaues Köpfchen war/ist).

M-Zweig ist nun mal nicht Realschule, auch wenn das oft behauptet wird. Die Abschlüsse sind zwar gleichwertig, aber nicht gleichartig - auf der Realschule wird deutlich mehr Wissen vermittelt, u. a. weil es keine Fächerverbünde gibt.

Falls du trotzdem dein Abitur machen möchtest, empfehle ich dir die FOS. Dort erlangst du mit der 13. Klasse und einer 2. Fremdsprache genauso die allgemeine Hochschulreife wie an einem Gymnasium - nur ist es halt leichter, weil diese Schulart für Leute gedacht ist, die nach der Mittleren Reife ihr (Fach-)Abitur nachholen möchten.

Eventuell wäre der Besuch des Vorkurses bzw. der Vorklasse empfehlenswert.

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Wirtschaft/Recht ist also dein Profilfach?

Falls ja, kannst du es nach der 11. Klasse abwählen - sofern du sonst auf insgesamt 134 Wochenstunden kommst.

Einbringen musst du ein Profilfach auch nicht, aber du kannst.

Mach dir wegen dem Einbringen keine Sorgen - das macht am Ende von 12/2 der Computer für dich.

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In der Regel geht das nicht, weil man sich für Kunst oder Musik entscheiden muss.

Wählt man Kunst, kann man das zugehörige Additum wählen - umgekehrt in Musik auch.

An wenigen Gymnasien ist es aber möglich, dass man beide Fächer nehmen kann. Also eines regulär und das andere als Profilfach. Dann ist es möglich ein Fach plus Additum und das andere Fach eben als Profilfach.

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Wenn du in Geschichte+Sozialkunde Abitur mündlich (Colloquium) Abitur machst, wirst du in beiden Fächern geprüft.

Du darfst jeweils zwei Halbjahre pro Fach streichen.

Dein Schwerpunkt muss entweder aus Geschichte stammen oder ein Thema betreffen, welches Geschichte und Sozialkunde einbezieht.

Die Anteile Geschichte und Sozialkunde belaufen sich auf 2:1.

Natürlich kannst du auch nur in Geschichte Abitur machen - hab ich auch gemacht (2013, Bayern).

Um alleine Sozialkunde als Prüfungsfach nehmen zu können, müsstest du ein sozial- oder wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium besuchen und in der Oberstufe Sozialkunde zweistündig belegt haben.

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Das ist nicht alles das Gleiche.

Normalerweise ist der Bachelor allgemein gehalten, aber mittlerweile setzt es sich im sozialen Bereich doch mehr und mehr durch, extra Studiengänge für die Unterbereiche zu erschaffen.

Diese speziellen Studiengänge sind eher für Erzieher gedacht, die nach ihrer Ausbildung ein weiterbildendes Studium dranhängen.

Ist dein Studium deine Erstausbildung, solltest du Erziehungswissenschaften/Bildungswissenschaften studieren - falls du den Master dranhängst, kannst du dich ja spezialisieren.

Leider ist es so, dass diese neuartigen Studiengänge kaum Arbeitsplätze bieten, weil sie zu spezifisch sind.

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Zum Halbjahr ist ein Wechsel des Profilfachs nicht möglich.

Aber wenn du Englisch Konversation alle vier Halbjahre belegt hast, dann kannst du jetzt noch ändern, dass du in Q12 Psychologie als Profilfach umwählst. Das solltest du möglichst bald machen, damit die Oberstufenkoordinatoren entsprechend planen können.

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Ja, in einem Fach, welches du nur zwei Semester belegst, musst du auch nur eine HJL einbringen. Allerdings kannst du Geographie nach der Q11 nur abwählen, wenn du auf einem sozialwissenschaftlichen oder wirtschaftswissenschaftlichem Gymnasium bist und Sozialkunde zweistündig belegt hast.

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Ich würde dir tendenziell eher zur BOS raten.

Zum einen hast du in einem Jahr (12. Klasse) die Fachhochschulreife und in zwei Jahren die fachgebundene bzw. allgemeine Hochschulreife. Am Abendgymnasium dauert es bis zur allgemeinen Hochschulreife (je nach Vorbildung) zwischen 3 und 4 Jahren. Davon sind die ersten beiden Jahre verpflichtend neben der Arbeit zu machen, die anderen beiden (Qualifikationsstufe) nicht.

Sowohl am Abendgymnasium (aber nur die letzten beiden Jahre) als auch auf der BOS  hast du Anspruch auf elternunabhängiges Bafög.

Zum anderen hast du durch deine Ausbildung schon eine gewisse Vorbildung in einem Bereich und kannst in der BOS in der jeweiligen Fachrichtung darauf aufbauen. Du musst nämlich den Zweig auf der BOS besuchen, der zu deiner Berufsausbildung passt.

Zum Abendgymnasium würde ich dir da nur raten, wenn du eine technische Ausbildung gemacht hast, aber nicht die nötigen vertieften Mathe- und Physikkenntnisse für die BOS Technik mitbringst.

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