Familienbett Vor-und Nachteile?

14 Antworten

Ich finde Familienbett eigentlich super, ist auf die Bedürfnisse des Babys angepasst und bei so viel Platz dürfte auch alles in Ordnung sein. Ihr solltet aufpassen, dass es keine Ritzen zw. Den Matratzen gibt, wo das Baby mit dem Gesicht rein rutschen kann; die Matratze sollte nicht zu weich sein; und natürlich nichts in der Umgebung, was übers Gesicht rutschen kann (Kissen, Decken, Plüschtiere). Vielleicht noch mal ne Liste raussuchen, was bei Familienbett alles zu beachten ist, aber kann mir vorstellen, da habt ihr euch schon für informiert.

Wir haben unsere Kleine jedoch trotzdem beizeiten ans eigene Bett gewöhnt, weil Madame echt viel Platz brauchte und und ich so nicht mehr richtig schlafen konnte 😅 einfach ausprobieren; wenn Familienbett für euch gut funktioniert und ihr alle damit zufrieden seid, spricht ja nichts dagegen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin Mama

Historisch und transkulturell betrachtet, ist das Familienbett in vielen Kulturen die durchschnittliche Art, wie Familien zu ihrer Nachtruhe kommen. In den nichtindustrialisierten Ländern schlafen laut einer Studie nahezu die Hälfte der Kinder im Elternbett. Ist dies nicht der Fall, schlafen sie häufig zumindest im selben Raum.

Von Natur aus können Babys und Kinder dann gut einschlafen, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen - dazu brauchen die Gewissheit, die Eltern in der Nähe zu haben.

Denn dies bedeutet für das Kind: Mir kann nichts passieren. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist, ist jemand für mich da und kümmert sich um mich, trägt mich im Notfall davon.

Seinen Ursprung hat dieses Verhalten darin, dass das Verhalten unserer Babys in vielen Punkten noch von den Urinstinkten bestimmt wird, die seit Millionen von Jahren für das sichere Aufwachsen notwendig waren. Babys und Kleinkinder wissen noch nicht, dass keine wilden Tiere in unsere Wohnung kommen können oder wir mit sicheren Türen und Glasscheiben gegen die Naturgewalten geschützt sind.

Von „Vor- und Nachteilen“ kann also keinesfalls die Rede sein, sondern vielmehr davon, auf die Signale und Bedürfnisse des Kindes zu achten.

https://geborgen-wachsen.de/2012/08/27/ammenmarchen-uber-das-familienbett/

Das Familienbett ist so lange die "richtige" Methode, wie Mutter, Vater und Kind/er damit zufrieden sind.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Bravo! Dem ist fast nichts hinzuzufügen! Wir hatten unseren Kleinen bis zu seinem ersten Geburtstag zwischen uns. Jetzt hat er nach unserem Umzug sein eigenes Zimmer und er liebt sein eigenes Bett! Aber wenn er in der Nacht wach wird (und das ist jede Nacht so) holen wir ihn zu uns. Selbst ich als berufstätiger Vater liebe es, morgens neben ihm aufzuwachen und es macht mich so wütend und traurig, dass es auch in meinem Umfeld junge Eltern gibt, die ihrem Nachwuchs das "Alleinsein" so schnell wie möglich "antrainieren" wollen! 😕

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@VanilleHonig

Leider stellen sich viele Menschen in Industriestaaten mit ihren "modernen" Errungenschaften wie Flaschenfütterung nach Plan, Kinderwagen und Abstellräumen mit Gitterbett gerne über "primitive" Naturvölker.

Dabei vergessen sie gerne, dass die Menschheit durch (Langzeit-)stillen nach Bedarf, Tragetücher und Familienbett mehrere 100.000 Jahre überdauert hat.

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@isebise50

Wir hatten zum Glück eine hervorragende Hebamme, die auch nach der Geburt jederzeit für uns da war und ist! Sie hat uns genau die gleichen Dinge erklärt und uns bestärkt, gerade auch was das Stillen angeht. Meine Frau hat schon zwei große Kinder, aber vieles war ihr damals auch nicht bewusst. Und wir sind so glücklich heute, dass wir uns nicht haben reinreden lassen und nicht unsere Bedürfnisse über die unseres Buben gestellt haben! ☺️

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@VanilleHonig

Ich finde, dass sogar alle Bedürfnisse (unsere als Eltern und du unserer Kinder) mit einer Klappe geschlagen wurden.

Wir hatten zusammen sehr geruhsamen Schlaf, kein nächtliches Aufstehen zum Stillen oder gar Beruhigen und unseren Sex hat den schlafenden Säugling neben uns absolut nicht gestört.

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Ich bzw. wir haben ja unsere Tochter adoptiert. Wir wurden von einem Tag auf den anderen Eltern. Da stand ich vor der Frage, ob ich meinem Bauchgefühl trauen sollte oder Erziehungsratgeber kaufen.

Ich habe mich für das Bauchgefühl entschieden. Das ging immer von uns drei Neandertalern in einer Höhle aus. In dem Bild gehörten wir drei zusammen. Da gab es keine Extrahöhle für das Kind..

Zuvor haben wir auch ausprobiert, wie es sich anfühlt, wenn das Kind ein eigenes Kinderzimmer hat. Doch das war nur Stress. Der Schnulli wurde aus dem Bett geworfen, der plötzliche Kindstod grinste ständig um die Ecke, denn einer Nachbarin von uns starb das Kind als Baby, einer von uns musste aufstehen, wenn das Kind unruhig war oder schrie. Insgesamt war das viel belastender, als das Familienbett, deshalb kamen wir schnell auf die Urmensch-Lösung zurück.

Heute ist das Baby groß und offenbar hat es meiner Tochter gut getan.

Stillkissen noch besser Seitenschläferrolle. Auch an der Wand. Dann darauf Bänder zum befestigen am Bett nähen.  Was ihr dann macht Nestchen oder was auch immer rausfallen geht damit vorerst nicht.  

Und auch mal drüber nachdenken, Milliarden Kinder wachsen ohne jede Nacht bei Mama und Papa zu schlafen auf. Unser kam kaum, das er Stand morgens zu uns toben. Das Gitterbettchen hat die Stäbe fallen lassen wenn er  die Längst Stange Hochzog. Ich denke gerade das fehlt dann.

Eher umgedreht. Die meisten Kinder schlafen bei ihren Eltern. Du darfst nicht davon ausgehen das es überall so ist wie in Europa oder den USA.

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@maxim65

Schon klar, ich hab es blöd geschrieben, hatte eher die Insgesamte Weltgeschichte im Auge.  und nicht nur Säuglinge Wobei dein Argument da auch zieht aber die Kinder in den Nicht Großindustrieländern sind schnellere "Nestflüchter."  

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@MarSusMar

Menschenbabys haben viel mit Menschenaffenbabys gemeinsam. Eventuell sind sie noch hilfloser. Keine Affenmama würde auf dem Nebenbaum ein Nest bauen und ihr Kind dort alleine lassen.

Über hunderttausende von Jahren waren wir auch nachts in der unmittelbaren Nähe unserer Eltern. Ein Baby alleine war ein Todesurteil.

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Also wir haben ein Bett 2m auf 2m und wir haben unseren kleinen von Anfang an zwischen uns gehabt (wir haben auch ein topper gekauft, dass der kleine nicht in die rille rutscht) und ich kann dir nur sagen, wir haben es nie bereut, denn DIESE Zeit, gibt dir keiner mehr, und dass werdet ihr so genießen, ihr beobachtet euer kleines und sagt euch, was das für ein Wunder ist....

Ich würde es immer wieder machen, denn wie gesagt, so eine enge Bindung und kuschelstunden lassen irgendwann dann nach 😅

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