Guten Morgen! Wie steht ihr zum Ehrenamt?

46 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallöchen liebe Evi und alle lieben Teilnehmer....

Ich bin sehr spät dran mit meiner Antwort,aber ich möchte mich zu dieser

wirklich tollen Frage auch äussern

Ich selbst habe fast 7 Jahre eine ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt

Das war eine sehr emotionale und für mich wichtige Aufgabe,die mein Leben sehr geprägt hat....

Ich habe damals bei der Sozialstation alte dement kranke Menschen btreut sowie Essen auf Rädern ausgefahren...

Die Dankbarkeit dieser alten Menschen haben so sehr mein Herz berührt....

Und die bedingungslose,ehrliche Liebe,die sie mir entgegen brachten,war der schönste Lohn...

Ich kann das nur jedem Menschen ans Herz legen,das man so eine Erfahrung machen sollte...

Viele haben mich damals belächelt,da es nur eine Aufwandsentschädigung gab,und dafür hätten es nur wenige Menschen auch gemacht,die ich kannte...

Aber nicht nur das Geld ist das,was uns froh macht,sondern auch so eine Aufgabe

Ich denke auch heute noch oft an diese wunderbare Zeit ....

Hallo, liebes Engelchen, danke Dir für diese schöne, späte Antwort!!! Du hast Deinen Nickname zu Recht gewählt, Du bist wirklich ein Engel. Niemand hat so schön über die positiven Seiten des Ehrenamtes geschrieben wie Du! Ganz liebe Grüße sendet Evi :-)

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@Evissima76

Danke liebe Evi..ich kann nur Positives berichten.....das war meine Erfahrung damals....jetzt machst du mich aber ganz verlegen.....lieb..Knuddler

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@Angel1112

Darf schon was verraten: Bekommst heute den Stern von mir! ^^

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@Evissima76

Huhu liebste Evi....ich weiss gar nicht,wie mir geschieht...welch eine Ehre....Knuddler an dich....und tausend Dank.....

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@Angel1112

Hallo mein Süßes! ^^ Ja, den Stern habe ich Dir gern gegeben. Es war wirklich nicht leicht, aber Deine Antwort hat mich besonders berührt. Ich habe sie in einer schlaflosen Nacht gelesen - gestern Abend ist meine geliebte Oma verstorben. Ich reiße mich zusammen, aber schlafen kann ich (hoffentlich) erst wieder heute Nacht. Alles Liebe, bleib so wie Du bist! Evi

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@Evissima76

Das tut mir sehr leid und ich denke an dich. Sei umarmt liebe Evi, LG.

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@PicaPica

Ich danke Dir, liebe PicaPica. Ich trage es mit Fassung, meine Oma war 104 Jahre alt und hatte ein gutes, langes Leben. Herzliche Grüße an Dich von Evi!

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@Evissima76

Ja wow, das nenne ich ein gesegnetes Alter. Nach einer solch langen Zeit, kann man ihr die wohlverdiente Ruhe gönnen. Aber sehr schön, dass du sie so lange haben durftest.

Sie wird stets in deinem Herzen weiter leben, hat darin die Spuren ihrer Liebe hinterlassen und sicher auch ihrer Weisheit und ein schöneres Vermächtnis kann es doch gar nicht geben. Geistig wirst du immer mit ihr verbunden sein und das ist ein sehr großer Trost, finde ich.

Sei nochmals umarmt von mir, LG.

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@PicaPica

Das hast Du wunderschön geschrieben. Danke Dir für Deine warmen, wahren Worte und für die Umarmung, liebe PicaPica. Jetzt gehe ich ein bisschen weinen...

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@Evissima76

Du Süße, Tränen sind das Blut der Seele und sei versichert, auch diese Wunde wird sich wieder schließen. Die Zeit heilt zwar nicht Alles, wie ihr immer nachgesagt wird, aber sie hilft doch bei sehr Vielem indem sie es einen mit mehr Abstand betrachten lässt und dadurch irgendwann auch gefestigter.

Auch die Tränen gehören zur Trauer und damit zu deren Verarbeitung. Verzeih, wenn sich das jetzt eher analytisch nüchtern anhört. In Gedanken werde ich heute und die nächsten Tage vermehrt bei dir sein, LG.

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@PicaPica

Das sagst Du sehr schön, liebe PicaPica. Ich danke Dir. Schicke Dir eine Umarmung zurück, danke dass Du so liebe Worte für mich hast...

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Guten Morgen Engelchen, dafür hast du meinen tiefsten Respekt! Ich bin heute noch der Heimleiterin, in das meine Mutter als Schwerstpflegende mit Palliativersorgung verlegt wurde, dankbar, wie liebevoll sich alle um meine Mutter gekümmert haben. Sie bekam ein wunderschönes, behagliches Zimmer, im Landhausstil, kein nüchternes Krankenzimmer und wurde sehr umsorgt, was ja bei vielen Heimen wegen zu wenig Personal gar nicht möglich ist.

Daher kann ich deine Arbeit besonders würdigen!

Denn Liebe und Zuwendung ist das Allerwichtigste für jeden Menschen!

Ganz liebe Grüße ♥

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@verreisterNutzer

Meine Liebe....das ist schön,wenn man weiss....dass das geliebte Elternteil

gut aufgehoben ist.....letztens hab ich einen Bericht gesehen im TV,wie es teilweise zugeht,wie alte Menschen in Heimen verkümmern,da das Pflegepersonal einfach überfordert ist,und das Team unterbesetzt ist.....danke für deine lieben Worte...

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@Angel1112

Die Reportage habe ich auch gesehen und mir sind wirklich die Tränen gekommen. Gerade die alten Menschen sind für eine Streicheleinheit, ein wenig Zuwendung, ein kleines Gespräch so dankbar.

Kein Wunder, dass sie innerhalb weniger Wochen abbauen und nur noch lethargisch da sitzen. Vielleicht werden sie auch in manchen Heimen mit sedierenden Medikamenten ruhig gestellt.

Liebe Grüße

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@verreisterNutzer

Das machen einige Heime auch, damit sie, die Insassen, in eine höhere Pflegestufe kommen, wenn dieser Gesundheitsdienst wieder einen Kontrollgang macht und sie dadurch mehr Geld bekommen, LG.

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Guten Morgen Evissima, guten morgen allen anderen.

Das ist ja mal eine schnelle GuGuMo... und eine schöne Frage, denn ich kann mir vorstellen, hier sind ein paar, die ehrenamtlich Sachen tun.

Ich leider so gut wie nie, obwohl ich die Idee sehr gut finde. Eigentlich würde ich mir ohnehin eine Welt wünschen, in der Ehrenamt nicht nötig wäre, weil jeder einfach Zugang zu Waren hat - sprich Geld nicht notwendig wäre, ehm, ja, Utopien und Träumereien beiseite:

Ich finde es sehr ehrenhaft, wenn jemand ein Ehrenamt übernimmt. Es ist zum Teil auch richtig viel Aufwand - wenn mir zum Beispiel ansehe, wie viel Arbeit der Bürgermeister in dem Dorf hatte, in dem ich aufgewachsen bin... Das es soviel Arbeit zum Teil ist, macht es aber wiederum schwierig, denn es bedeutet, nicht jeder kann es sich leisten ein solches Ehrenamt zu übernehmen. Ehrenämter erfüllen wichtige soziale Aspekte/Aufgaben - das ist einerseits gut (von den Ehrenamtlichen) andererseits aber auch extrem schlecht - denn die meisten ehrenamtlichen Aufgaben sind Aufgaben die der Staat als Sozialstaat übernehmen sollte - ich habe also durchaus manchmal das Gefühl, der Staat macht es sich da billig und nutzt die Ehrenamtlichen als Arbeitskraft aus - was wiederum evt. die Stelle kostet, die sonst nötig wäre - das allerdings ist NICHT die Schuld oder Verantwortlichkeit der Ehrenamtlichen.

Die Rolle vom Staat hat mich bei diesem Thema allerdings schon mehrfach geärgert. Zwei Beispiele: Meine Mutter wollte ein Ehrenamt übernehmen (sich mit sozial schwachen Kindern/Jugendlichen in einem Jugendcenter beschäftigen, dass geschlossen werden sollte - weil Gelder fehlten), es wurde ihr verboten. Grund dafür: sie bezog zu dem Zeitpunkt Hartz IV und stünde so dem Arbeitsmarkt ja nicht mehr zur Verfügung. Das sie langzeitarbeitslos war, dass es bei uns in der Gegend eh keine Stellen gab, dass sie auf Grund von Krankheitsdingen eh viele Sachen nicht machen konnte - war dafür unwichtig - sie es wurde ihr offiziell verboten. Meine Mutter wollte also eine Stelle übernehmen, freiwillig und ohne Geldlohn, die der Staat nicht weiter finanzieren wollte und der Staat sagte Nein. Das war so absurd - denn natürlich hat sie keine bezahlte Stelle stattdessen gefunden (das war auch vorher schon klar, dass die Wahrscheinlichkeit dafür unter 1% lag...) und stattdessen zu Hause gesessen - genau wie die Kids, die nicht mehr ins geschlossene Jugendzentrum gehen konnten.

Das zweite Ärgernis war nur ein winziges und hatte nichts mit Staat sondern nur mit Bürgermeister zu tun. Hier war eine zeitlang mal Not am Mann, die Stadt hat nichts daran geändert - also hat hier ein Verein und viele freiwillige die Sache übernommen und zum Teil waren hier dann Leute, die eine Woche kaum geschlafen hatten und von den anderen Helfern ins Bett geschickt wurden - Hilfe war halt gerade akut nötig. Ein paar Tage später - Situation hatte sich ein bisschen entspannt - kommt unser toller Herr Bürgermeister, stellt sich vor das Vereinshaus und schwafelt groß davon, wie großartig "die Stadt" das Problem doch behandelt hätte. Die Stadt als politischer Verein hatte gar nichts beigetragen (naja gut, das ist unfair, die haben sich um nachstehende Probleme langfristig gekümmert - nur eben nicht um die akuten) - aber Schulterklopfen, wie toll sie doch sind. Nett wie er war, hat er uns aber wenigstens in einem Nebensatz erwähnt und gedankt - nicht falsch verstehen, keiner von uns hat das gemacht, weil er ein Dankeschön haben wollte, oder irgendwo genannt werden wollte, oder irgendsowas, aber eine solche Benutzung eines Bürgermeisters empfand ich damals als eine Frechheit.

Selber, wie gesagt, habe ich bisher kaum ehrenamtliche Arbeit vorzuweisen. Die eben erwähnte Sache, waren für mich ungefähr 4 Nächte und Tage Arbeit - zählt also nicht wirklich und war auch nie offiziell. Was ebenfalls nie offiziell war, ich aber schon irgendwie als Ehrenamt zählen würde, ich habe als Jugendliche eigentlich fast immer (sprich alle zwei Monate) die Gemeindezeitung verteilt (der Redakteur - wie das klingt bei einer Zeitung, die alle zwei Monate erscheint, 4 Din-A-4 Seiten umfasst und zugänglich für knapp 1500 Haushalte ist... - kannte mich von Kleinauf und hat mich immer wieder gefragt). Das einzige echte Ehrenamt, dass ich alle paar Jahre mal übernehme ist Wahlhelfer. Das macht mir Spaß - allerdings muss ich zugeben, war mein Motiv da nie wirklich ehrenvoll - ich mache das inzwischen, weil ich es einfach mag und beim ersten Mal, weil ich einfach neugierig war und mal hinter die Kulissen schauen wollte. Also keine pathetische Begründung wie wichtig dieses Amt ist oder so :-D - ich finde eigentlich unser Wahlsystem sogar absolut schlecht, aber die Aufgabe ist interessant (und man kann sich wichtig fühlen :-D) und kostet alle 1-3 Jahre mal einen Sonntag (und den Teil eines Samstages für mich) - also kein Aufwand.

So entschuldigt, wenn meine Gedanken hier etwas wirr und ungeordnet erscheinen, noch habe ich nie gründlich über Ehrenämter nachgedacht und habe deswegen eben alles so aufgeschrieben wie es mir in den Sinn kam.

LG guitschee

Ps.: vielen Dank an alle, die wirkliche Ehrenämter übernehmen, Danke, dass es euch gibt!

Danke, liebe guitschee für die schöne Antwort! LG Evi :-)

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Egal was es ist, es ist helfend und daher sehr wohl dazu zu zählen!

Fred grüßt dich herzlich und wünscht dir einen sehr schönen Donnerstag.

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Hallo guitschee 😀 vielen Dank für deine Danksagung! Auch wenn ich zur Zeit leider kein Ehrenamt mehr tätige, so hatte ich allerdings eines acht Jahre lang getätigt. Also fühle ich mich doch auch davon angesprochen!

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Das ist soo typisch, die Lorbeeren selbst einstreichen, aber in vielen Bereichen ist das so. Kennt man ja aus diesen Geheimagenten-Filmen, aber in dem Fall auf die Realität zu übertragen, die machen die Drecksarbeit, retten die Welt und eine Politikernase stellt sich hin und stellt das als Eigenverdienst dar.

War gar nicht wirr deine Antwort, LG.

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Hallo, guitschee, du hast den Finger auf die Wunde gelegt - die Rolle des Staates ... Viele der Beamten des Staates sind gar nicht in der Lage (und daran interessiert), die Wertigkeit vieler Ehrenamtlichen einzuschätzen und zu würdigen.

PS: Wie kam es zu deinem Nickname - besonders interessant finde ich das doppelte E am Ende :-) LG.

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@Arnstaedter

Ich weiß nicht, ob es vielen Beamten nicht doch bewusst ist, denn auch viele wissen da, es würde nichts funktionieren ohne. Sie wollen es nur so nicht öffentlich sagen, weil sie damit eigene Versäumnisse offenbaren müssten...

Mein Nick - nun - ich war in der Pubertät und fand ihn lustig... ist lange her... ich hatte eine pseudo-italienische phase - deswegen "gui" statt "qui", denn eigentlich ist es von "quietschen" abgeleitet - die zwei "e" keine Ahnung, wie es dazu kam...

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Was für treffende Worte.....vielen Dank

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Guten Morgen!

Ich bin ehrenamtlich als 2. Vorsitzender im Heimat- und Kulturverein tätig, gebe diesen Posten aber nach Jahren aufgrund massiver Unstimmigkeiten im Verein und sogar einem Mobbingfall im Vorstand gegen eine Person, die ich menschlich gern habe, dieses Jahr bei der Generalversammlung im Sommer ab. Es ist viel Arbeit, gedankt wird's nur von wenigen - das störte mich an sich nie, weil es mir Spaß gemacht hat, aber wenn Mobbing und Ähnliches auftritt, mache ich einen Cut, das ist nciht mein Ding. Dass ich krankheitsbedingt nicht an der nächsten Vorstandssitzung teilnehmen kann, stört mich auch nicht - ich lasse das jetzt "gediegen auslaufen". Ob ich dann auch noch demonstrativ auftrete weiß ich nicht, wenn ich zu dem Zeitpunkt im eventuellen Aggro-Modus sein sollte und wieder was gewesen wäre, ziehe ich es in Erwägung. Ich habe auch andere Hobbys und es gibt Menschen, die mich wirklich brauchen - da muss ich mich da nicht blöde anbabbeln und als Spielball einsetzen lassen bzw. als Prellbock, an dem sich die gemobbte und die mobbende Person ausweinen.

Ehrenamt ist schön und gut, aber man muss es dann auch von Herzen machen. Mein Satz ist immer: Wer im Ehrenamtsbereich immer in vorderster Front agiert und auf jedem Foto zu sehen ist, der macht das in der Regel mehr um "gesehen" und als "mildtätiger Mensch" bezeichnet zu werden, als dass es von ganzem Herzen dabei ist. Ein echter Ehrenamtler, der den ganzen Klüngel aus Überzeugung und Idealismus macht, der hat es nicht nötig, drüber zu sprechen und sich zu loben.

Leider zieht es bisweilen auch begnadete Selbstdarsteller ein, Beispiele dafür sind Flüchtlingsarbeit, kirchliche Projekte oder aber Blaulichtorganisationen wie Freiwillige Feuerwehren und Rotes Kreuz. In der Flüchtlingsarbeit, die ich ab Ende 2015 für rund ein Jahr beruflich bedingt begleitet habe, traf ich in wenigen Monaten so viele ekelhafte Leute, dass es für zehn Jahre wieder reicht ------> am Schlimmsten waren die, die permanent behaupteten, vollehrenamtlich zu wirken und auf jedem Pressefoto zu sehen sein mussten. Als ich dann eines Tages inoffizielle Listen zu Gesicht bekam, bestätigte sich meine Vorahnung: Alle diese "Pressefoto-Grinser" bekamen fürstliche "Aufwandsentschädigungen" und verdienten schein-ehrenamtlich mehr als jemand, der in der Altenpflege oder einer Gärtnerei aushilft.

Ansonsten gibt es im Blaulichtbereich auch üble Typen, die mitunter sehr frech und herablassend auftreten, rasch auf der Karriereleiter aufsteigen wollen und dafür bereit sind alles zu tun. Das sind meistens sehr junge Rettungskräfte, die dann ruhiger werden, wenn sie den ersten Vorstandsposten - und sei es der eines Beisitzers - innehaben und/oder den ersten Lehrkurs bestanden haben, deswegen in Uniform auf einem Pressefoto zu sehen waren. Meine Berufswege überkreuzen sich gelegentlich mit denen der Blaulichtorganisationen und was man da mitunter mitbekommt, spottet jeder Beschreibung. Es sitzen leider genügend unqualifizierte Leute an Stellen, wo sie nicht hinsollten bzw. für die sie nicht die nötige Erfahrung/Kompetenz haben.

Im Sommer 2018 habe ich mal mit einem sehr jungen Feuerwehrmann wieder so etwas erlebt, weil er sich sehr arrogant gegenüber einem Volontär aufführte, der einen Redakteur der anderen hiesigen Zeitung begleitete und ohne Ausweis-Hinterlegung (Ausweis war nicht dabei) nicht hätte fotografieren dürfen laut dem jungen Feuerwehrler -----> als dann der mit Vehemenz seitens des Redakteurs angeforderte und seitens des jungen Feuerwehrmanns nur widerwillig geholte Einsatzleiter kam, entschuldigte der sich nur und fügte hinzu, dass die gute Zusammenarbeit mit der Tagespresse hoffentlich nicht unter diesem Störfall leide. Da frage ich mich schon: Muss das sein? Mich ließ der Feuerwehrmann durch, weil er meinen Bruder von der Ausbildung her kennt und weiß, wer ich bin... soviel hierzu. Ich kann noch mehr solcher Storys erzählen, mit den Jahren kommt einiges zusammen. Das aber würde den Rahmen hier sprengen.

Anderes Thema: Kirche, Kolping, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung. "Nett geredet" wird da nur so lange, wie es um nix Konkretes geht. Wenn es mal ernst wird und "um die Wurst geht", tut man dort in der Regel alles, um das zu verwehren, für das man eigentlich steht. Als am schlimmsten habe ich mir mal ein paar "Ehrenamtler" aus den Rängen der Salesianer Don Boscos erlebt, ebenso kann ich Storys über diverse KAB- Ortsverbände, aber stellenweise auch ranghohe Mitglieder von Kolpingsfamilien erzählen, die mir sehr negativ aufgefallen sind -----> alles begnadete Plaudertaschen, die zwar immer alles versprechen, aber nichts von alledem je gehalten haben. Ich hab' in all den Jahren so einiges erlebt und konnte in allerhand Abgründe blicken. Ich glaube, es hat mich reifer gemacht.

Wer wirklich hilfsbereit ist, der schwingt keine großen Reden drüber und packt einfach an, verlangt aber auch keine Entlohnung dafür. Na ja - vielleicht ein Dankeschön, aber weder eine Lobesrede noch einen Pressebericht, in dem man großflächig zu Wort kommt. Das ist der Unterschied dabei.

Musikalisch gibt es heute "Fire" von Gazebo aus seinem Spätwerk - ganz anders als seine 80er Sachen, die ich nie wirklich gemocht habe. Viele Grüße und kommt gut durch den DOnnerstag!

https://www.youtube.com/watch?v=GdQWWCIVnew

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Danke für diese ausführliche Antwort! Die Pressefotogrinser habe ich auch satt. Meiner Erfahrung nach sind diese Leute oft in Vereinen tätig... Einen schönen Tag wünscht Dir Evi! :-)

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@Evissima76

Kann man so sehen, ja! Ich finde es ganz schlimm.

Die Grüße gelten auch dir :)

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Wer wirklich hilfsbereit ist, der schwingt keine großen Reden drüber und packt einfach an, verlangt aber auch keine Entlohnung dafür.

sehr simpel formuliert, aber genau das ist es, was den unterschied ausmacht. danke für deine tolle antwort.

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Super dargestellt !

Fred wünshct dir einen sehr schönen Donnerstag und grüßt dich aus Wien herzlichst.

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Ein sehr guter Bericht aus der realen Welt. Danke.

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Tolle Antwort rotesand! :-)

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Kann mich da den Anderen nur anschließen. Ich glaube das unbesehen, dass man da in sehr viele Abgründe blickt. Glücklicherweise hat dich das reifer und vermutlich dennoch gelassener werden lassen.

Hab ebenfalls einen guten Donnerstag, LG.

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Chapeau Rotesand, dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Herzliche Grüße

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Hallo lieber Rotesand, herzlichen ♥ Dank für deine Hilfe!

Liebe Grüße

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Wie immer.--menschlich und sehr treffende Antwort...

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Gegen Mobbing ein Zeichen zu setzen beweist Rückgrat und ist sehr wichtig.

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Hallo Evissima 76, mahlzeit alle anderen!

Nein, da bin ich dann eher ohne Ehre unterwegs ....

Es wird bei uns dauernd versucht, irgend jemanden für so einen Posten zu begeistern. Sei es von der Schule, vom Sportverein oder irgendwelchen Festausschüssen zu jeweiligen Anlässen.

Erstens habe ich keine Zeit für sowas.

Zum anderen sehe ich nicht ein, dass ich ausgerechnet ICH mich da mit Hingabe für sowas hergebe und DANN am Ende noch angemault werde von Menschen, die sich mal wieder gedrückt haben, den ganzen Tag Zeit hätten, nichts auf die Kette kriegen, aber alles besser wissen.

So, wie es einem Bekannten ergangen ist, der aufopferungsvoll jahrelang den örtlichen Verein der Kaninchenzüchter unterstützt hat, als ehrenamtlicher Helfer. Bei unzähligen Veranstaltungen musste die Halle vorbereitet werden, einen Tag vorher (manchmal sogar zwei Tage) die ganzen Unterkonstruktionen zusammengebaut und aufgestellt werden und schließlich die hunderte von Ställen draufgesetzt. Natürlich alles plus Transport, wo er dann ebenfalls mit seinem Auto + seinem Anhänger brav zig Liter an Sprit vergurkt hat.

Wohl überflüssig zu erwähnen, dass natürlich das alles NACH der Veranstaltung rückwärts abgespult wurde.

Er hatte nicht mal Kaninchen, lediglich sein damals 5-jähriger Sohn wurde von seinem Großonkel ( = einer der Züchter) für diesen Mist begeistert und war auch ein paar mal mit. Aber, wer einmal so blöd ist, ehrenamtlich zu helfen, der wird selbstverständlich gerne und immer wieder verpflichtet.

Oft genug hatte er andere Dinge absagen müssen, immer derselbe Grund "Da muss ich Onkel xy helfen, es ist wieder eine Kaninchen-Ausstellung".

Nicht einen Cent hat er mal zumindest als Spritgeld dafür bekommen, nichts.

Als er dann nach mehreren Jahren EIN MAL zu einem Konzert gefahren ist und seine (ansonsten ja bereits selbstverständliche) Hilfsleistung absagen musste, stand den ganzen Abend das Telefon nicht still. Es hatte sich herumgesprochen, dass "er" nicht helfen würde.

Am Telefon wurde er dann nicht GEBETEN, seine Pläne zu ändern (und die Konzertkarten für über 100 Euro wegzuwerfen...), sondern beinahe schon bedrängt und für sein unfassbares Verhalten beschimpft.

Da wurde ihm klar, dass er sich jahrelang hat ausnutzen lassen und nahezu versklaven. Von einem Club, der fast ausschließlich aus Rentnern besteht, die nur einen Blöden gesucht + gefunden haben, der die ganze Arbeit für sie macht.

Die Veranstaltung ist dann tatsächlich ausgefallen (!), so unentbehrlich war mittlerweile seine Arbeitskraft und sein Transport-"Service".

Wochen später kamen sie dann angeschi.....en und haben kleine Brötchen gebacken, wollten seinem Sohn (mittlerweile schon knapp 10 und gar keinen Bock mehr auf Kaninchen...) ein Karnickel schenken, usw.

Er hat sie alle wieder weggejagt und ihnen gesagt, sie mögen sich einen anderen, EHRENAMTLICHEN Deppen suchen.

Ich habe ganz sicher kein Problem damit, jemandem MAL kostenlos zu helfen, einen Gefallen zu tun oder zu unterstützen.

Weil viele aus einer solchen Handlung den Schluss ziehen, dass diese Hilfsbereitschaft eine immer wieder kehrende, niemals endende Gratis-Leistung ist, die immer und immer wieder abrufbar ist, bin ich in solchen Sachen äußerst zurückhaltend und lasse gerne anderen den Vortritt.

Einen schönen Donnerstag!

Ja, das stimmt: Es gibt auch diese negative Seite des Ehrenamtes, welche Du hier gut beleuchtet hast. LG von Evi! :-)

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Oh ja, Undank ist der Welten Lohn, das hat mich direkt an mein Amt als Schwerbehinderten-Beauftragte erinnert. Ich musste mir fast nur Gejammer und Gemecker anhören, habe es schließlich entnervt aufgegeben.

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@IQSofia

Hi, Sofia - Respekt, dass Du ein solch ganz sicher schweres und aufzehrendes Amt bekleidet hast! Und Deine Reaktion ("entnervt aufgegeben") ist wohl mehr als verständlich.

Es ist wirklich an vielen Stellen zum Kot#en, wenn man mit ansieht, wie Menschen, die helfen herumgeschubst werden, wie wertlos ihre Arbeit mitunter angesehen wird, wie kostenlose Leistung tw von Assis konsumiert wird.

Erst letztes Jahr in unserer Stadt passiert:

Eine junge Frau trennt sich von ihrem Mann, bekommt als Hartz IV Empfängerin eine Wohnung und die Einrichtung ebenfalls.

Eine Nachbarin ist Mitarbeiterin bei dieser paritätischen Organisation, die dann die Möbel ausliefert und vor Ort zusammenbaut.

Die (mittlelose) junge Frau hat dort angerufen und die Dame am Telefon zusammengeschi$$en, was diesen Deppen einfallen würde, zu dem Doppelbett in ihrem Schlafzimmer zwei Nachtschränke in einer anderen Farbe / Optik aufzustellen.

Am nächsten Tag sind sie wieder hingefahren, haben alles abgebaut, ein anderes Schlafzimmer geliefert und aufgestellt.

soweit zum Thema "bedürftig".

Das ist jetzt kein "Ehrenamt" - aber eben eine kostenlose Leistung. Menschen helfen anderen.

Und dann sowas .... gut, dass ich da nicht arbeite! Eine Dose Farbe und einen Pinsel hätte ich ihr gebracht, und einen kostenlosen Tritt in den A...llerwertesten!

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Das ist aber eine krasse Geschichte...schade wenn die Hilfsbereitschaft Gutmütigkeit einer Person auf diese Weise ausgenutzt wird.

Muss aber auch sagen, das sich für mich eine ehrenamtliche Tätigkeit auch dadurch auszeichnet, das ein bisschen Herzblut mit einfliesst, dh. mir etwas wirklich wichtig ist, weil ich damit Menschen, Tieren, oder einer guten Sache dienlich sein kann...wo der rechte Sinn oder die Begeisterungsfähigkeit fehlt, ist es kein Wunder wenn das was andere entlasten sollte bald zur Belastung und schliesslich zur Überlastung der eigenen Kapazitäten wird. Schade für alle Betroffenen.

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@aekw11

Das ist sehr präzise und treffend ausgedrückt - und ebenso wahr.

Kann man des öfteren beobachten, dass gut gemeinte und an sich wertvolle Dinge von einigen (wenigen) dann zertrampelt werden.

Und dass die daraus resultierende rückgängige Bereitschaft zur Übernahme dieser Posten immer häufiger zu beobachten ist, trifft ganz klar die Betroffenen. Aber wer will es den gutherzigen Menschen verdenken, dass sie nicht länger Lust haben auf Demut, Ausnutzung und Stress im Übermaß haben...?

Wer dann noch mitkriegt, dass sich andere Menschen mit eben dieser Leistung einen goldenen Ar..... verdienen, während du das ganze nach Feierabend und sowieso umsonst stemmst, dann ist das Herzblut verdammt schnell aufgebraucht.

Ehrenämter sind natürlich wichtig, wenn nicht gar unentbehrlich, aber es kann nicht sein, dass neben der sowieso entfallenden Bezahlung auch noch die Anerkennung auf der Strecke bleibt.

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@PoisonArrow

Genau richtig lieber Freund. Dir einen guten Tag heute, unter diesen Umständen hast du dir richtigen Konsequenzen daraus gezogen, GLG.

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Echt schade dass so Schindkuder mit Hilfsbereitschaft getrieben wird!

Ganz liebe Nachmittagsgrüße schickt dir der wiener Fred.

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Eine ganz ähnliche Geschichte habe ich erst mit unserem Pfarrer erlebt. Weil ich es beruflich kann, habe ich ihm jahrelang dabei geholfen, seine Pressearbeit zu koordinieren und ein bisschen zu "managen", weil er selbst erkrankt ist und sowieso überlastet und kein großer Schreiber/Fotograf. Es war für mich kein direkter (Mehr-)Aufwand, aber er hat mehr von mir profitiert als ich von ihm. Ich wollte nie was von ihm, aber wenn ich kurze Fragen hatte, dann stand er still und rührte sich nicht oder blockte ab usw.!

Vor vier Wochen platzte dann die Bombe, ich wünsche seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm und das weiß er auch. Bevor ich ihm den Kontakt abblockte, hat er mich noch ganz entsetzt darum gebeten, "bitte bitte nicht" aufzuhören, er braucht mich doch und niemand könne das so gut wie ich ... ja, ja, alles klar. Es ist nicht schade drum, soll er halt einen Kurs bei der Volkshochschule in Sachen Digitalfotografie für EInsteiger absolvieren oder sich von einem Ministranten einweihen lassen, der Zeit hat und es gut kann.

Egal, mich hat auch das reifen lassen - ich mach' so etwas nicht mehr. Nie mehr. Ich sehe zwar nett aus, aber ich bin nicht "der Nette", der alles macht.

Alles, alles ist besser als das - und ich kann so gut nachfühlen, wie es mit dieser Karnickelgeschichte lief. Schlimm.

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@rotesand

Hi, rotesand!

Ja, so kann es gehen. Menschen haben irgendwie eine Antenne dafür, dass sie merken, wen sie gut "anzapfen" können und wen nicht.

Wenn man auch noch nett aussieht, ein freundliches Auftreten hat, dann wird das als Einladung verstanden.

Ich habe auch schon solche Erfahrungen machen dürfen, allerdings schon mehrere Jahre zurück.

Man lernt daraus. Nicht, dass ich jetzt abweisend oder unhöflich bin. Das ist privat nicht meine Art und beruflich kann ich mir das nicht erlauben.

Aber ich kann das Wort NEIN mittlerweile aussprechen.

So, wie Du jetzt auch.

Beste Grüße

PoisonArrow

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Lieber Poison....das ist natürlich eine bittere Erfahrung....das gibt es schlicht

und einfach eine Bezeichnung.....AUSNUTZEREI.....herzlichst Angel

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@Angel1112

Hallo Angel!

Ja, genau das ist es (war es).

Ich habe das mal mit angesehen, wie "er" sich abgeschleppt hat und für die Rentnergang gebuckelt hat - das war noch ganz am Anfang und ich dachte, naja kann man ja MAL machen, wenn sein eigener Sohn dann auch dabei ist ...

Aber was daraus geworden ist ... beinahe Sklaverei.

Sie haben aus dieser einmaligen, freiwilligen Nummer gleich die Gewohnheit gemacht. Alles war selbstverständlich, als wenn "er" selbst schon seit 35 Jahren im Kreise der Züchter zu Hause gewesen wäre.

Keiner fragt, ob Du was vorhast, ob Du von der wöchentlichen Arbeit im Schichtdienst vielleicht schon genug um die Ohren hast, ob Du am Wochenende mal was mit der Familie machen willst - nö. "Übrigens, Freitag müssen wir sehen, dass wir die Halle in x-Dorf fertig kriegen, da ist Sonntag Ausstellung!" Oh ja, prima. ...

Die Züchter waren fast ALLE im Rentenalter, den ganzen Tag Zeit, ... tja, da ist man entspannt.

Einer von ihnen besaß einen großen Geländewagen ("SUV"), sogar mit einer AHK - aber der Kurt (oder wie auch immer er heißt) fährt nicht so gerne mit Anhänger, weil er immer Angst um sein Auto hat. Klar, verstehe.... mein Auto kann gerne mal einen Kratzer oder eine Beule kriegen, das macht dann nix ....

Hoffe nur, das es anderen besser geht und sie schneller mal STOPP sagen, wenn es dann echt zu penetrant wird.

Liebste Grüße zurück!

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@PoisonArrow

Au weia....also da ist das Wort Ausnutzerei wirklich angebracht....

Danke für deine Nachricht....das ist so ,als wenn man Jemandem den kleinen Finger hinstreckt,und er nimmt die ganze Hand(bezogen auf Egoisten)

Grüsse dich lieb.....hab ein schönes Wochenende...herzlichst Engelchen

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Hallo am Nachmittag, liebe Evissima maxima und alle anderen!

Der Begriff 'Ehrenamt' stammt so ein bisschen aus alten Zeiten: jemand erfüllte eine Pflicht und wurde dafür geehrt.
Ich konnte mit dieser offiziellen Bezeichnung nie so viel anfangen. Meine Hilfe setzte eher eine Stufe tiefer ein: da ich die Augen offen hatte, habe ich immer gern geholfen habe, wenn ich mit meinen Mitteln etwas beitragen konnte - egal, ob es dafür ein Amt gab oder nicht.

Als ich mich gegen Ende meines Berufslebens entschloß, mich um meine Mutter zu kümmern, als sie ins Heim ging, und daraus dann fast 14 Jahre wurden, habe ich das als Ehrenamt gesehen. Mit all meinem ganzheitlichen Heilwissen habe ich bis zu ihrem Abschied dafür gesorgt, dass ihr vieles erspart blieb und sie aus unbeschreiblichen medizinischen Situationen wieder heil herausgekommen ist; sie hatte immer einen Ansprechnpartner für alle Nöte, musste sich nie allein fühlen, wir haben Fahrten zusammen gemacht und hatten eine Menge Spaß. Geehrt wurde ich dafür nicht - mein Bruder hat die ganzen Jahre bis heute kein Wort des Anerkennens mir gegenüber verloren - nur einmal hat er gefragt, ob ich dafür Mitleid wolle.

Als Mitglied im örtlichen Kneipp-Verein empfand ich es irgendwann als angebracht und zeitgemäß, ihm zu einer Webseite zu verhelfen - was der Vorstand nicht selbst konnte - und machte mich an die Arbeit: Inhalt, Menüführung, Layout, Bilder (inkl. Rechte), Verlinkungen, Texte, Bildunterschriften, Aktualisierungen, Änderungen, usw.. habe ich gestalterisch und redaktionell in unzähligen Stunden auf die Beine gestellt; es wurde eine allseits gelobte schicke Seite - aber dann, bei der Jahreshauptversammlung, bekam das Lob und die Ehre diejenige, die gegen Rechnung die Seite programmiert hatte, und mit keinem Wort wurde eerwähnt oder sonstwie ersichtlich, dass ich es war, die sowohl Gestaltung und Redaktion gemacht hatte. Diese Mitgliedschaft habe ich schnell beendet!

Soweit meine Erfahrungen. In den letzten Jahren fand ich mich mitten in Aufgaben wie: Gemeindebriefe austragen (Kirchengemeinde), Beiratsmitglied im Geschichtsverein, freiwillige Seniorenbegleitung (initiiert vom Kreis). Kleine Sachen, aber dennoch gibt es eine Danke von der Gemeinde und vom Geschichtsverein ein Gänseessen zum Jahresabschluss. Mit dieser Ehre bin ich - Achtung: Wortspiel!- Gans zufrieden.

Jetzt habe ich doch wieder so viel erzählt - - -

Apropos: Meine Oma erzählte mal, dass früher die Bäume in Reichweite des eigenen Hauses von den Hauseigentümern immer mit Wasser versorgt wurden; das sei so Usus (also eine Art Vorläufer des Ehrenamts!) gewesen - diese Pflicht MUSSTE halt erfüllt werden! Am Jahresende gab es eine Feierstunde, wo diese Arbeit öffentlich gewürdigt wurde, jeder für seinen Beitrag ein Dankeschön bekam und zufrieden war.
Dann - ab dem Wirtschaftswunder - wurde daraus eine Tätigkeit im Berufsbild der städtischen Arbeiter (die Leute in orange). Also nix mehr mit Ehre!

Allen noch einen schönen Nachmittag!

Ganz liebe Nachmittagsgrüße schickt dir, liebe Spielwiese, der wiener Fred.

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kleiner Nachtrag noch: es soll bloß ja nicht so aussehen, als hätte ich beim Helfen auf ein Danke geschielt - dazu waren es viel zu komplexe menschliche Angelegenheiten mit viel Liebe (Mutter) und Spaß an der Arbeit (Webseite) - ich habe geholfen, eben weil ich es konnte.

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Liebe Spielwiese, für dich hoffe ich sehr, dass auch du mal diese Liebe und Zuwendung erfahren wirst, die du gegeben hast. Dich bewundere ich deiner Vielseitigkeit wegen, deiner Hilfsbereitschaft und dein Wissen und Können. Du bist für mich eine Bereicherung, ich bin sehr froh, dass es dich gibt. Herzliche Grüße

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@witha

Danke vielmals - ja, vielleicht wirds noch mal etwas. Lieben Gruß!

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Die Pflege eines Menschen geht oftmals an die eigene Grenze.....meine Hochachtung....und Du bist ja immer noch für Andere da...klasse

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@Angel1112

Danke, liebe Angel - aber ich war 'nur' die Begleitung, denn meine Mutter hatte sich selbst fürs Heim entschieden. Es stellte sich aber schnell heraus, dass man mit immer weiter schwindenden Kräften und Möglichkeiten, für sich selbst zu sorgen, gut jemanden von 'draußen' brauchen kann, der sich um alle anfallenden Belange kümmert. Idealerweise ein Familienmitglied mit Empathie - nicht jemand Fremden.

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@Spielwiesen

Ich kenne das aus der Zeit meines Ehrenamtes....da hat die Familie erstmal ein schlechtes Gewissen,da sie denkt...ich schiebe Mutter/Vater einfach ab....

Aber de ist ja nicht so,und man spürt irgendwann seine eigenen Grenzen....

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