Gab es in der DDR nordkoreanische Autos?

10 Antworten

Hallo!

Es gab zumindest ein paar "handverlesene" Japaner wie den Mazda 323 sowie französische Modelle à la Citroen BX und CX ------> und über die GENEX/Palatinus AG konnten auch ganz andere Wagentypen bis zum BMW 318i (E30), dem Peugeot 309 oder dem Ford Orion in die DDR eingeführt werden - das Modell der GENEX sah vor, dass westdeutsche Bürger ihren Verwandten in der DDR Dinge schenken konnten bis rauf zu Autos und Motorrädern.

Nordkoreaner wären mir unbekannt, eigentlich aber kenne ich mich sehr gut aus mit Wagentypen, die es in der DDR gab. Eventuell wurde der südkoreanische Hyundai Stellar aus den 80ern eingeführt, der damals auch in Holland zu haben war, aber das wäre mir total neu - und wenn der Stellar in der DDR zu haben gewesen wäre, dann wäre er eine Rarität geblieben.

Woher ich das weiß:Hobby

Und es gab den VW Golf und den Volvo 244 fuer Ostmark zu kaufen, einen Wagen aus Nordkorea gab es auf keinen Fall. Ich wusste ueberhaupt nicht, das Nordkorea ueberhaupt Autos baute, denn auch die Chinesen fingen damit sehr spaet an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaengsaeng_88

Ab 1987 bauten sie in Nordkorea ihr erstes Auto, somit hat sich deine Frage eruebrigt.

Woher ich das weiß:Recherche

Der von dir verlinkte Artikel bezieht sich nur auf den Kaengsaeng 88, der in den 80er Jahren in die Produktion ging. Den Golf III gibt es seit 1991 trotzdem wurden auch vorher schon Autos in Deutschland hergestellt.

Nordkorea produziert seit 1958 Fahrzeuge. Anfangs vor allem LKW. Geländewagen seit den 60er Jahren, Pkw seit den 1970er Jahren. Ich wusste das selbst bis vor kurzem nicht. War dann überrascht, und habe mich gefragt, ob die auch in der DDR unterwegs waren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sungri-Motorenfabrik

0
@LordFaultier

Bis Heute, kein einziger Wagen aus Nordkorea in DE.

DDR Lkw fahren in Uruguay, darueber staunte ich nun wieder.

1

Salue

Nordkorea war traditionell mit China verbunden. Das hätte nicht ins Konzept der UDSSR gepasst. Man war der Meinung, dass Autos zentral im Ostblock hergestellt werden sollten, was aber so nicht passiert ist. Man hat dann fast in allen Ländern des Ostblocks Autos produziert und diese auch im Ostblock angeboten.

Teilweise hat man auch Autos aus dem Westen für ausgesuchte Bürger der DDR bezogen. So den Golf (Gegengeschäft mit Pneumant-Reifen) und den Citroen GS.

Honegger selber besass einen Toyota Crown 2.8 SuperSaloon, seine Nichten besassen Mazdas.

Die DDR Botschaft in der Schweiz griff ebenfalls auf Toyota zurück.

Tellensohn 

Und welche Autos besaß Honecker?

0
@666Phoenix

Als Staatskarrosse griff man auf einen verlängerten Volvo zurück, man hat aber auch die russischen Tschaika für Staatsgäste verwendet.

Er selber kriegte den genannten Toyota Crown SuperSaloon mit Automatikgetriebe für den Privatgebrauch. Gefahren ist der damit allerdings nur selten. 

Als Jagdwagen verwendete man Land Rover, die in der Schweiz für die Jagd umgebaut worden sind.

Schweden und die Schweiz waren als Lieferländer sehr beliebt, da die DDR-Führung deren Neutralität anerkannte.

Tellensohn

0
@Tellensohn

Aha! Oben war aber von "Honegger" die Rede! Ich habe nach "Honecker" gefragt. Den Erich, nicht den Arthur!

Letzterer hat kaum eine Tschaika gefahren!

0
@666Phoenix

Ich meinte natürlich den Erich Honecker. Sorry. Die Tschaika und den Volvo hat er allerdings nicht gefahren, er liess sich damit chauffieren. Tellensohn

1
@matzevalentin
  • " 2 Citroen, 5 Mazda, Tschaika aus der UdSSR.

Und nu? Was sagt uns das?

"Honecker ist so stolz auf seinen Citroën... und dann fällt die Heizung aus! Ausgerechnet, als Bundeskanzler Helmut Schmidt neben ihm sitzt. „Kalte Füße“, knurrt der während seines DDR-Besuchs im Dezember 1981.

„Drei Citroën CX ließ Günter Mittag für Honecker kaufen, jeden für 250 000 D-Mark. 

Und jeder musste nachgebessert werden: mal knarrte die Frontscheibe, mal pfiff der Fahrtwind durch die Spaltmaße - und wenn der Wagen mal schräg stand, ließ sich die gepanzerte Tür von innen gar nicht öffnen."

https://www.bild.de/regional/leipzig/erich-honecker/honeckers-leibwaechter-immer-aerger-mit-erichs-autos-35847194.bild.html

So war das!

Hätte er sich mal in einen Wartburg gesetzt! Auch über den Tschaika gab es solche Storys nicht - der soff bloß wie eine Kuh!

0
@666Phoenix

Honecker besaß gar kein Auto, die waren alle im Fuhrpark des Staatsrates.Die Wendespinner wollten ihn deswegen als Fell, scheiterten aber an der Realität.

0
@matzevalentin

Habe ich denn gesagt, er habe "besessen"?

Bei ihm war das übrigens schnurzpiepe. Wenn der was wollte, spielten Eigentumsverhältnisse kaum eine Rolle.

0
@666Phoenix

Nein, gar keine. Honecker war ein hölzerner Charakter, ein Kaltfuß, wie seine dritte Ehefrau Margot Honecker, geb. Feist. Zwei geborene blutige Egoisten mit außergewöhnlichem Willen zu Macht. So dumm, sich ins Unrecht zu setzen, waren sie nicht. Honecker ließ sich einen japanischen Jeep vom japanischen Kaiser Hirohito schenken und besagte Citroens von Mitterrand aus Frankreich. Honecker wollte ebend wie Gott in Frankreich fahren, ist das denn nicht verständlich?

0

Was möchtest Du wissen?